
Schwester M. Benita
Geboren: 7. September 1960
Eintritt: 10. September 1979
Profess: 4. Mai 1982
Gestorben: 11. Juli 2026
Aus unserer Polnischen Provinz haben wir die Nachricht vom Tod unserer Mitschwester erhalten: Schwester M. Benita, geborene Irena Soll, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.
Ich habe an guten Wettkämpfen teilgenommen, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Zum Schluss ist für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereitgestellt, den mir der Herr an jenem Tag geben wird.
(2 Tim 4,7–8a)
Schwester M. Benita wurde am 7. September 1960 in Koty, Woiwodschaft Oppeln, geboren. Sie trat am 10. September 1979 in unsere Kongregation ein. Ihre erste Profess legte sie am 4. Mai 1982 in Ołdrzychowice Kłodzkie ab.
Nach ihrer ersten Profess begann Schwester M. Benita eine Ausbildung an der Krankenpflegeschule und arbeitete von 1984 bis 2009 als Krankenschwester in der Klinik für Infektionskrankheiten in Breslau, in Szczytna sowie im Kinderheim in Rengersdorf. Nach einer kurzen Vorbereitung auf die Missionsarbeit reiste sie im Herbst 2009 zusammen mit zwei weiteren Schwestern nach Kasachstan und begann dort ihre Missionsarbeit. Fast acht Jahre lang war sie in der St. Abraham-Pfarrei in Szczucińsk tätig, die folgenden acht Jahre in der Pfarrei der Muttergottes von Tschenstochau in Kamyschenka.
Sowohl in Polen als auch in Kasachstan widmete sich Schwester Benita ganz ihrem Dienst an den Menschen und Kindern, zu denen sie gesandt worden war. Sie war kreativ, gütig, sehr engagiert, stets bereit, noch mehr zu geben, und legte großen Wert auf Sorgfalt in ihrem Dienst und ihrer Arbeit. Treu folgte sie ihrem Berufungsweg und ging auf das ein, was Gott von ihr erwartete. In aller Stille, mit einem Lächeln und bereitwillig diente sie jeden Tag denen, die Hilfe brauchten. Der missionarische Dienst in Kasachstan bereitete ihr viel Freude und Erfüllung. Diese schöne Zeit des aktiven apostolischen Dienstes wurde durch eine Krankheit unterbrochen. Ab Oktober 2024 begann für sie ein Weg des Leidens: Sie musste sich mit einer neuen Realität aus schwierigen körperlichen Beschwerden, Behinderung und Abhängigkeit auseinandersetzen. Schwester M. Benita kommunizierte über einen längeren Zeitraum hinweg mit ihrer Umgebung mithilfe eines Tablets durch kurze Nachrichten. Am Ende ihres Lebens war ihr selbst das nicht mehr möglich. Das war für sie sehr schwer. Die Schwestern der Gemeinschaft von Szczepanowice sowie das medizinische Personal dieses Pflegeheims kümmerten sich sehr um Schwester M. Benita und standen ihr auf ihrem Leidensweg zur Seite.
In den letzten Wochen ihres Lebens verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Schwester erheblich. Dennoch war sie in der Lage, mit einem Lächeln für jede Geste der Güte zu danken. Schwester M. Benita ist am Samstag, 11. Juli 2026, friedlich zum Herrn heimgegangen. Wir vertrauen darauf, dass sie sich nun in vollem Maße an der Nähe und Liebe Gottes erfreut.
Dankbar für jede Güte, jede Hilfe und jeden Dienst, der ihr erwiesen wurde, empfiehlt sie sich heute unseren Gebeten und unterstützt uns sicherlich alle mit ihrem Gebet vor dem Herrn.