Schwester M. Patricia

Geboren: 22. Januar 1939
Eintritt: 7. Oktober 1964 
Profess: 1. Mai 1967 
Gestorben: 13. Oktober 2026



Der gute und menschenfreundliche Gott rief unsere Mitschwester zu sich: Schwester M. Patricia, geboren Helene Pöttker, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jesus spricht: „Ich war krank und ihr habt mich besucht.“

(Mt. 25,36)

Schwester M. Patricia wurde in Tinnen im Kreis Meppen geboren und wuchs dort mit ihren sechs Geschwistern behütet auf. Ihrem Wunsch, Krankenschwester zu werden, konnte sie durch die Krankenpflege-Ausbildung in Lingen verwirklichen. Dort lernte sie die Mauritzer Franziskanerinnen kennen und trat mit 25 Jahren in die Gemeinschaft ein. Ihr gesamtes Ordensleben hat sie im St. Franziskus-Hospital in Münster verbracht und im Mutterhaus gewohnt. 59 Jahre war sie im Hospital täglich anzutreffen. Schwester Patricia sagte von sich, dass das Hospital ihr zuhause sei. Viele kennen ihr Wort: „Kann ich helfen?“ In den ersten 20 Jahren war sie Stationsschwester der Orthopädischen Station 10 und wechselte danach in die orthopädische Ambulanz. Seit 2011 betreute sie die Krankenhauskapelle, hat zusätzlich seelsorgliche Aufgaben übernommen und an vielen Sterbebetten gewacht und gebetet.

Altersbedingt musste Schwester M. Patricia vor einigen Wochen ihr geliebtes Hospital verlassen und in das Altenheim St. Heriburg-Haus umziehen. Ihr Leben hat sie nach kurzer Krankheit in der Palliativstation an Gott zurückgegeben, für den sie ihr Leben eingesetzt hat.

Durch die vielen Jahre, in denen Schwester M. Patricia im St. Franziskus-Hospital gelebt hatte, hat sie sehr viele Menschen kennengelernt. Offen, mit strahlenden Augen und in ihrer herzlichen Art ging sie auf alle zu und hatte immer ein gutes Wort für sie. Das schätzten die Patienten und deren Angehörige ebenso wie die vielen Mitarbeitenden. Dabei blieb sie immer bescheiden und genügsam. Ihr war es wichtig, dass es den Anderen gut ging. Sie half nicht nur durch ihr pflegerisches Können und ihre wohlwollende Zuwendung, sondern auch dadurch, dass sie ihnen ihr Gebet versprochen und sie gesegnet hat. Das war ihr fester Glaube, dass Gott derjenige ist, dem man sich in jeder Lebenslage anvertrauen kann.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Patricia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 20. Oktober 2026, verabschieden wir uns um 14 Uhr im Auferstehungsamt in der Mutterhauskirche von Schwester M. Patricia und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.