Schwester M. Isfrieda

Geboren: 19. Juni 1930
Eintritt: 27. Januar 1951
Profess: 28. Oktober 1953
Gestorben: 20. Februar 2026

Nach einem langen und erfüllten Leben rief der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Isfrieda, geborene Frieda Keuter, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Nun lässt Du Herr, deine Dienerin in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.“

(Aus dem Abendgebet der Kirche)

Das Johannesevangelium berichtet: „Als es Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.“ Da hat er auch unsere Mitschwester im St. Franziskus-Haus empfangen und mit zu sich in den Himmel genommen. Seit 2014 lebte sie als Seniorin in Nordwalde. Still ging sie ihren Weg, auch wenn das Atmen zunehmend schwerer und der Weg beschwerlicher wurde. Bis vor einer Woche konnte sie noch in die Kapelle gehen und an den Mahlzeiten im Refektorium teilnehmen.

Schwester M. Isfrieda kam aus Lingen in die Ordensgemeinschaft, wurde Krankenschwester und hat sich in Friesoythe, Bottrop und Hückeswagen in der Pflege eingesetzt. Danach sah man sie an der Pforte in Gelsenkirchen-Horst, in Damme und Vreden, wo sie die Gäste und Besucher empfing. In Wilhelmshaven versorgte sie die Bücherei und übernahm den Dienst in der Klausur, bis der Konvent aufgelöst werden musste.

Wir haben Schwester M. Isfrieda als bescheidene, liebenswerte und unaufgeregte Mitschwester erlebt, die treu ihren Weg als große Beterin ging. Bis zuletzt hatte sie eine gute Verbindung zu ihrer Familie, die in ihren Gedanken immer präsent war. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Isfrieda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Schwester M. Seraphinis

Geboren: 24. August 1940
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 19. Februar 2026

Für uns alle plötzlich und unerwartet rief Gott der Herr, in dessen Dienst sie ihr Leben vor 63 Jahren gestellt hatte, unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Seraphinis, geborene Anna Hoffterheide, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Mein Gott und mein Alles.“

(Franz von Assisi)

Schwester M. Seraphinis wurde in Kirchhellen geboren, wo sie auch die Mauritzer Franziskanerinnen kennenlernte. Nach der allgemeinbildenden Schule und der Haushaltungsschule arbeitete die junge Frau bei den Schwestern im dortigen Krankenhaus bis zu ihrem Eintritt ins Kloster in Münster. 

Wie alle Ordensschwestern absolvierte Schwester M. Seraphinis die Krankenpflegeausbildung und später ein Jahresseminar für leitende Schwestern in Köln-Hohenlind. Von 1966 – 1977 arbeitete sie als Krankenschwester im St. Franziskus-Hospital in Münster, in Cloppenburg und in Lingen. Danach wurde Schwester M. Seraphinis Pflegedienstleiterin im St. Joseph-Stift in Bremen und später zusätzlich die Konventsoberin. Ihre große fachliche Expertise und ihre berufliche Erfahrung konnte sie zusätzlich von 1998 – 2004 in den damaligen Aufsichtsrat der Hospitalgesellschaften der Mauritzer Franziskanerinnen einbringen. Ihre Offenheit, ihre positive Art, auf alle Menschen zuzugehen, und ihre gradlinige Haltung, die aus ihrem christlichen Glauben erwachsen sind, prägten ihren Dienst als Franziskanerin.

2008 erhielt Schwester M. Seraphinis noch einmal eine große Aufgabe innerhalb des Ordens. Sie wurde die Oberin im St. Anna-Stift in Lohne Kroge. Das Amt hat sie bis zu ihrem Tod ausgefüllt und sich liebevoll um die älteren und pflegebedürftigen Mitschwestern gekümmert. In diese Zeit fiel auch die Übergabe des Ordensaltenheimes in die Trägerschaft der Familien Zerhusen, Blömer und Bertels. Diese große Umstrukturierung hat sie aktiv mitgestaltet und immer positiv mitgetragen.

Schwester M. Seraphinis Wahlspruch lautete: „Gib dem Haus eine Seele und der Seele ein Haus.“ Das haben viele Menschen positiv erfahren und so wird sie uns in guter Erinnerung bleiben. Dankbar nehmen wir von ihr Abschied.

Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Seraphinis am Donnerstag, 26. Februar 2026, um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche in Münster. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester Pacis Bao, OSF 

Geboren: 8. April 1921
Eintritt: 8. September 1944
Profess: 24. September 1947
Gestorben:21. Januar 2026

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Pacis Bao, OSF, Krankenschwester vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus.

Denn ich, ich kenne die Gedanken, die ich für euch denke.

Jer 29, 11

Unsere Schwester Pacis Bao, OSF (104), die letzte der 35 chinesischen Schwestern und 26 amerikanischen Missionarinnen, die in China tätig waren, verstarb am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, um 6:25 Uhr im HSHS St. John’s Hospital.

Obwohl ihre frühen Jahre von Verlusten geprägt waren, entschied sie sich, auf Gott zu vertrauen, auch wenn die Welt ihr allen Grund gegeben hatte, sich abzuwenden. Auch als sie mit weiteren Enttäuschungen konfrontiert wurde, blieb sie standfest. Gott wurde ihre Zuflucht und ihre Stärke. Passenderweise war ihr Name lateinisch für „Frieden“ und wurde ihr am 17. Oktober 1945 gegeben, zu der Zeit, als in China das Doppelzehnten-Abkommen unterzeichnet wurde. Frieden war mehr als nur ihr Name. Ihr Frieden wurde in ihrer Trauer geschmiedet und durch den Glauben aufrechterhalten. Mit ihren pflegenden Händen heilte sie viele Körper, und mit ihrem Da-Sein viele Herzen.

Ihr außergewöhnlichstes Glaubenszeugnis zeigte sich in ihrer Fähigkeit zu vergeben. Im Jahr 2000 vergab sie durch Gnade und Gebet denen, die ihrer Familie Unverzeihliches angetan hatten. Ihre Vergebung war ein Beweis dafür, dass die Liebe den Hass überwinden kann. Sie zeigte uns, dass Heiligkeit still lebt und sich in Ausdauer ausdrückt. Sie war eine Zeugin, die durch ihre Verehrung der Heiligen Jungfrau Maria Wunder vollbrachte.

Schwester Pacis, geborene Catherine (Bao Yuan Ying), wurde am 8. April 1921 in Fei Cheng Bao-kiatang-tze, Shan-Tung, China, als Tochter von Bao Tsing Ben und Bao Chang Shih geboren. In den folgenden Jahren zogen ihre Eltern mit ihr weiter weg von ihrem Zuhause, um sie zu schützen. 1932 wurde sie in eine Schule in Jinan, China, eingeschrieben, und Schwester Clementia Dasenbrock, Oberin des St. Joseph’s Hospital in Jinan, besuchte sie, um mit ihr über das religiöse Leben und das Krankenhaus zu sprechen. Sechs Jahre später nahm Peter, einer der Brüder von Schwester Pacis, sie mit zu seinen Freunden im St. Joseph’s Hospital, wo sie von Schwester Clementia und Schwester Elise Waletzko willkommen geheißen wurde. Schwester Pacis setzte ihre Ausbildung fort, während sie im St. Joseph’s Hospital lebte und arbeitete, und der Heilige Geist führte sie zu ihrer Berufung. Am 8. September 1944 trat sie in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 24. September 1947 ihre ersten Gelübde ab. Am 12. Mai 1948 reiste sie mit mehreren anderen Mauritzer Franziskanerinnen, die in Jinan tätig waren, mit der „SS General Meigs“ nach San Francisco, Kalifornien, und kam am 5. Juni 1948 in Springfield an. Sie setzte ihre Ausbildung fort, schloss 1963 die St. John’s Hospital Krankenpflegeschule ab und arbeitete dann im St. John’s Hospital und im St. Vincent Hospital tätig war. Am 8. August 1968 begann sie zusammen mit vier anderen chinesischen Schwestern in der Star of the Sea Clinic in Kaohsiung, Taiwan, Kranke zu pflegen. Schwester Pacis war dort bis August 2002 tätig, dann kehrte sie nach Springfield zurück.

Außer ihren Eltern starben vor ihr auch ihre beiden Schwestern und vier Brüder sowie deren Familien. Sie hinterlässt zwei Großneffen und deren Familien in China.

Die Totenwache findet am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, von 16 bis 19 Uhr im St. Francis Convent statt, mit einer Trauerfeier um 18 Uhr.

Das Requiem wird am Freitag, dem 23. Januar 2026, um 11 Uhr in der St. Clare of Assisi Adoration Chapel von Pater Joseph Jiang zelebriert, einem Verwandten von Schwester Peter Damian Chiang, OSF. Die Beisetzung findet auf dem Crucifixion Hill Cemetery beim St. Francis Convent statt.

Mögen wir ihr Andenken ehren, indem wir den Glauben über die Angst, das Mitgefühl über den Groll und den Frieden über den Hass stellen. Möge ihr Beispiel uns daran erinnern, dass eine in Gott verankerte Seele selbst in den dunkelsten Tagen gedeihen kann.

Schwester Sherrey Murphy, OSF 

Geboren: 15. Juni 1942
Eintritt: 5. September 1965
Profess: 22. August 1968
Gestorben: 8. Januar 2026

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Sherrey Murphy, OSF, Krankenschwester vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus.

Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren! Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.

Ruth 1,16

Am frühen Morgen des 8. Januars 2026, um 8:20 Uhr Ortszeit, wurde unsere liebe Schwester Sherrey Murphy unerwartet zu Gott heimgerufen; mehrere Schwestern und Mitarbeiterinnen waren an ihrer Seite.

Diese Tochter einer zu 100 Prozent irischen Familie war eine Schwester des Glaubens, des Mitgefühls, des Mutes und des Humors. Sie lebte ihr Leben im Zeichen des Dienens, der Demut und der Liebe. Dieses junge Mädchen aus Süd Dakota wurde von 1994 bis 2018 zu einer Weltreisenden im Dienst der Schwestern ihrer internationalen Kongregation. Wo immer sie auch war, verkörperte sie den franziskanischen Geist – sie hörte aufmerksam zu, leitete sanft und setzte sich unermüdlich mit unerschütterlichem Vertrauen in Gottes Vorsehung ein. Das Leben von Schwester Sherrey war ein Zeugnis des Segens einer erfüllt gelebten Berufung. Sie begleitete unzählige Schwestern und stärkte das Apostolat, den Dienst der Schwestern in Deutschland, Polen, den USA, Japan und Indien. Ihre globale Vision überschattete nie ihre Herzensgüte. Sie blieb jeder Schwester gegenüber aufmerksam und glaubte, dass jeder Mensch, dem sie begegnete, ein Geschenk war.

Ob als Krankenschwester, in Leitungspositionen, als Generalrätin oder als 10. Generaloberin der Kongregation: Sie war im Gebet verwurzelt, ließ sich vom Geist der Unterscheidung leiten und zeichnete sich durch Demut aus. In der Leitung suchte sie nicht den eigenen Ruhm, sondern sie leitete die Gemeinschaft im Gehorsam gegenüber dem Ruf der Kirche und zum Wohl der Kongregation. Sie bildete Generationen von Schwestern aus und ermutigte sie, indem sie sie daran erinnerte, dass das religiöse Leben in erster Linie eine Antwort auf die Liebe Gottes ist.

Schwester Sherrey (83) wurde am 15. Juni 1942 in Mitchell, South Dakota, als Tochter von Francis A. und Eileen A. (Dunn) Murphy geboren. Am 5. September 1965 trat sie in den Orden der Krankenschwestern des hl. Franziskus ein und legte am 22. August 1968 ihre ersten Gelübde ab. Das religiöse Leben von Schwester Sherrey umfasste eine Vielzahl von Aufgaben. Vor allem diente sie 24 Jahre lang der internationalen Kongregation und lebte in dieser Zeit in Deutschland, in Münster. Von 2006 bis 2018 war Schwester Sherrey Generaloberin und von 1994 bis 2006 Generalrätin. Zuvor war sie im St. Francis Convent in Springfield für Verwaltung, Berufungen und Ausbildung zuständig und übernahm Aufgaben in der Krankenpflege und der Verwaltung im St. Vincent Hospital (Green Bay, Wisconsin), im St. John’s Hospital (Springfield, Illinois) und im St. Mary’s Hospital (Decatur, Illinois).

Schwester Sherrey schloss 1963 ihr Studium an der St. Joseph Mercy School of Nursing in Sioux City, Iowa, ab. 1970 erwarb sie einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College und 1988 einen Master-Abschluss in Verwaltung an der University of Notre Dame.

Neben ihren Eltern starb auch ihr Bruder James Murphy vor ihr. Sie hinterlässt ihre Schwestern Colleen Moerke und Peggy Fischer, ihre Brüder Patrick, Michael und Daniel sowie mehrere Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen. Die Verabschiedung findet am Sonntag, dem 11. Januar 2026, von 16 bis 19 Uhr im St. Francis Convent in Springfield statt. Die Eucharistiefeier und die christliche Begräbniszeremonie werden am Montag, 12. Januar 2026, von Pater Richard Chiola, SJ, in der St.-Klara-von-Assisi-Anbetungskapelle im St. Francis Convent gehalten; die Beisetzung findet auf dem Crucifixion-Hill-Friedhof statt.

Das Leben von Schwester Sherrey geht weiter in der ewigen Umarmung Gottes, dem sie so treu gedient hat. Möge sie in Frieden ruhen und uns alle, die wir dem franziskanischen Weg des Dienens, des Mitgefühls und der Liebe folgen möchten, mit ihrem Beispiel weiterhin leiten und inspirieren, und mögen ihre irischen Augen uns immer mit einem freundlichen Lächeln begleiten.

Schwester Josefa Maria

Geboren: 8. Juni 1934
Eintritt: 30. Januar 1959
Profess: 28. Oktober 1961
Gestorben: 4. Januar 2026

Der hl. Josef, ihr Namenspatron und der Patron der Sterbenden, begleitete auf ihrem Weg in die ewige Heimat im Himmel Schwester unsere Mitschwester Josefa Maria, geborene Josefa Meyer, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, wir preisen dich, denn Gott hat dich erwählt zum Pflegevater seines Sohnes.

(Gebet aus der Klostertradition)

Schwester Josefa Maria, die bei der Einkleidung den Namen Schwester Dalmatia erhalten hatte, wechselte ihn später und nahm ihren Taufnamen wieder an. Der hl. Josef hat ihr Leben begleitet. Ihm vertraute sie sich gerne an und betete zu ihm.

Schwester Josefa Maria wurde in Emstek geboren und trat bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein, die sie im Cloppenburger Krankenhaus kennengelernt hatte. Bei Schwester M. Landeline lernte sie „das Kochen und alles, was sie für ihr Leben brauchte“. So steht es in ihrem Zeugnis.

Nach dem Noviziat absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung im St. Franziskus-Hospital in Münster und arbeitete danach auf der Frauenstation in Harsewinkel und Horstmar. Später trafen wir sie in dem „Kaffeestübchen auf dem Exerzitienflur des Mutterhauses an und von 2003 – 2013 in der Mutterhausbibliothek. Danach übernahm sie noch kleine Dienste im St. Heriburg-Haus, blieb aber im Mutterhaus wohnen. 2021 wechselte sie als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus und lebte in der letzten Zeit in der Klara-Station für demenziell erkrankte Schwestern. Dort hat sie sich am vierten Abend des neuen Jahres 2026 auf den Weg zu Gott gemacht, liebevoll umsorgt von den Mitschwestern und den Mitarbeiterinnen.

Dankbar nehmen wir von Schwester Josefa Maria Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Unser Mitgefühl gilt Schwester M. Ursula, die sie noch am Tag vor ihrem Tod besuchen konnte.

