{"id":5098,"date":"2025-03-03T14:18:33","date_gmt":"2025-03-03T13:18:33","guid":{"rendered":"https:\/\/generalat-hsosf.de\/?p=5098"},"modified":"2025-03-21T09:30:28","modified_gmt":"2025-03-21T08:30:28","slug":"sister-m-annette-ferneding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/generalat-hsosf.de\/en\/sister-m-annette-ferneding\/","title":{"rendered":"Sister M. Annette Ferneding"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3a88641f wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><figure class=\"alignleft wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"700\" src=\"https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/011-Schwester-M.-Annette-Ferneding.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"aspect-ratio:1;width:100%;height:300px;width:300px;object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/011-Schwester-M.-Annette-Ferneding.jpg 700w, https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/011-Schwester-M.-Annette-Ferneding-600x600.jpg 600w, https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/011-Schwester-M.-Annette-Ferneding-300x300.jpg 300w, https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/011-Schwester-M.-Annette-Ferneding-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Schwester M. Annette Ferneding<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war im Vorkriegsjahr 1936, als ich in die Familie Ludwig und Anna Ferneding am 10. September in Nikolausdorf geboren und auf den Namen Elisabeth getauft wurde. In der Geschwisterreihe von 7 Kindern war ich die 5, mit 4 Br\u00fcdern und 2 Schwestern. Zur Familie geh\u00f6rten auch die Gro\u00dfeltern. Ich erlebte das friedliche Sterben meiner Gro\u00dfmutter und einer Schwester, bald nach ihrer Geburt. In einer gl\u00e4ubigen Familie f\u00fchlte ich mich geborgen und bin froh aufgewachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines Tages verbrannte ich beine Beine mit hei\u00dfem Wasser. Zum Verbinden meiner Brandwunden kam an jedem Tag Schwester Nacalis mit dem Fahrrad angefahren. Ich habe mich schon gefreut, wenn ich sie ankommen sah \u2013 mit wehendem Schleier und lachendem Gesicht. War sie die Erste, durch die der Berufungs-Gedanke in mein Kinderherz gelegt wurde?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In meiner Schulzeit erlebte ich den 2. Weltkrieg und besonders 1945 harte Angriffe zwischen den Fronten. Viele Tage verbrachte ich mit einem entz\u00fcndeten Bein im Bunker, bis ich durch eine Sondererlaubnis in das St. Josefs-Hospital Cloppenburg kam und gerade noch rechtzeitig operiert wurde. W\u00e4hrend der langen Zeit im Hospital erfuhr ich die 2. liebevolle Pflege der Franziskanerinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Krieg erlebte ich mit der Familie die gro\u00dfe Freude: den ersten Heimatbesuch meiner Tante, Schwester Odalgera. Das war die 3. Begegnung mit unseren Schwestern. Es faszinierten und pr\u00e4gten mich auch die Lebensbeschreibung der Kleinen Therese von Lisieux: \u201eIch will Jesus immer Freude machen\u201c und das Motto des heiligen Don Bosco: \u201eFr\u00f6hlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Jugendjahre verbrachte ich im Elternhaus. An Sonntagen traf ich mich mit den Schulkameradinnen. Jede steuerte ein Ziel an. Da begann in mir wieder dieser Funke zu gl\u00fchen: So fr\u00f6hlich wie Schwester Nacalis m\u00f6chte ich auch Kranke pflegen. Ich meldete mich im Mutterhaus der Franziskanerinnen in M\u00fcnster als Kandidatin an und am 09. Oktober 1959 begann ich dort mein Klosterleben. Bei der Einkleidung bekam ich den Namen Schw. M. Annette, abgeleitet vom Namen meiner Mutter: Anna. