
Schwester M. Hildburg
Geboren: 13. Juni 1934
Eintritt: 13. April 1957
Profess: 28. Oktober 1959
Gestorben: 6. März 2026
Nach längerer Krankheit, aber doch unerwartet, rief der Gott des Lebens unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Hildburg, geborene Gertrud Landwehr, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.
„Singt dem Herrn alle Völker der Erde,
(Gotteslob Nr. 809)
Tag für Tag verkündet sein Heil.“
Gertrud Landwehr kam von Herzebrock im Bistum Paderborn zu den Mauritzer Franziskanerinnen nach Münster. Die Verbindung zu ihrem Heimatbistum und zur Bischofsstadt Paderborn mit dem jährlichen Liborifest ist zeitlebens bei ihr lebendig geblieben. Den DOM, die Paderborner Kirchenzeitung, las sie regelmäßig.
Bei der Einkleidung erhielt die junge Frau den Namen Schwester M. Hildburg. Wie alle Schwestern absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung und arbeitete in diesem Beruf bis 1993 in Neuenkirchen bei Rheine, in Löningen und Bremen. Schwester M. Hildburg hatte darüber hinaus viele Fähigkeiten, die sie einbrachte in Telgte und im Mutterhaus in Münster.
Sie war eine sehr gute und exakte Näherin und hat mit viel Ideenreichtum und Präzision für die Schwestern genäht. Die ersten Mundschutztücher wurden zu Beginn der Coronazeit von ihr für das Mutterhaus hergestellt, bevor wir die genormten Masken bekamen. Mit ihrer schönen und klaren Stimme hat Schwester M. Hildburg über viel Jahre in den Konventen die Liturgie, besonders das Stundengebet, gestaltet und so „Tag für Tag das Heil Gottes verkündet“, wie es im Lied besungen wird. Als Malerin von Naturbildern war sie eine echte Künstlerin. Ihre Bilder wurden gerne gerahmt und aufgehängt. Schwester M. Hildburg hatte in der Schule noch die altdeutsche Sütterlinschrift gelernt. Deshalb war sie immer sehr gefragt, wenn es galt, alte Brief zu entziffern und ins Hochdeutsche zu übertragen. Auch für unser Archiv hat sie viele alte Dokumente bearbeitet, so dass sie uns heute zugängig sind. Dadurch wird Schwester M. Hildburg weiter unter uns lebendig bleiben.
Seit 2023 war sie Bewohnerin des St. Franziskus-Hauses in Nordwalde, wo sie, liebevoll umsorgt, ihr langes Leben an Gott zurückgab. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Hildburg Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr geschwisterlich verbunden.
Am Dienstag, den 10. März 2026 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Hildburg und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.