Am Donnerstag, den 8. Januar 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester Josefa Maria und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Pankratia

Geboren: 14. Februar 1939
Eintritt: 3. Februar 1962
Profess: 28. Oktober 1964
Gestorben: 31. Dezember 2025

Am Silvesterabend 2025 nahm der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester an die Hand und vollendete die irdische Zeit von Schwester M. Pankratia, geborene Maria Strüwe, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Meine Zeit steht in Deinen Händen.“

(Psalm 31, 17)

Aus dem niedersächsischen Bawinkel kam Maria Strüwe zu den Mauritzer Franziskanerinnen nach Münster. Wie alle Schwestern legte sie das Krankenpflegeexamen ab; von 1967 bis 1974 war sie in der Infektionsabteilung des neu gegründeten St. Bernhard-Hospitals in Kamp-Lintfort tätig. Danach kam sie zurück ins Mutterhaus und fand ihre berufliche Erfüllung als Schneiderin. 51 Jahre lang arbeitete sie in der Mutterhausschneiderei. Dort hat sie mehrere Veränderungen mitgemacht, die Wechsel unserer Ordenstracht, den Wechsel vom alten Nähzimmer in die heutige Schneiderei und auch mehrere Wechsel der Mitschwestern und Mitarbeiterinnen. Schwester M. Pankratia war dabei in ihrer ruhigen und korrekten Art eine konstante Größe und immer für alle erreichbar. Bis zu ihrem plötzlichen Tod hat sie für die Schleier der Schwestern gesorgt. Ihre letzten Aufträge konnte sie nicht mehr zu Ende bringen, und sie hatte auch keine Gelegenheit mehr, ihren Arbeitsplatz zu übergeben und sich zu verabschieden. Für alles, was sie für uns Mitschwestern getan hat, sind wir ihr sehr dankbar.

Schwester M. Pankratia war auch eine beständige und ausdauernde Beterin. Sie fehlte nie beim gemeinsamen Gebet und hat der Gemeinschaft viele Jahre als Vorbeterin gedient. Auch davon machte sie kein Aufsehen, sie war einfach da.

Am Sonntag nach Weihnachten ist sie nachmittags in ihrem Zimmer so unglücklich gestürzt, dass sie eine Hirnblutung bekam, von der sie sich nicht mehr erholte. Drei Tage später ist sie im Clemenshospital in Münster gestorben.

Die letzten Jahre wurden für Schwester M. Pankratia immer schwerer durch ihre zunehmende Hörschwäche. Das machte sie einsam. Gesehnt hat sie sich auch nach Schwester M. Gerharda, mit der sie über die Arbeit in der Schneiderei auch mitschwesterlich eng verbunden war. Wir wünschen beiden Schwestern, dass sie sich jetzt im Himmel wieder begegnen.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Pankratia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie beten und singen wir für sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Mittwoch, den 7. Januar 2026, verabschieden wir uns um 14 Uhr von Schwester M. Pankratia in der Mutterhauskirche und begleiten sie danach zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Beim anschließenden Kaffee im Mutterhaus können wir unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester Mary Kelly 

Geboren: 27. Juli 1932
Eintritt: 12. September 1951
Profess: 13. Juni 1954
Gestorben: 5. Dezember 2025

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Mary Kelly, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters
wie die Sonne leuchten.“

(Mt. 13, 43)

Ähnlich wie beim Umblättern einer Buchseite veränderte sich das irdische Leben von Schwester Mary Kelly sanft, als Gott die Seite umblätterte und ihr ewiges Leben begann. Das Leben, auf das sie 93 Jahre lang gewartet hatte, begann am 5. Dezember um 7:30 Uhr morgens mit Schwester Josephine Vanitha, Lori Wright und Rylie Ackman an ihrer Seite. In den Tagen zuvor bereitete sie sich auf ihr Ableben vor und wurde dabei liebevoll von den Mitarbeitenden im Loretto Home betreut. Sie erhielt häufig Besuch von Schwestern und Mitarbeitenden, die ihr ihre Liebe und Wertschätzung ausdrückten.

Schwester Mary wurde am 27. Juli 1932 in Kincaid, Illinois, geboren und wuchs in Nokomis, Illinois, auf. Nach ihrer Klassenfahrt in der 8. Klasse zum Mutterhaus begann sie, Gottes Ruf zu einem religiösen Leben und zur Krankenpflege zu spüren, der sich während ihrer Highschool-Zeit vertiefte.

Im Jahr 1940 begann sie ihre Ausbildung an der Krankenpflegeschule des St. John’s Hospitals und erlebte die Mauritzer Franziskanerinnen als Vorbild.  Am 1. Januar 1951, bevor ihre Abendschicht begann, nahm sie um 15:45 Uhr in der Kapelle des St. John’s Hospital Gottes Einladung an. Vier Monate später teilte sie ihrer Mutter ihre Entscheidung mit und schrieb am 19. August 1951: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Vater. (…) Ich trete in den Orden ein.” Am 12. September 1951 trat sie in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 13. Juni 1954 ihre ersten Gelübde ab.

Schwester Mary verband die italienische Kultur ihrer Mutter und die irische Kultur ihres Vaters mit Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen, Humor und einer friedlichen Spiritualität in ihrer Beziehung zu Gott. Man könnte sagen, dass die Wärme ihres Geistes durch ihre Lieblingsbeschäftigung, Zeit in der Sonne zu verbringen, bereichert wurde – schließlich war sie halb Italienerin.

Ihre Führungsqualitäten wurden durch ihre charakteristische ruhige Stimme unterstrichen, die sie oft beim Gemeinschaftsgebet zum Ausdruck brachte. Liebe war ihre Motivation – insbesondere für ihre Familie, ihre Freunde und ihr Umfeld.

Schwester Mary ist Absolventin der Krankenpflegeschule des St. John’s Hospital aus dem Jahr 1955 und erwarb 1958 einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege an der Marquette University sowie 1985 einen Master-Abschluss in Krankenpflegeverwaltung an der Catholic University of America.

Ihr Leben im Dienste anderer umfasste folgende Positionen: Führungspositionen im Krankenpflegebereich an HSHS-Krankenhäusern in Illinois und Wisconsin, Krankenpflegeausbildung am Marillac College, Provinzvikarin und Oberin des Mutterhauses, Direktorin des HSHS-Boards und HSHS-Rezeptionistin.

Möge sie in Frieden ruhen in der Wärme von Bruder Sonne.

Schwester M. Waldemara 

Geboren: 26. August 1943
Eintritt: 12. August 1965
Profess: 3. Mai 1968
Gestorben: 22. November 2025

In der Universitätsklinik in Münster starb nach schwerer Krankheit unsere Mitschwester Schwester M. Waldemara, née Anna Koop, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jesus spricht:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

(Joh. 14.6)

Schwester M. Waldemara wurde auf dem Bauernhof der Familie Koop in Altenberge bei Meppen geboren und wuchs dort im Kreis ihrer sechs Geschwister auf. Zwei Jahre nach dem Eintritt ihrer älteren Schwester M. Herlinde, folgte sie ihr in unsere Gemeinschaft. 

Schwester M. Waldemara war eine typische Krankenschwester, die sich auf den Stationen im St. Franziskus-Hospital in Münster, in Ennigerloh, Waldniel, Dorsten und Haltern einsetzte. In Freiburg absolvierte sie den Stationsleiterkurs und nahm später am Pastoralkurs für die Seelsorge an alten und kranken Menschen in Münster teil. Seit 2013 lebte sie in der Pfarrgemeinde in Ahaus – Wüllen und sorgte unter anderem für die alten und immobilen Menschen, die sie besuchte und ihnen die Krankenkommunion brachte. Im Schwesternkonvent übernahm sie das Amt der Oberin und empfing dort viele Gäste. 

Mitte des Jahres 2025 bat Schwester M. Waldemara darum, von ihrem Amt entlastet und ins St. Franziskus-Haus nach Nordwalde versetzt zu werden. Ihre Kräfte wurden zusehends weniger. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt im St. Franziskus-Hospital in Münster ging sie nach Nordwalde, anfangs um sich zu erholen. Es war ihr leider nicht mehr möglich, sich von den Schwestern im Konvent und von den Menschen in Wüllen zu verabschieden. Vor einigen Tagen musste sie wegen einer akut aufgetretenen Krankheit in die Uniklinik nach Münster gebracht werden, wo sie friedlich ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben hat. 

Schwester M. Waldemara hat in ihrem Leben Kraft geschöpft aus dem Wort Jesu: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Dieser Spruch war ihr vertraut durch das Altarbild in ihrer Heimatkirche in Altenberge. Auf die Frage, die ihr einmal gestellt wurde, wen sie im Himmel treffen möchte, antwortete sie: „Jesus und alle meine Lieben.“ Möge ihr das nur vergönnt sein. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Waldemara Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr geschwisterlich verbunden.

Am Freitag, den 28. November 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamtfür Schwester M. Waldemara und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Princy 

Geboren: 18. Oktober 1962
Eintritt: 8. September 1983
Profess: 21. Januar 1988
Gestorben: 27. Oktober 2025

Unsere liebe Schwester M. Princy Vadakkadath, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, die an die Worte der heiligen Klara von Assisi glaubte, die ihr auf dem Sterbebett zugeschrieben werden, hat am 27. Oktober 2025, um 10:30 Uhr ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben.

… Gesegnet seist du, o Gott, dass du mich erschaffen hast.

(Heilige Klara von Assisi)

Seit mehr als zehn Jahren lebte sie mit der Diagnose einer bösartigen Krankheit ihr irdisches Leben in völliger Hingabe an den Willen Gottes – nach dem Vorbild der seligen Jungfrau Maria, die sie sowohl in Zeiten der Gesundheit als auch im Leiden zutiefst liebte und treu nachahmte.

Schwester M. Princy wurde am 18. Oktober 1962 in Poovathussery im Distrikt Thrissur in Kerala als Tochter von Herrn Varghese und seiner Frau Rosy geboren. Sie war das älteste von insgesamt fünf Kindern, darunter drei Brüder und eine Schwester. Nach Abschluss ihrer Schulausbildung trat sie am 8. September 1983 in unsere Kongregation ein. Am 21. Januar 1988 legte sie ihre erste Profess ab, am 25. Januar 1993 ihre Ewige Profess.

Schwester M. Princy war eine aufrichtige und engagierte Ordensfrau, die ihr Leben mit unerschütterlicher Ausdauer und Liebe lebte. Nach ihrer ersten Profess absolvierte sie eine Ausbildung zur Schneiderin. Nach ihrer ersten Profess absolvierte sie eine Ausbildung zur Schneiderin. Von 1989 bis 1991 arbeitete sie als Schneiderin in Anjali Niketan, Pithora. Von 1992 bis 2001 wurde ihr die Verantwortung für die Schneiderschule im neu gegründeten St. Francis Convent in Valiaveli, Kerala, übertragen. Später kehrte sie nach Anjali Niketan in Pithora zurück, wo sie von 2001 bis 2003 erneut die Leitung der Nähstube übernahm. Während dieser Zeit ergriff sie die Initiative und nähte Uniformen für die Schüler und Schülerinnen von Anjali Vidyalaya und Anjali Bal Niketan in Pithora. Darüber hinaus absolvierte sie erfolgreich einen Diplomkurs in Stickerei und Nähen in Wardha, Maharashtra.

Zwei Jahre später wurde Schwester M. Princy zur Lehrerin an der Anjali Bal Niketan in Pithora ernannt. Sie erfüllte diese Aufgabe mit großer Liebe und Hingabe und kümmerte sich liebevoll um die ihr anvertrauten Kinder. Ihre Freude am Unterrichten und ihre Zuneigung zu den Kindern zeigten sich in allem, was sie tat. Im Jahr 2012 wurde sie jedoch mit einer schweren Prüfung konfrontiert, als bei ihr eine bösartige Erkrankung diagnostiziert wurde. In den folgenden vier Jahren unterzog sie sich einer Behandlung im Regional Cancer Center in Trivandrum und im Sanjivani Hospital in Raipur. 

Die Behandlung zeigte positive Ergebnisse und ihr Gesundheitszustand verbesserte sich allmählich. Im Mai 2016 wurde Sr. M. Princy nach St. Francis Vidya Bhawan in Kapa versetzt. Dort diente sie etwa vier Jahre lang treu als leitende Schwester der Gemeinschaft.

Im Oktober 2020 wurde Schwester M. Princy nach Anjali Niketan in Pithora versetzt. Allmählich verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand, sodass sie mehr Pflege und Ruhe benötigte. Da sie diese Zeit sinnvoll und produktiv nutzen wollte, widmete sie sich einer Arbeit der Nächstenliebe. Als treue Verehrerin der Gottesmutter begann sie, Rosenkränze von Hand zu knüpfen – mit tiefer Hingabe und Engagement. Mit Freude und Zufriedenheit verschenkte sie diese an unsere Schwestern und Gönner. An den Missionssonntagen wurden ihre handgefertigten Rosenkränze versteigert, um Geld für die Missionen zu sammeln.

Sr. M. Princy war im Herzen eine echte Franziskanerin: Sie war einfach, fleißig und fröhlich. Sie zeigte großes Engagement und Hingabe und freute sich über das Wachsen der ihr anvertrauten Dienste. Durch ihren festen Glauben an Gott und ihre Verehrung der Gottesmutter war sie ein standhaftes Zeugnis und ein leuchtendes Vorbild, insbesondere für die jüngeren Mitglieder der Provinz.

Wir sprechen Pater Thomas Vadakkadath, ihrem Onkel väterlicherseits, der Sr. M. Princy dazu ermutigt und angeleitet hat, unserer Kongregation beizutreten, unser tief empfundenes Beileid aus. In dieser Zeit der Trauer sind wir in Gebet und Solidarität mit ihrem geliebten Vater, ihren Brüdern, ihrer Schwester und allen Mitgliedern ihrer Familie verbunden.

Liebe Schwestern, der Tod von Schwester M. Princy hinterlässt bei uns ein tiefes Gefühl des Verlustes und der Leere. Ihr Leben, das sie voller Hingabe, in stiller Dienstbarkeit und mit unerschütterlichem Glauben geführt hat, hat uns alle tief berührt. Ihre Abwesenheit wird in vielerlei Hinsicht spürbar sein. Wir glauben, dass Schwester M. Princy nun in der ewigen Gegenwart des Herrn jubelt – in liebevoller Gesellschaft mit der seligen Jungfrau Maria, die sie ihr ganzes Leben lang innig geliebt und nachgeahmt hat.

Schwester M. Princy wird am 29. Oktober 2025 um 10:30 Uhr auf dem Friedhof des Anjali-Niketan-Campus beigesetzt.

„Lebewohl, liebe Schwester M. Princy. In Dankbarkeit für das Geschenk deines Lebens empfehlen wir dich der liebevollen Umarmung Gottes. Wir freuen uns, dass du nun in dem Herrn ruhst, den immer gepriesen und dem du so treu gedient hast. Möge Er dich mit seiner ewigen Liebe empfangen.“   

Schwester M. Eufredis 

Geboren: 19. Juli 1932
Eintritt: 4. August 1951
Profess: 3. Mai 1954
Gestorben: 21. Oktober 2025

Christus, dem sie im Leben besonders vertraute holte unsere Mitschwester am 21.10.2025 zu sich. Wir gedenken Schwester M. Eufredis, geb. Helga Magdalena Scharnert, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

„CHRISTUS, mein Christus!“

(Gebet von Sr. M. Eufredis)

Schwester M. Eufredis wurde in Marienburg im damaligen Westpreußen geboren und erlebte dort die ersten Jahre der Kindheit. Der Vater wurde als Polizeibeamter nach Briesen versetzt, wo Helga die höhere Schule besuchen konnte. Da die Ostfront immer näher rückte, musste die Familie die Heimat 1944 verlassen und kam über viele Umwege in die überwiegend evangelische Stadt Bremerhaven. Damals war es üblich, dass die katholischen Familien bewusst in evangelische Gebiete verschickt wurden und umgekehrt. Diese schwere Zeit hat sie sehr geprägt. Davon erzählte sie immer wieder. Um einen Schulabschluss zu bekommen, ging das Mädchen in die Volksschule und besuchte danach die Handelsschule. Im St. Josefs-Hospital lernte sie als Lernköchin die Franziskanerinnen kennen und konnte 1951 bei ihnen in Münster eintreten. 

Nach dem Krankenpflegeexamen arbeitete sie in mehreren Krankenhäusern in der Pflege und im Labor. Viele von uns kennen Schwester M. Eufredis als freundliche Schwester mit strahlenden Augen an der Pforte in Kroge. Danach durfte sie noch für einige Jahre in Brake sein, mit Blick auf Bremerhaven, ihrer zweiter Heimat. 2006 kam Schwester M. Eufredis ins St. Heriburg-Haus und übernahm lange den Besuchsdienst für die Mitschwestern. Seit 2015 war sie dort als Seniorin und seit einem Jahr Bewohnerin der Wohngruppe St. Klara, wo sie liebevoll umsorgt morgens um 7.00 Uhr ihr irdisches Leben zurückgab. Schwester M. Eufredis war tief geprägt von den Erfahrungen der Flucht, die sich nicht losließen. Ihr Halt war dann immer Christus, zu dem sie betete: „Christus mein Christus!“.

