Schwester M. Patricia

Geboren: 22. Januar 1939
Eintritt: 7. Oktober 1964 
Profess: 1. Mai 1967 
Gestorben: 13. Oktober 2026



Der gute und menschenfreundliche Gott rief unsere Mitschwester zu sich: Schwester M. Patricia, geboren Helene Pöttker, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jesus spricht: „Ich war krank und ihr habt mich besucht.“

(Mt. 25,36)

Schwester M. Patricia wurde in Tinnen im Kreis Meppen geboren und wuchs dort mit ihren sechs Geschwistern behütet auf. Ihrem Wunsch, Krankenschwester zu werden, konnte sie durch die Krankenpflege-Ausbildung in Lingen verwirklichen. Dort lernte sie die Mauritzer Franziskanerinnen kennen und trat mit 25 Jahren in die Gemeinschaft ein. Ihr gesamtes Ordensleben hat sie im St. Franziskus-Hospital in Münster verbracht und im Mutterhaus gewohnt. 59 Jahre war sie im Hospital täglich anzutreffen. Schwester Patricia sagte von sich, dass das Hospital ihr zuhause sei. Viele kennen ihr Wort: „Kann ich helfen?“ In den ersten 20 Jahren war sie Stationsschwester der Orthopädischen Station 10 und wechselte danach in die orthopädische Ambulanz. Seit 2011 betreute sie die Krankenhauskapelle, hat zusätzlich seelsorgliche Aufgaben übernommen und an vielen Sterbebetten gewacht und gebetet.

Altersbedingt musste Schwester M. Patricia vor einigen Wochen ihr geliebtes Hospital verlassen und in das Altenheim St. Heriburg-Haus umziehen. Ihr Leben hat sie nach kurzer Krankheit in der Palliativstation an Gott zurückgegeben, für den sie ihr Leben eingesetzt hat.

Durch die vielen Jahre, in denen Schwester M. Patricia im St. Franziskus-Hospital gelebt hatte, hat sie sehr viele Menschen kennengelernt. Offen, mit strahlenden Augen und in ihrer herzlichen Art ging sie auf alle zu und hatte immer ein gutes Wort für sie. Das schätzten die Patienten und deren Angehörige ebenso wie die vielen Mitarbeitenden. Dabei blieb sie immer bescheiden und genügsam. Ihr war es wichtig, dass es den Anderen gut ging. Sie half nicht nur durch ihr pflegerisches Können und ihre wohlwollende Zuwendung, sondern auch dadurch, dass sie ihnen ihr Gebet versprochen und sie gesegnet hat. Das war ihr fester Glaube, dass Gott derjenige ist, dem man sich in jeder Lebenslage anvertrauen kann.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Patricia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 20. Oktober 2026, verabschieden wir uns um 14 Uhr im Auferstehungsamt in der Mutterhauskirche von Schwester M. Patricia und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

 

Schwester M. Margita

Geboren: 28. September 1938 
Eintritt: 21. August 1965 
Profess: 3. Mai 1968 
Gestorben: 12. Oktober 2026



Nach einer kurzen schweren Krankheit gab sie ihr Leben zurück an Christus, der ihre Hoffnung und ihre Zuversicht war. : Schwester M. Margita, geboren Erika Huesmann , Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus meine Zuversicht. Auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht!

(Gotteslob Nr. 365)

 Schwester M. Margita wurde in Grapperhausen bei Neuenkirchen in Oldenburg geboren und wuchs dort mit ihren sechs Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Die Familie musste den frühen Tod des Vaters verkraften. Dabei half ihnen der tiefe Glaube, der das Leben aller Familienmitglieder prägte. Erika bekam nach der Schulzeit eine Lun-gentuberkulose und später eine hartnäckige Hepatitis, so dass sie als junge Frau viel Zeit in Krankenhäusern und Sanatorien verbringen musste. 

Mit 24 Jahren konnte Erika Huesmann die Krankenpflegeausbildung in Damme absolvie-ren. Dort lernte die die Mauritzer Franziskanerinnen kennen und trat ein Jahr später in den Orden ein. 

Schwester M. Margita war eine gewissenhafte und gute Krankenschwester in der ehema-ligen Schwesternstation, im Rochus-Hospital in Telgte und im Vredener Krankenhaus. Danach absolvierte sie 1986 die Altenpflegeausbildung und betreute die alten Menschen in Ramsdorf und im Matthäusflur des Mutterhauses. Während dieser Zeit lebte sie im Noviziatskonvent und war sehr beliebt bei den jungen Schwestern. 2017 durfte sie als Seniorin nach Kroge in ihre Heimat gehen. Auch dort hat sie sich bis zuletzt für die Schwestern eingesetzt. 

Wir haben Schwester M. Margita kennengelernt als eine bescheidene, freundliche und hilfsbereite Schwester, die ihren Weg unaufgeregt ging. Dabei zeichnete sie ein feiner Humor aus. Sie hat sehr viel gelesen und interessierte sich für kirchliche und politische Themen und nahm gerne an allen Veranstaltungen teil, die ihr angeboten wurden. 

Vor einigen Tagen bekam sie plötzlich einen Gefäßverschluss im Gehirn, der in Olden-burg operiert worden ist. Leider hat sie sich davon nicht mehr erholen können und ist dort auf der Palliativstation gestorben, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen und ohne sich verabschieden zu können. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Margita Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. 

 Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Margita am Montag, den 19. Oktober 2026 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ru-hestätte auf dem Kroger Waldfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken. 

Schwester M. Odila

Geboren: 30. Juli 1930
Eintritt: 3. August 1951
Profess:  3. Mai 1954
Gestorben: 10. Oktober 2026

An der Hand der Gottesmutter, im Beisein ihrer leiblichen Schwester M. Hildeborg, hat unsere Mitschwester ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben: Schwester M. Odila, geboren Bernardine Jessing, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jungfrau, Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein eigen sein! Dein für Zeit und Ewigkeit!

(altes Mariengebet)

Schwester M. Odila war die älteste der drei Jessings Schwestern, die bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintraten. Schwester M. Agnellis ist ihr vor drei Jahren vorausgegangen in das ewige Leben und mit Schwester M. Hildeborg hat sie in den letzten Jahren zusammengelebt im St. Franziskus-Haus in Nordwalde. Jessings Geschwister kamen aus Horstmar und wuchsen auf dem elterlichen Bauernhof auf.

Als Franziskanerin wurde Schwester M. Odila Krankenschwester und absolvierte außerdem die Ausbildung zur Diätassistentin. Seit 1961 leitete sie die Diätküchen in Stadtlohn, Haselünne, Ankum und zuletzt im Franziskus-Haus in Nordwalde. Als echte Tochter des hl. Franziskus lebte sie die Gastfreundschaft und hatte immer etwas zu essen für alle, die kamen, Patienten, Mitschwestern, geladene Gäste und auch für die ungeladenen, die an die Tür kamen. Diese armen Menschen bewirtete sie besonders gerne und zuvorkommend. Ihr war dafür kein Weg zu weit, keine Zeit zu spät und keine Arbeit zu viel. Ihren Ausgleich fand sie im Gebet und im Gesang. Wie alle Jessings hatte sie eine hervorragende Gesangsstimme, die sie gerne in das Gebet und beim gemeinsamen Singen einbrachte.

Als Kind pilgerte sie bereits gerne zur Muttergottes nach Eggerode bei Horstmar. Die Marienverehrung hat sie geprägt und durch ihr ganzes Leben begleitet. Unter dem Rosenkranzgebet der Schwestern ist sie im Rosenkranzmonat Oktober zu Gott gegangen, dem sie ihr ganzes Leben geschenkt hatte.Dankbar nehmen wir von Schwester M. Odila Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie beten und singen wir für sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. 

Am Dienstag, den 13. Oktober 2026 verabschieden wir uns um 14.00 Uhr von Schwester M. Odila in der Mutterhauskirche in Münster und begleiten sie danach zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof am Mutterhaus. Beim anschließenden Kaffee im Mutterhaus können wir unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Verissima

Geboren: 3. August 1931
Eintritt: 7. April 1953
Profess:  28. Oktober 1955
Gestorben: 11. September 2026

In die guten Hände Gottes, in dessen Dienst sie ihr Leben vor 73 Jahren gestellt hatte, gab unsere Mitschwester, Schwester Verissima, geboren Klara Schwöppe, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus, ihr Leben zurück.

In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist.
Du hast mich erlöst, Herr, Du treuer Gott.

(Psalm 31,6)

Wohlbehütet wuchs Klara Schwöppe mit ihren zehn Geschwistern in Laer bei Osnabrück auf. Der Zusammenhalt in der großen Familie hat sie durch ihr ganzes Leben getragen.   

Die Franziskanerinnen lernte sie im damaligen Krankenhaus in Laer kennen. Dort wuchs ihr Wunsch, selbst Krankenschwester und Ordensschwester zu werden. Mit zweiundzwanzig Jahren trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein und erhielt den Namen Schwester M. Verissima.  

Von 1967 – 1977 leitete sie eine internistische Station im Krankenhaus in Kirchhellen. Danach wurde sie bis 1999 Oberin in Ascheberg, Haltern, Kamp-Lintfort und Oberhausen Osterfeld. Durch ihre ruhige und zuwendende Art prägte sie die Konvente und die Mitarbeitenden in den Einrichtungen. Danach kam sie zurück ins Mutterhaus und übernahm zehn Jahre lang pastorale Dienste im Haus Maria Trost. Dann durfte sie sich zurückziehen und wurde Seniorin zuerst im Mutterhaus und im St. Heriburg-Haus, wo sie sich nun vertrauensvoll aufgemacht hat zu Gott, begleitet durch die Mitschwestern, die an ihrem Bett gewacht und gebetet haben.   

Auch ihre Angehörigen haben sie immer wieder besucht und sie begleitet. Dafür warSchwester M. Verissima ihnen dankbar. Eine besondere Beziehung hatte sie zu ihrem Neffen Theo Paul, dem ehemaligen Generalvikar des Bistums Osnabrück. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Verissima Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.  

Schwester M. Leonardine

Geboren: 9. April 1930
Eintritt: 8. September 1945
Profess:  4. Oktober 1948 
Gestorben: 5. September 2026

Nach 96 Jahren treuen Dienstes nahm Gott sanft die Hände von Schwester Leonardine Sconzert, geborene Marcella Rose, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus, und führte sie in den Himmel.

Sie öffnete ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände den Armen.              

(Sprichwörter 31.20)

Nach 96 Jahren treuen Dienstes nahm Gott am 5. September um 20:15 Uhr sanft die Hände von Schwester Leonardine Sconzert, geborene Marcella Rose, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus und führte sie in den Himmel. Ihre Hände, die ein Leben lang im Dienst für andere standen, ihnen Trost spendeten und sich um sie kümmerten, ruhen nun in den liebevollen Händen Gottes. Schwester Emerencia und Mary Kately waren bei ihr, als sie starb.

Sie wurde am 9. April 1930 in Luxemburg, Wisconsin, als Marcella Rose geboren. 1944 schrieb sie sich an der St. Joseph’s Academy in Green Bay, Wisconsin, ein und arbeitete nach der Schule im St. Vincent Hospital. Sie wohnte im Mädchenheim des Krankenhauses und gewann durch das Vorbild der Schwestern und das Gebet zunehmend die Gewissheit, dass Gott sie zum Ordensleben rief. 

Im Alter von nur 15 Jahren folgte sie diesem Ruf, indem sie am 8. September 1945 eintrat. Am 4. Oktober 1948 legte sie ihre ersten Gelübde ab. Ihre Ausbildung setzte sich im Noviziat fort, wo sie die Hochschule abschloss. 1954 schloss sie die Krankenpflegeschule im St. John’s Hospital ab und erwarb 1972 einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College. Sie arbeitete als Krankenschwester in Sheboygan, Effingham, Eau Claire, Chicago und Streator.

Ein wunderschöner roter Faden zieht sich durch das Leben von Schwester Leonardine: ihre Hände. Erstens waren ihre Hände Hände der Heilung. Als Krankenschwester nutzte sie sie, um Kranke zu trösten. Als Fahrerin sorgte sie über die Jahre hinweg für die Beförderung ihrer Mitschwestern.

Zweitens waren ihre Hände Hände, die Schönheit schufen. Sie war mit der Kunst des Kreuzstichs gesegnet und fertigte Geschenke für ihre Familie, Jubilare sowie Weihnachtsschmuck an – kleine Zeichen der Liebe, in die sie mit jedem Stich ihre Liebe steckte. Drittens waren ihre Hände Hände des demütigen Dienstes. In ihren späteren Dienstjahren setzte sie den Heilungsdienst Jesu fort, indem sie sich um die Füße ihrer Mitschwestern kümmerte. Dieser Dienst hat eine tiefe Bedeutung. Jesus kniete vor seinen Jüngern nieder, wusch ihnen die Füße und gab damit ein Beispiel für Demut, Liebe und dienende Führung. Schwester Leonardine folgte diesem Beispiel. Ihre Hände kümmerten sich um die Füße ihrer Mitschwestern – Füße, die das Fundament bildeten, auf dem ihr Dienst ruhte. 

Vielleicht ist dies eine der schönsten Arten, Schwester Leonardine in Erinnerung zu behalten. Ihre Hände drückten aus, was in ihrem Herzen war. Ihr Leben erinnert uns daran, dass eine Berufung nicht an Titeln oder Orten gemessen wird. Sie wird gemessen an der Liebe, die wir schenken, an den Leben, die wir berühren, und an der Treue, mit der wir jeden Tag auf Gottes Ruf antworten.

Möge ihr Beispiel uns inspirieren, in Demut zu dienen, Schönheit zu schaffen und einander mit Zärtlichkeit zu umsorgen. Möge sie in Frieden ruhen. 

Schwester M. Valcaria

Geboren: 16. August 1927
Eintritt: 27. Januar 1950
Profess: 28. Oktober 1952
Gestorben: 29. August 2026

IGott, der guter Hirte, dem sie ihr Leben anvertraut hatte, rief un-sere Mitschwester zu sich in die ewige Heimat Schwester M. Valcaria, geborene Angela Bußmann, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Auch wenn ich durchs finstere Tal gehen muss, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stock und Dein Stab trösten mich.“

(Psalm 23)

Aus dem Hümmling kam Schwester M. Valcaria mit dreiundzwanzig Jahren zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Geboren wurde sie in Gehlenberg, der heutigen Stadt Friesoythe.

Nach der ersten Profess wurde sie Krankenschwester im St. Franziskus-Hospital in Münster und arbeitete von 1958 – 1987 als Stationsschwester in Metelen und Ramsdorf. Danach absolvierte sie die Ausbildung für die Gemeindekrankenpflege auf dem Arenberg bei Koblenz und arbeitete in der Sozialstation in Kluse-Stein-feld. Unermüdlich war sie in der großen Gemeinde unterwegs, um die kranken und sterbenden Menschen zu begleiten. Danach hat sie in Gronau-Epe den Haushalt der Schwesterngemeinschaft geführt und die Kapelle versorgt. 2010 kam Schwes-ter M. Valcaria aus Altersgründen zurück zum Mutterhaus und lebte seit 2013 als Seniorin im St. Heriburg-Haus.

Sie liebte es, in der kleinen Gemeinschaft der Wohngruppe zu sein, konnte sich aber zunehmend weniger verständlich machen. Es war ihr eine große Freude, die Blumen und die Vögel im Garten vor ihrem Fenster zu beobachten. Dann strahlten ihre Augen.

Im Beisein der Mitschwestern durfte Schwester M. Valcaria ihr Leben mit 99 Jahren zurückgeben an den Guten Hirten, der sie auf ihrem Weg begleitet hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Valcaria Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag den 1. September 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Valcaria und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Friedgund

Geboren: 8. September 1935
Eintritt: 2. Oktober 1958
Profess: 3. Mai 1961
Gestorben: 26. August 2026

In dem festen Vertrauen, dass sie durch Christus auferstehen wird, legte unsere Mitschwester ihr Leben in die Hand Gottes: Schwester M. Friedgund, geborene Maria Dopp.

Auferstehen ist unser Glaube, Wiedersehen ist unsere Hoffnung. Gedenken unsere Liebe.

