{"id":5146,"date":"2025-03-03T14:55:00","date_gmt":"2025-03-03T13:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/generalat-hsosf.de\/?p=5146"},"modified":"2025-03-21T09:28:10","modified_gmt":"2025-03-21T08:28:10","slug":"sister-m-maris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/generalat-hsosf.de\/en\/sister-m-maris\/","title":{"rendered":"Sister M. Maris"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3a88641f wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><figure class=\"alignleft wp-block-post-featured-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"700\" src=\"https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/019-Schwester-Maris.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" style=\"aspect-ratio:1;width:100%;height:300px;width:300px;object-fit:cover;\" srcset=\"https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/019-Schwester-Maris.jpg 700w, https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/019-Schwester-Maris-600x600.jpg 600w, https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/019-Schwester-Maris-300x300.jpg 300w, https:\/\/generalat-hsosf.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/019-Schwester-Maris-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Schwester M. Maris<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 16. Juni 1943 wurde ich, Maria Elisabeth Keller, als Zweitj\u00fcngstes von 11 Kindern meiner Eltern Maria und Franz Keller in Ibbenb\u00fcren geboren. Mit f\u00fcnf \u00e4lteren Br\u00fcdern und f\u00fcnf Schwestern verlebte ich meine Kindheit, vertraut mit Tieren und Landarbeit, die Basis war f\u00fcr unsere christlich religi\u00f6se Gro\u00dffamilie. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da mein Vater im Hauptberuf auf der Zeche unter Tage besch\u00e4ftigt war, mussten besonders die Br\u00fcder und auch die \u00e4lteren Schwestern bei der Landwirtschaft helfen. Alle waren neben ihrer Berufsarbeit &#8211; ob im B\u00fcro, bei der Post, als Schneider oder in der Fabrik &#8211; t\u00e4glich im h\u00e4uslichen Betrieb eingespannt. Alle packten nach Kr\u00e4ften mit an. Auch wir J\u00fcngsten waren nach dem Unterricht in der Schule bei der Feldarbeit eingeteilt. Mir machte die Arbeit schon im Kindesalter viel Freude, besonders wenn ich die gro\u00dfen Fl\u00e4chen der Felder mit unserem Pferd Flora pfl\u00fcgen oder eggen durfte. So wuchs wohl die Hoffnung meines Vaters, ich w\u00fcrde sp\u00e4ter die Landwirtschaft \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei mir aber reifte der Wunsch, nach der Schulzeit (acht Jahre Volksschule) einen kaufm\u00e4nnischen Beruf zu erlernen, den ich auch einige Jahre zur gro\u00dfen Entt\u00e4uschung meines Vaters ausge\u00fcbt habe. Doch meine \u201einnere Stimme\u201c regte sich vermehrt immer h\u00e4ufiger, einen religi\u00f6sen Beruf ergreifen zu wollen, aber da war mein ganz pers\u00f6nliches Empfinden mir im Weg, n\u00e4mlich eine Furcht vor Krankenhausbesuchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um dem entgegen zu treten, lie\u00df ich mich zur Malteser Hilfs-Schwesternhelferin ausbilden, zu dem auch eine Praktikumszeit im Krankenhaus geh\u00f6rte. Durch diese Konfrontation im Krankenhaus wuchs meine Begeisterung zu diesem Einsatz und ich verpflichtete mich &#8211;\u00a0 neben meiner beruflichen T\u00e4tigkeit als Verk\u00e4uferin im gro\u00dfen Kaufhaus &#8211;\u00a0zum 14-t\u00e4gigen Wochenenddienst im St. Elisabeth-Hospital in Ibbenb\u00fcren bei den Schwestern vom Heiligen Franziskus. Jetzt war ich nach meiner dreij\u00e4hrigen kaufm\u00e4nnischen Lehre nebenbei meinem inneren Wunsch, \u201ef\u00fcr andere da zu sein\u201c, sehr viel n\u00e4hergekommen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einigen Jahren wurde der Wunsch nach einem geistlichen Beruf in mir immer st\u00e4rker, wohl auch durch meine Aufgabe als Gruppenleitung in der CAJ, wo sich doch meine \u201eUnruhe des Herzens\u201c immer wieder meldete. So machte ich eine Ausbildung als Caritas-Krankenschwester im Jahre 1964 in Ibbenb\u00fcren. Diese Aufgabe machte mir sehr schnell deutlich, dass hier meine St\u00e4rken lag Menschen helfen zu k\u00f6nnen, und die mich ganz ausf\u00fcllte. Hier f\u00fchlte ich mich am Arbeitsplatz, im Krankenhaus und im Kontakt zu den Ordensschwestern ganz zu Hause. Doch ich war noch immer nicht am Ziel meines Weges, \u201ewas will ER noch von mir\u201c besch\u00e4ftigte mein Herz und meine Gedanken \u00fcber etliche Jahre im Beruf. Im Juni h\u00f6rte ich die Predigt eines Franziskanerpaters zum Thema \u201eNachfolge\u201c, da z\u00fcndete endlich bei mir das Wort \u201eFolge mir\u201c wie ein Funke. Noch am gleichen Tag rief ich im Mutterhaus in M\u00fcnster an und bat um einen Vorstellungstermin bei der Noviziatsleiterin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Endlich hatte ich mein Ziel vor Augen, k\u00fcndigte meine Anstellung zum 1. Oktober und trat am 2. Oktober 1969 in den Orden der Mauritzer Franziskanerinnen in M\u00fcnster ein. Ich war