Schwester M. Lea 

Geboren: 20. Mai 1942 
Eintritt: 1. Oktober 1971
Profess: 1. Mai 1974
Gestorben: 2. Oktober 2025

Der gute und barmherzige Gott rief unsere Mitschwester nach einer langen Zeit der Krankheit zu sich. Wir gedenken Schwester M. Lea, geb. Hilde Leusmann, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Nun lässt Du Herr, deine Dienerin

in Frieden scheiden,

denn meine Augen haben das Heil gesehen.

(Aus dem Abendgebet der Kirche)

Schwester M. Lea wurde als drittes Kind der Bauernfamilie Leusmann in Greven geboren. Schon früh wünschte sie sich, ins Kloster gehen zu dürfen, doch die Eltern hatten anderes mit ihr vor. Sie sollte nach der Schulzeit zuhause bleiben und ihre Großeltern und später die Eltern versorgen. Mit 29 Jahren war es endlich so weit, dass Hilde bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintreten konnte. 

Nach dem Krankenpflegeexamen am St. Franziskus-Hospital in Münster besuchte sie später einen Stationsleiterkurs in Freiburg. So ausgestattet arbeitete sie von 1983 bis 1988 im St. Josefs-Stift in Bremen und kam danach zum St. Rochus-Hospital nach Telgte und betreute die psychisch kranken Frauen auf der geschützten Station St. Michael. Danach übernahm sie die Fußpflege für die Mitschwestern und den Pfortendienst im Haus Maria Hilf in Telgte.

2018 kam Schwester M. Lea als Bewohnerin ins St. Franziskus-Haus in Nordwalde, da ihre Kräfte kontinuierlich nachließen. Lange Zeit konnte sie ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Wenn man sie besuchte, war sie immer aufgeschlossen und zugewandt. Sie hat viel gebetet, gelesen und mit Schwester M. Marialdis gehandarbeitet. Nun hat der Herr seine Dienerin Schwester M. Lea in Ruhe scheiden lassen, am Tag nach ihrem 54. Eintrittstag in die Ordensgemeinschaft.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Lea Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 7. Oktober 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Lea und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Johanna

Geboren:  30. Dezember 1936
Eintritt:  11.Februar 1956
Profess: 17.September 1958
Gestorben: 3. Oktober 2025

Nachdem sie ihre irdische Mission erfüllt hatte, wurde unsere liebe Schwester M. Johanna Kataoka am Freitag, dem 3. Oktober 2025, dem Gedenktag des Sterbens unseres Ordensvaters Franziskus, in den frühen Morgenstunden um 6:08 Uhr, friedlich und mit einem Lächeln im Gesicht von Gott heimgerufen. Schwester M. Vianney stand ihr in diesen Stunden treu zur Seite. 

Herr, Du bist das Licht meines Lebens, mein Ein und mein Alles.

(Schwester M. Johanna nach Ps. 119)

Schwester M. Johanna wurde am 30. Dezember 1936 in Nagasaki, Japan geboren und erlebte im Alter von 9 Jahren den Atombombenabwurf.  Mit guter Gesundheit gesegnet, schien sie bei der Ausübung ihres Dienstes und bei allem, was sie tat, stets voller Energie zu sein. Vor etwa anderthalb Jahren stellte ihr Hausarzt bei einer Routineuntersuchung ein inoperables Gallen- und Leberkarzinom fest.  

Nach reiflicher Überlegung und betend im Vertrauen auf Gottes Hilfe entschied sie sich, sich keiner Chemotherapie oder Operation mehr zu unterziehen, sondern alles Gottes Willen und dem natürlichen Lauf des Lebens und Sterbens zu überlassen. Schwester M. Johanna äußerte den Wunsch, ihre letzten Tage in der Palliativstation und im Hospiz zu verbringen. 

Am 3. September, dem Jahrestag der Gründung der Japanischen Provinz, wurde sie in die Palliativstation des St. Mary’s Hospital aufgenommen, genau einen Monat nach Beginn ihres Kampfes gegen die Krankheit. 

In ihrer zweiten Amtszeit als Oberin des Konventes in Himeji widmete sie sich in Liebe mit ganzem Herzen und ganzer Seele den ihr anvertrauten Schwestern in Japan sowie den Schwestern unserer internationalen Gemeinschaft und erfüllte treu ihre heiligen Pflichten.

Im Juli dieses Jahres schrieb Sr. M. Johanna uns Schwestern einen Brief mit dem Titel „Dankbarkeit und Dank“. Darin reflektierte sie über ihr Leben und drückte ihre Dankbarkeit aus für die vielen Segnungen, die sie durch die Schwestern unserer Kongregation erfahren durfte. 

Möge Schwester M. Johanna nun in Frieden beim Herrn ruhen, nach dem sie sich ihr ganzes Leben lang gesehnt hat!

Schwester M. Aloysi

Geboren: 15. Juni 1943
Eintritt: 15. August 1962
Profess: 3. Mai 1965
Gestorben: 30. September 2025

In diesem Vertrauen gab unsere Mitschwester, geb. Barbara Stroinski, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, ihr Leben zurück in die Hände Gottes.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist.

(Psalm 31,6)

Schwester M. Aloysi leitete als letzte Provinzoberin die damalige Rheinische Provinz Christ König mit dem Sitz in Kamp-Lintfort von 1993 bis zur Auflösung 1998. Davor war sie dort Provinzvikarin. Mit Umsicht und Weitsicht leitete sie die Provinz und führte sie in das Kapitel, in dem der Zusammenschluss der beiden deutschen Provinzen beschlossen wurde. Für ihren Dienst bedanken wir uns ganz herzlich bei Schwester M. Aloysi.

Geboren wurde Schwester M. Aloysi in Cottbus in der damaligen DDR. Mit ihren Eltern kam sie später in die Bundesrepublik und lernte unsere Gemeinschaft als Schülerin der Pflegehilfeschule in Datteln kennen. Dort hat die Schulleiterin Schwester M. Ludowika die junge Frau besonders beeindruckt. 

Nach dem Eintritt in die Ordensgemeinschaft absolvierte sie die Fachschule für Sozialpädagogik und machte die Ausbildung zur Heimleiterin. Sie leitete danach das Schülerinnenwohnheim in Datteln. Später wurde sie Konventsoberin im Priesterseminar in Bochum-Querenburg. Nach ihrer Zeit als Provinzoberin lebte sie in einem kleinen Konvent in Krefeld und setzte sich dort in der Pastoral ein. Das machte sie ebenso in Billerbeck und in Hamminkeln-Dingden. 

2017 kam Schwester M. Aloysi als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus und nahm so lange am Konvents- und Gebetsleben teil, wie es ihr möglich war. In der letzten Zeit war sie ganz auf die Hilfe der Mitarbeitenden und der Mitschwestern angewiesen, die sie sehr gerne hatten, da sie ihre zahlreichen Beschwerden angenommen hat, in dem Vertrauen, dass Gott sie immer trägt und sie auch in den schwierigsten Momenten getragen hat. So hat sie es uns in ihrem persönlichen Testament mitgeteilt. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Aloysi Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 7. Oktober 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Aloysi und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen. 

Schwester M. Innozentia

Geboren: 22. Dezember 1926
Eintritt: 30. Januar 1953
Profess: 28. Oktober 1955
Gestorben: 26. September 2025

Jesus Christus, dem sie ihr Leben anvertraut hatte, rief unsere Mitschwester, geb. Paula Vaske, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, in den frühen Morgenstunden zu sich in die himmlische Heimat.

„Jesus sei mir Jesus!“

(Nils Stensen)

Schwester M. Innozentia kam als eines von acht Kindern der Familie Vaske in Diekhaus bei Emstek zur Welt. Dort wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof behütet auf. Selbst sprach sie von einer glücklichen Kindheit, die vom katholischen Glauben und der Bodenständigkeit geprägt war.

Ihre beiden älteren Schwestern wurden Mauritzer Franziskanerinnen, Schwester M. Bercharia und Schwester M. Melita. Sie waren ihr großes Vorbild. Ihnen folgte Paula mit 27 Jahren und wurde auch unsere Mitschwester, Schwester M. Innozentia.

Schwester M. Innozentia war 24 Jahre Oberin und Konventsleiterin in Epe, Ibbenbüren-Püsselbüren und wieder in Epe. Danach leitete sie die Hauswirtschaft im Bochumer Priesterseminar und im Bernsmeyer-Haus in Telgte. 2011 kam Schwester M. Innozentia zurück ins Mutterhaus und wechselte 2021 als Heimbewohnerin ins St. Heriburg-Haus. In der letzten Zeit ließen ihre Kräfte stark nach, so dass sie zunehmend auf Hilfe angewiesen war. Schwester M. Maris hat ihren Weg über viele Jahre begleitet, sie gestützt und ihr zur Seite gestanden bis in die letzte Phase ihres Lebens, das sie nach 98 Jahren zurückgegeben hat an den Gott, zu dem sie bis zuletzt vertrauensvoll gebetet hat: „Jesus, sei mir Jesus!“

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Innozentia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Mittwoch, den 1. Oktober 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Innozentia und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Ingeburg

Geboren: 4. Mai 1940
Eintritt: 15. August 1963
Profess: 3. Mai 1966
Gestorben: 25. September 2025

Der gute und treue Gott, den sie in der Eucharistie verehrte, rief unsere Mitschwester, Schwester M. Ingeburg, geborene Annemarie Heidermann, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus zu sich.

Gelobt und gepriesen sei ohne End

Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament.

(Eucharistische Anbetung)

Schwester M. Ingeburg wurde in Erle bei Dorsten geboren. Ihre Eltern hatten einen Frisörbetrieb. Diesen Beruf lernte auch die Tochter und arbeitete dort einige Jahre mit. Das war aber nicht ihr Lebensziel. 1962 kam sie in den hauswirtschaftlichen Dienst im Krankenhaus in Dorsten und trat von dort aus mit 23 Jahren bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein. Nach dem Krankenpflegeexamen war sie 20 Jahre lang im St. Rochus-Hospital in Telgte eingesetzt. Danach hatte sie die Möglichkeit, an einem einjährigen spirituellen Seminar in München teilzunehmen, das sie auf ihren pastoralen Dienst im St. Josefs-Stift in Bremen und in Löningen vorbereitete. Seit 2014 begrüßte Schwester M. Ingeburg die Gäste an der Pforte des St. Franziskus-Hauses in Nordwalde. Vor einigen Monaten wurde sie schwer krank und starb, wie sie es sich gewünscht hatte, im Beisein einer Mitschwester.

Schwester M. Ingeburg lebte stark aus der Eucharistie und aus den Worten, die die Heilige Schrift ihr schenkte. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Ingeburg Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 30. September 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Ingeburg und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Sister M. Kunhildis

Geboren: 20. September 1936
Eintritt: 8. Oktober 1960
Profess: 3. Mai 1963
Gestorben: 20. September 2025

Am Abend ihres 89. Geburtstages nahm der gute und barmherzige Gott das Kreuz von ihren Schultern und rief unsere Mitschwester, geboren Agnes Tappehorn, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, zu sich.

Im Kreuz ist Heil, 

im Kreuz ist Leben, 

im Kreuz ist Hoffnung.

(Edith Stein)

Schwester M. Kunhildis wurde im September 1936 in Friesoythe geboren. Im November 1936 befahl Hitler, im Oldenburger Land die Kreuze aus den Schulen zu entfernen. Das hat Agnes Tappehorn offensichtlich sehr geprägt. Sie wünschte sich das Schlüsselkreuz aus der Friesoyther Kirche für ihren Totenzettel. Zur Muttergottes von Bethen hatte sie auch immer eine gute Beziehung. So lebte sie bis zum Schluss aus der Kraft ihres katholischen Glaubens, den sie durch die Familie und die Oldenburger Heimat kennen- und schätzengelernt hatte.

Mit 24 Jahren wurde sie Mauritzer Franziskanerin. Schwester M. Kunhildis wurde Krankenschwester und absolvierte die Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin. Von 1966 bis 1989 war sie im Rheinland eingesetzt in der physikalischen Therapie in Kamp-Lintfort und Meerbusch-Lank. Ihre kreativen Seiten konnte sie später ausleben, als sie in Kamp-Lintfort Nachtwache bei den älteren Mitschwestern machte und im Seniorenkonvent Maria Hilf in Telgte. Seit 2008 lebte Schwester M. Kunhildis in Kroge. Viele Jahre hat sie die Gäste des Klosters liebevoll betreut und sich um die Wäsche gekümmert. In den letzten Monaten wurden ihre Kräfte weniger und sie wünschte sich, zu Gott gehen zu dürfen, dem sie sich in der Profess versprochen hatte. 

Schwester M. Kunhildis hatte immer ein gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Deshalb freute sie sich sehr, dass sie ihre letzte Lebensphase in Kroge erleben durfte. Den Besuch der Verwandten genoss sie immer sehr. Noch am Sterbetag waren sie bei ihr, eigentlich zum Geburtstagsbesuch, der dann der letzte sein sollte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Kunhildis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Sister M. Kunibalda

Geboren: 21. September 1938
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 26. August 2025

An der Hand der Gottesmutter und unter ihrem Schutz vollendete unsere Mitschwester ihr irdisches Leben, Schwester M. Kunibalda, geborene Katharina Heuer, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein!
Dein für Zeit und Ewigkeit!

(Mariengebet)

Schwester M. Kunibalda wurde in Bottrop in eine Bergmannsfamilie hineingeboren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit ihren 13 Geschwistern zuerst im Ruhrgebiet und ab 1950 in Legden bei Ahaus. Die Familie war geprägt von einem tiefen christlichen Glauben und dem Leben in der katholischen Kirche.

Nach der Schulzeit half sie ihrer Mutter im Haushalt, verdiente sich eigenes Geld auf einem Bauernhof und kam danach als Stationsmitarbeiterin ins Ahauser Krankenhaus. Von hier aus trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen in Münster ein und aus Katharina wurde Schwester M. Kunibalda.  

Nach dem Krankenpflegeexamen waren ihre Einsätze in der internistischen Männerstation in Waltrop, auf die Intensivstation in Gladbeck und wieder auf einer Männerstation in Wadersloh. In Kamp-Lintfort wurde sie mit den EKG-Untersuchungen vertraut gemacht. Danach war Schwester M. Kunibalda 38 Jahre im Elisabeth-Hospital in Meerbusch-Lank, 20 Jahre in der EKG-Abteilung und danach für den Klausurbereich der Schwestern zuständig. 2020 ging sie, als der Konvent aufgelöst wurde, als Seniorin nach Nordwalde, wo sie in den Abendstunden ihr Leben an Gott zurückgab, liebevoll umsorgt von den Mitschwestern, den Mitarbeitenden und ihrer Nichte, die sie noch am Sterbetag besucht hat.

Schwester M. Kunibalda war eine große Marienverehrerin. Der Gottesmutter hat sie sich immer wieder anvertraut und gerne zu ihr gebetet. Der Mai- und der Oktober als Rosenkranzmonat waren ihr besonders wertvoll. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Kunibalda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 1. September 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Kunibalda und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Ulrike

Geboren: 15. Mai 1941
Eintritt: 24. April 1965
Profess: 28. Oktober 1967
Gestorben: 26. August 2025

Nach langer Krankheit rief der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Ulrike, geborene Hedwig Wienand, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Ich bin gewiss zu schauen
Gottes Güte im Land der Lebenden.

(Aus Psalm 25) 

Schwester M. Ulrike wurde in Stadtlohn geboren und wuchs dort mit ihren vier Brüdern und einer Schwester auf. Der Vater starb nach einem Bombenangriff, als die kleine Hedwig drei Jahre alt war. Das Elternhaus brannte im Krieg ab und die Mutter musste sich mit sechs kleinen Kindern durchschlagen. Das prägte sie und auch das Familienleben. Die junge Frau versuchte mit ihrem selbst verdienten Geld die Familie zu unterstützen. Mit 24 Jahren konnte sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintreten, die sie im Stadtlohner Krankenhaus kennengelernt hatte. Als Ordensschwester legte Schwester M. Ulrike in Münster die Mittlere Reife ab und machte das Krankenpflegeexamen. Von 1971 – 1986 leitete sie die chirurgische Frauenstation im St. Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort. Danach besuchte sie das Jahresseminar für leitende Schwestern in Göttingen.