(Hl. Augustinus)

Am Fest der Geburt Mariens wurde Maria Dopp in Ottmarsbocholt geboren. Dort wuchs sie mit ihren zwei Brüdern und zwei Schwestern auf. Sie sagte von sich, dass sie dort eine frohe Jugend hatte. Auf einem Bauernhof lernte die junge Frau nach der Volksschulzeit die Haushaltsführung und kam später zu den Mauritzer Franziskanerinnen ins damalige Krankenhaus in Ottmarsbocholt. Diese Erfahrungen führten zu der Entscheidung, dass sie selbst Franziskanerin wurde. Sie absolvierte die Krankenpflegeausbildung in Münster und arbeitete danach von 1966 bis 1986 in den Krankenhäusern in Freckenhorst und in Billerbeck.

Die prägende Zeit ihres sozialen Einsatzes war von 1986 bis 2024 im St. Josefs-Haus in Ennigerloh. Hier betreute sie nicht nur die Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses, sondern sorgte für die Kapelle und darüber hinaus setzte sie sich für die bedürftigen Menschen in der Gemeinde ein. Dafür ehrte die Stadt sie und Schwester M. Veronis 2016 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Ennigerloh.

Schwester M. Friedgund sagte oft, dass Ennigerloh ihre zweite Heimat geworden sei. Nachdem der Konvent in Ennigerloh immer kleiner geworden war, blieb sie in den letzten Jahren zurück mit Schwester M. Veronis. Die beiden Schwestern traf man oft miteinander an. Gemeinsam haben sie 2004 den Konvent aufgelöst und sind sie zusammen ins Altenheim nach Nordwalde gegangen. Auf ihren Wunsch hin sind sie beide vor drei Monaten noch einmal umgezogen ins St. Heriburg-Haus nach Münster. Nach einigen Krankenhausaufenthalten im St. Franziskus-Hospital hat Schwester M. Friedgund ihr Leben im Beisein ihrer treuen Begleiterin Schwester M. Veronis zurückgegeben in die Hand Gottes.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Friedgund Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Am Montag, den 31. August 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Friedgund und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Baldegund

Geboren: 29. August 1934
Eintritt: 1. Februar 1957
Profess: 28. Oktober 1959
Gestorben: 18. August 2026

Gott, der ihr alles im Leben bedeutete, erhörte ihr Gebet, zu ihm kommen zu dürfen: Schwester M. Baldegund, geborene Paula Freude, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Mein Gott und mein Alles!“

(Hl. Franziskus von Assisi)

Schwester M. Baldegund stammt aus einer tief religiösen Bauernfamilie in Saerbeck-Westladbergen. Drei ihrer Tanten waren Ordensschwestern, zwei bei den Mauritzer Franziskanerinnen und eine Schönstadtschwester. Sie sagte von sich, dass sie von dem Leben der Tanten tief beeindruckt war. Sie freute sich immer auf die Besuchstage im Kloster und wenn die Tanten zum Heimatbesuch kamen.

Mit 23 Jahren trat Paula Freude selbst bei uns Mauritzer Franziskanerinnen ein und wurde Krankenschwester. Sie leitete die Privatstationen in Recklinghausen-Süd und in Kirchhellen. Von 1980 – 1997 betreute sie die Mitschwestern in der ehemaligen internen Schwesternstation, St. 40. Aus dieser Zeit ist sie vielen Mitschwestern als ruhige, besonnene und fachlich hoch qualifizierte Pflegerin bekannt. Von 1997 – 2012 sorgte sie sich um die sterbenden Menschen im Elisabeth-Hospiz in Datteln. Danach kam sie altersbedingt zurück ins Mutterhaus und setzte sich weiter gerne ein. Sie bot den Mitschwestern kleine Dienste an und übernahm anfangs noch Nachtwachen bei den sterbenden Schwestern. Im Februar dieses Jahres wurde sie dann selbst Bewohnerin des St. Heriburg-Hauses und durfte die Zuwendung der Mitarbeiterinnen und der Schwestern erfahren.

Einige Tage vor ihren Tod erlitt sie einen Herzinfarkt, von dem sie sich nicht mehr erholen konnte. Auf dem Sterbebett hat Schwester M. Baldegund sich ganz ausdrücklich für alles bedankt, was sie in der Ordensgemeinschaft an Gutem bekommen habe, dafür, dass sie vielen Kranken helfen konnte und auch dafür, dass sie 69 Jahre im Kloster leben durfte. Der hl. Franziskus hat ihr Leben geprägt und sein Wort „Mein Gott und mein Alles“ war ihr Lebensmotto. So mit Gott verbunden, hat sie sich auf ihre letzte Reise zu ihm gemacht.

Dankbar nehmen wir Abschied von Schwester M. Baldegund. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Am Freitag, den 21. August 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Baldegund und begleiten sie anschließend zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.
Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Mittagessen austauschen.

Schwester M. Christhild

Geboren: 5. Juli 1936
Eintritt: 30. Januar 1960
Profess: 28.10.1962
Gestorben: 9. August 2026

In der letzten Stunde des zu Ende gehenden Sonntags holte der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich: Schwester M. Christhild, geborene Juliane Gevers, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Nun lässt Du Herr, deine Dienerin in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.

(Aus dem Abendgebet der Kirche)

Zwei Monate nachdem ihre leibliche Schwester M. Edelbertis gestorben ist, rief Gott auch Schwester M. Christhild zu sich.

In Vreden-Dömern wurde Juliane geboren und ist hier zur Schule gegangen und erlangte den Mittelschulabschluss. Nach dem Eintritt bei den Mauritzer Franziskanerinnen absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung und wurde Medizinisch-technische Assistentin. In Gladbeck und Datteln arbeitete sie in der Röntgenabteilung. Besser kennen und schätzen wir Schwester M. Christhild durch ihren langjährigen Dienst in der damaligen Mutterhausverwaltung, die sich um die ganze Gemeinschaft kümmerte. Hier hat sie unsere Renten verwaltet und sich mit akribischer Genauigkeit um die Korrespondenz mit der Krankenkasse gekümmert.

2022 durfte sich Schwester M. Christhild zurückziehen in das Altenheim St. Heriburg-Haus und dort als Seniorin ihre eigene Rentenzeit genießen. Seit 2025 war sie Bewohnerin der Station Klara, wo sie sich sehr wohlgefühlt hat. Vor einigen Tagen wurde sie plötzlich schwer krank und kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Am späten Sonntagabend ist sie dann im St. Franziskus-Hospital ruhig hinübergegangen zu Gott, dem sie ihr Leben vor 64 Jahren in der Profess anvertraut hatte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Christhild Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und an ihre Schwester M. Edelbertis und bleiben beiden schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 13. August 2026, verabschieden wir uns von Schwester M. Christhild im Auferstehungsamt um 10 Uhr in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen beim Mittagessen im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Liliane

Geboren: 7. März 1937
Eintritt: 12. August 1960
Profess: 3. Mai 1963
Gestorben: 3. August 2026

Nach einem langen Leben, in dem sie immer Gottes Hilfe erfahren hat, rief der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich: Schwester M. Liliane, geborene Maria Landwehr, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Gott führt mich hinaus ins Weite. Er macht meine Finsternis hell.

(Psalm 18, 20)

Als ältestes von zehn Geschwistern wurde Maria Landwehr auf einem Bauernhof in Bergstrup bei Vechta geboren. Nach der Schulzeit arbeitete sie auf einem Hof in Kroge, wo sie die Mauritzer Franziskanerinnen als Nachbarinnen kennenlernte. Mit 23 Jahren trat sie in die Gemeinschaft ein. Später folgte ihr die jüngere Schwester, unsere Schwester M. Leonharda, die leider schon 2002 starb.

Schwester M. Liliane war eine begeisterte Krankenschwester in den Hospitälern in Münster, Meerbusch-Lank und in Freckenhorst. Nach einer Amtszeit als Oberin in Seppenrade absolvierte sie die Ausbildung für die ambulante Krankenpflege auf dem Arenberg bei Koblenz. So gerüstet, pflegte sie die Kranken in den Familien in Ennigerloh und in Marl-Hamm. Nebenher übernahm sie in diesen Orten pastorale Dienste. Von 2005 – 2014 ging sie ins Krankenhaus nach Greven, um dort für die Kapelle zu sorgen und den Patienten seelsorglich beizustehen. Nach Auflösung des Grevener Konvents hat Schwester M. Liliane sich in der Pflege der älteren Mitschwestern im Konvent Maria Hilf in Telgte engagiert, bis sie 2020 als Seniorin in ihre Heimat nach Kroge wechselte. Auch hier hat sie sich noch für die Mitschwestern eingesetzt, bis sie vor einigen Monaten schwer erkrankte und in der Pflegestation des St. Anna-Stiftes gestorben ist. So wie sie immer für die kranken und sterbenden Patienten gesorgt hat, so waren die Mitschwestern und Angehörigen in den letzten Tagen rund um die Uhr für sie da.

Der Psalmspruch: „Gott führt mich hinaus ins Weite. Er macht meine Finsternis hell“ war das Wort, das Schwester M. Liliane über ihr Leben geschrieben hatte, und das sie in guten und weniger guten Zeiten getragen hat. Möge sie die Weite Gottes jetzt in ihrer ganzen Fülle erfahren!

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Liliane Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Liliane am Freitag, den 7. August 2026, um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.
Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Rainette

Geboren: 11. Februar 1936
Eintritt: 28. Januar 1956
Profess: 28. Oktober 1958
Gestorben: 31. Juli 2026

In den Händen Gottes hat unsere Mitschwester sich immer geborgen und sicher gefühlt. In die Hände Gottes gab sie ihr Leben zurück: Schwester M. Rainette, geborene Helga Schwager, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

(Lied: Gotteslob Nr. 818)

Schwester M. Rainette konnte auf 90 Lebensjahre zurückblicken. Sie berichtet uns in ihrem Nachlass: „Geboren wurde ich in Breslau. Unsere Mutter musste mit uns drei Kindern flüchten. Mein Bruder und ich, wir bekamen im Lager Hage in Ostfriesland Typhus. Später zogen wir nach Oberhausen-Osterfeld, wo ich bei einem Jahrespraktikum die Mauritzer Franziskanerinnen im Krankenhaus kennenlernte. Mit 20 Jahren trat ich ein. Dankbar bin ich meiner Mutter, dass sie die Fluchtsituation mit uns drei Kindern so tapfer durchgestanden hat. Dankbar bin ich auch, dass ich viele Jahre kranke Kinder pflegen durfte und anschließend in der Altenbetreung sein konnte.“

Für Schwester M. Reinette waren die Jahre prägend, in denen sie in Sendenhorst, in Moers und in Osterfeld kranke Kinder pflegen durfte. Danach kam sie in den neu gegründeten Konvent in Werne und übernahm im Altenheim St. Katharina pastorale Dienste. Später zog sie nach Seppenrade, wo sie noch kleine Dienste übernahm und die Orgel im St. Josefs-Haus spielte. Nach Auflösung des Konventes ging sie zurück ins Mutterhaus und erfreute hier und im St. Heriburg-Haus die Schwestern mit ihren vielseitigen Fähigkeiten. Besonders gerne bastelte sie und hat viel Freude mit ihren wunderschönen Weihnachtssternen und anderen selbst gebastelten Dingen verschenkt.

Krankheitsbedingt musste Schwester M. Rainette vor sechs Wochen selbst Bewohnerin des St Heriburg-Hauses werden, wo sie sich tapfer und gradlinig auf das Kommen Gottes eingestellt hat. Im Beisein der Mitschwestern legte sie ruhig ihre irdische Zeit in die Hände Gottes zurück, so wie es in dem Lied heißt, das sie sich für ihre Beerdigung gewünscht hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Rainette Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 4. August 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Rainette und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Benita

Geboren: 7. September 1960
Eintritt: 10. September 1979
Profess: 4. Mai 1982
Gestorben: 11. Juli 2026

Aus unserer Polnischen Provinz haben wir die Nachricht vom Tod unserer Mitschwester erhalten: Schwester M. Benita, geborene Irena Soll, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Ich habe an guten Wettkämpfen teilgenommen, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Zum Schluss ist für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereitgestellt, den mir der Herr an jenem Tag geben wird.

(2 Tim 4,7–8a)

Schwester M. Benita wurde am 7. September 1960 in Koty, Woiwodschaft Oppeln, geboren. Sie trat am 10. September 1979 in unsere Kongregation ein. Ihre erste Profess legte sie am 4. Mai 1982 in Ołdrzychowice Kłodzkie ab.

Nach ihrer ersten Profess begann Schwester M. Benita eine Ausbildung an der Krankenpflegeschule und arbeitete von 1984 bis 2009 als Krankenschwester in der Klinik für Infektionskrankheiten in Breslau, in Szczytna sowie im Kinderheim in Rengersdorf. Nach einer kurzen Vorbereitung auf die Missionsarbeit reiste sie im Herbst 2009 zusammen mit zwei weiteren Schwestern nach Kasachstan und begann dort ihre Missionsarbeit. Fast acht Jahre lang war sie in der St. Abraham-Pfarrei in Szczucińsk tätig, die folgenden acht Jahre in der Pfarrei der Muttergottes von Tschenstochau in Kamyschenka.

Sowohl in Polen als auch in Kasachstan widmete sich Schwester Benita ganz ihrem Dienst an den Menschen und Kindern, zu denen sie gesandt worden war. Sie war kreativ, gütig, sehr engagiert, stets bereit, noch mehr zu geben, und legte großen Wert auf Sorgfalt in ihrem Dienst und ihrer Arbeit. Treu folgte sie ihrem Berufungsweg und ging auf das ein, was Gott von ihr erwartete. In aller Stille, mit einem Lächeln und bereitwillig diente sie jeden Tag denen, die Hilfe brauchten. Der missionarische Dienst in Kasachstan bereitete ihr viel Freude und Erfüllung. Diese schöne Zeit des aktiven apostolischen Dienstes wurde durch eine Krankheit unterbrochen. Ab Oktober 2024 begann für sie ein Weg des Leidens: Sie musste sich mit einer neuen Realität aus schwierigen körperlichen Beschwerden, Behinderung und Abhängigkeit auseinandersetzen. Schwester M. Benita kommunizierte über einen längeren Zeitraum hinweg mit ihrer Umgebung mithilfe eines Tablets durch kurze Nachrichten. Am Ende ihres Lebens war ihr selbst das nicht mehr möglich. Das war für sie sehr schwer. Die Schwestern der Gemeinschaft von Szczepanowice sowie das medizinische Personal dieses Pflegeheims kümmerten sich sehr um Schwester M. Benita und standen ihr auf ihrem Leidensweg zur Seite.

In den letzten Wochen ihres Lebens verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Schwester erheblich. Dennoch war sie in der Lage, mit einem Lächeln für jede Geste der Güte zu danken. Schwester M. Benita ist am Samstag, 11. Juli 2026, friedlich zum Herrn heimgegangen. Wir vertrauen darauf, dass sie sich nun in vollem Maße an der Nähe und Liebe Gottes erfreut.

Dankbar für jede Güte, jede Hilfe und jeden Dienst, der ihr erwiesen wurde, empfiehlt sie sich heute unseren Gebeten und unterstützt uns sicherlich alle mit ihrem Gebet vor dem Herrn.

Schwester M. Adelgera

Geboren: 18. März 1935
Eintritt: 11. August 1956
Profess: 3. Mai 1959
Gestorben: 8. Juli 2026

Voll Vertrauen legte unsere Mitschwester ihr irdisches Leben in Gottes Hand und folgte ihm auf den Weg in das neue Leben: Schwester M. Adelgera, geborene Maria Herzig, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist. Du hast mich erlöst, Du treuer Gott.

(Psalm 31,6)

Als Maria Herzig wurde unsere Mitschwester in Scheibe in der Grafschaft Glatz als Tochter eines Bauern geboren. 1946 wurde die Familie aus Schlesien vertrieben und kam nach Ostfriesland, wo Maria ihre letzten Schuljahre verbrachte. Sie selbst sagte dazu, dass diese Jahre die schwersten in ihrem Leben waren. Danach kam sie bis zu ihrem Ordenseintritt zu den Mauritzer Franziskanerinnen ins Borromäus-Hospital in Leer, zuerst in die Küche und später in die Pflege.

Ihren Eltern ist sie sehr dankbar dafür, dass sie sie bei der Flucht und beim Einleben in Ostfriesland liebevoll behütet und beschützt haben. Diese Geborgenheit hat Schwester M. Adelgera zeit ihres ganzen Lebens auch bei Gott gefunden, dem sie, seit 1956 siebzig Jahre lang, als Ordensschwester gedient hat.

