Schwester M. Adelgera

Geboren: 18. März 1935
Eintritt: 11. August 1956
Profess: 3. Mai 1959
Gestorben: 8. Juli 2026

Voll Vertrauen legte unsere Mitschwester ihr irdisches Leben in Gottes Hand und folgte ihm auf den Weg in das neue Leben: Schwester M. Adelgera, geborene Maria Herzig, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist. Du hast mich erlöst, Du treuer Gott.

(Psalm 31,6)

Als Maria Herzig wurde unsere Mitschwester in Scheibe in der Grafschaft Glatz als Tochter eines Bauern geboren. 1946 wurde die Familie aus Schlesien vertrieben und kam nach Ostfriesland, wo Maria ihre letzten Schuljahre verbrachte. Sie selbst sagte dazu, dass diese Jahre die schwersten in ihrem Leben waren. Danach kam sie bis zu ihrem Ordenseintritt zu den Mauritzer Franziskanerinnen ins Borromäus-Hospital in Leer, zuerst in die Küche und später in die Pflege.

Ihren Eltern ist sie sehr dankbar dafür, dass sie sie bei der Flucht und beim Einleben in Ostfriesland liebevoll behütet und beschützt haben. Diese Geborgenheit hat Schwester M. Adelgera zeit ihres ganzen Lebens auch bei Gott gefunden, dem sie, seit 1956 siebzig Jahre lang, als Ordensschwester gedient hat.

Die Liebe zu ihrer Heimat ist ihr nicht verlorengegangen. Mit Begeisterung hat sie an den regelmäßigen Treffen der Glatzer Landsmannschaft in Telgte teilgenommen und dort viel Kraft geschöpft für ihren Glauben und ihr Leben. Bis zuletzt hat sie die Verbindung nach Schlesien aufrechterhalten, besonders auch zu den schlesischen Mitschwestern. Einige Tage vor ihrem Tod bekam sich noch Besuch von Schwester M. Maximiliana, der polnischen Provinzoberin, und von Schwester M. Alexandra, die sich zur internationalen Archivkonferenz in Münster aufhielten. Dabei hat sie sich bei ihnen nach allen Schwestern erkundigt und sie besonders grüßen lassen.

Schwester M. Adelgera war lange auf der Intensivstation des St. Bernhard-Hospitals in Kamp-Lintfort tätig, bevor sie 1994 nach Münster ins St. Heriburg-Haus versetzt wurde, um die älteren Mitschwestern zu pflegen und die Kapelle zu betreuen. Jetzt durfte sie ihr Leben in die Hand Gottes zurückgeben.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Adelgera Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 13. Juli 2026, verabschieden wir uns von Schwester M. Adelgera im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.