Schwester M. Josefa

Geboren: 13. März 1938
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 25. April 2026

Der hl. Josef, ihr Namenspatron und der Patron der Sterbenden, begleitete unsere Mitschwester auf ihrem Weg in die ewige Heimat: Schwester M. Josefa, geborene Josefa von Wulfen, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, wir preisen dich, denn Gott hat dich erwählt zum Pflegevater seines Sohnes.

(Gebet aus der Klostertradition)

Schwester M. Josefa kam aus Hollenstede im Kreis Bersenbrück zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Mit ihren Geschwistern wuchs sie dort auf einem Bauernhof auf. Zwei Geschwister starben bereits im Kindesalter und ihre Mutter vor dem Eintritt ganz plötzlich an Herzversagen. Josefa musste vorübergehend den Haushalt übernehmen. Mit 23 Jahren konnte sie in den Orden eintreten und erhielt bei der Einkleidung den Schwesternnamen Schwester M. Ascelina, den sie später eintauschte gegen ihren Taufnamen Josefa.

Schwester M. Josefa wurde Krankenschwester und Wirtschafterin und hat so in mehreren Krankenhäusern und ordenseigenen Einrichtungen gearbeitet. 1998 absolvierte sie einen Pastoralkurs für die Seelsorge an kranken und alten Menschen. Damit konnte sie ihren Krankendienst erweitern um die seelsorgliche Komponente.

Wie sie selbst erzählte, waren ihre schönsten Jahre ab 2007 in Lingen-Biene in einem kleinen Konvent, in dem sie die hauswirtschaftlichen Aufgaben übernahm. Die Schwestern waren zusammengewachsen wie eine kleine Familie. Als der Konvent 2022 aufgelöst werden musste, kamen sie gemeinsam zurück nach Münster und gingen ins St. Heriburg-Haus. Auch zu ihrer eigenen Familie hatte Schwester M. Josefa immer eine gute Beziehung und freute sich über jede Begegnung.

Die Musik war Schwester M. Josefas große Leidenschaft. Sie spielte Trompete, sang im Chor und gestaltete das Breviergebet mit ihrer guten Singstimme.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Josefa Abschied. Wie damals ihre Mutter ist auch sie plötzlich an ihrer Herzerkrankung gestorben. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Unser besonderes Mitgefühl gilt ihrer Familie und den noch lebenden Schwestern des ehemaligen Konventes in Lingen-Biene, Schwester Angela Maria und Schwester M. Emilianis. Schwester M. Ancilla wird sie im Himmel erwarten.

Am Mittwoch, den 29. April 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Josefa und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.