Während dieser Zeit hatte sie einen schweren Fahrradunfall, der ihr Leben verändern sollte. Danach wurde sie leider nie wieder so einsatzfähig wie früher. Sie setzte sich als Sakristanin ein im Haus Maria Trost und in dem neu eröffneten Konvent in Bardowick. Sie war danach an der Pforte in Bremen, in Südlohn und Telgte anzutreffen. 2021 ließen ihre Kräfte so stark nach, dass Schwester M. Ulrike als Seniorin ins St. Heriburg-Haus kam. Seit 2022 war sie Bewohnerin der Station Sylvia in Kroge, wo sie jetzt ihr Leben zurückgab in die Hände Gottes. Schwester M. Simone hat sie liebevoll durch die letzten Jahre begleitet und ihr treu bis in die Sterbestunde beigestanden.

Schwester M. Ulrike war eine tief gläubige Schwester, die aus der Kraft des Evangeliums lebte und ganz interessiert alle neuen theologischen Themen aufnahm. Mit ihr zu diskutieren, war immer eine Freude.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Ulrike Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Ulrike ist am Freitag, den 29. August 2025 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen beim gemeinsamen Kaffeetrinken austauschen.

Schwester M. Liobalda

Geboren: 20. August 1930
Eintritt: 13. August 1954
Profess: 3. Mai 1957
Gestorben: 25. August 2025

Gott der gute Hirte, dem sie ihr Leben anvertraut hat, führte am 25. August 2025 unsere Mitschwester heim zu sich, um ihren 95jährigen Lebensweg zu vollenden, Schwester M. Liobalda, geborene Johanna Muhle, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Der Herr ist mein Hirte
nichts wird mir fehlen.

(Psalm 23

Schwester M. Liobalda wurde in Olfen im Kreis Lüdinghausen geboren und wuchs bei ihrem Onkel auf. Die Eltern starben, als sie drei Jahre alt war. Zwei ihrer vier Geschwister wurden ebenfalls Ordensschwestern. Bei den Franziskanerinnen im Seppenradener Krankenhaus „lernte sie die Küche“, wie es damals hieß. Mit 24 Jahren trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein, wurde Krankenschwester und Diätassistentin.

In Emstek und Ankum leitete Schwester M. Liobalda die Krankenhausküche und war danach von 1984 bis 1998 die Oberin und hauswirtschaftliche Leiterin im Münsteraner Priesterseminar. In diese Zeit fiel der Besuch von Papst Johannes Paul II in Münster. Er wohnte damals im Priesterseminar. Die nächsten zehn Jahre war Schwester M. Liobalda Konventsoberin im Ahauser Krankenhaus. Danach war sie in der Bücherei des Lüdinghauser Krankenhauses anzutreffen und versorgte die Kapelle im Haus Maria-Trost in Münster.

2016 kam Schwester M. Liobalda als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus. Zunehmend war sie eingeschränkt durch ihre Krankheiten. Das hielt sie aber nicht davon ab, auch im Rollstuhl regelmäßig an den Gottesdiensten teilzunehmen, so lange es ging. Es war ihr Wunsch, dass der Psalmvers: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ auf ihrem Totenzettel stehen sollte. Damit wollte sie uns sagen, dass sie sich immer von dem Guten Hirten an die Hand genommen wusste und so ihr langes Leben, auch nach dem frühen Verlust der Eltern und mit ihren schweren Krankheiten, meistern konnte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Liobalda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 28. August 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Liobalda und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Siegharda

Geboren: 7. Mai 1938
Eintritt: 07. Februar 1958
Profess: 28. Oktober 1960
Gestorben: 19. August 2025

Der gute und menschenfreundliche Gott rief zu sich unsere Mitschwester geb. Elisabeth Grevenstette, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, am 19. August 2025 zu sich.

Maria sprach:

 „Was ER euch sagt, das tut.“

(Hochzeit zu Kana, Joh. 2,5

Schwester M. Siegharda wurde in Gramdorf – Langwege im Kreis Vechta auf einem Bauernhof geboren. Nach der Schulzeit kam sie in die Küche des St. Josefs-Hospitals in Cloppenburg. Hier lernte sie die Schwestern und auch ihren späteren Beruf kennen und schätzen. Im Kloster wurde sie als Krankenschwester zusätzlich Diätassistentin. Um die praktische Ausbildung der Diätschülerinnen im St. Franziskus-Hospital begleiten zu können, besuchte Schwester M. Siegharda das Jahresseminar der Werner-Schule in Göttingen. Vielen Schülerinnen hat sie über fast 30 Jahre geholfen, ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. So erhielten die Patienten des Hospitals immer eine angemessene und abwechslungsreiche Diät. Neben den Kranken hatte Schwester M. Siegharda immer etwas übrig für bedürftige Menschen, die den Weg zu ihr in die Küche fanden. Ihre offene und positive Ausstrahlung erleichterte ihr den Weg zu den Menschen.

Als Marienverehrerin war ihr das Wort der Mutter Gottes wichtig: „Was ER euch sagt, das tut.“ Sie war fest verwurzelt in ihrem Glauben und setzte sich nach dem Konzil intensiv mit den Neuerungen auseinander, die auch auf die Orden zukamen. In ihrer geringen Freizeit besuchte sie theologische Seminare und Fortbildungen und brachte sich in die Diskussionen ein. 

Nach ihrer Zeit als Diätküchenleiterin im St. Franziskus-Hospital kam Schwester M. Siegharda zuerst ins Priesterseminar in Münster, leitete die Küche der Franziskaner in Werl und setzte sich mit zunehmendem Alter noch in Billerbeck und Vreden ein. 2018 kam die Zeit, dass sie als Seniorin ins St. Anna-Stift wechselte. Auch hier hat sie sich immer noch mit den Kräften eingesetzt, die sie hatte. So pflückte sie z.B. Äpfel und kochte sie in der Küche ein. Auch war es ihr ein Anliegen, die Bänke im Garten regelmäßig zu säubern, damit die Schwestern sie benutzen konnten. Im Beisein ihrer Nichte und der Mitschwestern gab sie nun ihr reiches Leben zurück in die Hände Gottes.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Siegharda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Siegharda am Montag, den 25. August 2025 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Bernreda

Geboren: 13. August 1936
Eintritt: 31. Januar 1959
Profess: 28. Oktober 1961
Gestorben: 14. August 2025

Gott, der uns die Blumen und Kräuter schenkt, rief seine Blumenfreundin und unsere Mitschwester geb. Antonia Fastermann, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, am 14. August 2025 zu sich.

Gelobt seist du mein Herr für unsere Mutter Erde,

die vielfältige Früchte hervorbringt

bunte Blumen und Kräuter.

(Sonnengesang des hl. Franziskus

Schwester M. Bernreda war eine echte Franziskanerin, die den Sonnengesang zu ihrem Lebenslied machte. Wir kennen sie als echte Blumenliebhaberin. In allen Konventen erkannte man es an dem Blumenschmuck in der Kapelle und im Haus, dass Schwester M. Bernreda da war. Besonders sind uns ihre 26 Jahre in Seppenrade in Erinnerung. Die Blumen im Klostergarten und auch auf den Gräbern der Schwestern blühten viel größer als anderswo. Darauf angesprochen sagte sie, man müsse mit ihnen sprechen und guten Dünger an die Wurzeln geben. Im Winter trieb sie die Blumen im Gewächshaus vor, die sie dann im Frühjahr ausbrachte. Es kamen Menschen von nah und fern, um ihren Garten zu bewundern. Er machte dem Seppenradener Rosengarten Konkurrenz.

Schwester M. Bernreda war neben der Krankenschwester auch Diätassistentin und 18 Jahre lang Küchenleiterin in Dorsten. Danach absolvierte sie das Jahresseminar für leitende Schwestern in Göttingen und wurde die Assistentin der Oberinnen in Gladbeck und Oberhausen-Osterfeld und selbst Oberin in Liesborn. In Seppenrade konnte sie ihr Blumenhobby endlich zum Hauptberuf machen. Ihr wurde der Garten übertragen. Außerdem übernahm sie den Fahrdienst für die Schwestern und brachte sich mit ihrer guten Singstimme in das Stundengebet des Konventes ein.

Als der Konvent in Seppenrade 2021 aufgelöst wurde, ging sie als Seniorin nach Nordwalde ins St. Franziskus-Haus. Ihre Kraft hatte sie bis dahin aufgebraucht, so dass sie sich liebevoll von den Mitarbeitenden der Pflegestation betreuen ließ, bis sie am Nachmittag nach ihrem 89. Geburtstag ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Bernreda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 19. August 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Bernreda und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Alfriedis

Geboren: 2. Februar 1931
Eintritt: 8. August 1952
Profess: 3. Mai 1955
Gestorben: 19. Juli 2025

In der Hoffnung, mit Christus ihrer Stärke und ihrem Licht auf dem Weg, gab unsere Mitschwester, geb. Gertrud Schölpen, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, am 19. Juli 2025 ihr Leben zurück in die Hände des guten und barmherzigen Gottes.

Meine Hoffnung und meine Freude,

 meine Stärke, mein Licht,

Christus meine Zuversicht.

Auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht.

(Gotteslob Nr. 365

Schwester M. Alfriedis wurde in Homberg am Niederrhein geboren, kurz vor dem Beginn des Dritten Reiches. Ihre Kinder- und Schulzeit fiel in die Zeit des Nationalsozialismus. Auf ihrem Schulabschlusszeugnis steht ein Stempel mit dem Hakenkreuz. Die katholische Familie hatte es nicht leicht, doch ein starker Glaube hat sie durch diese schwere Zeit getragen und das Leben nachhaltig geprägt. 

Mit 21 Jahren trat Gertrud Schölpen in die Ordensgemeinschaft ein und es wurde aus ihr Schwester M. Alfriedis. Die Sorge für die kranken und alten Menschen waren ihr immer ein großes Anliegen. Nach dem Examen war sie 33 Jahre als Kranken- und Stationsschwester in Hückeswagen und Waldniel tätig. Danach absolvierte sie berufsbegleitend das Altenpflegeseminar in Holthausen und wechselte vom Rheinland in die Altenpflege nach Körbecke am Möhnesee, mit einem Zwischenstopp in Dortmund und Sevelen. 2012 durfte sie sich dann ausruhen von ihrem langen Dienst und kam als Seniorin in den Konvent Maria Hilf in Telgte. 2015 wechselte sie ins St. Heriburg-Haus. Hier konnte sie ihre letzten Monate in der neuen Station St. Klara leben und die besondere Atmosphäre dieser Wohngruppe genießen.

Von ihrem Namenspatron dem hl. Alfried wird berichtet, dass er „reich an Tagen“ starb, so war es auch bei Schwester M. Alfriedis, die 94 Jahre alt wurde. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Alfriedis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 24. Juli 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Alfriedis und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen. 

Sister M. Viventia

Born: January 3, 1932
Entrance: February 2, 1952
Professed: October 28, 1954
Died: July 16, 2025

On Wednesday, July 16, 2025, at 2:45 p.m., our beloved God called to himself our dear Sister M. Viventia, born by the name of Genowefa Herman, Hospital Sister of the Third Order Regular of St. Francis.

The joy of the Lord is our strength.

Neh.8:10

Sister M. Viventia was born in Katowice/Chebzie.

During her postulancy, Sister M. Viventia worked as a nursing assistant in the surgical ward of St. Adalbert Hospital in Opole. She studied at a nursing school in Krakow and obtained her nursing diploma in 1964. She then worked as a highly competent nurse at the Children’s Clinic for Infectious Diseases in Wroclaw until September 1989. During this time, she was provincial councillor for six years and Superior of the local convent for twelve years. For another seven years, she worked in housekeeping and as matron at the bishop’s residence in Opole. From 1996, she lived in the provincial house, where she took on various household tasks and helped in the infirmary. In 2017, she was transferred to the nursing home in Opole-Stephanshöh because she needed treatment and rehabilitation.

Sister M. Viventia distinguished herself in her service as a nurse and by her superior kindness, goodwill, hospitality, gentleness toward all, and a great sense of humour. She had a generous and kind heart for the poor and needy who knocked on the doors of our convents. She showed great openness toward those who visited our provincial house, offering them a kind word, time, and friendliness. Many who came unexpectedly felt welcome and cared for by Sister M. Viventia, who received them at the gate. She was very conscientious in her duties.

From an early age, she had a special love for St. Thérèse of the Child Jesus. She claimed to be as stubborn as little Teresa herself. Sister M. Viventia was as persistent on the path to holiness as Saint Teresa and, like her, had a gentle and boundless love for Jesus.

She cultivated relationships with her family, showed them love and kindness, and surrounded them with prayer and gratitude.

In her last years, her physical strength declined more and more, which she accepted with resignation to God’s will, and on July 16, in the 71st year of her religious life, she slept peacefully under the protection of Our Lady of Mount Carmel and entered the Kingdom of Heaven.

She is grateful to her fellow sisters for all the kindness and service they have shown her, especially to the sisters in Opole Szczepanowice. We continue to commend herself to our prayers and trust that she will support us from heaven.

Schwester Mary Evelyn, OSF

Geboren: 27. Dezember 1922
Eintritt: 8. September 1949
Profess: 13. Juni 1952
Gestorben: 21. Juni 2025

Am 21. Juni 2025 um 11: 15 Uhr wurde Schwester Mary Evelyn, OSF, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, im Beisein von Schwester Jamesine und Schwester Marilyn sowie Pat Goldsmith, Mitglied der franziskanischen Weggemeinschaft, zur Ewigkeit gerufen.

Doch meine Burg ist der Herr.  Mein Gott ist der Fels meiner Zukunft.

(Psalm 94.22) 

Schwester Mary Evelyn wurde am 27. Dezember 1922 in Aud, Missouri, als Tochter von James Earl und Hada (Mantle) Lamb geboren. Sie ging gern zur Schule und hielt die Abschiedsrede ihrer Abschlussklasse. Während sie die erste bis achte Klasse in einer kleinen Schule unterrichtete, in einer Hosenfabrik arbeitete und im Büro des Schulleiters tätig war, fühlte sie sich zu einem religiösen Leben berufen. Sie wollte Krankenschwester werden.

Im Jahr 1945 saß sie mit ihrer 18-jährigen Schwester Earline und einer Freundin in einem Boot auf einem künstlich angelegten See auf dem Grundstück der Familie. Als das Boot kenterte, schwamm ihre Freundin in Sicherheit, während Schwester Mary Evelyn, die nicht schwimmen konnte, auf das Boot kletterte. Während sie zusah, wie ihre Schwester im See ertrank, bat sie Gott, ihr Leben zu retten, damit sie ihrer Berufung zum Ordensleben folgen könne. Vier Jahre später fiel ihr eine Anzeige der Hospitalschwestern in einer Berufungszeitschrift ins Auge. Sie folgte ihrer Berufung, trat am 8. September 1949 ins Mutterhaus ein und wurde ein Mitglied unserer Gemeinschaft. Ihre erste Profess legte sie am 13. Juni 1952 ab. Zwei ihrer Schwestern schlossen sich ihr in unsere Gemeinschaft an: Jane Marie (1954) und Jamesine (1955).

Schwester Mary Evelyn absolvierte 1958 die Krankenpflegeschule des St. John’s Hospital. Darüber hinaus erwarb sie 1956 einen Bachelor im Lehramt an der Quincy Universität und 1975 einen Abschluss als Krankenschwester an der Sangamon State Universität.

Schwester Mary Evelyn arbeitete in der Krankenpflege in den Krankenhäusern von HSHS in Illinois und Wisconsin sowie im St. Francis Convent. Außerdem arbeitete sie bei dem Springfield und Sangamon Sozialdienst, Alverna Pflegedienst Zentrum in Chicago, IL (sie fuhr gerne in die Stadt) und bei Interreligiösen Pflegekräften in Eau Claire, WI, wo sie stellvertretende Direktorin war.

Nach ihrer Rückkehr ins St. Francis Kloster im Jahr 1995 blieb Schwester Mary Evelyn aktiv. Sie malte in verschiedenen Stilen, darunter Ikonen, praktizierte heilende Berührungen, machte regelmäßige Übungen, spielte Rummikub und stellte ihren Sinn für Humor unter Beweis, der zu ihren Markenzeichen gehörte. Sie widmete sich ihrem religiösen Leben und lebte dieses voll und ganz.

Sie überlebte ihre Eltern, die Brüder Malvin Mark, Jamas Earl II, Paul David, Dala George, Walter William und Robart Owen sowie die Schwestern Earline Lucy Lamb und Schwester Jane Marie Lamb, OSF (2005). Sie hinterlässt einen Bruder, Charles Joseph aus Kansas City, Missouri, sowie die Schwestern Schwester Jamegine Lamb, OSF, und Esther Ann Brandt aus Kansas City, Missouri, viele Nichten und Neffen sowie Großnichten und Großneffen.