Die Liebe zu ihrer Heimat ist ihr nicht verlorengegangen. Mit Begeisterung hat sie an den regelmäßigen Treffen der Glatzer Landsmannschaft in Telgte teilgenommen und dort viel Kraft geschöpft für ihren Glauben und ihr Leben. Bis zuletzt hat sie die Verbindung nach Schlesien aufrechterhalten, besonders auch zu den schlesischen Mitschwestern. Einige Tage vor ihrem Tod bekam sich noch Besuch von Schwester M. Maximiliana, der polnischen Provinzoberin, und von Schwester M. Alexandra, die sich zur internationalen Archivkonferenz in Münster aufhielten. Dabei hat sie sich bei ihnen nach allen Schwestern erkundigt und sie besonders grüßen lassen.

Schwester M. Adelgera war lange auf der Intensivstation des St. Bernhard-Hospitals in Kamp-Lintfort tätig, bevor sie 1994 nach Münster ins St. Heriburg-Haus versetzt wurde, um die älteren Mitschwestern zu pflegen und die Kapelle zu betreuen. Jetzt durfte sie ihr Leben in die Hand Gottes zurückgeben.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Adelgera Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 13. Juli 2026, verabschieden wir uns von Schwester M. Adelgera im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Margrith

Geboren: 27. November 1943
Eintritt: 5. Mai 1967
Profess: 28. Oktober 1969
Gestorben: 1. Juli 2026

Nach längerer Krankheit hat Gott unsere Mitschwester an die Hand genommen und zu sich in den Himmel gerufen: Schwester M. Margrith, geborene Gerda van Beeck, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Gott hat uns in seine Hand geschrieben, und Gottes Hände sind gute Hände.

(Kardinal Höffner)

Geboren wurde Schwester M. Margrith in Heessen, heute Hamm, und hat ihre hauswirtschaftliche Ausbildung bei den Vorsehungsschwestern gemacht. Mit 24 Jahren trat sie bei uns Mauritzer Franziskanerinnen ein und absolvierte die Kin-derkrankenpflegeausbildung am St. Franziskus-Hospital in Münster. Danach kam sie nach Lichtenvoorde in Holland, um dort in der Kinderstation zu arbeiten.

Zurückgekehrt nach Deutschland, absolvierte sie die Ausbildung für die Gemeindekrankenpflege auf dem Arenberg bei Koblenz und arbeitete in der ambulanten Krankenpflege in Friesoythe. In Borghorst und Dorsten übernahm sie später hauswirtschaftliche Tätigkeiten und die Betreuung der Wohnheime.

Besonders gut in Erinnerung geblieben ist allen ihr Orgel- und Harmoniumspiel, mit dem sie die Gottesdienste begleitete. Nach Auflösung des Konventes in Dorsten wurde sie Altenheimbewohnerin, zuerst im St. Heriburg-Haus in Münster; später zog sie wegen des Umbaus ins St. Franziskus-Haus nach Nordwalde.

Schwester M. Margrith gab ihr Leben am späten Abend vor dem 182. Gründungstag der Ordensgemeinschaft zurück an Gott. Sie war die 7228. Schwester der deutschen Franziskanerinnen und hat am Ordensgründungstag vor 51 Jahren ihre ewige Profess abgelegt. Im Himmel feiert sie nun dieses Fest mit den Mitschwestern, die ihr vorausgegangen sind.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Margrith Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr geschwisterlich verbunden.

Am Dienstag, den 7. Juli 2026, feiern wir um 10 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Margrith und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Gerburgis

Geboren: 8. März 1940
Eintritt: 12. August 1965
Profess: 3. Mai 1968
Gestorben: 19. Juni 2026

Der gütige und barmherzige Gott rief in den frühen Morgenstun-den unsere Mitschwester zu sich in die ewige Heimat: Schwester M. Gerburgis, geborene Hedwig Ungruh, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Als es Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.

(Joh. 21.4)

Schwester M. Gerburgis wurde in Hörstel-Ostenwalde geboren und wuchs dort mit ihren vier Geschwistern auf.

Mit fünfundzwanzig Jahren trat sie in den Orden ein und wurde Mauritzer Franziskanerin. Hier wurde sie Kinderkrankenschwester und arbeitete auf den Kinderstationen in Ahlen und im St. Franziskus-Hospital in Münster. Nach ihrer Ausbildung zur Pflegedienstleiterin leitete sie die Schulkinderstation. Zu den ehemaligen Kolleginnen hielt sie immer einen guten Kontakt.

1991 wurde sie Konventsoberin in Gladbeck und übernahm zusätzlich seelsorgliche Aufgaben im Krankenhaus, für die sie sich durch eine Ausbildung in München qualifiziert hatte. Später ging sie ins Krankenhaus nach Leer / Ostfriesland und danach nach Ahaus. Nach der Auflösung des Konvents kam sie zurück ins Mutterhaus uns setzte sich dort an der Pforte ein, bis ihre schwere Krankheit das nicht mehr zuließ.

Von 2001 bis 2006 übernahm sie als Provinzrätin die Mitverantwortung für die deutschen Schwestern.

Vor einiger Zeit wurde sie dialysepflichtig. In der Krankheit verglich sie sich mit ihrer Mutter, die ebenfalls nierenkrank war. Sie wusste somit, was auf sie zukam. Ganz bewusst und selbstbestimmt ging sie ihren Weg bis zuletzt. Am letzten Morgen sagte sie, dass sie keine Dialysebehandlung mehr möchte und ab jetzt Palliativpatientin werden möchte. Am Abend bat sie um die Krankensalbung, die sie bewusst mitgefeiert hat. Einige Stunden später ist sie dann ruhig eingeschlafen im Beisein der indischen Schwestern, die im Heriburg-Haus ihren Dienst taten. So friedlich sterben zu dürfen, das war ihr Wunsch, den sie immer geäußert hatte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Gerburgis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag den 23. Juni 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Gerburgis und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Edelbertis

Geboren: 22. Februar 1939
Eintritt: 3. Februar 1962
Profess: 28. Oktober 1964
Gestorben: 13. Juni 2026

In der Zuversicht, dass Jesus lebt und auch sie bei und mit ihm, gab unsere Mitschwester ihr Leben zurück in Gottes Hand: Schwester M. Edelbertis, geborene Ludwine Gevers, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Das ist meine Zuversicht.

Ludwine Gevers wurde als elftes von dreizehn Kindern in Vreden-Dömern an der holländischen Grenze in einer katholischen Familie geboren. In dem Jahr, als ihre ältere Schwester, unsere Mitschwester M. Nicasia bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintrat, kam Ludwine zur Erstkommunion. 1960 trat Schwester M. Christhild ein und Schwester Friedburga ging zu den Clemensschwestern. Als letzte wurde Ludwine Ordensschwester und bekam den Namen Schwester M. Edelbertis.

Schwester M. Edelbertis erkrankte nach der Krankenpflegeausbildung so schwer, dass die Krankheit ihr Leben begleitete und prägte. Sie fand Verständnis bei den Ordensoberen, die sie danach in der Verwaltung, im Pfortenbereich und in der Patientenaufnahme einsetzten.

Sie selbst schrieb: „Durch meine langen Ausfallszeiten und gesundheitlichen Grenzen habe ich lernen dürfen, wie es Menschen in solchen Zeiten der Krankheiten oder mit sonstigen Gebrechen geht, wenn sie gerade im Krankenhaus verständnisvoll und wohlwollend empfangen werden.“

In ihrer freien Zeit malte Schwester M. Edelbertis gerne. Ihre Naturbilder hängen unter anderem im Mutterhaus und erfreuen die Betrachter. Sie sagte dazu: „Auch wenn ich mich nicht als große Künstlerin sehe, so finde ich auch darin meine Erfüllung und Zufriedenheit.“ Ihr Rezept für ein glückliches Leben lautete: „Den Glauben behalten, die Hoffnung nicht verlieren, für gesunde Tage beten und für alles, was ich bisher erlebt habe, danken.“

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Edelbertis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Mittwoch, den 17. Juni 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Edelbertis und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen

Schwester M. Norbertis

Geboren: 16. Juli 1931
Eintritt: 9. August 1952
Profess: 3. Mai 1955
Gestorben: 12. Mai 2026

Den großen Festplatz im Himmel durfte unsere Mitschwester nun betreten, um Gott zu preisen und ihm für seine Taten zu danken: Schwester M. Norbertis, geborene Katharina Eggenwirth, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Geht durch die Tempeltore mit einem Danklied, betretet den Festplatz mit Lobgesang. Preist ihn, dankt ihm für seine Taten!

(Psalm 100,4)

Schwester M. Norbertis kam von Neuenkirchen bei Wiedenbrück zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Nach der Krankenflegeausbildung im St. Franziskus-Hospital in Münster bekam sie ihren Einsatz im St. Bonifatius-Hospital in Leeuwarden in Holland. Dort wurde sie OP- und Anästhesieschwester. Die Fachausbildung absolvierte sie dort in der holländischen Sprache. Diese Sprache und ihre Liebe zu Holland prägten sie bis in ihr hohes Alter.

1975 kam sie zurück nach Deutschland, absolvierte auf dem Arenberg die Ausbildung zur ambulanten Pflege und setzte sich in den Sozialstationen in Dortmund-Aplerbeck und Bösensell ein. Seit 2000 wohnte sie im Schwesternkonvent im Stift Tilbeck, fuhr aber weiter nach Bösensell und übernahm Aufgaben in der Pfarrgemeinde und in der Seniorenbetreuung. 2015 wurde sie dann selbst Seniorin im St. Franziskus-Haus in Nordwalde, wo sie, liebevoll betreut durch die Mitschwestern und die Mitarbeitenden, ihr langes und intensives Leben vollenden durfte.

In Erinnerung bleiben werden uns Schwester M. Norbertis strahlende Augen, ihre große Offenheit für alles, was in der Gemeinschaft, in der Kirche und in der Politik geschah, und ihre Zufriedenheit und besonders der Dank, den sie immer wieder ausdrückte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Norbertis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 19. Mai 2026, feiern wir um 10 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Norbertis und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Casildis

Geboren: 3. Februar 1933
Eintritt: 4. März 1967
Profess: 28. Oktober 1969
Gestorben: 21. April 2026

Am 21. April 2026, in 93 Lebensjahr, ist im Herrn entschlafen unsere liebe Schwester M. Casildis, geborene Marta Kokot, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Kommt mit Dank durch seine Tore, mit Lobgesang in seine Höfe!
Dankt ihm, preist seinen Namen.

(Psalm 100, 4)

Schwester M. Casildis wurde am 3. Februar 1933 in Chróścice bei Oppeln geboren. Sie trat am 4. März 1967 in unserer Kongregation ein. Ihre erste Profess legte sie am 28. Oktober 1969 ab.

Schwester M. Casildis begann ihren Dienst in unserer Kongregation bereits während ihres Postulats im Kinderheim in Rückers (Grafschaft Glatz). Nach der ersten Profess war sie meistens als Köchin engagiert, und gleichzeitig besuchte sie Kochschule in Breslau, wo sie im Jahre 1975 das Diplom einer Meisterköchin erwarb. Seitdem wurde das Kochen zu ihrer Leidenschaft und zu einem Mittel, um denen Liebe zu bringen, zu denen sie gesandt wurde. Das Schwesternkonvent In Glatz-Scheibe war ihr letzter Einsatzort. Hier kochte sie und bereitete den Schwestern Mahlzeiten zu, solange es ihr Gesundheitszustand dies zuließ.

Aus diesen Jahren ihres treuen Dienstes für Gott erinnern wir uns an Schwester M. Casildis als eine fürsorgliche und den Menschen, denen sie diente, sehr zugewandte Person. Sie scherzte gern und erzählte verschiedene Geschichten aus ihrem Leben, die unsere Schwesternversammlungen oft verschönerten. Oft erzählte sie auch von ihrer Familie, zu der sie einen guten Kontakt hatte und die sie mit ihrer Liebe, ihrer Anwesenheit und ihren Gebeten unterstützte.

Schwester M. Casildis war eine große Verehrerin des heiligen Antonius und der heiligen Marta, ihrer Namenspatronin, deren Haltung des Dienens sie als Köchin umsetzte. So verband sie in ihrem Leben die Haltung der Marta und Maria aus dem Evangelium, indem sie ihre Arbeit und ihre Gebete Gott darbrachte.

Im Jahr 2024 zog sie in das Kloster der Schwestern in Groß Döbern, wo die Schwestern der Gemeinschaft sie liebevoll umsorgten. Sie trennte sich nie von ihrem Rosenkranz, denn wie sie selbst sagte, „er sei er meine Waffe“. Nach den Mühen des irdischen Lebens wurde sie bei ihrem Namen gerufen und ging, um dem Herrn zu begegnen. Wir vertrauen darauf, dass sie sich an seiner Nähe erfreut.

Die Trauerfeier für Schwester M. Casildis findet am Montag, dem 27. April 2026, um 11 Uhr in der St.-Rochus-Kirche in Dobrzeń Wielki statt. Der Rosenkranz wird um 10.30 Uhr gebetet.

Schwester M. Josefa

Geboren: 13. März 1938
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 25. April 2026

Der hl. Josef, ihr Namenspatron und der Patron der Sterbenden, begleitete unsere Mitschwester auf ihrem Weg in die ewige Heimat: Schwester M. Josefa, geborene Josefa von Wulfen, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, wir preisen dich, denn Gott hat dich erwählt zum Pflegevater seines Sohnes.

(Gebet aus der Klostertradition)

Schwester M. Josefa kam aus Hollenstede im Kreis Bersenbrück zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Mit ihren Geschwistern wuchs sie dort auf einem Bauernhof auf. Zwei Geschwister starben bereits im Kindesalter und ihre Mutter vor dem Eintritt ganz plötzlich an Herzversagen. Josefa musste vorübergehend den Haushalt übernehmen. Mit 23 Jahren konnte sie in den Orden eintreten und erhielt bei der Einkleidung den Schwesternnamen Schwester M. Ascelina, den sie später eintauschte gegen ihren Taufnamen Josefa.

Schwester M. Josefa wurde Krankenschwester und Wirtschafterin und hat so in mehreren Krankenhäusern und ordenseigenen Einrichtungen gearbeitet. 1998 absolvierte sie einen Pastoralkurs für die Seelsorge an kranken und alten Menschen. Damit konnte sie ihren Krankendienst erweitern um die seelsorgliche Komponente.

Wie sie selbst erzählte, waren ihre schönsten Jahre ab 2007 in Lingen-Biene in einem kleinen Konvent, in dem sie die hauswirtschaftlichen Aufgaben übernahm. Die Schwestern waren zusammengewachsen wie eine kleine Familie. Als der Konvent 2022 aufgelöst werden musste, kamen sie gemeinsam zurück nach Münster und gingen ins St. Heriburg-Haus. Auch zu ihrer eigenen Familie hatte Schwester M. Josefa immer eine gute Beziehung und freute sich über jede Begegnung.

Die Musik war Schwester M. Josefas große Leidenschaft. Sie spielte Trompete, sang im Chor und gestaltete das Breviergebet mit ihrer guten Singstimme.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Josefa Abschied. Wie damals ihre Mutter ist auch sie plötzlich an ihrer Herzerkrankung gestorben. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Unser besonderes Mitgefühl gilt ihrer Familie und den noch lebenden Schwestern des ehemaligen Konventes in Lingen-Biene, Schwester Angela Maria und Schwester M. Emilianis. Schwester M. Ancilla wird sie im Himmel erwarten.

Am Mittwoch, den 29. April 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Josefa und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Josefa

Geboren: 1. März 1943
Eintritt: 10. August 1966
Profess: 1. Mai 1969
Gestorben: 13. April 2026

Ihr Namenpatron, der hl. Josef, begleitete unsere Schwester im St. Franziskus-Hospital im Beisein der Mitschwestern und der Angehörigen auf ihren Weg ins himmlische Paradies: Schwester M. Josefa, geborene Josepha Maria Thelink, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, du Patron der arbeitenden Menschen und der Sterbenden, bitte für uns.

Josepha Theling wurde im Kreis von neun Geschwistern in Schapen im Emsland geboren. Hier wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof auf. Eine ihrer Schwestern wurde Dominikanerin. Josefa zog es mit 23 Jahren zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Ihr Ordensname war zuerst Schwester M. Thekleta. Später nahm sie ihren Taufnamen Josefa wieder an.