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beginn der Arbeit in der Krankenpflege und in sozial-p\u00e4dagogischen Einrichtungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Krankenpflege-Examen und der Arbeit in St. Franziskus-Hospital 1961 -1964 bekam ich eine neue Aufgabe. 1966 \u00fcbernahm ich nach Erreichung der Bildungsreife und dem Examen f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik die Leitung des neuerrichteten Kindergartens in Lindern<em>\/<\/em>Cloppenburg. Leider erkrankte ich und musste ein Jahr Kuraufenthalt in der Lungen-Heilst\u00e4tte Neuenkirchen machen. 1971 kam ein neuer Einsatz in Steinfeld\/Vechta und 1974 in Steinbild\/Emsland. Nebenberuflich erlangte ich zum Fr\u00f6bel-Diplom das Diplom in Montessori-P\u00e4dagogik. In der Pfarrgemeinde Steinbild erm\u00f6glichte ich &#8211; \u00fcbrigens als Leiterin der Borrom\u00e4us-B\u00fccherei &#8211; den Kindergarten- und Schulkindern Lese- und Gestaltungsangebote. Einen Abend in der Woche widmete ich den Eltern und den Jugendlichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal im Jahr trafen wir als Erzieherinnen t\u00e4tige Schwestern uns. Das gegenseitige Erz\u00e4hlen unserer Freuden und Sorgen, das Vorstellen von Neuem im Kindergarten gab Freude und Kraft. Es folgten Weiterbildung und zus\u00e4tzliche Ausbildungen: 1970 begann ich das Fernstudium in Theologie, 1980 die Erlangung der Missio Canonica. Nach Absolvierung der Lehrproben und des Examens in Religionsp\u00e4dagogik vor den Schulr\u00e4ten, erhielt ich die bisch\u00f6fliche Lehr-Erlaubnis, in den Schulen bis Klasse 12 Religion zu erteilen. Es war eine Freude, die Klassen 3 und 4 zu \u00fcbernehmen, so hatten die Kinder die M\u00f6glichkeit, den Schulgottesdienst musikalisch mit Fl\u00f6tenspiel und Orffinstrumenten mitzugestalten. Anderen machte es Spa\u00df, sich als Lektor*in oder Messdiener*innen einzubringen. So verbunden mit der ganzen Pfarrgemeinde f\u00fchlte ich mich im Einsatz, die Freude an Gott zu verbreiten, ganz richtig am Platz.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1987 erhielt ich die M\u00f6glichkeit, eine Auszeit einzulegen und in Regina Mundi in Rom an einem spirituellen Erneuerungskurs teilzunehmen.\u00a0 Die Feier meines 25j\u00e4hrigen Ordensjubil\u00e4ums und die Erlebnisse Florenz, Assisi, Subiaco, Manopello\u00a0<strong>waren f\u00fcr mich Taborzeit<\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende des Schuljahres 1989 stand das Abschiednehmen &#8211; schwer und dankbar &#8211; von allem, was mir lieb geworden war, an. Im Jahr 1990 bekam ich in der Akademie der Di\u00f6zese Osnabr\u00fcck, im Ludwig-Windhorst Haus in Lingen, ein neues Arbeitsfeld im Ressort: Bildung f\u00fcr \u00e4ltere Erwachsene. Als Referentin bot sich mir die M\u00f6glichkeit, viel Neues zu organisieren: Studienfahrten mit dem Europapolitischen Bildungswerk in unterschiedlichen Dreil\u00e4nderecks, Sommerfreizeiten, Ausbildungsseminare f\u00fcr Tanzleiter*innen, spirituelle Wochen f\u00fcr die Festtage des Jahres f\u00fcr \u00c4ltere. Es machte mir gro\u00dfe Freude, f\u00fcr Menschen verschiedenen Alters, in unterschiedlichen Lebenslagen und Interessengebieten Lebenshilfe anzubieten: Wenn die Augen der \u00e4lteren Menschen beim Verabschieden leuchteten, war ich selbst auch eine Beschenkte. Mit meinem Bestreben, \u00e4lteren Menschen Freude in ihren Alltag \u201ezu zaubern\u201c, habe ich meinen franziskanischen Auftrag \u201eOption f\u00fcr die Armen\u201c erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst absolvierte ich Ausbildungen in Meditation und Sakralem Tanz, im Seniorentanz und Tanzen im Sitzen.