„Wenn du das Älteste von zwölf Kindern bist, werden deine Eltern deine Hilfe beim Kochen, bei der Hausarbeit und bei der Betreuung deiner jüngeren Geschwister benötigen. Dabei wirst du viele Dinge lernen, unter anderem den Wert von Stärke.“ Dies prägte den Charakter von Schwester Mary Evelyn, OSF, und trug sie durch ihre 102 Lebensjahre. Möge Schwester Mary Evelyn vom Herrn reich belohnt werden und für uns vom Himmel aus Fürsprecherin sein.

Schwester M. Ancilla

Geboren: 25. Oktober 1935
Eintritt: 10. August 1956
Profess: 3. Mai 1959
Gestorben: 30. Juni 2025

Jesus Christus rief unsere Mitschwester zu sich in die himmlische Heimat, Schwester M. Ancilla, geb. Theresia Schomaker, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Unsere Heimat ist im Himmel. Dort erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter.

(Phil. 3, 20) 

Schwester M. Ancilla wuchs im Kreis ihrer zwölf Geschwister auf dem Bauernhof der Familie Schomaker in Westendorf bei Glandorf auf. Wie ihre vier Schwestern, Gottharda, Alderika, Emilianis und Rosalia wurde sie Mauritzer Franziskanerin.

Bis 1983 arbeitete Schwester M. Ancilla als Krankenschwester in Legden und Issum-Sevelen. Dann besuchte sie das Altenpflegeseminar in München und sorgte sich um die alten Menschen und die Mitschwestern in Issum-Sevelen, Alpen und im St. Heriburg-Haus. Ab 2007 lebte sie in Lingen-Biene und sorgte in dem kleinen Konvent mit Schwester M. Emilianis für den Haushalt und für die Pfarrkirche. Dieser Einsatz hat ihr besonders viel Freude gemacht, da sie ihre kreativen Fähigkeiten besonders gut einbringen konnte und die Schwestern dort viel Kontakt zu den Menschen der Gemeinde hatten. Mit der Auflösung des Konventes kam sie, zusammen mit Schwester M. Emilianis, zurück ins Mutterhaus. Auch dort setzten sie sich trotz ihrer schwindenden Kräfte im Nähzimmer ein.

Gemeinsam wechselten die beiden Geschwister im April dieses Jahres als Seniorinnen ins St. Heriburg-Haus, wo Schwester M. Ancilla ihr Leben in den frühen Morgenstunden des 30. Juni an Gott zurückgab. Im Himmel warten ihre Schwestern Gottharda, Alderika und Rosalia auf sie.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Ancilla Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Unser Mitgefühl gilt Schwester M. Emilianis, die sie bis in die Sterbestunde begleitete.

Am Freitag, den 4. Juli 2025, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Ancilla und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Reginata

Geboren: 29. Juni 1927
Eintritt: 25. Januar 1952
Profess: 28. Oktober 1954
Gestorben: 16. Juni 2025

Unter dem Schutz und der Begleitung der Gottesmutter gab unsere Mitschwester, geb. Elisabeth Brinker-Ohmscheiper, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, im Alter von 98 Jahren, ihr Leben zurück in die Hände Gottes.

Maria sprach:  „Was ER euch sagt, das tut.“

(Hochzeit zu Kana, Joh. 2,5) 

Tätige Nächstenliebe bestimmt seit der Jugendzeit ihr Leben, so schreibt die WAZ-Zeitung 1987 in Lünen über Schwester M. Reginata, die in dem Jahr zur „Frau des Jahres“ gewählt wurde und 1990 die Ehrenurkunde erhielt als „die beliebteste Helferin in Weiß“. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und unermüdlicher Leistungswille wurden hier als ihre herausragenden Eigenschaften genannt. So kennen und schätzen wir Schwester M. Reginata seit 73 Jahren. 

Geboren wurde sie vor 98 Jahren in Wettringen und trat mit 25 Jahren bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein. Nach den üblichen Stationen als Kranken- und Stationsschwester wurde Schwester M. Reginata Krankenhauspastoralreferentin und arbeitete die ersten 3 Jahre in Ahaus und danach 6 Jahre im Marienhospital in Lünen. Weitere 25 Jahre traf man sie als Seelsorgerin in der Reha-Klinik Maria Frieden in Telgte an, wo sie neben der Seelsorge auch die Bücherei leitete und auch hier mit den Menschen ins Gespräch kam. Während dieser Zeit hat sie die Ordensdatenbank für unsere Gemeinschaft aufgebaut. 

Schwester M. Reginata war mit Leib und Seele Seelsorgerin und wurde gerne liebevoll „Bischöfin“ genannt. Einige Priester aus Nigeria führte sie in die deutsche Sprache und Lebensart ein. Sie hätte gut eine Gemeinde leiten können, wenn das möglich gewesen wäre. Schwester M. Reginata hatte einen großen Gebetsschatz, der sie bis in ihr hohes Alter begleitete. Besonders verehrte sie die Muttergottes und pilgerte gern zur Gnadenkapelle in Telgte, um ihr nahe zu sein. 

Vor 10 Jahren kam Schwester M. Reginata auf ihren Wunsch hin als Seniorin ins St. Heriburg-Haus, wo sie in den letzten Monaten wegen ihrer demenziellen Grenzen in dem neuen Wohnbereich St. Klara lebte und dort auch ihr Leben vollendete, liebevoll begleitet durch die Mitschwestern und die Mitarbeitenden. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Reginata Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen

Der Schwesternkonvent des St. Heriburg-Hauses in Münster 

Die Angehörigen

Am Freitag, den 20. Juni 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Reginata und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen. 

Schwester M. Bernaldis

Geboren: 16. September 1939
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 7. Juni 2025

Der gute Gott, in dessen Hände ihr Name seit 86 Jahren geschrieben ist, nahm unsere Mitschwester jetzt an die Hand und hat sie zu sich geführt, Schwester M. Bernaldis, geb. Helene Eilermann, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Gott hat uns in seine Hand geschrieben
und Gottes Hände sind gute Hände.

Kardinal Höffner

Schwester M. Bernaldis wurde in Spahnharrenstätte bei Sögel im Emsland geboren. Trotz des frühen Todes der Mutter konnten die Geschwister als Familie zusammenbleiben. Dafür war Schwester M. Bernaldis sehr dankbar. Durch ihre Ausbildung bei Schwester M. Landeline in der Cloppenburger Krankenhausküche lernte sie die Franziskanerinnen kennen.

Nach dem Krankenpflegeexamen wurde Schwester M. Bernaldis die ersten zehn Jahre als OP-Schwester im Lüner Marienhospital eingesetzt. Dabei fehlte ihr der direkte Kontakt zu den kranken Menschen. Sie durfte deshalb die Ausbildung für die ambulante Pflege und die Altenpflege auf dem Arenberg machen und wurde danach in den Sozialstationen in Dingden, Datteln und Münster-Roxel eingesetzt. Dann übernahm sie den ambulanten Hospizdienst in Recklinghausen und später den Seelsorgedienst in Emsdetten und Ahaus. Viele Menschen kannten und schätzten Schwester M. Bernaldis, wenn sie mit ihrem kleinen Auto vorfuhr und immer ein freundliches Gesicht mitbrachte, aber auch viel Sachkompetenz und Einfühlungsvermögen.

Seit 2016 lebte Schwester M. Bernaldis als Seniorin im St. Franziskus-Haus in Nordwalde. Auch hier setzte sie sich immer wieder ein für die kranken und sterbenden Mitschwestern und hat viele Stunden an deren Betten gebetet. Auch ließ sie sich immer wieder ansprechen, wenn Hilfe gebraucht wurde. Das konnte sie bis vor einigen Wochen, als eine schwere Krebserkrankung sie selbst ereilte. Ganz bewusst sah sie ihre Zukunft und ging gelassen auf die Stunde des Todes zu. Viel Unterstützung erfuhr sie durch ihre Familie und die Abteilungsmitschwestern, besonders Schwester M. Seraphinis und Schwester M. Vincentia. So beschützt und behütet, durfte sie in den Morgenstunden des Samstags vor Pfingsten ihr Leben in die Hände Gottes zurückgeben.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Bernaldis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Freitag, den 13. Juni 2025 feiern wir um 10 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Bernaldis und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Reingardis

Geboren: 3. April 1938
Eintritt: 12. August 1960
Profess: 3. Mai 1963
Gestorben: 6. Juni 2025

Im Alter von 87 Jahren gab unsere Mitschwester ihr Leben zurück in die Hände Gottes, Schwester M. Reingardis, geb. Lucia Wiewel, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen
meinen Geist. Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Psalm 31,6

Schwester M. Reingardis wurde in Neuenkirchen Vörden geboren und wuchs im Kreis ihrer sechs Geschwister auf. Hauswirtschaftliche Arbeiten lagen ihr besonders gut. Nach der Schulzeit arbeitete sie in der Hauswirtschaft eines Bauernhofes in Lage-Rieste. Durch ihre Tante Schwester M. Baldimera, die Küchenschwester in Damme war, fand Lucia mit 22 Jahren ihren Weg zu den Mauritzer Franziskanerin-nen.

Nach der Profess absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung in Münster, machte eine Ausbildung für Ausbilder im Gesundheitswesen in Essen und einen Stationsleiterkurs in Freiburg. So gerüstet, wurde sie bis 1980 als Krankenschwester und Stationsleiterin in mehreren Krankenhäusern eingesetzt. Dann konnte sie sich der Hauswirtschaft zuwenden, der ihr großes Interesse galt. Sie arbeitete in Dingden, in Gladbeck, Dorsten und von 1995 – 2015 im Refektorium des Mutterhauses in Münster. Hier setzte sie sich besonders gerne ein für die Gäste, die in die Elisabeth-Oase kamen, wo sie ihr tägliches Frühstück einnahmen. Seit 2015 lebte Schwester M. Reingardis als Seniorin, zuletzt im St. Heriburg-Haus in Münster, wo sie im Beisein der Mitschwestern ihr Leben an Gott zurückgab.

Ihre letzten Jahre waren gekennzeichnet durch ihre zunehmende Schwerhörigkeit, unter der sie litt. Das hielt sie aber nicht davon ab, an der Gemeinschaft teilzunehmen und besonders auch am täglichen Gebet und der Eucharistiefeier.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Reingardis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 12. Juni 2025, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Kapelle des Hauses 1 von Schwester M. Reingardis und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Benediktis

Geboren: 1 April 1928
Eintritt: 9. August 1952
Profess: 3. Mai 1955
Gestorben: 7. Mai 2025

Einen Tag, nachdem sie ihr 70-jähriges Professjubiläum feiern konnte, vollendete Gott der Herr das irdische Leben von Schwester M. Benediktis, geb. Anna Brügge, gen. Feldhacke, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Wenn Gott uns heim ruft ist unserer Seele höchster Feiertag,
denn wir kommen zu dem, der uns am meisten liebt.

(Franz v. Sales)

Schwester M. Benediktis wurde vor 97 Jahren in Recke geboren und wuchs mit ihren fünf Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach der Volksschule besuchte sie die Höhere Handelsschule in Osnabrück. Dort bekam sie einen „Notabschluss“, da die Schule wegen der vielen Bombenangriffe auf die Stadt 1944 geschlossen werden musste. Im gleichen Jahr starb auch ihr Vater, und die Brüder waren als Soldaten im Krieg, so dass Anna zuhause in der Landwirtschaft helfen musste. 1952 konnte sie dann mit 24 Jahren bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintreten, die sie im Krankenhaus in Recke kennengelernt hatte.

Von 1961 – 1979 leitete Schwester M. Benediktis das Labor in Lingen und Cloppenburg. Dann durfte sie die Ausbildung zur Pastoralreferentin machen. Das entsprach ihrem Herzenswunsch. Von 1980 – 2006 war sie als Seelsorgerin in Lünen und Gronau eingesetzt und hat ihren tiefen Glauben dort mit vielen Menschen teilen können. Aus Altersgründen kam sie danach ins St. Franziskus-Haus nach Nordwalde, wo man sie in den ersten Jahren in der Hausbibliothek fand, bis ihre Kräfte das nicht mehr erlaubten.

Schwester M. Benediktis wurde die große Gnade zuteil, am Tag vor ihrem Tod im Kreis der Mitschwestern und ihrer Angehörigen das Gnadenjubiläum feiern zu können. Für ihre Geschwister und auch für ihre Nichten und Neffen war sie besonders dankbar, da sie neben den Mitschwestern immer für sie da waren.

Ihr Wunsch war es, dass Jesus Christus ihr in der Todesstunde entgegenkommt und das sie dann alle wiedersehen darf, die ihr lieb waren.

Dankbar nehmen wir Abschied von Schwester M. Benediktis. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 13. Mai 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Benediktis und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Maristella

Geboren: 28. April, 1928
Eintritt: 27. January, 1956
Profess: 28. October, 1958
Gestorben: 27. April, 2025

Am Morgen des Sonntags der Barmherzigkeit gab unsere Mitschwester geb. Maria Willen, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, ihr Leben zurück in die Hände Gottes.

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz dein eigen sein!

((Mariengebet)

Schwester M. Maristella wurde in Lewinghausen bei Löningen auf dem Bauernhof der Familie Willen geboren und wuchs dort mit ihren drei Schwestern und vier Brüdern auf. Schon vor dem Eintritt absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung im Augusta-Krankenhaus in Düsseldorf. Durch die Schwestern in Glandorf bei Osnabrück kam sie zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Zuerst arbeitete sie als Stationsschwester in mehreren Krankenhäusern und seit 1979 als Gemeindekrankenschwester in ihrer alten Heimat in Essen/Oldbg., Lastrup und Löningen. Dort war Schwester M. Maristella sehr beliebt und ist bei einigen der Familien in denen sie gepflegt hat bis heute in guter Erinnerung. 2012 zog sie dann als Seniorin ins St. Heriburg-Haus nach Münster. Einen Tag vor ihrem 98. Geburtstag rief Gott sie zu sich.

Die tägliche heilige Messe war ihr seit den Kindertagen vertraut und hat ihr Kraft gegeben für ihren langen Weg durch das Leben.

Als geborene Maria und spätere Schwester Maristella fühlte sie sich besonders der Gottesmutter verbunden. Das Gebet des Rosenkranzes war ihr sehr lieb. Auf ihrem Totenbildchen möchte sie das Bild der Muttergottes von Telgte haben, auch als Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Ordensgründungsstätte der Mauritzer Franziskanerinnen. Bewusst hat sie ihren Glauben bis zuletzt gelebt und ist den Weg an der Hand der Gottesmutter gegangen. Möge diese sie nun begleiten auf ihrem letzten Weg zu Gott.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Maristella Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen

Der Schwesternkonvent des St. Heriburg-Hauses in Münster

Die Angehörigen

Am Mittwoch, den 30. April 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Maristella und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Hermana

Geboren: 21. Januar 1924
Eintritt: 30. Januar 1948
Profess: 28. Oktober 1950
Gestorben: 15. April 2025

Schon am Dienstag in der Karwoche konnte unsere Mitschwester, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, geb. Ida Kohls, ihre Auferstehung feiern.

Auferstehen ist unser Glaube,

Wiedersehen ist unsere Hoffnung.

Gedenken unsere Liebe.

(hl. Augustinus)

Schwester M. Hermana konnte ein ganzes Jahrhundert überblicken, bevor sie mit 101 Jahren gestorben ist. In drei Wochen hätte sie 75 Jahre nach der ersten Profess ihr Kronjuwelenjubiläum feiern können.
Geboren wurde Ida Kohls in der Weimarer Republik in Ellenstedt und wuchs mit ihren sechs Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Das Dritte Reich erlebte sie als Schülerin; und im Zweiten Weltkrieg half sie auf dem elterlichen Hof. Ihre katholische Familie setzte sich im Oldenburger Münsterland aktiv gegen den Nationalsozialismus ein.

Als die Bundesrepublik nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde, ging die junge Frau ins Kloster, zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Neben der Krankenflegeausbildung absolvierte sie auch die Ausbildung zur Heimleiterin. In Everswinkel, Straelen, Körbecke und im St. Heriburg-Haus übernahm sie das Amt der Oberin. Danach betreute sie den Speisesaal im St. Josefs-Haus in Ennigerloh und kam 2018 als Seniorin zurück in St. Heriburg-Haus, wo sie bis vor einigen Wochen noch am Konvents- und Gebetsleben der Gemeinschaft teilnehmen konnte. Altersschwach und müde gab sie, so ruhig und unaufgeregt wie wir sie kennen- und schätzen gelernt haben, ihr Leben zurück in die Hände Gottes.