Der heilige Josef war ihr treuer Begleiter. Er war ihr nahe in der Pflegeausbildung in Stadtlohn und danach in Ramsdorf und Lohne. Seit 1977 setzte Schwester M. Josefa sich als Hausmütterchen ein für die Schwestern in Seppenrade und im Mutterhaus. Sie war eine stille Arbeiterin, wie wir das vom heiligen Josef auch überliefert bekommen haben. Gerne sammelte sie unterschiedliche Texte, die wir an den Feiertagen zur Freude aller vortragen konnten. Leider konnte sie wegen ihrer zunehmenden Schwerhörigkeit oft nicht mehr am Gemeinschaftsleben teilnehmen. Das fiel ihr nicht leicht.

Der gute Kontakt zu ihrer Familie war ihr sehr wichtig. Sie zeigte an deren Leben viel Interesse und begleitete alle mit ihrem Gebet.

Schwester M. Josefa freute sich, dass der neue Bischof von Münster, Heiner Wilmer, aus ihrer Heimat kam, aus Schapen. Seinen Werdegang verfolgte sie mit großem Stolz vom Ordenseintritt bis zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Leider kann sie nicht mehr an seiner Amtseinführung in Münster teilnehmen. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Josefa Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 20. April 2026 verabschieden wir uns von Schwester M. Josefa im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Hildburg

Geboren: 13. Juni 1934
Eintritt: 13. April 1957
Profess: 28. Oktober 1959
Gestorben: 6. März 2026

Nach längerer Krankheit, aber doch unerwartet, rief der Gott des Lebens unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Hildburg, geborene Gertrud Landwehr, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Singt dem Herrn alle Völker der Erde,
Tag für Tag verkündet sein Heil.“

(Gotteslob Nr. 809)

Gertrud Landwehr kam von Herzebrock im Bistum Paderborn zu den Mauritzer Franziskanerinnen nach Münster. Die Verbindung zu ihrem Heimatbistum und zur Bischofsstadt Paderborn mit dem jährlichen Liborifest ist zeitlebens bei ihr lebendig geblieben. Den DOM, die Paderborner Kirchenzeitung, las sie regelmäßig.

Bei der Einkleidung erhielt die junge Frau den Namen Schwester M. Hildburg. Wie alle Schwestern absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung und arbeitete in diesem Beruf bis 1993 in Neuenkirchen bei Rheine, in Löningen und Bremen. Schwester M. Hildburg hatte darüber hinaus viele Fähigkeiten, die sie einbrachte in Telgte und im Mutterhaus in Münster.

Sie war eine sehr gute und exakte Näherin und hat mit viel Ideenreichtum und Präzision für die Schwestern genäht. Die ersten Mundschutztücher wurden zu Beginn der Coronazeit von ihr für das Mutterhaus hergestellt, bevor wir die genormten Masken bekamen. Mit ihrer schönen und klaren Stimme hat Schwester M. Hildburg über viel Jahre in den Konventen die Liturgie, besonders das Stundengebet, gestaltet und so „Tag für Tag das Heil Gottes verkündet“, wie es im Lied besungen wird. Als Malerin von Naturbildern war sie eine echte Künstlerin. Ihre Bilder wurden gerne gerahmt und aufgehängt. Schwester M. Hildburg hatte in der Schule noch die altdeutsche Sütterlinschrift gelernt. Deshalb war sie immer sehr gefragt, wenn es galt, alte Brief zu entziffern und ins Hochdeutsche zu übertragen. Auch für unser Archiv hat sie viele alte Dokumente bearbeitet, so dass sie uns heute zugängig sind. Dadurch wird Schwester M. Hildburg weiter unter uns lebendig bleiben.

Seit 2023 war sie Bewohnerin des St. Franziskus-Hauses in Nordwalde, wo sie, liebevoll umsorgt, ihr langes Leben an Gott zurückgab. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Hildburg Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr geschwisterlich verbunden.

Am Dienstag, den 10. März 2026 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Hildburg und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Doloris

Geboren: 31. August 1930
Eintritt: 28. Januar 1955
Profess: 28. Oktober 1957
Gestorben: 5. März 2026

95 Jahre lang hat sie Gott den Herrn gelobt und ihm in großer Freude gedient. Dann rief der Herr des Himmels unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Doloris, geborene Maria Jaske, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Lobet und preiset meinen Herrn und dienet ihm in großer Freude!“

(Sonnengesang des hl. Franziskus)

Maria Jaske kam aus Brögbern bei Lingen ins Mutterhaus nach Münster. Sie folgte ihrer älteren Schwester, unserer Schwester M. Angelista, ins Kloster und wurde Schwester M. Doloris.

Nach dem Krankenpflegeexamen 1958 war sie einige Jahre im damaligen Krankenhaus in Waldniel eingesetzt. Die meisten von uns kennen sie als Stationsschwester der ehemaligen chirurgischen Schwesternstation oder der Schwesternpflege unten. Hier hat sie von 1973 – 1997 viele Mitschwestern gepflegt und liebevoll betreut und die Novizinnen und junge Schwestern in den schönen Beruf der Krankenpflege eingeführt. Danach kam sie ins St. Anna-Stift nach Kroge, um die älteren Mitschwestern zu pflegen und viele bis in die Sterbestunde zu begleiten. Fast ihr ganzes Ordensleben diente sie den kranken und pflegebedürftigen Mitschwestern. Dafür gebührt ihr unser großer Dank und unsere Hochachtung.

Schwester M. Doloris war eine handfeste und pragmatische Schwester, der keine Arbeit zu viel und kein Weg zu lang war, wenn es darum ging, für die Mitschwestern zu sorgen.

In den letzten Jahren, als ihre Kräfte weniger wurden, haben die Schwestern und die Mitarbeitenden in Kroge sie genauso liebevoll umsorgt, wie sie es früher mit den Mitschwestern getan hat. So durfte sie nun im Beisein der Mitschwestern dort ihr langes Leben zurückgeben an Gott. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie wollen wir Schwester M. Doloris unseren Dank erweisen und für sie beten. So bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Doloris am Montag, den 9. März 2026 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Isfrieda

Geboren: 19. Juni 1930
Eintritt: 27. Januar 1951
Profess: 28. Oktober 1953
Gestorben: 20. Februar 2026

Nach einem langen und erfüllten Leben rief der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Isfrieda, geborene Frieda Keuter, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Nun lässt Du Herr, deine Dienerin in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.“

(Aus dem Abendgebet der Kirche)

Das Johannesevangelium berichtet: „Als es Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.“ Da hat er auch unsere Mitschwester im St. Franziskus-Haus empfangen und mit zu sich in den Himmel genommen. Seit 2014 lebte sie als Seniorin in Nordwalde. Still ging sie ihren Weg, auch wenn das Atmen zunehmend schwerer und der Weg beschwerlicher wurde. Bis vor einer Woche konnte sie noch in die Kapelle gehen und an den Mahlzeiten im Refektorium teilnehmen.

Schwester M. Isfrieda kam aus Lingen in die Ordensgemeinschaft, wurde Krankenschwester und hat sich in Friesoythe, Bottrop und Hückeswagen in der Pflege eingesetzt. Danach sah man sie an der Pforte in Gelsenkirchen-Horst, in Damme und Vreden, wo sie die Gäste und Besucher empfing. In Wilhelmshaven versorgte sie die Bücherei und übernahm den Dienst in der Klausur, bis der Konvent aufgelöst werden musste.

Wir haben Schwester M. Isfrieda als bescheidene, liebenswerte und unaufgeregte Mitschwester erlebt, die treu ihren Weg als große Beterin ging. Bis zuletzt hatte sie eine gute Verbindung zu ihrer Familie, die in ihren Gedanken immer präsent war. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Isfrieda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Schwester M. Seraphinis

Geboren: 24. August 1940
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 19. Februar 2026

Für uns alle plötzlich und unerwartet rief Gott der Herr, in dessen Dienst sie ihr Leben vor 63 Jahren gestellt hatte, unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Seraphinis, geborene Anna Hoffterheide, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Mein Gott und mein Alles.“

(Franz von Assisi)

Schwester M. Seraphinis wurde in Kirchhellen geboren, wo sie auch die Mauritzer Franziskanerinnen kennenlernte. Nach der allgemeinbildenden Schule und der Haushaltungsschule arbeitete die junge Frau bei den Schwestern im dortigen Krankenhaus bis zu ihrem Eintritt ins Kloster in Münster. 

Wie alle Ordensschwestern absolvierte Schwester M. Seraphinis die Krankenpflegeausbildung und später ein Jahresseminar für leitende Schwestern in Köln-Hohenlind. Von 1966 – 1977 arbeitete sie als Krankenschwester im St. Franziskus-Hospital in Münster, in Cloppenburg und in Lingen. Danach wurde Schwester M. Seraphinis Pflegedienstleiterin im St. Joseph-Stift in Bremen und später zusätzlich die Konventsoberin. Ihre große fachliche Expertise und ihre berufliche Erfahrung konnte sie zusätzlich von 1998 – 2004 in den damaligen Aufsichtsrat der Hospitalgesellschaften der Mauritzer Franziskanerinnen einbringen. Ihre Offenheit, ihre positive Art, auf alle Menschen zuzugehen, und ihre gradlinige Haltung, die aus ihrem christlichen Glauben erwachsen sind, prägten ihren Dienst als Franziskanerin.

2008 erhielt Schwester M. Seraphinis noch einmal eine große Aufgabe innerhalb des Ordens. Sie wurde die Oberin im St. Anna-Stift in Lohne Kroge. Das Amt hat sie bis zu ihrem Tod ausgefüllt und sich liebevoll um die älteren und pflegebedürftigen Mitschwestern gekümmert. In diese Zeit fiel auch die Übergabe des Ordensaltenheimes in die Trägerschaft der Familien Zerhusen, Blömer und Bertels. Diese große Umstrukturierung hat sie aktiv mitgestaltet und immer positiv mitgetragen.

Schwester M. Seraphinis Wahlspruch lautete: „Gib dem Haus eine Seele und der Seele ein Haus.“ Das haben viele Menschen positiv erfahren und so wird sie uns in guter Erinnerung bleiben. Dankbar nehmen wir von ihr Abschied.

Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Seraphinis am Donnerstag, 26. Februar 2026, um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche in Münster. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester Pacis Bao, OSF 

Geboren: 8. April 1921
Eintritt: 8. September 1944
Profess: 24. September 1947
Gestorben:21. Januar 2026

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Pacis Bao, OSF, Krankenschwester vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus.

Denn ich, ich kenne die Gedanken, die ich für euch denke.

Jer 29, 11

Unsere Schwester Pacis Bao, OSF (104), die letzte der 35 chinesischen Schwestern und 26 amerikanischen Missionarinnen, die in China tätig waren, verstarb am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, um 6:25 Uhr im HSHS St. John’s Hospital.

Obwohl ihre frühen Jahre von Verlusten geprägt waren, entschied sie sich, auf Gott zu vertrauen, auch wenn die Welt ihr allen Grund gegeben hatte, sich abzuwenden. Auch als sie mit weiteren Enttäuschungen konfrontiert wurde, blieb sie standfest. Gott wurde ihre Zuflucht und ihre Stärke. Passenderweise war ihr Name lateinisch für „Frieden“ und wurde ihr am 17. Oktober 1945 gegeben, zu der Zeit, als in China das Doppelzehnten-Abkommen unterzeichnet wurde. Frieden war mehr als nur ihr Name. Ihr Frieden wurde in ihrer Trauer geschmiedet und durch den Glauben aufrechterhalten. Mit ihren pflegenden Händen heilte sie viele Körper, und mit ihrem Da-Sein viele Herzen.

Ihr außergewöhnlichstes Glaubenszeugnis zeigte sich in ihrer Fähigkeit zu vergeben. Im Jahr 2000 vergab sie durch Gnade und Gebet denen, die ihrer Familie Unverzeihliches angetan hatten. Ihre Vergebung war ein Beweis dafür, dass die Liebe den Hass überwinden kann. Sie zeigte uns, dass Heiligkeit still lebt und sich in Ausdauer ausdrückt. Sie war eine Zeugin, die durch ihre Verehrung der Heiligen Jungfrau Maria Wunder vollbrachte.

Schwester Pacis, geborene Catherine (Bao Yuan Ying), wurde am 8. April 1921 in Fei Cheng Bao-kiatang-tze, Shan-Tung, China, als Tochter von Bao Tsing Ben und Bao Chang Shih geboren. In den folgenden Jahren zogen ihre Eltern mit ihr weiter weg von ihrem Zuhause, um sie zu schützen. 1932 wurde sie in eine Schule in Jinan, China, eingeschrieben, und Schwester Clementia Dasenbrock, Oberin des St. Joseph’s Hospital in Jinan, besuchte sie, um mit ihr über das religiöse Leben und das Krankenhaus zu sprechen. Sechs Jahre später nahm Peter, einer der Brüder von Schwester Pacis, sie mit zu seinen Freunden im St. Joseph’s Hospital, wo sie von Schwester Clementia und Schwester Elise Waletzko willkommen geheißen wurde. Schwester Pacis setzte ihre Ausbildung fort, während sie im St. Joseph’s Hospital lebte und arbeitete, und der Heilige Geist führte sie zu ihrer Berufung. Am 8. September 1944 trat sie in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 24. September 1947 ihre ersten Gelübde ab. Am 12. Mai 1948 reiste sie mit mehreren anderen Mauritzer Franziskanerinnen, die in Jinan tätig waren, mit der „SS General Meigs“ nach San Francisco, Kalifornien, und kam am 5. Juni 1948 in Springfield an. Sie setzte ihre Ausbildung fort, schloss 1963 die St. John’s Hospital Krankenpflegeschule ab und arbeitete dann im St. John’s Hospital und im St. Vincent Hospital tätig war. Am 8. August 1968 begann sie zusammen mit vier anderen chinesischen Schwestern in der Star of the Sea Clinic in Kaohsiung, Taiwan, Kranke zu pflegen. Schwester Pacis war dort bis August 2002 tätig, dann kehrte sie nach Springfield zurück.

Außer ihren Eltern starben vor ihr auch ihre beiden Schwestern und vier Brüder sowie deren Familien. Sie hinterlässt zwei Großneffen und deren Familien in China.

Die Totenwache findet am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, von 16 bis 19 Uhr im St. Francis Convent statt, mit einer Trauerfeier um 18 Uhr.

Das Requiem wird am Freitag, dem 23. Januar 2026, um 11 Uhr in der St. Clare of Assisi Adoration Chapel von Pater Joseph Jiang zelebriert, einem Verwandten von Schwester Peter Damian Chiang, OSF. Die Beisetzung findet auf dem Crucifixion Hill Cemetery beim St. Francis Convent statt.

Mögen wir ihr Andenken ehren, indem wir den Glauben über die Angst, das Mitgefühl über den Groll und den Frieden über den Hass stellen. Möge ihr Beispiel uns daran erinnern, dass eine in Gott verankerte Seele selbst in den dunkelsten Tagen gedeihen kann.

Schwester Sherrey Murphy, OSF 

Geboren: 15. Juni 1942
Eintritt: 5. September 1965
Profess: 22. August 1968
Gestorben: 8. Januar 2026

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Sherrey Murphy, OSF, Krankenschwester vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus.

Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren! Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.

Ruth 1,16

Am frühen Morgen des 8. Januars 2026, um 8:20 Uhr Ortszeit, wurde unsere liebe Schwester Sherrey Murphy unerwartet zu Gott heimgerufen; mehrere Schwestern und Mitarbeiterinnen waren an ihrer Seite.

Diese Tochter einer zu 100 Prozent irischen Familie war eine Schwester des Glaubens, des Mitgefühls, des Mutes und des Humors. Sie lebte ihr Leben im Zeichen des Dienens, der Demut und der Liebe. Dieses junge Mädchen aus Süd Dakota wurde von 1994 bis 2018 zu einer Weltreisenden im Dienst der Schwestern ihrer internationalen Kongregation. Wo immer sie auch war, verkörperte sie den franziskanischen Geist – sie hörte aufmerksam zu, leitete sanft und setzte sich unermüdlich mit unerschütterlichem Vertrauen in Gottes Vorsehung ein. Das Leben von Schwester Sherrey war ein Zeugnis des Segens einer erfüllt gelebten Berufung. Sie begleitete unzählige Schwestern und stärkte das Apostolat, den Dienst der Schwestern in Deutschland, Polen, den USA, Japan und Indien. Ihre globale Vision überschattete nie ihre Herzensgüte. Sie blieb jeder Schwester gegenüber aufmerksam und glaubte, dass jeder Mensch, dem sie begegnete, ein Geschenk war.

