
Schwester M. Gerburgis
Geboren: 8. März 1940
Eintritt: 12. August 1965
Profess: 3. Mai 1968
Gestorben: 19. Juni 2026
Der gütige und barmherzige Gott rief in den frühen Morgenstun-den unsere Mitschwester zu sich in die ewige Heimat: Schwester M. Gerburgis, geborene Hedwig Ungruh, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.
Als es Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
(Joh. 21.4)
Schwester M. Gerburgis wurde in Hörstel-Ostenwalde geboren und wuchs dort mit ihren vier Geschwistern auf.
Mit fünfundzwanzig Jahren trat sie in den Orden ein und wurde Mauritzer Franziskanerin. Hier wurde sie Kinderkrankenschwester und arbeitete auf den Kinderstationen in Ahlen und im St. Franziskus-Hospital in Münster. Nach ihrer Ausbildung zur Pflegedienstleiterin leitete sie die Schulkinderstation. Zu den ehemaligen Kolleginnen hielt sie immer einen guten Kontakt.
1991 wurde sie Konventsoberin in Gladbeck und übernahm zusätzlich seelsorgliche Aufgaben im Krankenhaus, für die sie sich durch eine Ausbildung in München qualifiziert hatte. Später ging sie ins Krankenhaus nach Leer / Ostfriesland und danach nach Ahaus. Nach der Auflösung des Konvents kam sie zurück ins Mutterhaus uns setzte sich dort an der Pforte ein, bis ihre schwere Krankheit das nicht mehr zuließ.
Von 2001 bis 2006 übernahm sie als Provinzrätin die Mitverantwortung für die deutschen Schwestern.
Vor einiger Zeit wurde sie dialysepflichtig. In der Krankheit verglich sie sich mit ihrer Mutter, die ebenfalls nierenkrank war. Sie wusste somit, was auf sie zukam. Ganz bewusst und selbstbestimmt ging sie ihren Weg bis zuletzt. Am letzten Morgen sagte sie, dass sie keine Dialysebehandlung mehr möchte und ab jetzt Palliativpatientin werden möchte. Am Abend bat sie um die Krankensalbung, die sie bewusst mitgefeiert hat. Einige Stunden später ist sie dann ruhig eingeschlafen im Beisein der indischen Schwestern, die im Heriburg-Haus ihren Dienst taten. So friedlich sterben zu dürfen, das war ihr Wunsch, den sie immer geäußert hatte.
Dankbar nehmen wir von Schwester M. Gerburgis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.
Am Dienstag den 23. Juni 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Gerburgis und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.