Schwester M. Hermana machte kein Aufsehen von ihrer Person, war aber sehr präsent mit ihren großen, strahlenden Augen. Gerne wallfahrtete sie zur Schmerzhaften Mutter nach Buddenbaum. Sie sagte von sich, dass sie das Gebet in der Gemeinschaft liebe, aber besonders die stillen Zeiten in der Kapelle.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Hermana Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen
Der Schwesternkonvent des St. Heriburg-Hauses in Münster
Die Angehörigen

Am Dienstag, den 22. April 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Hermana und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Sixta

Geboren: 12. Februar 1942
Eintritt: 11. Februar 1964
Profess: 28. Oktober 1966
Gestorben: 5. April 2025

In den frühen Morgenstunden gab unsere Mitschwester, geb. Margret Hinxlage, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, ihr Leben in die Hände Gottes zurück.

Meine Zeit steht in deinen Händen:

(Psalm 31, 17)

Im Kreis ihrer zwölf Geschwister wuchs Schwester M. Sixta auf dem Bauernhof Hinxlage in Kellerhöhe im Oldenburger Land auf. Nach der Schulzeit besuchte sie die landwirtschaftliche Schule in Garrel und machte die praktische Ausbildung auf dem elterlichen Hof. Weil sie schon lange den Wunsch hatte, Ordensschwester zu werden, durfte sie zwei Jahre ins Krankenhaus nach Waltrop gehen, um die Arbeit der Franziskanerinnen dort kennenzulernen. Danach trat sie in die Ordensgemeinschaft ein. Sie folgte damit ihren älteren Schwestern, Schwester M. Johanna und Schwester M. Raymira. Schwester M. Sixta arbeitete im Kloster vorwiegend als Krankenschwester und in der Hauswirtschaft.

Wir erinnern uns gerne an den großen Schwesternfriedhof in Telgte, den sie viele Jahre mit großer Liebe pflegte. Dabei konnte sie die Erfahrung einbringen, die sie aus der landwirtschaftlichen Ausbildung mitbrachte. Die Blumen blühten bei ihr immer besonders prächtig. Die Zeit, die sie darüber hinaus hatte, widmete sie den Bienen und konnte von ihnen viel Honig ernten. Auch verdanken wir ihr die Blumensträußchen, die die Schwestern zum Ordensjubiläum angesteckt bekommen. Bis vor zwei Jahren hat sie sie immer für alle sehr schmuckvoll gestaltet.

Seit 2017 lebte Schwester M. Sixta gemeinsam mit Schwester M. Raymira im St. Anna-Stift in Kroge. Nach längerer Krankheit folgte sie nun ihrer Schwester M. Johanna und weiteren Geschwistern auf dem Weg in den Himmel.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Sixta Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen

Der Schwesternkonvent des St. Anna-Stiftes Kroge

Schwester M. Raymira

Die Angehörigen

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Sixta am Mittwoch, den 9. April 2025 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Servulina

Geboren: 8. Dezember 1928
Eintritt: 27. Januar 1951
Profess: 3. Mai 1954
Gestorben: 17. März 2025

An ihrem Namenstag holte unser guter Gott unsere Mitschwester zu sich.

Getreu ist Gott, der euch beruft.

Er wird es auch vollenden.

(1. Thess. 5,24)

Schwester M. Servulina wurde als eins von sechs Geschwistern in Münster-Amelsbüren geboren, wo ihr Vater Förster auf Schloss Herold war. Da die Mutter früh gestorben ist, wuchs sei bei Pflegeeltern in Füchtorf auf, die sich sehr gut um sie gekümmert haben, wie sie immer wieder sagte. Hier lernte sie die Mauritzer Franziskanerinnen kennen, die in der ambulanten Pflege arbeiteten.

Mit dreiundzwanzig Jahren trat Gertrud in die Ordensgemeinschaft ein und wurde Krankenschwester. Unter anderem arbeitete sie in den Krankenhäusern in Haselünne, Lünen, Liesborn und Ennigerloh als Stationsschwester. 1979 kam Schwester M. Servulina nach Seppenrade und blieb dort bis zur Konventsauflösung 2021. Aus dieser Zeit kennen wir sie als Pfortenschwester und noch besser als Organistin, die mit viel Liebe die Orgel spielte und die Gottesdienste begleitete. Ihre ruhige und liebenswürdige Art und ihre strahlenden Augen werden uns im Gedächtnis bleiben.

Einige Tage vor ihrem Tod kam Schwester M. Servulina ins St. Franziskus-Hospital und sollte am 18. März wieder entlassen werden. Sie drängte aber darauf, dass sie am 17. März, dem Tag ihres Namenstages, entlassen würde. Am Nachmittag empfing sie die Krankensalbung und der Arzt erlaubte es schließlich, dass sie noch am Abend zurück ins St. Heriburg-Haus gehen durfte. Als die Schwestern sich zur Nacht von ihr verabschiedeten, hatte sie keine Wünsche und wollte nur noch schlafen. So ist sie eingeschlafen und hat sich leise und unbemerkt kurz vor Mitternacht auf den Weg zu Gott gemacht, nach dem sie sich sehr sehnte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Servulina Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen

Der Schwesternkonvent des St. Heriburg-Hauses in Münster

Die Angehörigen

Am Freitag, den 21. März 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 9.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Servulina und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Alwine

Geboren: 9. Februar 1935
Eintritt: 2. 28. Januar 1955
Profess: 28. Oktober 1957
Gestorben: 8. März 2025

Der gute und menschenfreundliche Gott rief unsere Mitschwester, geb. Klara Niehues, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, zu sich.

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz dein eigen sein!

dein für Zeit und Ewigkeit!

(Mariengebet)

Schwester M. Alwine kommt gebürtig aus einer Bergmannsfamilie in Altlünen. Sie war geprägt von der Gradlinigkeit und der Verlässlichkeit der Menschen im Ruhrgebiet, zu denen auch ein fester Glaube gehört.

Die Mauritzer Franziskanerinnen lernte die junge Klara im Marienhospital in Lünen kennen. Mit zwanzig Jahren trat sie in Münster in die Ordensgemeinschaft ein und wurde eine echte Franziskanerin.

Der Name Schwester M. Alwine ist fest mit dem St. Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort verbunden. Von der Gründung des Hauses im Jahr 1967 bis zum Weggang der Ordensschwestern 2015 leitete sie dort die große Wäscherei. Damit übernahm sie den Dienst der Martha, wie er in der Hl. Schrift beschrieben ist, als unermüdlich Sorgende für das Wohl der Menschen im Hospital.

In ihrer geringen Freizeit nutzte sie das Fahrrad, um lange Touren durch die Niederrheinische Tiefebene zu unternehmen. Nicht selten ging es dabei nach Kevelaer, um bei der Muttergottes zu beten, denn sie war eine große Marienverehrerin.

2015 kam Schwester M. Alwine ins St. Franziskus-Haus nach Nordwalde, wo sie ihren Lebensabend verbrachte. Dort hat sie still ihr Leben an ihren Schöpfer zurückgegeben.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Alwine Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen

Der Schwesternkonvent des St. Franziskus-Hauses Nordwalde

Die Angehörigen

Am Mittwoch, den 12. März 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Alwine und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Anna Esseling

Geboren: 10. Dezember 1940
Eintritt: 2. 15. August 1962
Profess: 3. Mai 1965
Gestorben: 28.Februar 2025

Der gute und treue Gott, auf den sie ihr Vertrauen gesetzt hat, erlöste unsere Mitschwester.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen

meinen Geist.

Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Psalm 31,6

Schwester M. Anna Esseling wurde in Stadtlohn geboren und wuchs dort mit ihren sieben Geschwistern auf einem Bauernhof auf. Vor dem Eintritt hat sie eine hauswirtschaftliche Ausbildung gemacht und als Stationshilfe im Stadtlohner Krankenhaus Schwester M. Helana kennen- und schätzen gelernt. Durch sie kam sie zu den Mauritzer Franziskanerinnen und legte im Mutterhaus in Münster 1965 ihre Erste Profess ab. In diesem Jahr hätte sie das Diamantene Ordensjubiläum feiern können.

Im Kloster wurde Schwester M. Anna Krankenschwester und Altenpflegerin. In diesen Berufen hat sie gerne gearbeitet, doch ihre Krankheiten erlaubten ihre keine längeren Einsätze, so dass sie oft gewechselt wurde. Gerne war sie im Konvent Maria-Hilf in Telgte im Refektorium und an der Pforte. Für diese Zeit war sie besonders dankbar. Bis zur Auflösung des Konventes in Seppenrade war sie vorher zehn Jahre lang, um danach als Seniorin ins St. Heriburg-Haus nach Münster zu kommen.

Wir kennen Schwester M. Anna als liebevolle und mütterliche Schwester, die sich immer gerne für die Mitschwestern einsetzte und ihnen kleine Hilfen anbot. Dabei strebte sie ihrer Namenspatronin der hl. Mutter Anna nach, die sie sehr verehrte.

Es war Schwester M. Annas Wunsch, in der Sterbestunde nicht allein zu sein. Das wurde ihr vergönnt. Eine Mitschwester saß an ihrem Sterbebett und hielt ihr die Hand. Schwester M. Anna möchte sich bei allen bedanken und um Verzeihung bitten, wenn sie einmal jemandem Anstoß gegeben hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Anna Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen

Der Schwesternkonvent des St. Heriburg-Hauses in Münster

Die Angehörigen

Am Donnerstag, den 6. März 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Anna und begleiten sie zur letzten Ruhe-stätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Roberta

Geboren: 10. April 1939
Eintritt: 2. Oktober 1958
Profess: 3. Mai 1962
Gestorben: 28.Februar 2025

Der Gott des Lebens, nach dem sie sich so sehr sehnte, hat den Wunsch unserer Mitschwester erfüllt, jetzt mit ihm in der Ewigkeit zusammen zu sein

Ich bin der – Ich bin da.

Ich bin, wo Du bist!

nach Exodus 3,14

Schwester M. Roberta kennen wir als nimmermüde Schneiderin in unserem ehemaligen „Stickzimmer“ und dem „Paramentenstübchen“. Dieser Dienst hat ihr Leben geprägt. Später war sie Sakristanin im Mutterhaus und lebte in den letzten Jahren im Konvent Maria Hilf in Telgte und zuletzt im St. Franziskus-Haus in Nordwalde. In Ankum aufgewachsen, lernte sie vor dem Eintritt den Beruf der Damen- und Herrenschneiderin.

Mit Liebe und Kreativität hat sie viele Messgewänder und Rochetts für die Gottesdienste in der Mutterhauskirche angefertigt, die noch heute im Einsatz sind. Nach der Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils mussten die Paramente dem neuen Verständnis angepasst werden. Daran hat Schwester M. Roberta sich noch lange gerne erinnert.

Sie sorgte nicht nur für die Gottesdienste, sondern war auch eine unermüdliche Beterin und Verehrerin der Eucharistie. Verabschieden wollte sie sich mit dem Wunsch ihres Gebetes, dass sie uns hier schenkt:

„Allmächtiger Gott, Deine Dienerin Schwester Maria Roberta hat im Glauben und Vertrauen aus dem heiligen Geheimnis der Eucharistie gelebt und den Menschen gedient. Schenke ihr jetzt bei Dir das ewige Leben im Licht Deiner Gegenwart.“

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Roberta Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 4. März 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Roberta und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Domitilla Motzko

Geboren: 28. September 1928
Eintritt: 02. Februar 1952
Profess: 28. Oktober 1954
Gestorben: 13. Februar 2025

Am 13. Februar 2025 beendete unsere liebe Schwester M. Domitilla Motzko ihre irdische Pilgerreise. Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Ich will Dir singen, meine Kraft,

denn du, o Gott,

bist meine Festung,mein gnädiger Gott

Psalm 59,17

Schwester M. Domitilla wurde am 28. September 1928 in Wawelno bei Oppeln geboren. Sie trat am 2. Februar 1952 in unsere Kongregation ein. Ihre erste Profess legte sie am 28. Oktober 1954 ab.

Am Anfang ihres Ordenslebens lebte und arbeitete Schwester M. Domitilla einige Monate im Krankenhaus in Opole, wo sie als Krankenpflegehelferin tätig war. Danach, in den Jahren von 1955 – 2013, diente sie als Organistin in verschiedenen Kirchen der Erzdiözese Breslau. Neben dem Orgelspiel in der Gemeinde übernahm sie auch die Aufgabe der Sakristanin in der Pfarrkirche. Sie stickte Messgewänder, die noch heute bei der Messe verwendet werden. In ihrer Freizeit las sie Bücher und häkelte. Nach Beendigung ihres aktiven Berufslebens wechselte sie zum Konvent in Groß Döbern und später in den Schwesterkonvent in Oppeln-Stephanshöh.

Sie war eine Person, die die Aufgaben einer Hausfrau perfekt erfüllte und alles mit Liebe tat. Sie war dankbar für die Möglichkeit, zu dienen und zu helfen. Trotz so vieler Talente stand sie immer im Schatten, irgendwo im Abseits, still und bescheiden, offen für die Nöte der Armen und Obdachlosen. Sie hatte ein Gespür für die Schönheit, für die Liturgie, für Musik und Gesang. Sie jagte nicht den Neuigkeiten hinterher, sondern nahm alles, was geschah, mit großer Anteilnahme zur Kenntnis und freute sich über gute Dinge und Ereignisse. Alles trug sie vor Gott in ihren Gebeten.

Sie litt seit einigen Jahren unter Altersbeschwerden und Demenz. Allmählich benötigte sie immer mehr Pflege und Hilfe bei den täglichen Verrichtungen bis hin zur vollständigen Pflege. In ihrer Krankheit bereitete sie sich geduldig und demütig auf die Begegnung mit dem Herrn vor. Soweit es ihre Gesundheit zuließ, versuchte sie, an den sonntäglichen Messen in der Schwestern-gemeinschaft teilzunehmen.

In letzter Zeit hatte sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Sie war bei Bewusstsein und bereit, den Herrn zu begegnen, dem sie mit ganzer Hingabe gedient hat.

Schwester M. Jovina

Geboren: 18. Dezember 1935
Eintritt: 30. Januar 1959
Profess: 28. Oktober 1961
Gestorben: 12. Februar 2025

Der göttliche Kinderfreund hat unsere Mitschwester M. Jovina, geb. Elisabeth Weibring, die vielen Kindern einen guten Start ins Leben ermöglicht hat, mit 89 Jahren zu sich gerufen.

Herr, unser Herr, wie gewaltig ist dein Name.

Aus dem Mund der Kinder schaffst Du Dir Lob.

Psalm 8

Schwester Jovina wurde als achtes Kind der Familie Weibring auf einem Bauernhof in Mussum bei Borken geboren. Ihre Mutter ist im Wochenbett bei ihrer Geburt gestorben, so dass ihre Großmutter sie versorgt und ins Leben eingeführt hat. Dafür war sie ihr sehr dankbar. Bei einem Praktikum im Altenheim Maria Frieden in Emsdetten lernte die junge Elisabeth die Mauritzer Franziskanerinnen kennen und trat mit vierundzwanzig Jahren in den Orden ein.

Neben der Krankenpflegeausbildung absolvierte sie auch die Kinderkrankenpflegeausbildung und sorgte mit Begeisterung für die kleinsten Patienten. Zuerst war sie drei Jahre in der Neugeborenenabteilung in Schermbeck eingesetzt. Danach kam sie zurück nach Münster und leitete von 1971 – 1992 mit großer Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen die Frühgeborenenintensivstation im St. Franziskus-Hospital.

Nach diesem aufreibenden Dienst durfte sie sich weiter ins Kloster zurückziehen. In den ersten sechs Jahren lebte sie mit im Noviziatskonvent und übernahm danach den Pforten- und Kapellendienst in Telgte, Datteln und Damme. Seit 2015 war sie als Seniorin wieder im Mutterhaus und lebte die letzten fünf Jahre im St. Heriburg-Haus, wo sie nach langer, kräftezehrender Krankheit, ihr Leben an Gott zurückgab, gut begleitet durch die Mitarbeitenden des ambulanten Palliativnetzwerkes, der Mitarbeitenden des Hauses und der Mitschwestern.