Ob als Krankenschwester, in Leitungspositionen, als Generalrätin oder als 10. Generaloberin der Kongregation: Sie war im Gebet verwurzelt, ließ sich vom Geist der Unterscheidung leiten und zeichnete sich durch Demut aus. In der Leitung suchte sie nicht den eigenen Ruhm, sondern sie leitete die Gemeinschaft im Gehorsam gegenüber dem Ruf der Kirche und zum Wohl der Kongregation. Sie bildete Generationen von Schwestern aus und ermutigte sie, indem sie sie daran erinnerte, dass das religiöse Leben in erster Linie eine Antwort auf die Liebe Gottes ist.

Schwester Sherrey (83) wurde am 15. Juni 1942 in Mitchell, South Dakota, als Tochter von Francis A. und Eileen A. (Dunn) Murphy geboren. Am 5. September 1965 trat sie in den Orden der Krankenschwestern des hl. Franziskus ein und legte am 22. August 1968 ihre ersten Gelübde ab. Das religiöse Leben von Schwester Sherrey umfasste eine Vielzahl von Aufgaben. Vor allem diente sie 24 Jahre lang der internationalen Kongregation und lebte in dieser Zeit in Deutschland, in Münster. Von 2006 bis 2018 war Schwester Sherrey Generaloberin und von 1994 bis 2006 Generalrätin. Zuvor war sie im St. Francis Convent in Springfield für Verwaltung, Berufungen und Ausbildung zuständig und übernahm Aufgaben in der Krankenpflege und der Verwaltung im St. Vincent Hospital (Green Bay, Wisconsin), im St. John’s Hospital (Springfield, Illinois) und im St. Mary’s Hospital (Decatur, Illinois).

Schwester Sherrey schloss 1963 ihr Studium an der St. Joseph Mercy School of Nursing in Sioux City, Iowa, ab. 1970 erwarb sie einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College und 1988 einen Master-Abschluss in Verwaltung an der University of Notre Dame.

Neben ihren Eltern starb auch ihr Bruder James Murphy vor ihr. Sie hinterlässt ihre Schwestern Colleen Moerke und Peggy Fischer, ihre Brüder Patrick, Michael und Daniel sowie mehrere Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen. Die Verabschiedung findet am Sonntag, dem 11. Januar 2026, von 16 bis 19 Uhr im St. Francis Convent in Springfield statt. Die Eucharistiefeier und die christliche Begräbniszeremonie werden am Montag, 12. Januar 2026, von Pater Richard Chiola, SJ, in der St.-Klara-von-Assisi-Anbetungskapelle im St. Francis Convent gehalten; die Beisetzung findet auf dem Crucifixion-Hill-Friedhof statt.

Das Leben von Schwester Sherrey geht weiter in der ewigen Umarmung Gottes, dem sie so treu gedient hat. Möge sie in Frieden ruhen und uns alle, die wir dem franziskanischen Weg des Dienens, des Mitgefühls und der Liebe folgen möchten, mit ihrem Beispiel weiterhin leiten und inspirieren, und mögen ihre irischen Augen uns immer mit einem freundlichen Lächeln begleiten.

Schwester Josefa Maria

Geboren: 8. Juni 1934
Eintritt: 30. Januar 1959
Profess: 28. Oktober 1961
Gestorben: 4. Januar 2026

Der hl. Josef, ihr Namenspatron und der Patron der Sterbenden, begleitete auf ihrem Weg in die ewige Heimat im Himmel Schwester unsere Mitschwester Josefa Maria, geborene Josefa Meyer, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, wir preisen dich, denn Gott hat dich erwählt zum Pflegevater seines Sohnes.

(Gebet aus der Klostertradition)

Schwester Josefa Maria, die bei der Einkleidung den Namen Schwester Dalmatia erhalten hatte, wechselte ihn später und nahm ihren Taufnamen wieder an. Der hl. Josef hat ihr Leben begleitet. Ihm vertraute sie sich gerne an und betete zu ihm.

Schwester Josefa Maria wurde in Emstek geboren und trat bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein, die sie im Cloppenburger Krankenhaus kennengelernt hatte. Bei Schwester M. Landeline lernte sie „das Kochen und alles, was sie für ihr Leben brauchte“. So steht es in ihrem Zeugnis.

Nach dem Noviziat absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung im St. Franziskus-Hospital in Münster und arbeitete danach auf der Frauenstation in Harsewinkel und Horstmar. Später trafen wir sie in dem „Kaffeestübchen auf dem Exerzitienflur des Mutterhauses an und von 2003 – 2013 in der Mutterhausbibliothek. Danach übernahm sie noch kleine Dienste im St. Heriburg-Haus, blieb aber im Mutterhaus wohnen. 2021 wechselte sie als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus und lebte in der letzten Zeit in der Klara-Station für demenziell erkrankte Schwestern. Dort hat sie sich am vierten Abend des neuen Jahres 2026 auf den Weg zu Gott gemacht, liebevoll umsorgt von den Mitschwestern und den Mitarbeiterinnen.

Dankbar nehmen wir von Schwester Josefa Maria Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Unser Mitgefühl gilt Schwester M. Ursula, die sie noch am Tag vor ihrem Tod besuchen konnte.

Am Donnerstag, den 8. Januar 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester Josefa Maria und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Pankratia

Geboren: 14. Februar 1939
Eintritt: 3. Februar 1962
Profess: 28. Oktober 1964
Gestorben: 31. Dezember 2025

Am Silvesterabend 2025 nahm der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester an die Hand und vollendete die irdische Zeit von Schwester M. Pankratia, geborene Maria Strüwe, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Meine Zeit steht in Deinen Händen.“

(Psalm 31, 17)

Aus dem niedersächsischen Bawinkel kam Maria Strüwe zu den Mauritzer Franziskanerinnen nach Münster. Wie alle Schwestern legte sie das Krankenpflegeexamen ab; von 1967 bis 1974 war sie in der Infektionsabteilung des neu gegründeten St. Bernhard-Hospitals in Kamp-Lintfort tätig. Danach kam sie zurück ins Mutterhaus und fand ihre berufliche Erfüllung als Schneiderin. 51 Jahre lang arbeitete sie in der Mutterhausschneiderei. Dort hat sie mehrere Veränderungen mitgemacht, die Wechsel unserer Ordenstracht, den Wechsel vom alten Nähzimmer in die heutige Schneiderei und auch mehrere Wechsel der Mitschwestern und Mitarbeiterinnen. Schwester M. Pankratia war dabei in ihrer ruhigen und korrekten Art eine konstante Größe und immer für alle erreichbar. Bis zu ihrem plötzlichen Tod hat sie für die Schleier der Schwestern gesorgt. Ihre letzten Aufträge konnte sie nicht mehr zu Ende bringen, und sie hatte auch keine Gelegenheit mehr, ihren Arbeitsplatz zu übergeben und sich zu verabschieden. Für alles, was sie für uns Mitschwestern getan hat, sind wir ihr sehr dankbar.

Schwester M. Pankratia war auch eine beständige und ausdauernde Beterin. Sie fehlte nie beim gemeinsamen Gebet und hat der Gemeinschaft viele Jahre als Vorbeterin gedient. Auch davon machte sie kein Aufsehen, sie war einfach da.

Am Sonntag nach Weihnachten ist sie nachmittags in ihrem Zimmer so unglücklich gestürzt, dass sie eine Hirnblutung bekam, von der sie sich nicht mehr erholte. Drei Tage später ist sie im Clemenshospital in Münster gestorben.

Die letzten Jahre wurden für Schwester M. Pankratia immer schwerer durch ihre zunehmende Hörschwäche. Das machte sie einsam. Gesehnt hat sie sich auch nach Schwester M. Gerharda, mit der sie über die Arbeit in der Schneiderei auch mitschwesterlich eng verbunden war. Wir wünschen beiden Schwestern, dass sie sich jetzt im Himmel wieder begegnen.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Pankratia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie beten und singen wir für sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Mittwoch, den 7. Januar 2026, verabschieden wir uns um 14 Uhr von Schwester M. Pankratia in der Mutterhauskirche und begleiten sie danach zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Beim anschließenden Kaffee im Mutterhaus können wir unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester Mary Kelly 

Geboren: 27. Juli 1932
Eintritt: 12. September 1951
Profess: 13. Juni 1954
Gestorben: 5. Dezember 2025

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Mary Kelly, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters
wie die Sonne leuchten.“

(Mt. 13, 43)

Ähnlich wie beim Umblättern einer Buchseite veränderte sich das irdische Leben von Schwester Mary Kelly sanft, als Gott die Seite umblätterte und ihr ewiges Leben begann. Das Leben, auf das sie 93 Jahre lang gewartet hatte, begann am 5. Dezember um 7:30 Uhr morgens mit Schwester Josephine Vanitha, Lori Wright und Rylie Ackman an ihrer Seite. In den Tagen zuvor bereitete sie sich auf ihr Ableben vor und wurde dabei liebevoll von den Mitarbeitenden im Loretto Home betreut. Sie erhielt häufig Besuch von Schwestern und Mitarbeitenden, die ihr ihre Liebe und Wertschätzung ausdrückten.

Schwester Mary wurde am 27. Juli 1932 in Kincaid, Illinois, geboren und wuchs in Nokomis, Illinois, auf. Nach ihrer Klassenfahrt in der 8. Klasse zum Mutterhaus begann sie, Gottes Ruf zu einem religiösen Leben und zur Krankenpflege zu spüren, der sich während ihrer Highschool-Zeit vertiefte.

Im Jahr 1940 begann sie ihre Ausbildung an der Krankenpflegeschule des St. John’s Hospitals und erlebte die Mauritzer Franziskanerinnen als Vorbild.  Am 1. Januar 1951, bevor ihre Abendschicht begann, nahm sie um 15:45 Uhr in der Kapelle des St. John’s Hospital Gottes Einladung an. Vier Monate später teilte sie ihrer Mutter ihre Entscheidung mit und schrieb am 19. August 1951: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Vater. (…) Ich trete in den Orden ein.” Am 12. September 1951 trat sie in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 13. Juni 1954 ihre ersten Gelübde ab.

Schwester Mary verband die italienische Kultur ihrer Mutter und die irische Kultur ihres Vaters mit Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen, Humor und einer friedlichen Spiritualität in ihrer Beziehung zu Gott. Man könnte sagen, dass die Wärme ihres Geistes durch ihre Lieblingsbeschäftigung, Zeit in der Sonne zu verbringen, bereichert wurde – schließlich war sie halb Italienerin.

Ihre Führungsqualitäten wurden durch ihre charakteristische ruhige Stimme unterstrichen, die sie oft beim Gemeinschaftsgebet zum Ausdruck brachte. Liebe war ihre Motivation – insbesondere für ihre Familie, ihre Freunde und ihr Umfeld.

Schwester Mary ist Absolventin der Krankenpflegeschule des St. John’s Hospital aus dem Jahr 1955 und erwarb 1958 einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege an der Marquette University sowie 1985 einen Master-Abschluss in Krankenpflegeverwaltung an der Catholic University of America.

Ihr Leben im Dienste anderer umfasste folgende Positionen: Führungspositionen im Krankenpflegebereich an HSHS-Krankenhäusern in Illinois und Wisconsin, Krankenpflegeausbildung am Marillac College, Provinzvikarin und Oberin des Mutterhauses, Direktorin des HSHS-Boards und HSHS-Rezeptionistin.

Möge sie in Frieden ruhen in der Wärme von Bruder Sonne.

Schwester M. Waldemara 

Geboren: 26. August 1943
Eintritt: 12. August 1965
Profess: 3. Mai 1968
Gestorben: 22. November 2025

In der Universitätsklinik in Münster starb nach schwerer Krankheit unsere Mitschwester Schwester M. Waldemara, née Anna Koop, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jesus spricht:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

(Joh. 14.6)

Schwester M. Waldemara wurde auf dem Bauernhof der Familie Koop in Altenberge bei Meppen geboren und wuchs dort im Kreis ihrer sechs Geschwister auf. Zwei Jahre nach dem Eintritt ihrer älteren Schwester M. Herlinde, folgte sie ihr in unsere Gemeinschaft. 

Schwester M. Waldemara war eine typische Krankenschwester, die sich auf den Stationen im St. Franziskus-Hospital in Münster, in Ennigerloh, Waldniel, Dorsten und Haltern einsetzte. In Freiburg absolvierte sie den Stationsleiterkurs und nahm später am Pastoralkurs für die Seelsorge an alten und kranken Menschen in Münster teil. Seit 2013 lebte sie in der Pfarrgemeinde in Ahaus – Wüllen und sorgte unter anderem für die alten und immobilen Menschen, die sie besuchte und ihnen die Krankenkommunion brachte. Im Schwesternkonvent übernahm sie das Amt der Oberin und empfing dort viele Gäste. 

Mitte des Jahres 2025 bat Schwester M. Waldemara darum, von ihrem Amt entlastet und ins St. Franziskus-Haus nach Nordwalde versetzt zu werden. Ihre Kräfte wurden zusehends weniger. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt im St. Franziskus-Hospital in Münster ging sie nach Nordwalde, anfangs um sich zu erholen. Es war ihr leider nicht mehr möglich, sich von den Schwestern im Konvent und von den Menschen in Wüllen zu verabschieden. Vor einigen Tagen musste sie wegen einer akut aufgetretenen Krankheit in die Uniklinik nach Münster gebracht werden, wo sie friedlich ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben hat. 

Schwester M. Waldemara hat in ihrem Leben Kraft geschöpft aus dem Wort Jesu: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Dieser Spruch war ihr vertraut durch das Altarbild in ihrer Heimatkirche in Altenberge. Auf die Frage, die ihr einmal gestellt wurde, wen sie im Himmel treffen möchte, antwortete sie: „Jesus und alle meine Lieben.“ Möge ihr das nur vergönnt sein. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Waldemara Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr geschwisterlich verbunden.

Am Freitag, den 28. November 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamtfür Schwester M. Waldemara und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Princy 

Geboren: 18. Oktober 1962
Eintritt: 8. September 1983
Profess: 21. Januar 1988
Gestorben: 27. Oktober 2025

Unsere liebe Schwester M. Princy Vadakkadath, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, die an die Worte der heiligen Klara von Assisi glaubte, die ihr auf dem Sterbebett zugeschrieben werden, hat am 27. Oktober 2025, um 10:30 Uhr ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben.

… Gesegnet seist du, o Gott, dass du mich erschaffen hast.

(Heilige Klara von Assisi)

Seit mehr als zehn Jahren lebte sie mit der Diagnose einer bösartigen Krankheit ihr irdisches Leben in völliger Hingabe an den Willen Gottes – nach dem Vorbild der seligen Jungfrau Maria, die sie sowohl in Zeiten der Gesundheit als auch im Leiden zutiefst liebte und treu nachahmte.

Schwester M. Princy wurde am 18. Oktober 1962 in Poovathussery im Distrikt Thrissur in Kerala als Tochter von Herrn Varghese und seiner Frau Rosy geboren. Sie war das älteste von insgesamt fünf Kindern, darunter drei Brüder und eine Schwester. Nach Abschluss ihrer Schulausbildung trat sie am 8. September 1983 in unsere Kongregation ein. Am 21. Januar 1988 legte sie ihre erste Profess ab, am 25. Januar 1993 ihre Ewige Profess.

Schwester M. Princy war eine aufrichtige und engagierte Ordensfrau, die ihr Leben mit unerschütterlicher Ausdauer und Liebe lebte. Nach ihrer ersten Profess absolvierte sie eine Ausbildung zur Schneiderin. Nach ihrer ersten Profess absolvierte sie eine Ausbildung zur Schneiderin. Von 1989 bis 1991 arbeitete sie als Schneiderin in Anjali Niketan, Pithora. Von 1992 bis 2001 wurde ihr die Verantwortung für die Schneiderschule im neu gegründeten St. Francis Convent in Valiaveli, Kerala, übertragen. Später kehrte sie nach Anjali Niketan in Pithora zurück, wo sie von 2001 bis 2003 erneut die Leitung der Nähstube übernahm. Während dieser Zeit ergriff sie die Initiative und nähte Uniformen für die Schüler und Schülerinnen von Anjali Vidyalaya und Anjali Bal Niketan in Pithora. Darüber hinaus absolvierte sie erfolgreich einen Diplomkurs in Stickerei und Nähen in Wardha, Maharashtra.

