
Schwester M. Liobalda
Geboren: 20. August 1930
Eintritt: 13. August 1954
Profess: 3. Mai 1957
Gestorben: 25. August 2025
Gott der gute Hirte, dem sie ihr Leben anvertraut hat, führte am 25. August 2025 unsere Mitschwester heim zu sich, um ihren 95jährigen Lebensweg zu vollenden, Schwester M. Liobalda, geborene Johanna Muhle, Krankenschwester vom Reg. Dritten Orden des hl. Franziskus.
Der Herr ist mein Hirte
(Psalm 23)
nichts wird mir fehlen.
Schwester M. Liobalda wurde in Olfen im Kreis Lüdinghausen geboren und wuchs bei ihrem Onkel auf. Die Eltern starben, als sie drei Jahre alt war. Zwei ihrer vier Geschwister wurden ebenfalls Ordensschwestern. Bei den Franziskanerinnen im Seppenradener Krankenhaus „lernte sie die Küche“, wie es damals hieß. Mit 24 Jahren trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein, wurde Krankenschwester und Diätassistentin.
In Emstek und Ankum leitete Schwester M. Liobalda die Krankenhausküche und war danach von 1984 bis 1998 die Oberin und hauswirtschaftliche Leiterin im Münsteraner Priesterseminar. In diese Zeit fiel der Besuch von Papst Johannes Paul II in Münster. Er wohnte damals im Priesterseminar. Die nächsten zehn Jahre war Schwester M. Liobalda Konventsoberin im Ahauser Krankenhaus. Danach war sie in der Bücherei des Lüdinghauser Krankenhauses anzutreffen und versorgte die Kapelle im Haus Maria-Trost in Münster.
2016 kam Schwester M. Liobalda als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus. Zunehmend war sie eingeschränkt durch ihre Krankheiten. Das hielt sie aber nicht davon ab, auch im Rollstuhl regelmäßig an den Gottesdiensten teilzunehmen, so lange es ging. Es war ihr Wunsch, dass der Psalmvers: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ auf ihrem Totenzettel stehen sollte. Damit wollte sie uns sagen, dass sie sich immer von dem Guten Hirten an die Hand genommen wusste und so ihr langes Leben, auch nach dem frühen Verlust der Eltern und mit ihren schweren Krankheiten, meistern konnte.
Dankbar nehmen wir von Schwester M. Liobalda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.
Am Donnerstag, den 28. August 2025 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Liobalda und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.
Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.