Wir kennen Schwester M. Jovina als ruhige, unaufgeregte Schwester mit strahlenden Augen, die die Gemeinschaft liebte und oft und gerne betete.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Jovina Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 18. Februar 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Jovina und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Heraclia Schulte

Geboren: 20. Februar 1926
Eintritt: 5. August 1949
Profess: 3. Mai 1952
Gestorben: 26. Januar 2025

Kurz vor ihrem 99. Geburtstag rief der gute Gott, dem sie täglich in der Eucharistie begegnete, am 26. Januar 2025 unsere liebe Mitschwester zu sich, Schwester M. Heraclia, geborene Anna Schulte, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus .

So spricht der Herr: „Wer an mich glaubt, der wird leben.“

Joh. 11,25

Schwester M. Heraclia wurde in Beesten im Kreis Ankum in eine gläubige Handwerkersfamilie hineingeboren. Gemeinsam mit ihren elf Geschwistern wuchs sie in Eggermühlen bei Ankum auf. Ein Bruder wurde Priester, eine Schwester trat bei den Hiltruper Missionsschwestern ein und zwei Schwestern waren Caritasschwestern in Cloppenburg.

Anna Schulte lernte die Mauritzer Franziskanerinnen im Ankumer Krankenhaus kennen, wo ihre Mutter lange krank gelegen hatte. Mit 23 Jahren wurde sie selbst Franziskanerinnen. Nach dem Krankenpflegeexamen und der Ausbildung zur MTA absolvierte sie später auf dem Arenberg noch die Ausbildung zur Leiterin eines Altenheimes. Von 1962 bis 1977 war sie im Alpener Marienstift in unterschiedlichen Funktionen tätig, zuletzt als Oberin. Für ihren unermüdlichen Dienst in Alpen bekam Schwester M. Heraclia den Ehrenring der Stadt verliehen. In der Laudatio wurden ihre nie verzagende gute Laune und ihr Humor hervorgehoben, mit den sie es immer wieder verstand, die Menschen aufzumuntern und ihnen neuen Lebensmut zu geben.

Danach wurde sie Oberin in Münster-Roxel und Hamminkeln-Dingden und in Bösensell übernahm sie im Schwesternkonvent noch kleine Dienste.

Seit 2013 lebte Schwester M. Heraclia als Seniorin im St. Heriburg-Haus in Münster, wo sie im Beisein der Mitschwestern ihr Leben in die Hand Gottes zurückgab.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Heraclia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, die ihr immer wieder die Kraft für ihren Dienst gegeben hat, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 30. Januar 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Heraclia und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Leonilla Schampera

Geboren: 2. Juli 1940
Eintritt: 25. Juli 1959
Profess: 3. Mai 1962
Gestorben: 9. Januar 2025

Am 9. Januar 2025 rief der Herr zu sich unsere liebe Mitschwester Schwester M. Leonilla, geborene Barbara Schampera, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus .

In der Stille und im Vertrauen liegt deine Stärke.

Jes 30,15a

Schwester M. Leonilla wurde am 2. Juli 1940 in Krmpa bei Dschowitz (OS) geboren. Sie trat am 25. Juli 1959 in unsere Kongregation ein. Ihre erste Profess legte sie am 3. Mai 1962 ab.

In den ersten Jahren ihres Ordenslebens arbeitete Schwester M. Leonilla als Kindergärtnerin in der Kinderkrippe in Piechowice (Petersdorf bei Hirschberg). Danach übte sie administrative Aufgaben in unseren Sozialeinrichtungen aus. Von 1997 bis 2015 war sie im Haus der Bischöfe in Opole tätig. Die Bischöfe, um die sie sich mit Hingabe sorgte, bedankten sich bei Schwester Leonilla „für ihre engagierte Arbeit, die von Herzlichkeit und Freundlichkeit geprägt war.“ In den 18 Jahren ihres Dienstes „hat die Schwester Leonilla mit großer Hingabe alle Arbeiten ausgeführt und dabei die evangelische Haltung von Martha und Maria vereint. Ihr Gebet und ihr Dienst hatten eine diözesane Dimension, denn sie half Bischof Johannes Baginski bei der Erfüllung seiner pastoralen Aufgaben in der Kirche von Opole„, bemerkte Bischof Andrzej Czaja im Jahr 2015 zum Ende des Dienstes der Schwestern im Bischofhaus.

Aus diesen Jahren ihres treuen Dienstes für Gott erinnern wir uns an Schwester Leonilla als fürsorglich und engagiert für die Menschen, denen sie diente; diskret, ruhig und immer voller Humor. Da sie zum Haus der Bischöfe gehörte, hatte sie außerdem die besondere Gelegenheit, über die Angelegenheiten der Kirche und der Welt gut informiert zu sein, und sie teilte diese Nachrichten oft gerne mit. Sie war auch froh, die Verbindung zu ihrer Familie aufrechtzuerhalten.

Im August 2015 zog sie in das Schwesternkonvent in Glatz-Scheibe. Hier begannen ihre Gedächtnisprobleme, die sie demütig und sanft akzeptierte. Auch andere Altersbeschwerden, die ihre Kommunikation in der Gemeinschaft vor allem in den letzten Jahren etwas behinderten, ertrug sie gelassen. Im Februar 2024 ließ sie sich im Kloster in Dobrzen Wielki nieder. Nach einem Bruch des Oberschenkelhalsknochens wurde ihr eine umfassende medizinische und rehabilitative Betreuung zuteil, und sie wurde in unserer Pflege- und Behandlungseinrichtung in Oppeln-Stephanshöh gut betreut. Nach einen schweren Kreislauf- und Atemversagens wurde sie ins Krankenhaus gebracht, wo der Herr sie am Donnerstag, dem 9. Januar, gegen 12 Uhr mittags in Sein Reich einlud.

Wir sind Schwester Leonilla dankbar für ihr Leben und ihr Zeugnis der Güte und Hingabe an die Menschen. Sie selbst dankt auch ihren Mitschwestern, die sie in den letzten Jahren ihres Lebens sowohl in der Schwesterngemeinschaft in Scheibe als auch in Groß Döbern und Stephanshöh begleiteten. Wir gedenken ihrer in unseren Gebeten.

Schwester Mary Lou Durbin OSF

Geboren: 1. März 1937
Eintritt: 8. September 1954
Profess: 13. Juni 1857
Gestorben: 25. Dezember 2024

Am 1. Weihnachtstag rief der gute Gott zu sich in die himmlische Heimat Schwester Mary Lou Durbin, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen, dann wird er deine Wege gerade machen.

Sprüche 3,5-6

Am 25. Dezember 2024 um 12:30 Uhr, ist unsere Schwester Mary Lou Durbin im Beisein von  Schwester Emerencia Tirkey verstorben. Während ein Chor von musizierender Engeln die Geburt Christi ankündigte, wurde Schwester Mary Lou von dieser Musik im Paradies willkommen geheißen.

Die Geschichte ihres Ordenslebens begann, als sie im Alter von fünf Jahren auf dem Hügel außerhalb von St. John’s Tuberkulose Sanatorium stand und ihrer Mutter zuwinkte, die dort Patientin war. Der Aufenthalt auf diesem heiligen Boden war für Schwester Mary Lou unvergesslich, und die Saat der Berufung durch Gott in diese Ordensgemeinschaft wurde gepflanzt, als sie in die Fußstapfen ihrer Tante, Schwester Agnesine Miller OSF (1907-99), trat.

Schwester Mary Lou, die frühere Mary Louise Durbin, wurde am 1. März 1937 in Ramsey, IL, als Tochter von Bemard und Mary Elizabeth (Miller) Durbin geboren. Im Jahr 1951 besuchte sie die St. Francis Aspirant School, trat am 8. September 1954 in die Kongregation ein und legte am 13. Juni 1957 ihre Ordensgelübde ab.

Schwester Mary Lou machte 1962 ihren Abschluss an der Krankenpflegeschule des St. John’s Hospital in Springfield, IL, und schloss 1971 ein Aufbaustudium in Geburtshilfe ab. 1986 erwarb sie einen Bachelor-Abschluss an der Sangamon State University. Sie arbeitete als Krankenschwester in HSHS-Krankenhäusern in Illinois und Wisconsin sowie in Langzeitpflegeeinrichtungen in Chicago. Außerdem arbeitete sie bis 2012 als Krankenschwester im St. Francis Convent. Ebenso übernahm sie als Patin die Leseförderung der Erstklässler an der Riverton Elementary School in Riverton, IL.

Die Eucharistiefeier wird von Pater Richard Chiola am Montag, 30. Dezember, um 10.30 Uhr in der Anbetungskapelle St. Klara von Assisi gefeiert, und die Beerdigung findet auf dem Friedhof Crucifixion HIII statt.

Schwester Mary Lou war eine großzügige Seele, die immer gerne zu Diensten war, wenn sie darum gebeten wurde. Ihr Markenzeichen, ein Bonbon anzubieten, sprach Bände über ihren Charakter – eine Kombination aus Süße und Segen. Möge sie in Frieden ruhen.

Schwester M. Valenta Piechota

Geboren: 17. Februar 1939
Eintritt: 26. Juli 1958
Profess: 3. Mai 1961
Gestorben: 25. Dezember 2024

Am 25. Dezember 2024, am Weihnachtstag und dem ersten Tag des Jubiläumsjahres, rief der Herr unsere liebe Mitschwester zu sich in sein Reich.

„Der Herr hat sein Heil gezeigt. Alleluja.“

Schwester M. Valenta wurde am 17. Februar 1939 in Opole – Stephanshöh geboren. Sie trat am 26. Juli 1958 in unsere Kongregation ein und legte am 3. Mai 1961 ihre erste Profess ab.

Als ausgebildete Krankenschwester diente sie bis 1985 in verschiedenen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen der Polnischen Provinz. Ihren letzten Einsatz als Krankenschwester hatte sie in der Onkologische Kinderklinik in Breslau.

Am 1. Mai 1985 begann sie die Stelle als Leiterin des Altenheimes in Groß Döbern, wo sie sieben Jahre lang wirkte. Seit dem 1. Mai 1992 wohnte sie im Provinzhaus. Hier war sie 32 Jahre tätig. Zunächst diente sie mit Sorgfalt und Hingabe als Krankenschwester den kranken und älteren Schwestern auf der Schwesternstation. Sie sorgte auch bis 1999 für den schwer erkrankten Geistlichen des Provinzhauses, Pater Aleksander Gajda.

Schwester M. Valenta hatte eine besondere Gabe, sich der Schwestern anzunehmen, die an Altersdemenz erkrankt waren. Sie kümmerte sich geduldig und hingebungsvoll um sie – obwohl ihr körperlicher Zustand schon sehr geschwächt war. Bereitwillig begleitete sie viele Schwestern auf ihrem Weg zum Herrn, hielt Wache und betete an ihrem Bett.

Den Schwestern wird Schwester M. Valenta in Erinnerung bleiben als engagierte Person in ihren verschiedenen Diensten der Gemeinschaft, gewissenhaft und betend. Viele Jahre lang leitete sie den Gebetsdienst der älteren Schwester für viele Anliegen der Provinz, der Kongregation und der Welt. Sie pflegte gute Beziehungen und lebendige Kontakte zu den Franziskanern, die ihr geistliches Leben stärkten. Auch mit ihrer Familie und vielen Freunden pflegte sie gute Kontakte.

Aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität verbrachte sie viel Zeit im Gebet, Radio hörend, mit Lesen, Stricken und Häkeln. Sie war diejenige, die unsere Kordeln gehäkelt hat.

Am Heiligabend öffnete Papst Franziskus die Jubiläumstür – „die heilige Tür des Herzens Gottes“, die sich für Schwester M. Valenta am ersten Weihnachtstag um 8.30 Uhr öffnete. Sie sprach den Schwestern, den Franziskanern, den Priestern und der Familie für jede Freundlichkeit ihre Dankbarkeit aus und bittet um unser Gebet.

Schwester M. Coronata Scheffer

Geboren: 14. Mai 1932
Eintritt: 12. August 1955
Profess: 3. Mai 1958
Gestorben: 3. Dezember 2024

Am Anfang des diesjährigen Advents rief der gute Gott, auf den sie immer vertraut hat, zu sich in die himmlische Heimat Schwester M. Coronata Scheffer, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Der Herr ist nahe, kommt wir beten ihn an.

(Eröffnungsruf im Advent)

Schwester M. Coronata wuchs im Kreis ihrer sieben Geschwister auf einem Bauernhof in Mesum auf. Für ihre Familie war sie sehr dankbar, denn dort habe sie alles gelernt, was man im Kloster gebraucht, einen tiefen Glauben an den Herrgott, die Rücksichtnahme aufeinander, das Arbeiten und Menschen zu helfen. So sagte sie selbst von sich. Die Verbindung mit ihren Angehörigen und ihre westfälische Sprache haben sie ihr Leben lang begleitet.

Nach dem Krankenpflegeexamen kam Schwester M. Coronata 1959 zum St. Willehad-Hospital nach Wilhelmshaven und blieb dort 55 Jahre lang, bis der Konvent 2014 aufgelöst wurde. Im Hospital und auch in der Stadt hat sie viele Spuren hinterlassen, die 2007 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt wurden. Sie leitete die Gynäkologische Station mit der Neugeborenen-Abteilung. Hier haben viele junge Eltern ihre Liebe und Zuwendung erfahren, die sie nicht nur an ihre Kinder weitergeben konnten. Sie selbst sagte dazu, dass sie mehr als eine Generation Wilhelmshavener auf dem Arm gehalten habe. So wurde sie zur „Seele von Station 5“, liebevoll, menschlich und natürlich – ein echtes westfälisches Original an der Nordsee. Diese Eigenschaften und das gute Zuhören können konnte sie in den letzten Jahren noch besser einbringen, als sie von der Stationsarbeit befreit war und sich der Seelsorge im Haus widmen konnte, unabhängig von Religion und Nationalität der Patienten.

Schwester M. Coronata freute sich immer, wenn eine Schwester mit dem Zug nach Wilhelmshaven kam. Dann holte sie sie am Bahnhof ab und schenkte dem Lokführer eine Zigarre, als Dank dafür, dass er die Fahrgäste heil übergebracht hat.

Ihren Lebensabend verbrachte Schwester M. Coronata im Konvent Maria Hilf in Telgte und zuletzt im St. Franziskus-Haus in Nordwalde, von wo Gott sie rief und sicher zu ihr gesagt hat: „Nu is guord west“ (Nun ist es gut gewesen). Uns bleibt nur noch zu sagen: „Guord gohn“ – Es möge Dir gut gehen.

Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir Schwester M. Coronata geschwisterlich verbunden.

Am Dienstag, den 10. Dezember 2024 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Coronata und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Bernadinis Heikebrügge

Geboren: 12. Februar 1937
Eintritt: 8. Februar 1958
Profess: 28. Oktober 1960
Gestorben: 1. Dezember 2024

Der treue Gott vollendete das Leben unserer Mitschwester, Schwester M. Bernardinis Heikebrügge, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Psalm 31,6

Schwester M. Bernardinis wurde in Osterdamme im Oldenburger Land in die Familie Heikebrügge hinein geboren. Da ihre Mutter früh verstarb und ihr Vater erkrankt war, wuchs Hedwig bei ihrer Tante auf. Zeitlebens pflegten Schwester M. Bernardinis, ihre Geschwister und die ganze Familie eine tiefe Beziehung zu einander.

Schwester M. Bernardinis lernte die Mauritzer Franziskanerinnen als Stationshilfe im Dammer Krankenhaus kennen. Mit 21 Jahren trat sie dann in die Ordensgemeinschaft in Münster ein.

1961 legte Schwester M. Bernardinis das Krankenpflege-Examen ab. Nach Einsätzen in Werne und Bremerhaven wirkte sie 24 Jahre lang als Stationsschwester in der Inneren Abteilung in Hückeswagen. Gerne war sie dann fast 25 Jahre in Haltern und begrüßte und unterstützte viele Menschen durch ihren Dienst im Krankenhauspforten- und Auskunftsbereich.
 

Aufgrund einer Erkrankung zog Schwester M. Bernardinis vor etwa zehn Jahren in das St. Anna-Stift nach Lohne-Kroge um. Ihre Stärke war es hier, alte Beziehungen zu halten und neue zu knüpfen. Sie war sehr gastfreundlich und vergab auch schon mal die „rote Karte“, wenn ein Besuch aus ihrer Sicht zu lange verschoben wurde. Schwester M. Bernardinis war bis in ihre letzten Tage sehr aufmerksam interessiert an den Neuigkeiten und an dem Wohlergehen ihr naher Menschen. Sie begleitete alle mit ihrem Gebet. Bereits vor einigen Jahren sagte Schwester M. Bernardinis: „Wenn ich nicht so einen festen Glauben hätte, ich glaube, dass ich meine Krankheit nicht so ertragen könnte.“

Im festen Glauben und im Beisein der sie treu Umsorgenden ist ihr heute, am 1. Advent, Christus endgültig entgegengekommen und hat sie erlöst.