Zwei Jahre später wurde Schwester M. Princy zur Lehrerin an der Anjali Bal Niketan in Pithora ernannt. Sie erfüllte diese Aufgabe mit großer Liebe und Hingabe und kümmerte sich liebevoll um die ihr anvertrauten Kinder. Ihre Freude am Unterrichten und ihre Zuneigung zu den Kindern zeigten sich in allem, was sie tat. Im Jahr 2012 wurde sie jedoch mit einer schweren Prüfung konfrontiert, als bei ihr eine bösartige Erkrankung diagnostiziert wurde. In den folgenden vier Jahren unterzog sie sich einer Behandlung im Regional Cancer Center in Trivandrum und im Sanjivani Hospital in Raipur. 

Die Behandlung zeigte positive Ergebnisse und ihr Gesundheitszustand verbesserte sich allmählich. Im Mai 2016 wurde Sr. M. Princy nach St. Francis Vidya Bhawan in Kapa versetzt. Dort diente sie etwa vier Jahre lang treu als leitende Schwester der Gemeinschaft.

Im Oktober 2020 wurde Schwester M. Princy nach Anjali Niketan in Pithora versetzt. Allmählich verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand, sodass sie mehr Pflege und Ruhe benötigte. Da sie diese Zeit sinnvoll und produktiv nutzen wollte, widmete sie sich einer Arbeit der Nächstenliebe. Als treue Verehrerin der Gottesmutter begann sie, Rosenkränze von Hand zu knüpfen – mit tiefer Hingabe und Engagement. Mit Freude und Zufriedenheit verschenkte sie diese an unsere Schwestern und Gönner. An den Missionssonntagen wurden ihre handgefertigten Rosenkränze versteigert, um Geld für die Missionen zu sammeln.

Sr. M. Princy war im Herzen eine echte Franziskanerin: Sie war einfach, fleißig und fröhlich. Sie zeigte großes Engagement und Hingabe und freute sich über das Wachsen der ihr anvertrauten Dienste. Durch ihren festen Glauben an Gott und ihre Verehrung der Gottesmutter war sie ein standhaftes Zeugnis und ein leuchtendes Vorbild, insbesondere für die jüngeren Mitglieder der Provinz.

Wir sprechen Pater Thomas Vadakkadath, ihrem Onkel väterlicherseits, der Sr. M. Princy dazu ermutigt und angeleitet hat, unserer Kongregation beizutreten, unser tief empfundenes Beileid aus. In dieser Zeit der Trauer sind wir in Gebet und Solidarität mit ihrem geliebten Vater, ihren Brüdern, ihrer Schwester und allen Mitgliedern ihrer Familie verbunden.

Liebe Schwestern, der Tod von Schwester M. Princy hinterlässt bei uns ein tiefes Gefühl des Verlustes und der Leere. Ihr Leben, das sie voller Hingabe, in stiller Dienstbarkeit und mit unerschütterlichem Glauben geführt hat, hat uns alle tief berührt. Ihre Abwesenheit wird in vielerlei Hinsicht spürbar sein. Wir glauben, dass Schwester M. Princy nun in der ewigen Gegenwart des Herrn jubelt – in liebevoller Gesellschaft mit der seligen Jungfrau Maria, die sie ihr ganzes Leben lang innig geliebt und nachgeahmt hat.

Schwester M. Princy wird am 29. Oktober 2025 um 10:30 Uhr auf dem Friedhof des Anjali-Niketan-Campus beigesetzt.

„Lebewohl, liebe Schwester M. Princy. In Dankbarkeit für das Geschenk deines Lebens empfehlen wir dich der liebevollen Umarmung Gottes. Wir freuen uns, dass du nun in dem Herrn ruhst, den immer gepriesen und dem du so treu gedient hast. Möge Er dich mit seiner ewigen Liebe empfangen.“   

Schwester M. Eufredis 

Geboren: 19. Juli 1932
Eintritt: 4. August 1951
Profess: 3. Mai 1954
Gestorben: 21. Oktober 2025

Christus, dem sie im Leben besonders vertraute holte unsere Mitschwester am 21.10.2025 zu sich. Wir gedenken Schwester M. Eufredis, geb. Helga Magdalena Scharnert, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

„CHRISTUS, mein Christus!“

(Gebet von Sr. M. Eufredis)

Schwester M. Eufredis wurde in Marienburg im damaligen Westpreußen geboren und erlebte dort die ersten Jahre der Kindheit. Der Vater wurde als Polizeibeamter nach Briesen versetzt, wo Helga die höhere Schule besuchen konnte. Da die Ostfront immer näher rückte, musste die Familie die Heimat 1944 verlassen und kam über viele Umwege in die überwiegend evangelische Stadt Bremerhaven. Damals war es üblich, dass die katholischen Familien bewusst in evangelische Gebiete verschickt wurden und umgekehrt. Diese schwere Zeit hat sie sehr geprägt. Davon erzählte sie immer wieder. Um einen Schulabschluss zu bekommen, ging das Mädchen in die Volksschule und besuchte danach die Handelsschule. Im St. Josefs-Hospital lernte sie als Lernköchin die Franziskanerinnen kennen und konnte 1951 bei ihnen in Münster eintreten. 

Nach dem Krankenpflegeexamen arbeitete sie in mehreren Krankenhäusern in der Pflege und im Labor. Viele von uns kennen Schwester M. Eufredis als freundliche Schwester mit strahlenden Augen an der Pforte in Kroge. Danach durfte sie noch für einige Jahre in Brake sein, mit Blick auf Bremerhaven, ihrer zweiter Heimat. 2006 kam Schwester M. Eufredis ins St. Heriburg-Haus und übernahm lange den Besuchsdienst für die Mitschwestern. Seit 2015 war sie dort als Seniorin und seit einem Jahr Bewohnerin der Wohngruppe St. Klara, wo sie liebevoll umsorgt morgens um 7.00 Uhr ihr irdisches Leben zurückgab. Schwester M. Eufredis war tief geprägt von den Erfahrungen der Flucht, die sich nicht losließen. Ihr Halt war dann immer Christus, zu dem sie betete: „Christus mein Christus!“.

Schwester M. Lea 

Geboren: 20. Mai 1942 
Eintritt: 1. Oktober 1971
Profess: 1. Mai 1974
Gestorben: 2. Oktober 2025

Der gute und barmherzige Gott rief unsere Mitschwester nach einer langen Zeit der Krankheit zu sich. Wir gedenken Schwester M. Lea, geb. Hilde Leusmann, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Nun lässt Du Herr, deine Dienerin

in Frieden scheiden,

denn meine Augen haben das Heil gesehen.

(Aus dem Abendgebet der Kirche)

Schwester M. Lea wurde als drittes Kind der Bauernfamilie Leusmann in Greven geboren. Schon früh wünschte sie sich, ins Kloster gehen zu dürfen, doch die Eltern hatten anderes mit ihr vor. Sie sollte nach der Schulzeit zuhause bleiben und ihre Großeltern und später die Eltern versorgen. Mit 29 Jahren war es endlich so weit, dass Hilde bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintreten konnte. 

Nach dem Krankenpflegeexamen am St. Franziskus-Hospital in Münster besuchte sie später einen Stationsleiterkurs in Freiburg. So ausgestattet arbeitete sie von 1983 bis 1988 im St. Josefs-Stift in Bremen und kam danach zum St. Rochus-Hospital nach Telgte und betreute die psychisch kranken Frauen auf der geschützten Station St. Michael. Danach übernahm sie die Fußpflege für die Mitschwestern und den Pfortendienst im Haus Maria Hilf in Telgte.

2018 kam Schwester M. Lea als Bewohnerin ins St. Franziskus-Haus in Nordwalde, da ihre Kräfte kontinuierlich nachließen. Lange Zeit konnte sie ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Wenn man sie besuchte, war sie immer aufgeschlossen und zugewandt. Sie hat viel gebetet, gelesen und mit Schwester M. Marialdis gehandarbeitet. Nun hat der Herr seine Dienerin Schwester M. Lea in Ruhe scheiden lassen, am Tag nach ihrem 54. Eintrittstag in die Ordensgemeinschaft.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Lea Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 7. Oktober 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Lea und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Johanna

Geboren:  30. Dezember 1936
Eintritt:  11.Februar 1956
Profess: 17.September 1958
Gestorben: 3. Oktober 2025

Nachdem sie ihre irdische Mission erfüllt hatte, wurde unsere liebe Schwester M. Johanna Kataoka am Freitag, dem 3. Oktober 2025, dem Gedenktag des Sterbens unseres Ordensvaters Franziskus, in den frühen Morgenstunden um 6:08 Uhr, friedlich und mit einem Lächeln im Gesicht von Gott heimgerufen. Schwester M. Vianney stand ihr in diesen Stunden treu zur Seite. 

Herr, Du bist das Licht meines Lebens, mein Ein und mein Alles.

(Schwester M. Johanna nach Ps. 119)

Schwester M. Johanna wurde am 30. Dezember 1936 in Nagasaki, Japan geboren und erlebte im Alter von 9 Jahren den Atombombenabwurf.  Mit guter Gesundheit gesegnet, schien sie bei der Ausübung ihres Dienstes und bei allem, was sie tat, stets voller Energie zu sein. Vor etwa anderthalb Jahren stellte ihr Hausarzt bei einer Routineuntersuchung ein inoperables Gallen- und Leberkarzinom fest.  

Nach reiflicher Überlegung und betend im Vertrauen auf Gottes Hilfe entschied sie sich, sich keiner Chemotherapie oder Operation mehr zu unterziehen, sondern alles Gottes Willen und dem natürlichen Lauf des Lebens und Sterbens zu überlassen. Schwester M. Johanna äußerte den Wunsch, ihre letzten Tage in der Palliativstation und im Hospiz zu verbringen. 

Am 3. September, dem Jahrestag der Gründung der Japanischen Provinz, wurde sie in die Palliativstation des St. Mary’s Hospital aufgenommen, genau einen Monat nach Beginn ihres Kampfes gegen die Krankheit. 

In ihrer zweiten Amtszeit als Oberin des Konventes in Himeji widmete sie sich in Liebe mit ganzem Herzen und ganzer Seele den ihr anvertrauten Schwestern in Japan sowie den Schwestern unserer internationalen Gemeinschaft und erfüllte treu ihre heiligen Pflichten.

Im Juli dieses Jahres schrieb Sr. M. Johanna uns Schwestern einen Brief mit dem Titel „Dankbarkeit und Dank“. Darin reflektierte sie über ihr Leben und drückte ihre Dankbarkeit aus für die vielen Segnungen, die sie durch die Schwestern unserer Kongregation erfahren durfte. 

Möge Schwester M. Johanna nun in Frieden beim Herrn ruhen, nach dem sie sich ihr ganzes Leben lang gesehnt hat!

Schwester M. Aloysi

Geboren: 15. Juni 1943
Eintritt: 15. August 1962
Profess: 3. Mai 1965
Gestorben: 30. September 2025

In diesem Vertrauen gab unsere Mitschwester, geb. Barbara Stroinski, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, ihr Leben zurück in die Hände Gottes.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist.

(Psalm 31,6)

Schwester M. Aloysi leitete als letzte Provinzoberin die damalige Rheinische Provinz Christ König mit dem Sitz in Kamp-Lintfort von 1993 bis zur Auflösung 1998. Davor war sie dort Provinzvikarin. Mit Umsicht und Weitsicht leitete sie die Provinz und führte sie in das Kapitel, in dem der Zusammenschluss der beiden deutschen Provinzen beschlossen wurde. Für ihren Dienst bedanken wir uns ganz herzlich bei Schwester M. Aloysi.

Geboren wurde Schwester M. Aloysi in Cottbus in der damaligen DDR. Mit ihren Eltern kam sie später in die Bundesrepublik und lernte unsere Gemeinschaft als Schülerin der Pflegehilfeschule in Datteln kennen. Dort hat die Schulleiterin Schwester M. Ludowika die junge Frau besonders beeindruckt. 

Nach dem Eintritt in die Ordensgemeinschaft absolvierte sie die Fachschule für Sozialpädagogik und machte die Ausbildung zur Heimleiterin. Sie leitete danach das Schülerinnenwohnheim in Datteln. Später wurde sie Konventsoberin im Priesterseminar in Bochum-Querenburg. Nach ihrer Zeit als Provinzoberin lebte sie in einem kleinen Konvent in Krefeld und setzte sich dort in der Pastoral ein. Das machte sie ebenso in Billerbeck und in Hamminkeln-Dingden. 

2017 kam Schwester M. Aloysi als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus und nahm so lange am Konvents- und Gebetsleben teil, wie es ihr möglich war. In der letzten Zeit war sie ganz auf die Hilfe der Mitarbeitenden und der Mitschwestern angewiesen, die sie sehr gerne hatten, da sie ihre zahlreichen Beschwerden angenommen hat, in dem Vertrauen, dass Gott sie immer trägt und sie auch in den schwierigsten Momenten getragen hat. So hat sie es uns in ihrem persönlichen Testament mitgeteilt. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Aloysi Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 7. Oktober 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Aloysi und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen. 

Schwester M. Innozentia

Geboren: 22. Dezember 1926
Eintritt: 30. Januar 1953
Profess: 28. Oktober 1955
Gestorben: 26. September 2025

Jesus Christus, dem sie ihr Leben anvertraut hatte, rief unsere Mitschwester, geb. Paula Vaske, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, in den frühen Morgenstunden zu sich in die himmlische Heimat.

„Jesus sei mir Jesus!“

(Nils Stensen)

Schwester M. Innozentia kam als eines von acht Kindern der Familie Vaske in Diekhaus bei Emstek zur Welt. Dort wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof behütet auf. Selbst sprach sie von einer glücklichen Kindheit, die vom katholischen Glauben und der Bodenständigkeit geprägt war.

Ihre beiden älteren Schwestern wurden Mauritzer Franziskanerinnen, Schwester M. Bercharia und Schwester M. Melita. Sie waren ihr großes Vorbild. Ihnen folgte Paula mit 27 Jahren und wurde auch unsere Mitschwester, Schwester M. Innozentia.

Schwester M. Innozentia war 24 Jahre Oberin und Konventsleiterin in Epe, Ibbenbüren-Püsselbüren und wieder in Epe. Danach leitete sie die Hauswirtschaft im Bochumer Priesterseminar und im Bernsmeyer-Haus in Telgte. 2011 kam Schwester M. Innozentia zurück ins Mutterhaus und wechselte 2021 als Heimbewohnerin ins St. Heriburg-Haus. In der letzten Zeit ließen ihre Kräfte stark nach, so dass sie zunehmend auf Hilfe angewiesen war. Schwester M. Maris hat ihren Weg über viele Jahre begleitet, sie gestützt und ihr zur Seite gestanden bis in die letzte Phase ihres Lebens, das sie nach 98 Jahren zurückgegeben hat an den Gott, zu dem sie bis zuletzt vertrauensvoll gebetet hat: „Jesus, sei mir Jesus!“

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Innozentia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Mittwoch, den 1. Oktober 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Innozentia und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Ingeburg

Geboren: 4. Mai 1940
Eintritt: 15. August 1963
Profess: 3. Mai 1966
Gestorben: 25. September 2025

Der gute und treue Gott, den sie in der Eucharistie verehrte, rief unsere Mitschwester, Schwester M. Ingeburg, geborene Annemarie Heidermann, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus zu sich.

Gelobt und gepriesen sei ohne End

Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament.

(Eucharistische Anbetung)

Schwester M. Ingeburg wurde in Erle bei Dorsten geboren. Ihre Eltern hatten einen Frisörbetrieb. Diesen Beruf lernte auch die Tochter und arbeitete dort einige Jahre mit. Das war aber nicht ihr Lebensziel. 1962 kam sie in den hauswirtschaftlichen Dienst im Krankenhaus in Dorsten und trat von dort aus mit 23 Jahren bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein. Nach dem Krankenpflegeexamen war sie 20 Jahre lang im St. Rochus-Hospital in Telgte eingesetzt. Danach hatte sie die Möglichkeit, an einem einjährigen spirituellen Seminar in München teilzunehmen, das sie auf ihren pastoralen Dienst im St. Josefs-Stift in Bremen und in Löningen vorbereitete. Seit 2014 begrüßte Schwester M. Ingeburg die Gäste an der Pforte des St. Franziskus-Hauses in Nordwalde. Vor einigen Monaten wurde sie schwer krank und starb, wie sie es sich gewünscht hatte, im Beisein einer Mitschwester.