inzwischen 26 Jahre alt. F\u00fcr meine Eltern war es sehr schwer, da die Weiterf\u00fchrung der Landwirtschaft nun nicht mehr gegeben war. Keiner meiner Geschwister hatte sich f\u00fcr diesen Beruf entschieden und somit wurde unser Landbestand zu Bauland erkl\u00e4rt und auch so genutzt. Unter Tr\u00e4nen haben meine Eltern aber meine Entscheidung akzeptiert, meine Geschwister dagegen reagierten mit Unverst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der mir noch unbekannten Atmosph\u00e4re eines Klosters durchlief ich mit zwei weiteren Postulantinnen die vorgegebene Postulats\u2013, Noviziats- und Junioratszeit. Beim Arbeitseinsatz in der Krankenpflege waren meine Kenntnisse nicht relevant, eher hinderlich, denn wir hatten \u00fcberall zu dienen und zu fragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der zeitlichen Profess 1972 schlossen sich Eins\u00e4tze auf den Stationen im Hospital an, die mich auch ganz forderten, beruflich wie auch im Ordensleben. Doch dies war die Zeit, wo wir gebraucht wurden und die meinem Ideal entsprach, ganz f\u00fcr Gott und die Menschen da sein zu wollen. Meine ewige Profess legte ich im Jahre 1976 ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von 1984 \u2013 1985 absolvierte ich die Ausbildung zur Pflegedienstleitung und Lehrt\u00e4tigkeit an Krankenpflegeschulen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einigen Eins\u00e4tzen in verschiedenen Hospit\u00e4lern war ich fast 13 Jahre im Stift Tilbeck, einer Einrichtung f\u00fcr geistig Behinderte und akut psychiatrisch erkrankte Personen. 1986 wurde ich zur Provinzratsschwester der Rheinischen Provinz Christk\u00f6nig gew\u00e4hlt; diese Aufgabe habe ich neben meiner T\u00e4tigkeit bis 1989 ausge\u00fcbt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend meiner Zeit im Stift Tilbeck durfte ich aktiv mitarbeiten im Vorstand des Katholischen Verbandes f\u00fcr Behinderte auf Bundesebene, Fachverband des Deutschen Caritasverbandes Freiburg. Es gab mir Kraft und Weitblick, in diesem Gremium aller Leiter von Katholischen Behinderteneinrichtungen sechs Jahre als gew\u00e4hltes Mitglied als einzige Ordensfrau mitzuarbeiten zum Wohl der Behinderten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden beendete ich 2001 die T\u00e4tigkeit im Stift Tilbeck. Nach einer Auszeit \u00fcbernahm ich im Elisabeth-Haus (Seniorenheim) in Emsb\u00fcren die Seelsorge und Betreuung der Bewohner f\u00fcr zehn Jahre. Es war eine sehr interessante und vielseitige Aufgabe, die ich gern ausgef\u00fchrt habe in enger Zusammenarbeit mit der Leitung und den Mitarbeitern des Hauses, wie auch mit den Dorfbewohnern und der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2011 erbat der Bischof von Osnabr\u00fcck eine Schwester f\u00fcr die Seelsorge im Gef\u00e4ngnis in Bremen. Ich habe diese Aufgabe gern angenommen und fast vier Jahre durchgef\u00fchrt. In vielen Glaubensgespr\u00e4chen und Schuldbekenntnissen der Gefangenen konnte ich oft nur zuh\u00f6ren, aber auch den Betroffenen Hoffnung auf einen Neuanfang vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nebenbei war ich in der Schule St. Josef in Oslebshausen in der Betreuung der Kinder beim Mittagstisch und bei Aufsicht der Schulaufgaben eingesetzt. Der interreligi\u00f6sen Kontaktgruppe der Gemeinde mit den muslimischen Frauen war ich sehr verbunden und habe regelm\u00e4\u00dfig an den Treffen und dem Austausch teilgenommen. Gemeinsam haben wir durch intensive Gespr\u00e4che er\u00f6rtert, was uns verbindet und tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2014 \u00fcbernahm ich f\u00fcr zwei Jahre eine Aufgabe im Pfortendienst in Telgte im Haus Maria-Hilf. Anschlie\u00dfend hatte ich einen Einsatz in der Seelsorge mit Sterbebegleitung und Betreuung der Kapelle im St. Marien-Hospital Vreden. Diese intensive Aufgabe forderte mich sehr stark.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Oktober 2019 lebe ich nun wieder im Mutterhaus in M\u00fcnster im Konvent. F\u00fcr mich ist es nach vielen unterschiedlichen T\u00e4tigkeiten und Eins\u00e4tzen wie ein Zur\u00fcckkommen nach Hause, wof\u00fcr ich dankbar bin und hier anfallende Arbeiten gern \u00fcbernehme. Um unseren gemeinsamen Auftrag \u201eChristi heilende Gegenwart\u201c zu vermitteln, bin ich w\u00f6chentlich im M\u00fcnsterschen Kirchenfoyer anwesend und aufnahmebereit f\u00fcr viele Begegnungen. Ich hoffe, noch viele Jahre unserer Gemeinschaft, den Mauritzer Franziskanerinnen, dienen zu k\u00f6nnen, zum Zeugnis der Kirche in dieser Welt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3a88641f wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3a88641f wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-right is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-bf881693 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/generalat-hsosf.de\/ordensgemeinschaft\/berufungsgeschichten\/\">Zur \u00dcbersicht<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sister M. 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