Schwester M. Friedgund

Geboren: 8. September 1935
Eintritt: 2. Oktober 1958
Profess: 3. Mai 1961
Gestorben: 26. August 2026

In dem festen Vertrauen, dass sie durch Christus auferstehen wird, legte unsere Mitschwester ihr Leben in die Hand Gottes: Schwester M. Friedgund, geborene Maria Dopp.

Auferstehen ist unser Glaube, Wiedersehen ist unsere Hoffnung. Gedenken unsere Liebe.

(Hl. Augustinus)

Am Fest der Geburt Mariens wurde Maria Dopp in Ottmarsbocholt geboren. Dort wuchs sie mit ihren zwei Brüdern und zwei Schwestern auf. Sie sagte von sich, dass sie dort eine frohe Jugend hatte. Auf einem Bauernhof lernte die junge Frau nach der Volksschulzeit die Haushaltsführung und kam später zu den Mauritzer Franziskanerinnen ins damalige Krankenhaus in Ottmarsbocholt. Diese Erfahrungen führten zu der Entscheidung, dass sie selbst Franziskanerin wurde. Sie absolvierte die Krankenpflegeausbildung in Münster und arbeitete danach von 1966 bis 1986 in den Krankenhäusern in Freckenhorst und in Billerbeck.

Die prägende Zeit ihres sozialen Einsatzes war von 1986 bis 2024 im St. Josefs-Haus in Ennigerloh. Hier betreute sie nicht nur die Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses, sondern sorgte für die Kapelle und darüber hinaus setzte sie sich für die bedürftigen Menschen in der Gemeinde ein. Dafür ehrte die Stadt sie und Schwester M. Veronis 2016 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Ennigerloh.

Schwester M. Friedgund sagte oft, dass Ennigerloh ihre zweite Heimat geworden sei. Nachdem der Konvent in Ennigerloh immer kleiner geworden war, blieb sie in den letzten Jahren zurück mit Schwester M. Veronis. Die beiden Schwestern traf man oft miteinander an. Gemeinsam haben sie 2004 den Konvent aufgelöst und sind sie zusammen ins Altenheim nach Nordwalde gegangen. Auf ihren Wunsch hin sind sie beide vor drei Monaten noch einmal umgezogen ins St. Heriburg-Haus nach Münster. Nach einigen Krankenhausaufenthalten im St. Franziskus-Hospital hat Schwester M. Friedgund ihr Leben im Beisein ihrer treuen Begleiterin Schwester M. Veronis zurückgegeben in die Hand Gottes.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Friedgund Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Am Montag, den 31. August 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Friedgund und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.