Schwester M. Ingeburg lebte stark aus der Eucharistie und aus den Worten, die die Heilige Schrift ihr schenkte. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Ingeburg Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 30. September 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Ingeburg und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Sister M. Kunhildis

Geboren: 20. September 1936
Eintritt: 8. Oktober 1960
Profess: 3. Mai 1963
Gestorben: 20. September 2025

Am Abend ihres 89. Geburtstages nahm der gute und barmherzige Gott das Kreuz von ihren Schultern und rief unsere Mitschwester, geboren Agnes Tappehorn, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, zu sich.

Im Kreuz ist Heil, 

im Kreuz ist Leben, 

im Kreuz ist Hoffnung.

(Edith Stein)

Schwester M. Kunhildis wurde im September 1936 in Friesoythe geboren. Im November 1936 befahl Hitler, im Oldenburger Land die Kreuze aus den Schulen zu entfernen. Das hat Agnes Tappehorn offensichtlich sehr geprägt. Sie wünschte sich das Schlüsselkreuz aus der Friesoyther Kirche für ihren Totenzettel. Zur Muttergottes von Bethen hatte sie auch immer eine gute Beziehung. So lebte sie bis zum Schluss aus der Kraft ihres katholischen Glaubens, den sie durch die Familie und die Oldenburger Heimat kennen- und schätzengelernt hatte.

Mit 24 Jahren wurde sie Mauritzer Franziskanerin. Schwester M. Kunhildis wurde Krankenschwester und absolvierte die Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin. Von 1966 bis 1989 war sie im Rheinland eingesetzt in der physikalischen Therapie in Kamp-Lintfort und Meerbusch-Lank. Ihre kreativen Seiten konnte sie später ausleben, als sie in Kamp-Lintfort Nachtwache bei den älteren Mitschwestern machte und im Seniorenkonvent Maria Hilf in Telgte. Seit 2008 lebte Schwester M. Kunhildis in Kroge. Viele Jahre hat sie die Gäste des Klosters liebevoll betreut und sich um die Wäsche gekümmert. In den letzten Monaten wurden ihre Kräfte weniger und sie wünschte sich, zu Gott gehen zu dürfen, dem sie sich in der Profess versprochen hatte. 

Schwester M. Kunhildis hatte immer ein gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Deshalb freute sie sich sehr, dass sie ihre letzte Lebensphase in Kroge erleben durfte. Den Besuch der Verwandten genoss sie immer sehr. Noch am Sterbetag waren sie bei ihr, eigentlich zum Geburtstagsbesuch, der dann der letzte sein sollte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Kunhildis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Sister M. Kunibalda

Geboren: 21. September 1938
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 26. August 2025

An der Hand der Gottesmutter und unter ihrem Schutz vollendete unsere Mitschwester ihr irdisches Leben, Schwester M. Kunibalda, geborene Katharina Heuer, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein!
Dein für Zeit und Ewigkeit!

(Mariengebet)

Schwester M. Kunibalda wurde in Bottrop in eine Bergmannsfamilie hineingeboren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit ihren 13 Geschwistern zuerst im Ruhrgebiet und ab 1950 in Legden bei Ahaus. Die Familie war geprägt von einem tiefen christlichen Glauben und dem Leben in der katholischen Kirche.

Nach der Schulzeit half sie ihrer Mutter im Haushalt, verdiente sich eigenes Geld auf einem Bauernhof und kam danach als Stationsmitarbeiterin ins Ahauser Krankenhaus. Von hier aus trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen in Münster ein und aus Katharina wurde Schwester M. Kunibalda.  

Nach dem Krankenpflegeexamen waren ihre Einsätze in der internistischen Männerstation in Waltrop, auf die Intensivstation in Gladbeck und wieder auf einer Männerstation in Wadersloh. In Kamp-Lintfort wurde sie mit den EKG-Untersuchungen vertraut gemacht. Danach war Schwester M. Kunibalda 38 Jahre im Elisabeth-Hospital in Meerbusch-Lank, 20 Jahre in der EKG-Abteilung und danach für den Klausurbereich der Schwestern zuständig. 2020 ging sie, als der Konvent aufgelöst wurde, als Seniorin nach Nordwalde, wo sie in den Abendstunden ihr Leben an Gott zurückgab, liebevoll umsorgt von den Mitschwestern, den Mitarbeitenden und ihrer Nichte, die sie noch am Sterbetag besucht hat.

Schwester M. Kunibalda war eine große Marienverehrerin. Der Gottesmutter hat sie sich immer wieder anvertraut und gerne zu ihr gebetet. Der Mai- und der Oktober als Rosenkranzmonat waren ihr besonders wertvoll. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Kunibalda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 1. September 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Kunibalda und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Ulrike

Geboren: 15. Mai 1941
Eintritt: 24. April 1965
Profess: 28. Oktober 1967
Gestorben: 26. August 2025

Nach langer Krankheit rief der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Ulrike, geborene Hedwig Wienand, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Ich bin gewiss zu schauen
Gottes Güte im Land der Lebenden.

(Aus Psalm 25) 

Schwester M. Ulrike wurde in Stadtlohn geboren und wuchs dort mit ihren vier Brüdern und einer Schwester auf. Der Vater starb nach einem Bombenangriff, als die kleine Hedwig drei Jahre alt war. Das Elternhaus brannte im Krieg ab und die Mutter musste sich mit sechs kleinen Kindern durchschlagen. Das prägte sie und auch das Familienleben. Die junge Frau versuchte mit ihrem selbst verdienten Geld die Familie zu unterstützen. Mit 24 Jahren konnte sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintreten, die sie im Stadtlohner Krankenhaus kennengelernt hatte. Als Ordensschwester legte Schwester M. Ulrike in Münster die Mittlere Reife ab und machte das Krankenpflegeexamen. Von 1971 – 1986 leitete sie die chirurgische Frauenstation im St. Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort. Danach besuchte sie das Jahresseminar für leitende Schwestern in Göttingen.

Während dieser Zeit hatte sie einen schweren Fahrradunfall, der ihr Leben verändern sollte. Danach wurde sie leider nie wieder so einsatzfähig wie früher. Sie setzte sich als Sakristanin ein im Haus Maria Trost und in dem neu eröffneten Konvent in Bardowick. Sie war danach an der Pforte in Bremen, in Südlohn und Telgte anzutreffen. 2021 ließen ihre Kräfte so stark nach, dass Schwester M. Ulrike als Seniorin ins St. Heriburg-Haus kam. Seit 2022 war sie Bewohnerin der Station Sylvia in Kroge, wo sie jetzt ihr Leben zurückgab in die Hände Gottes. Schwester M. Simone hat sie liebevoll durch die letzten Jahre begleitet und ihr treu bis in die Sterbestunde beigestanden.

Schwester M. Ulrike war eine tief gläubige Schwester, die aus der Kraft des Evangeliums lebte und ganz interessiert alle neuen theologischen Themen aufnahm. Mit ihr zu diskutieren, war immer eine Freude.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Ulrike Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Ulrike ist am Freitag, den 29. August 2025 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen beim gemeinsamen Kaffeetrinken austauschen.

Schwester M. Liobalda

Geboren: 20. August 1930
Eintritt: 13. August 1954
Profess: 3. Mai 1957
Gestorben: 25. August 2025

Gott der gute Hirte, dem sie ihr Leben anvertraut hat, führte am 25. August 2025 unsere Mitschwester heim zu sich, um ihren 95jährigen Lebensweg zu vollenden, Schwester M. Liobalda, geborene Johanna Muhle, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.

Der Herr ist mein Hirte
nichts wird mir fehlen.

(Psalm 23) 

Schwester M. Liobalda wurde in Olfen im Kreis Lüdinghausen geboren und wuchs bei ihrem Onkel auf. Die Eltern starben, als sie drei Jahre alt war. Zwei ihrer vier Geschwister wurden ebenfalls Ordensschwestern. Bei den Franziskanerinnen im Seppenradener Krankenhaus „lernte sie die Küche“, wie es damals hieß. Mit 24 Jahren trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein, wurde Krankenschwester und Diätassistentin.

In Emstek und Ankum leitete Schwester M. Liobalda die Krankenhausküche und war danach von 1984 bis 1998 die Oberin und hauswirtschaftliche Leiterin im Münsteraner Priesterseminar. In diese Zeit fiel der Besuch von Papst Johannes Paul II in Münster. Er wohnte damals im Priesterseminar. Die nächsten zehn Jahre war Schwester M. Liobalda Konventsoberin im Ahauser Krankenhaus. Danach war sie in der Bücherei des Lüdinghauser Krankenhauses anzutreffen und versorgte die Kapelle im Haus Maria-Trost in Münster.

2016 kam Schwester M. Liobalda als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus. Zunehmend war sie eingeschränkt durch ihre Krankheiten. Das hielt sie aber nicht davon ab, auch im Rollstuhl regelmäßig an den Gottesdiensten teilzunehmen, so lange es ging. Es war ihr Wunsch, dass der Psalmvers: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ auf ihrem Totenzettel stehen sollte. Damit wollte sie uns sagen, dass sie sich immer von dem Guten Hirten an die Hand genommen wusste und so ihr langes Leben, auch nach dem frühen Verlust der Eltern und mit ihren schweren Krankheiten, meistern konnte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Liobalda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 28. August 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Liobalda und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Siegharda

Geboren: 7. Mai 1938
Eintritt: 07. Februar 1958
Profess: 28. Oktober 1960
Gestorben: 19. August 2025

Der gute und menschenfreundliche Gott rief zu sich unsere Mitschwester geb. Elisabeth Grevenstette, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, am 19. August 2025 zu sich.

Maria sprach:

 „Was ER euch sagt, das tut.“

(Hochzeit zu Kana, Joh. 2,5) 

Schwester M. Siegharda wurde in Gramdorf – Langwege im Kreis Vechta auf einem Bauernhof geboren. Nach der Schulzeit kam sie in die Küche des St. Josefs-Hospitals in Cloppenburg. Hier lernte sie die Schwestern und auch ihren späteren Beruf kennen und schätzen. Im Kloster wurde sie als Krankenschwester zusätzlich Diätassistentin. Um die praktische Ausbildung der Diätschülerinnen im St. Franziskus-Hospital begleiten zu können, besuchte Schwester M. Siegharda das Jahresseminar der Werner-Schule in Göttingen. Vielen Schülerinnen hat sie über fast 30 Jahre geholfen, ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. So erhielten die Patienten des Hospitals immer eine angemessene und abwechslungsreiche Diät. Neben den Kranken hatte Schwester M. Siegharda immer etwas übrig für bedürftige Menschen, die den Weg zu ihr in die Küche fanden. Ihre offene und positive Ausstrahlung erleichterte ihr den Weg zu den Menschen.

Als Marienverehrerin war ihr das Wort der Mutter Gottes wichtig: „Was ER euch sagt, das tut.“ Sie war fest verwurzelt in ihrem Glauben und setzte sich nach dem Konzil intensiv mit den Neuerungen auseinander, die auch auf die Orden zukamen. In ihrer geringen Freizeit besuchte sie theologische Seminare und Fortbildungen und brachte sich in die Diskussionen ein. 

Nach ihrer Zeit als Diätküchenleiterin im St. Franziskus-Hospital kam Schwester M. Siegharda zuerst ins Priesterseminar in Münster, leitete die Küche der Franziskaner in Werl und setzte sich mit zunehmendem Alter noch in Billerbeck und Vreden ein. 2018 kam die Zeit, dass sie als Seniorin ins St. Anna-Stift wechselte. Auch hier hat sie sich immer noch mit den Kräften eingesetzt, die sie hatte. So pflückte sie z.B. Äpfel und kochte sie in der Küche ein. Auch war es ihr ein Anliegen, die Bänke im Garten regelmäßig zu säubern, damit die Schwestern sie benutzen konnten. Im Beisein ihrer Nichte und der Mitschwestern gab sie nun ihr reiches Leben zurück in die Hände Gottes.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Siegharda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Siegharda am Montag, den 25. August 2025 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.

Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Bernreda

Geboren: 13. August 1936
Eintritt: 31. Januar 1959
Profess: 28. Oktober 1961
Gestorben: 14. August 2025

Gott, der uns die Blumen und Kräuter schenkt, rief seine Blumenfreundin und unsere Mitschwester geb. Antonia Fastermann, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, am 14. August 2025 zu sich.

Gelobt seist du mein Herr für unsere Mutter Erde,

die vielfältige Früchte hervorbringt

bunte Blumen und Kräuter.

(Sonnengesang des hl. Franziskus) 

Schwester M. Bernreda war eine echte Franziskanerin, die den Sonnengesang zu ihrem Lebenslied machte. Wir kennen sie als echte Blumenliebhaberin. In allen Konventen erkannte man es an dem Blumenschmuck in der Kapelle und im Haus, dass Schwester M. Bernreda da war. Besonders sind uns ihre 26 Jahre in Seppenrade in Erinnerung. Die Blumen im Klostergarten und auch auf den Gräbern der Schwestern blühten viel größer als anderswo. Darauf angesprochen sagte sie, man müsse mit ihnen sprechen und guten Dünger an die Wurzeln geben. Im Winter trieb sie die Blumen im Gewächshaus vor, die sie dann im Frühjahr ausbrachte. Es kamen Menschen von nah und fern, um ihren Garten zu bewundern. Er machte dem Seppenradener Rosengarten Konkurrenz.

Schwester M. Bernreda war neben der Krankenschwester auch Diätassistentin und 18 Jahre lang Küchenleiterin in Dorsten. Danach absolvierte sie das Jahresseminar für leitende Schwestern in Göttingen und wurde die Assistentin der Oberinnen in Gladbeck und Oberhausen-Osterfeld und selbst Oberin in Liesborn. In Seppenrade konnte sie ihr Blumenhobby endlich zum Hauptberuf machen. Ihr wurde der Garten übertragen. Außerdem übernahm sie den Fahrdienst für die Schwestern und brachte sich mit ihrer guten Singstimme in das Stundengebet des Konventes ein.

Als der Konvent in Seppenrade 2021 aufgelöst wurde, ging sie als Seniorin nach Nordwalde ins St. Franziskus-Haus. Ihre Kraft hatte sie bis dahin aufgebraucht, so dass sie sich liebevoll von den Mitarbeitenden der Pflegestation betreuen ließ, bis sie am Nachmittag nach ihrem 89. Geburtstag ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Bernreda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 19. August 2025 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Bernreda und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Alfriedis

Geboren: 2. Februar 1931
Eintritt: 8. August 1952
Profess: 3. Mai 1955
Gestorben: 19. Juli 2025

In der Hoffnung, mit Christus ihrer Stärke und ihrem Licht auf dem Weg, gab unsere Mitschwester, geb. Gertrud Schölpen, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus, am 19. Juli 2025 ihr Leben zurück in die Hände des guten und barmherzigen Gottes.

Meine Hoffnung und meine Freude,

 meine Stärke, mein Licht,

Christus meine Zuversicht.

Auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht.

(Gotteslob Nr. 365) 

Schwester M. Alfriedis wurde in Homberg am Niederrhein geboren, kurz vor dem Beginn des Dritten Reiches. Ihre Kinder- und Schulzeit fiel in die Zeit des Nationalsozialismus. Auf ihrem Schulabschlusszeugnis steht ein Stempel mit dem Hakenkreuz. Die katholische Familie hatte es nicht leicht, doch ein starker Glaube hat sie durch diese schwere Zeit getragen und das Leben nachhaltig geprägt. 

Mit 21 Jahren trat Gertrud Schölpen in die Ordensgemeinschaft ein und es wurde aus ihr Schwester M. Alfriedis. Die Sorge für die kranken und alten Menschen waren ihr immer ein großes Anliegen. Nach dem Examen war sie 33 Jahre als Kranken- und Stationsschwester in Hückeswagen und Waldniel tätig. Danach absolvierte sie berufsbegleitend das Altenpflegeseminar in Holthausen und wechselte vom Rheinland in die Altenpflege nach Körbecke am Möhnesee, mit einem Zwischenstopp in Dortmund und Sevelen. 2012 durfte sie sich dann ausruhen von ihrem langen Dienst und kam als Seniorin in den Konvent Maria Hilf in Telgte. 2015 wechselte sie ins St. Heriburg-Haus. Hier konnte sie ihre letzten Monate in der neuen Station St. Klara leben und die besondere Atmosphäre dieser Wohngruppe genießen.

Von ihrem Namenspatron dem hl. Alfried wird berichtet, dass er „reich an Tagen“ starb, so war es auch bei Schwester M. Alfriedis, die 94 Jahre alt wurde. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Alfriedis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 24. Juli 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Alfriedis und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen. 