\u00a0 Diese Tanzausbildungen waren vielbegehrt, ebenso Tanzfreizeiten mit Erkundungen des Emslandes, die ich gern organisierte und durchf\u00fchrte, was mir und den Teilnehmer*innen viel Freude bereitete. Wichtig war mir ein Theologischer Fernkurs und die Studienwochen in Wien \u201eGlaubend \u00c4lter werden\u201c, 1992 \u2013 1994. Ein Zertifikat und den Auftrag \u201eSeelsorgliche Begleitung \u00e4lterer Menschen in Gemeinden und Altenheimen\u201c erhielt ich nach drei Lehrg\u00e4ngen. \u00a0Ganz dankbar f\u00fcr 10 Jahre Bildungsarbeit im Ludwig-Windthorst-Haus wurde ich mit einem Konzert des Fl\u00f6tisten Hans-J\u00fcrgen Hufeisen verabschiedet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einem halben Jahr Arbeit f\u00fcr die INFAG und einem Einsatz in St. Stefano in Assisi kehrte ich im Jahr 2000 zum Mutterhaus zur\u00fcck. Dort hie\u00df es: Wir warten schon auf dich. In Zusammenarbeit mit Sr. M. Gabrielis war ich viele Jahre im ordensinternen Bildungsreferat t\u00e4tig. Wir erstellten einen Flyer mit Angeboten: Seminare f\u00fcr Schwestern in der Altenpastoral und Tagesveranstaltungen f\u00fcr Schwestern und Interessierte in der Besch\u00e4ftigungstherapie und in der Seelsorge. F\u00fcr die Begleitung von Frauen, die eine Auszeit w\u00fcnschten, stand ich zur Verf\u00fcgung. In der Weggemeinschaft wirkte ich mit.\u00a0 Sehr gern habe ich Meditative Tanztage als Glaubensverk\u00fcndigung vor den Festen angeboten, ebenso die Oasentage f\u00fcr Frauen. Als ich in den Pfarrgemeinderat von St. Mauritz berufen wurde, setzte ich mich als Katechetin und bei Pfarrfesten ein. Es machte allen Spa\u00df, sich in einer Pfarrgemeinde einzubringen, miteinander\u00a0\u00a0 zu feiern und mit den Frauen \u201eSister Act\u201c in der Pfarrgemeinde und im Mutterhaus aufzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2010 wurde mir eine \u00dcberraschung geschenkt, ich durfte nach Amerika reisen. Ich besuchte die Mitschwestern im Mutterhaus in Springfield und meine Schwester in Baltimore, die schon 20 Jahre nicht mehr in der Heimat war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Lebensphase wirkte ich gern \u201ef\u00fcr meinen Herrn\u201c, f\u00fcr Ihn und zu meiner Freude zu tanzen. Wie \u201eMyriam\u201c f\u00fchlte ich mich, die ihre Pauke nahm, um mit den Frauen f\u00fcr die Rettung zu danken und zu tanzen<em>. Ja, lobet mit mir Gott mit Pauken und Harfen, singt und tanzt Ihm, meinem Herrn!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt, nach 20 Jahren intensivem Einsatz im Mutterhaus, war die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen.\u00a0 Ich darf im Kloster St. Anna-Stift in Lohne-Kroge mit Mitschwestern das letzte Lebensdrittel in Ruhe und Gelassenheit, in Einsatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcreinander und miteinander froh und heiter leben \u2013 solange Er will.\u00a0 Denn noch immer ist \u201eDie Freude an Gott meine Kraft, Halleluja!\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3a88641f wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3a88641f wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-right is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-bf881693 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/generalat-hsosf.de\/ordensgemeinschaft\/berufungsgeschichten\/\">Zur \u00dcbersicht<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sister M. 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