Wir vertrauen darauf, dass sie nun an das Ziel ihrer Hoffnung gelangt ist. Welch starker Halt im Leben das Vertrauen auf Gott und menschliche treue Zuwendung sind, dürfen wir als ermutigendes Zeugnis bewahren.

Im Gebet und in der Feier der Eucharistie wollen wir ihr unseren Dank erweisen und für sie beten. So bleiben wir ihr schwesterlich verbunden. Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Bernardinis am Donnerstag, den 5. Dezember 2024 um 14 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof. Danach können wir beim gemeinsamen Kaffeetrinken unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Gonzagis Bußwoller

Geboren: 6. Juli 1941
Eintritt: 19. August 1961
Profess: 3. Mai 1964
Gestorben: 28. November 2024

Dem treuen Gott, der sie berufen hat, ist unsere Mitschwester gefolgt bis er ihr Leben vollendete Schwester M. Gonzagis Bußwoller, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Getreu ist Gott, der euch beruft.
Er wird es auch vollenden.

1 Thess. 5, 24

Agnes Bußwoller wurde in Wüllen bei Ahaus geboren und wuchs in diesem kleinen Ort an der holländischen Grenze auf. Nach der Schulzeit arbeitete sie im Stadtlohner Krankenhaus. Hier erfuhr sie ihre Berufung, Mauritzer Franziskanerin zu werden. Mit 20 Jahren trat sie in Münster ein und wurde Krankenschwester. In Köln-Hohenlind machte sie die Ausbildung zur Schulschwester und arbeitete in der Pflegehilfeschule in Haltern und leitete später die Krankenpflegeschule im Stift Tilbeck.

Von 1992 bis 2018 war sie in Körbecke am Möhnesee eingesetzt. Sie leistete im St. Elisabeth-Haus hausübergreifende Dienste und übernahm einen Teil der Seelsorge im Haus und in der Gemeinde. Außerdem traf man sie im Pfarrbüro an. Bei ihrem Weggang wurde sie verabschiedet mit den Worten: Liebe Gonzagis, wir haben deinen Mumm bewundert, gerade in den vier Jahren, als der Konvent bereits aufgelöst war. Ein strahlendes Lächeln und aufmunternd blitzende Augen, das habe Schwester Gonzagis ausgezeichnet, egal in welcher Situation sie sich gerade befand. Mit ihr zog sich die letzte Schwester aus Körbecke und auch aus der Erzdiözese Paderborn zurück.

Bis vor einigen Monaten lebte Schwester M. Gonzagis im St. Magnus-Haus in Everswinkel, wo sie ebenfalls ihre pastoralen Dienste für die Heimbewohner und für die Mitarbeitenden anbot. Eine Krebserkrankung zwang sie dazu, ihre geliebte Aufgabe in Everswinkel aufzugeben und zuerst zum Mutterhaus und dann ins St. Heriburg-Haus zu kommen, wo sie heute ihr Leben in Gottes Hand zurückgab.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Gonzagis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 3. Dezember 2024 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Gonzagis und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Lioba Schwarte

Geboren: 27. Februar 1932
Eintritt: 2. Juli 1957
Profess: 28. Oktober 1959
Gestorben: 28. November 2024

Der treue und barmherzige Gott, der sie berufen und auf den sie ihr Leben ausgerichtet hat, führte unsere Mitschwester, Schwester M. Lioba Schwarte, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, in sein Reich des Lichtes und des Friedens.

Herr, wohin sollen wir gehen?
Du hast Worte des ewigen Lebens.

Joh. 6

Hermine Schwarte wurde in Störmede bei Lippstadt geboren und ist dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Mit 25 Jahren trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein und aus der jungen Frau wurde unsere Schwester M. Lioba.

Nach dem Krankenpflegeexamen machte sie vom Kloster aus die Mittlere Reife und absolvierte die Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Assistentin an der Universität Münster. Ihren beruflichen Einsatz hatte sie bis 1989 in den Röntgenabteilungen in Meerbusch-Lank, Lünen, Greven, Wilhelmshaven und Brake.

Ihrem Wunsch und ihrem Charisma entsprechend durfte Schwester M. Lioba eine Ausbildung zur Krankenhausseelsorgerin bei den Maltesern in Bonn absolvieren. Mit Freude leistete sie den pastoralen Dienst zuerst bei den Kranken in Brake und bis 2012 in Greven. Man sah sie oft in der Kapelle sitzen und für alle beten.

Mit 80 Jahren ging Schwester M. Lioba ins St. Josefs-Haus nach Seppenrade, um ihren Lebensabend zu genießen. Auch hier hat sie sich weiter für die Gottesdienstgestaltung und für das gemeinsame Gebet eingesetzt. Als der dortige Konvent 2021 aufgelöst wurde, wechselte Schwester M. Lioba mit den anderen Schwestern ins St. Heriburg-Haus nach Münster. Hier bereitete sie sich auf das Kommen des Herrn vor, der sie in den Mittagsstunden am 28. November 2024 zu sich rief.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Lioba Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 2. Dezember 2024, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Lioba und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Geroldis Beterams

Geboren: 7. Dezember 1935
Eintritt: 10. August 1957
Profess: 3. Mai 1960
Gestorben: 21. November 2024

In die guten Hände unseres Gottes legte unsere Mitschwester Schwester M. Geroldis Beterams ihr Leben zurück, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Gott hat uns in seine Hand geschrieben
und Gottes Hände sind gute Hände.

Kardinal Höffner

Schwester M. Geroldis wurde in der Blumenstadt Straelen am Niederrhein geboren. Über ihre Familie bekamen wir viele Blumen, die das Mutterhaus verschönerten. In Straelen ist sie zur Schule gegangen und hat im dortigen Krankenhaus die Mauritzer Franziskanerinnen kennengelernt.

Nach dem Noviziat absolvierte sie, wie es damals üblich war, die Krankenpflegeausbildung. In diesem Beruf hat sie aber nie gearbeitet. Sofort nachdem Examen kam sie in die große Bäckerei des Mutterhauses. Schwester M. Geroldis lernte das Bäckerhandwerk und wurde zuerst Bäckergesellin und 1973 die erste und bislang einzige Ordensschwester Deutschlands, die sich Bäckermeisterin nennen durfte. Dieser Besonderheit widmeten die Westfälischen Nachrichten damals einen eigenen Artikel.

Die Bäckerei versorgte neben dem großen Mutterhaus auch das St. Franziskus-Hospital, das St. Heriburg-Haus und das Haus Maria Trost. Unter der Leitung von Schwester M. Hadwigis und Schwester M. Geroldis arbeiteten mehrere freie Mitarbeiter. Um diese Jahreszeit, vor dem Advent, wurden dort zusätzlich vierzehn Zentner Spekulatius gebacken, um an alle zu Weihnachten ein Tütchen verschenken zu können. Dann wurden auch die jungen Schwestern mit eingespannt. Schwester M. Geroldis Spezialität waren die Torten, die sie zu allen Festen und Feiertagen individuell gestaltete und uns damit verwöhnte.

Nachdem die Bäckerei 1998 geschlossen wurde, ging Schwester M. Geroldis ins Haus Maria Hilf nach Telgte, wo sie den Pfortendienst übernahm und die Hauskapelle versorgte, bis sie vor einigen Jahren als Seniorin ins St. Heriburg-Haus wechselte, wo sie nach längerer Krankheit ihr Leben zurückgab in die Hand Gottes.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Geroldis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 26. November 2024 verabschieden wir uns um 14 Uhr von Schwester M. Geroldis in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Annuntiata Arlinghaus

Geboren: 11. Dezember 1931
Eintritt: 28. Januar 1955
Profess: 28. Oktober 1957
Gestorben: 11. November 2024

Am Morgen des St. Martinstages gab unsere Mitschwester, Schwester M. Annuntiata Arlinghaus, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, ihr Leben zurück in Gottes Hand.

Aus Gottes Hand empfing ich mein Leben,
unter Gottes Hand gestaltete ich mein Leben,
in Gottes Hand gebe ich mein Leben zurück

Hl. Augustinus

Schwester M. Annuntiata wurde in Lohne im Oldenburger Land geboren und dort ging sie auch zur Schule. Mit 24 Jahren trat sie in die Gemeinschaft der Mauritzer Franziskanerinnen ein, ebenso wie ihre leibliche Schwester M. Priscilliana.

Nach der Krankenpflegeausbildung im St. Franziskus-Hospital in Münster arbeitete sie bis 1979 als Kranken- und Stationsschwester in Gronau, Gelsenkirchen-Erle, Haltern, Neuss, Ascheberg und Straelen. Danach absolvierte sie die Ausbildung zur Altenpflegerin mit herausragenden Leistungen. Von 1985 bis 2009 war sie in Issum-Sevelen eingesetzt.

Kennengelernt haben wir Schwester M. Annuntiata als eine sehr humorvolle und witzige Schwester, ein echtes Original, das immer zuerst die positive Seite sah. Damit erfreute sie die ihr anvertrauten Patienten und Bewohner und auch die Mitarbeitenden und Mitschwestern in den Einrichtungen, in denen sie eingesetzt war. Einige Mitarbeitende aus Issum-Sevelen haben bis zuletzt Kontakt zu ihr gehalten und sie immer wieder besucht.

Als ihre Kräfte nachließen ging sie als Seniorin zurück in ihre Oldenburgische Heimat, nach Kroge. Hier setzte sie sich anfangs noch gerne ein und übernahm kleine Aufgaben. Gerne hat sie gesungen und damit ihre gute Stimmung und auch ihren Glauben ausgedrückt. Bis zum Schluss hat sie ihren Humor und ihre flotten Sprüche nicht verloren. Als ihr Gesundheitszustand sich in der letzten Nacht plötzlich verschlechterte, und die Schwestern sich um sie gekümmert hatten, hat sie sie weggeschickt mit einem für sie typischen Spruch: „Geh mit Gott – aber flott!“ Einige Stunden später ist sie dann zu Gott gegangen und ist damit ihrer Schwester M. Priscilliana gefolgt, mit der sie gemeinsam in Kroge gelebt hatte.

Im Gebet und in der Feier der Eucharistie wollen wir ihr unseren Dank erweisen und für sie beten. So bleiben wir ihr schwesterlich verbunden. Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Annuntiata am Freitag, den 15. November 2024 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.  Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Felica Kalla

Geboren: 12. Juni 1938
Eintritt: 26. Juni 1958
Profess: 3. Mai 1961
Gestorben: 10. November 2024

Am 10. November 2024 beendete Schwester M. Felica Kalla, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Ordens des heiligen Franziskus, ihre irdische Pilgerreise.

Was groß und schön ist, wird durch Leiden geboren

Seliger Pater Jerzy Popieluszko

Schwester M. Felica wurde am 12. Juni 1938 in Wrzoski (Wresken) bei Opole geboren. Sie trat am 26. Juli 1958 in unsere Kongregation ein und legte ihre erste Profess am 3. Mai 1961 in Ołdrzychowice Kłodzkie ab.

Zu Beginn ihres Ordenslebens diente Schwester M. Felica einige Monate lang unter den Kranken im Altenheim St. Alexius in Opole. Von 1960 bis 1975 arbeitete sie als Krankenschwester und in der Blutbank in den Krankenhäusern in Cieplice und Radkow.

Ab 1974 zog sie aus gesundheitlichen Gründen in das Provinzhaus in Ołdrzychowice Kłodzkie, wo sie zusammen mit den Schwestern in der Krankenstation und bei verschiedenen Hausarbeiten diente. In ihren letzten Lebensjahren benötigte sie selbst umfassende Pflege und stimmte zu, in das Kloster in Groß Döbern umzuziehen, wo sie bis zu ihren letzten Tagen die notwendige Unterstützung erhielt und dafür sehr dankbar war.

Schwester Felica hatte eine leibliche Schwester in unserer Kongregation – die verstorbene Schwester M. Frankhilda.

Schwester M. Felica wird uns als ruhige, bescheidene, fröhliche und freundliche Schwester in Erinnerung bleiben. Sie war sehr aufopferungsvoll, eifrig, fleißig und hatte ein Gespür für die Bedürfnisse der anderen. Soweit es ihre Gesundheit zuließ, scheute sie keine Mühe in ihrem Dienst, und auch in ihren späteren Jahren tat sie noch viel Gutes für andere. 

Die schwere Krankheit war für sie ein Kreuz, das sie als Aufgabe des Herrn annahm und umarmte. Die Krankheit war für sie eine Bürde, aber auch etwas, das ihr half, eine wirklich demütige Schwester zu werden. Sie war eine gute Schwester, eine Person des Gebets und des Vertrauens und versuchte immer, in der Gemeinschaft präsent zu sein und sich aktiv an den Treffen und der Arbeit der Gemeinschaft zu beteiligen.

Schwester M. Felica lebte jeden Tag bewusst die Gegenwart Gottes, sie wartete sehnsüchtig auf Jesus in der Heiligen Kommunion, und am Tag vor ihrem Tod bat sie auch ganz bewusst um einen Priester, weil sie beichten wollte. Gleichzeitig empfing sie auch das Sakrament der Krankensalbung. Für alles war sie immer sehr dankbar.

Sie pflegte einen herzlichen Kontakt zu ihrer Familie, die sie sehr liebte, und umgab sie auch mit ihrem betenden Gedenken.

Sie ist den Mitschwestern und ihrer Familie dankbar für all ihre Freundlichkeit, insbesondere für ihre Fürsorge, Hilfe und Gebete auf ihrem letzten Weg, und wir glauben, dass sie bereits die Freude genießt, bei Gott im Himmel zu sein.

Schwester M. Coelia Möller

Geboren: 16. August 1934
Eintritt: 11. August 1956
Profess: 3. Mai 1959
Gestorben: 1. November 2024

In den frühen Morgenstunden des Allerheiligentages 2024 nahm der gute Gott unsere Mitschwester auf in die Schar der von ihm Erwählten. Schwester M. Coelia Möller, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade.

Psalm 100,3 (Vesper am Allerheiligentag)

Anna Möller wuchs mit ihren fünf Geschwistern in einer bodenständigen, gut katholischen Familie in der Bauernschaft Lenklar bei Werne auf. Ihre Schulzeit fiel in die Kriegs- und Nachkriegszeit. Danach musste sie zu Hause und in der Landwirtschaft helfen. Im St. Marien-Hospital in Lünen lernte sie die Franziskanerinnen kennen, als sie dort in der Küche arbeitete. Mit 22 Jahren trat sie in die Ordensgemeinschaft ein und bekam den Namen Schwester M. Coelia. Sie machte das Krankenpflege- und das Diätassistentinnen-Examen in Münster und arbeitete danach zehn Jahre in der Küche des St. Marien-Hospitals in Bottrop. Das waren gute Jahre für sie, von denen sie bis zuletzt gerne sprach. Danach betraute die Gemeinschaft sie mit dem Amt der Oberin in Moers, Nottuln, Bochum-Querenburg und Lünen. Im Stift Tilbeck setzte sie sich noch zwölf Jahre in der Seelsorge für die Bewohnerinnen und Bewohner ein. Dann kam sie als Seniorin nach Seppenrade und in den letzten Jahren ins St. Heriburg-Haus in Münster, wo sie nach längerer Krankheit gestorben ist.

Wir haben Schwester M. Coelia kennen- und schätzen gelernt als eine gradlinige und bodenständige Schwester mit einem großen Herzen für alle Menschen, besonders für die Armen und Kranken. Gerne erzählte sie in ihrer plattdeutschen Sprache „Dönekes“ und untermalte sie durch ihre mimischen Gesten und ihre Verkleidungen. Für die besonderen Feiertage hatte sie immer einen selbst gedichteten Glückwunsch parat. Wenn die Stimmung in der Gemeinschaft einmal zu kippen drohte, merkte sie das sehr sensibel und dann konnte sie immer mit ihrem Humor ausgleichen.

Zeitlebens hatte Schwester M. Coelia guten Kontakt zu ihrer Familie. Öfter sind sie gemeinsam von Werne zur Muttergottes nach Werl gepilgert. Nach ihrem Eisernen Ordensjubiläum im Sommer diesen Jahren haben sich alle noch einmal in Werne bei ihren Bruder Anton getroffen. Darüber hat sie sich sehr gefreut.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Coelia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 7. November 2024, verabschieden wir uns um 14.00 Uhr von Schwester M. Coelia in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.