Schwester Leonardine Sconzert, OSF

Am 9. April 1930 wurde ich in Luxemburg, Wisconsin, als achtes von elf Kindern von Peter und Caroline (Fennadeal) Sconzert geboren. Mein Vater war Landwirt, und sowohl er als auch meine Mutter waren sich der Bedeutung des Glaubens für unser Familienleben bewusst. Wir hatten zwar kein Geld, aber einen starken Glauben. Wir gingen zur Messe, beteten und hatten eine gute Beziehung zu Gott.

Schon früh wusste ich, dass ich Ordensschwester werden wollte. Während meines ersten Jahres an der St. Joseph’s Academy (Green Bay, Wisconsin) arbeitete ich nach der Schule im St. Vincent Hospital und lernte dort die Mauritzer Franziskanerinnen kennen. Ich wohnte im Mädchenheim des Krankenhauses, und durch mein Gebetsleben wurde mir die Gewissheit gegeben, dass dies Gottes Wille für mich war. Ich spürte wirklich, dass meine Zukunft bei den Schwestern lag, und nach viel Gebet trat ich am 8. September 1945 im Alter von 15 Jahren in die Gemeinschaft ein… und folgte meinem Traum. Am 4. Oktober 1948 legte ich meine ersten Gelübde ab und schloss während des Noviziats meine Highschool-Ausbildung ab. 1954 schloss ich die St. John’s Hospital School of Nursing ab und erwarb 1972 einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College (St. Louis, Missouri).

Als Krankenschwester war ich in unseren Krankenhäusern in Sheboygan und Eau Claire (Wisconsin) sowie in Effingham und Streator (Illinois) tätig, ebenso wie im Alverna Home Nursing Center in Chicago (Illinois). Die Pflege der Patienten war für mich immer eine große Erfüllung. Bei der häuslichen Krankenpflege wurde mir noch deutlicher bewusst, wie viel mehr wir für einen Patienten in dessen Zuhause tun können, und durch diese Beziehungen entstanden viele tiefe Bindungen. Auch habe ich viele Jahre lang in unserem Mutterhaus die Füße meiner Mitschwestern gepflegt, die ihr Leben dem Dienst an den Armen, Kranken und Bedürftigen gewidmet haben. Ich bitte euch herzlich, dass wir uns bemühen, auf den Herrn zu vertrauen und Glauben an Gott zu haben, denn er ist immer bei euch. Loszulassen und die Dinge Gott zu überlassen, kann so bereichernd sein. Glaubt mir.