Sister M. Viventia

Born: January 3, 1932
Entrance: February 2, 1952
Professed: October 28, 1954
Died: July 16, 2025

On Wednesday, July 16, 2025, at 2:45 p.m., our beloved God called to himself our dear Sister M. Viventia, born by the name of Genowefa Herman, Hospital Sister of the Third Order Regular of St. Francis.

The joy of the Lord is our strength.

Neh.8:10

Sister M. Viventia was born in Katowice/Chebzie.

During her postulancy, Sister M. Viventia worked as a nursing assistant in the surgical ward of St. Adalbert Hospital in Opole. She studied at a nursing school in Krakow and obtained her nursing diploma in 1964. She then worked as a highly competent nurse at the Children’s Clinic for Infectious Diseases in Wroclaw until September 1989. During this time, she was provincial councillor for six years and Superior of the local convent for twelve years. For another seven years, she worked in housekeeping and as matron at the bishop’s residence in Opole. From 1996, she lived in the provincial house, where she took on various household tasks and helped in the infirmary. In 2017, she was transferred to the nursing home in Opole-Stephanshöh because she needed treatment and rehabilitation.

Sister M. Viventia distinguished herself in her service as a nurse and by her superior kindness, goodwill, hospitality, gentleness toward all, and a great sense of humour. She had a generous and kind heart for the poor and needy who knocked on the doors of our convents. She showed great openness toward those who visited our provincial house, offering them a kind word, time, and friendliness. Many who came unexpectedly felt welcome and cared for by Sister M. Viventia, who received them at the gate. She was very conscientious in her duties.

From an early age, she had a special love for St. Thérèse of the Child Jesus. She claimed to be as stubborn as little Teresa herself. Sister M. Viventia was as persistent on the path to holiness as Saint Teresa and, like her, had a gentle and boundless love for Jesus.

She cultivated relationships with her family, showed them love and kindness, and surrounded them with prayer and gratitude.

In her last years, her physical strength declined more and more, which she accepted with resignation to God’s will, and on July 16, in the 71st year of her religious life, she slept peacefully under the protection of Our Lady of Mount Carmel and entered the Kingdom of Heaven.

She is grateful to her fellow sisters for all the kindness and service they have shown her, especially to the sisters in Opole Szczepanowice. We continue to commend herself to our prayers and trust that she will support us from heaven.

Schwester Mary Evelyn, OSF

Geboren: 27. Dezember 1922
Eintritt: 8. September 1949
Profess: 13. Juni 1952
Gestorben: 21. Juni 2025

Am 21. Juni 2025 um 11: 15 Uhr wurde Schwester Mary Evelyn, OSF, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, im Beisein von Schwester Jamesine und Schwester Marilyn sowie Pat Goldsmith, Mitglied der franziskanischen Weggemeinschaft, zur Ewigkeit gerufen.

Doch meine Burg ist der Herr.  Mein Gott ist der Fels meiner Zukunft.

(Psalm 94.22) 

Schwester Mary Evelyn wurde am 27. Dezember 1922 in Aud, Missouri, als Tochter von James Earl und Hada (Mantle) Lamb geboren. Sie ging gern zur Schule und hielt die Abschiedsrede ihrer Abschlussklasse. Während sie die erste bis achte Klasse in einer kleinen Schule unterrichtete, in einer Hosenfabrik arbeitete und im Büro des Schulleiters tätig war, fühlte sie sich zu einem religiösen Leben berufen. Sie wollte Krankenschwester werden.

Im Jahr 1945 saß sie mit ihrer 18-jährigen Schwester Earline und einer Freundin in einem Boot auf einem künstlich angelegten See auf dem Grundstück der Familie. Als das Boot kenterte, schwamm ihre Freundin in Sicherheit, während Schwester Mary Evelyn, die nicht schwimmen konnte, auf das Boot kletterte. Während sie zusah, wie ihre Schwester im See ertrank, bat sie Gott, ihr Leben zu retten, damit sie ihrer Berufung zum Ordensleben folgen könne. Vier Jahre später fiel ihr eine Anzeige der Hospitalschwestern in einer Berufungszeitschrift ins Auge. Sie folgte ihrer Berufung, trat am 8. September 1949 ins Mutterhaus ein und wurde ein Mitglied unserer Gemeinschaft. Ihre erste Profess legte sie am 13. Juni 1952 ab. Zwei ihrer Schwestern schlossen sich ihr in unsere Gemeinschaft an: Jane Marie (1954) und Jamesine (1955).

Schwester Mary Evelyn absolvierte 1958 die Krankenpflegeschule des St. John’s Hospital. Darüber hinaus erwarb sie 1956 einen Bachelor im Lehramt an der Quincy Universität und 1975 einen Abschluss als Krankenschwester an der Sangamon State Universität.

Schwester Mary Evelyn arbeitete in der Krankenpflege in den Krankenhäusern von HSHS in Illinois und Wisconsin sowie im St. Francis Convent. Außerdem arbeitete sie bei dem Springfield und Sangamon Sozialdienst, Alverna Pflegedienst Zentrum in Chicago, IL (sie fuhr gerne in die Stadt) und bei Interreligiösen Pflegekräften in Eau Claire, WI, wo sie stellvertretende Direktorin war.

Nach ihrer Rückkehr ins St. Francis Kloster im Jahr 1995 blieb Schwester Mary Evelyn aktiv. Sie malte in verschiedenen Stilen, darunter Ikonen, praktizierte heilende Berührungen, machte regelmäßige Übungen, spielte Rummikub und stellte ihren Sinn für Humor unter Beweis, der zu ihren Markenzeichen gehörte. Sie widmete sich ihrem religiösen Leben und lebte dieses voll und ganz.

Sie überlebte ihre Eltern, die Brüder Malvin Mark, Jamas Earl II, Paul David, Dala George, Walter William und Robart Owen sowie die Schwestern Earline Lucy Lamb und Schwester Jane Marie Lamb, OSF (2005). Sie hinterlässt einen Bruder, Charles Joseph aus Kansas City, Missouri, sowie die Schwestern Schwester Jamegine Lamb, OSF, und Esther Ann Brandt aus Kansas City, Missouri, viele Nichten und Neffen sowie Großnichten und Großneffen.

„Wenn du das Älteste von zwölf Kindern bist, werden deine Eltern deine Hilfe beim Kochen, bei der Hausarbeit und bei der Betreuung deiner jüngeren Geschwister benötigen. Dabei wirst du viele Dinge lernen, unter anderem den Wert von Stärke.“ Dies prägte den Charakter von Schwester Mary Evelyn, OSF, und trug sie durch ihre 102 Lebensjahre. Möge Schwester Mary Evelyn vom Herrn reich belohnt werden und für uns vom Himmel aus Fürsprecherin sein.

Schwester M. Ancilla

Geboren: 25. Oktober 1935
Eintritt: 10. August 1956
Profess: 3. Mai 1959
Gestorben: 30. Juni 2025

Jesus Christus rief unsere Mitschwester zu sich in die himmlische Heimat, Schwester M. Ancilla, geb. Theresia Schomaker, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Unsere Heimat ist im Himmel. Dort erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter.

(Phil. 3, 20) 

Schwester M. Ancilla wuchs im Kreis ihrer zwölf Geschwister auf dem Bauernhof der Familie Schomaker in Westendorf bei Glandorf auf. Wie ihre vier Schwestern, Gottharda, Alderika, Emilianis und Rosalia wurde sie Mauritzer Franziskanerin.

Bis 1983 arbeitete Schwester M. Ancilla als Krankenschwester in Legden und Issum-Sevelen. Dann besuchte sie das Altenpflegeseminar in München und sorgte sich um die alten Menschen und die Mitschwestern in Issum-Sevelen, Alpen und im St. Heriburg-Haus. Ab 2007 lebte sie in Lingen-Biene und sorgte in dem kleinen Konvent mit Schwester M. Emilianis für den Haushalt und für die Pfarrkirche. Dieser Einsatz hat ihr besonders viel Freude gemacht, da sie ihre kreativen Fähigkeiten besonders gut einbringen konnte und die Schwestern dort viel Kontakt zu den Menschen der Gemeinde hatten. Mit der Auflösung des Konventes kam sie, zusammen mit Schwester M. Emilianis, zurück ins Mutterhaus. Auch dort setzten sie sich trotz ihrer schwindenden Kräfte im Nähzimmer ein.

Gemeinsam wechselten die beiden Geschwister im April dieses Jahres als Seniorinnen ins St. Heriburg-Haus, wo Schwester M. Ancilla ihr Leben in den frühen Morgenstunden des 30. Juni an Gott zurückgab. Im Himmel warten ihre Schwestern Gottharda, Alderika und Rosalia auf sie.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Ancilla Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Unser Mitgefühl gilt Schwester M. Emilianis, die sie bis in die Sterbestunde begleitete.

Am Freitag, den 4. Juli 2025, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Ancilla und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Reginata

Geboren: 29. Juni 1927
Eintritt: 25. Januar 1952
Profess: 28. Oktober 1954
Gestorben: 16. Juni 2025

Unter dem Schutz und der Begleitung der Gottesmutter gab unsere Mitschwester, geb. Elisabeth Brinker-Ohmscheiper, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, im Alter von 98 Jahren, ihr Leben zurück in die Hände Gottes.

Maria sprach:  „Was ER euch sagt, das tut.“

(Hochzeit zu Kana, Joh. 2,5) 

Tätige Nächstenliebe bestimmt seit der Jugendzeit ihr Leben, so schreibt die WAZ-Zeitung 1987 in Lünen über Schwester M. Reginata, die in dem Jahr zur „Frau des Jahres“ gewählt wurde und 1990 die Ehrenurkunde erhielt als „die beliebteste Helferin in Weiß“. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und unermüdlicher Leistungswille wurden hier als ihre herausragenden Eigenschaften genannt. So kennen und schätzen wir Schwester M. Reginata seit 73 Jahren. 

Geboren wurde sie vor 98 Jahren in Wettringen und trat mit 25 Jahren bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein. Nach den üblichen Stationen als Kranken- und Stationsschwester wurde Schwester M. Reginata Krankenhauspastoralreferentin und arbeitete die ersten 3 Jahre in Ahaus und danach 6 Jahre im Marienhospital in Lünen. Weitere 25 Jahre traf man sie als Seelsorgerin in der Reha-Klinik Maria Frieden in Telgte an, wo sie neben der Seelsorge auch die Bücherei leitete und auch hier mit den Menschen ins Gespräch kam. Während dieser Zeit hat sie die Ordensdatenbank für unsere Gemeinschaft aufgebaut. 

Schwester M. Reginata war mit Leib und Seele Seelsorgerin und wurde gerne liebevoll „Bischöfin“ genannt. Einige Priester aus Nigeria führte sie in die deutsche Sprache und Lebensart ein. Sie hätte gut eine Gemeinde leiten können, wenn das möglich gewesen wäre. Schwester M. Reginata hatte einen großen Gebetsschatz, der sie bis in ihr hohes Alter begleitete. Besonders verehrte sie die Muttergottes und pilgerte gern zur Gnadenkapelle in Telgte, um ihr nahe zu sein. 

Vor 10 Jahren kam Schwester M. Reginata auf ihren Wunsch hin als Seniorin ins St. Heriburg-Haus, wo sie in den letzten Monaten wegen ihrer demenziellen Grenzen in dem neuen Wohnbereich St. Klara lebte und dort auch ihr Leben vollendete, liebevoll begleitet durch die Mitschwestern und die Mitarbeitenden. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Reginata Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Die Provinzleitung der Mauritzer Franziskanerinnen

Der Schwesternkonvent des St. Heriburg-Hauses in Münster 

Die Angehörigen

Am Freitag, den 20. Juni 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Reginata und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen. 

Schwester M. Bernaldis

Geboren: 16. September 1939
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 7. Juni 2025

Der gute Gott, in dessen Hände ihr Name seit 86 Jahren geschrieben ist, nahm unsere Mitschwester jetzt an die Hand und hat sie zu sich geführt, Schwester M. Bernaldis, geb. Helene Eilermann, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

Gott hat uns in seine Hand geschrieben
und Gottes Hände sind gute Hände.

Kardinal Höffner

Schwester M. Bernaldis wurde in Spahnharrenstätte bei Sögel im Emsland geboren. Trotz des frühen Todes der Mutter konnten die Geschwister als Familie zusammenbleiben. Dafür war Schwester M. Bernaldis sehr dankbar. Durch ihre Ausbildung bei Schwester M. Landeline in der Cloppenburger Krankenhausküche lernte sie die Franziskanerinnen kennen.

Nach dem Krankenpflegeexamen wurde Schwester M. Bernaldis die ersten zehn Jahre als OP-Schwester im Lüner Marienhospital eingesetzt. Dabei fehlte ihr der direkte Kontakt zu den kranken Menschen. Sie durfte deshalb die Ausbildung für die ambulante Pflege und die Altenpflege auf dem Arenberg machen und wurde danach in den Sozialstationen in Dingden, Datteln und Münster-Roxel eingesetzt. Dann übernahm sie den ambulanten Hospizdienst in Recklinghausen und später den Seelsorgedienst in Emsdetten und Ahaus. Viele Menschen kannten und schätzten Schwester M. Bernaldis, wenn sie mit ihrem kleinen Auto vorfuhr und immer ein freundliches Gesicht mitbrachte, aber auch viel Sachkompetenz und Einfühlungsvermögen.

Seit 2016 lebte Schwester M. Bernaldis als Seniorin im St. Franziskus-Haus in Nordwalde. Auch hier setzte sie sich immer wieder ein für die kranken und sterbenden Mitschwestern und hat viele Stunden an deren Betten gebetet. Auch ließ sie sich immer wieder ansprechen, wenn Hilfe gebraucht wurde. Das konnte sie bis vor einigen Wochen, als eine schwere Krebserkrankung sie selbst ereilte. Ganz bewusst sah sie ihre Zukunft und ging gelassen auf die Stunde des Todes zu. Viel Unterstützung erfuhr sie durch ihre Familie und die Abteilungsmitschwestern, besonders Schwester M. Seraphinis und Schwester M. Vincentia. So beschützt und behütet, durfte sie in den Morgenstunden des Samstags vor Pfingsten ihr Leben in die Hände Gottes zurückgeben.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Bernaldis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Freitag, den 13. Juni 2025 feiern wir um 10 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Bernaldis und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Reingardis

Geboren: 3. April 1938
Eintritt: 12. August 1960
Profess: 3. Mai 1963
Gestorben: 6. Juni 2025

Im Alter von 87 Jahren gab unsere Mitschwester ihr Leben zurück in die Hände Gottes, Schwester M. Reingardis, geb. Lucia Wiewel, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen
meinen Geist. Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Psalm 31,6

Schwester M. Reingardis wurde in Neuenkirchen Vörden geboren und wuchs im Kreis ihrer sechs Geschwister auf. Hauswirtschaftliche Arbeiten lagen ihr besonders gut. Nach der Schulzeit arbeitete sie in der Hauswirtschaft eines Bauernhofes in Lage-Rieste. Durch ihre Tante Schwester M. Baldimera, die Küchenschwester in Damme war, fand Lucia mit 22 Jahren ihren Weg zu den Mauritzer Franziskanerin-nen.

Nach der Profess absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung in Münster, machte eine Ausbildung für Ausbilder im Gesundheitswesen in Essen und einen Stationsleiterkurs in Freiburg. So gerüstet, wurde sie bis 1980 als Krankenschwester und Stationsleiterin in mehreren Krankenhäusern eingesetzt. Dann konnte sie sich der Hauswirtschaft zuwenden, der ihr großes Interesse galt. Sie arbeitete in Dingden, in Gladbeck, Dorsten und von 1995 – 2015 im Refektorium des Mutterhauses in Münster. Hier setzte sie sich besonders gerne ein für die Gäste, die in die Elisabeth-Oase kamen, wo sie ihr tägliches Frühstück einnahmen. Seit 2015 lebte Schwester M. Reingardis als Seniorin, zuletzt im St. Heriburg-Haus in Münster, wo sie im Beisein der Mitschwestern ihr Leben an Gott zurückgab.

Ihre letzten Jahre waren gekennzeichnet durch ihre zunehmende Schwerhörigkeit, unter der sie litt. Das hielt sie aber nicht davon ab, an der Gemeinschaft teilzunehmen und besonders auch am täglichen Gebet und der Eucharistiefeier.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Reingardis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 12. Juni 2025, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Kapelle des Hauses 1 von Schwester M. Reingardis und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.