Sister M. Kunhildis

Geboren: 20. September 1936
Eintritt: 8. Oktober 1960
Profess: 3. Mai 1963
Gestorben: 20. September 2025
Am Abend ihres 89. Geburtstages nahm der gute und barmherzige Gott das Kreuz von ihren Schultern und rief unsere Mitschwester, geboren Agnes Tappehorn, Krankenschwester vom Dritten Orden des hl. Franziskus, zu sich.
Im Kreuz ist Heil,
im Kreuz ist Leben,
im Kreuz ist Hoffnung.
(Edith Stein)
Schwester M. Kunhildis wurde im September 1936 in Friesoythe geboren. Im November 1936 befahl Hitler, im Oldenburger Land die Kreuze aus den Schulen zu entfernen. Das hat Agnes Tappehorn offensichtlich sehr geprägt. Sie wünschte sich das Schlüsselkreuz aus der Friesoyther Kirche für ihren Totenzettel. Zur Muttergottes von Bethen hatte sie auch immer eine gute Beziehung. So lebte sie bis zum Schluss aus der Kraft ihres katholischen Glaubens, den sie durch die Familie und die Oldenburger Heimat kennen- und schätzengelernt hatte.
Mit 24 Jahren wurde sie Mauritzer Franziskanerin. Schwester M. Kunhildis wurde Krankenschwester und absolvierte die Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin. Von 1966 bis 1989 war sie im Rheinland eingesetzt in der physikalischen Therapie in Kamp-Lintfort und Meerbusch-Lank. Ihre kreativen Seiten konnte sie später ausleben, als sie in Kamp-Lintfort Nachtwache bei den älteren Mitschwestern machte und im Seniorenkonvent Maria Hilf in Telgte. Seit 2008 lebte Schwester M. Kunhildis in Kroge. Viele Jahre hat sie die Gäste des Klosters liebevoll betreut und sich um die Wäsche gekümmert. In den letzten Monaten wurden ihre Kräfte weniger und sie wünschte sich, zu Gott gehen zu dürfen, dem sie sich in der Profess versprochen hatte.
Schwester M. Kunhildis hatte immer ein gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Deshalb freute sie sich sehr, dass sie ihre letzte Lebensphase in Kroge erleben durfte. Den Besuch der Verwandten genoss sie immer sehr. Noch am Sterbetag waren sie bei ihr, eigentlich zum Geburtstagsbesuch, der dann der letzte sein sollte.
Dankbar nehmen wir von Schwester M. Kunhildis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.