Schwester M. Rainette

Geboren: 11. Februar 1936
Eintritt: 28. Januar 1956
Profess: 28. Oktober 1958
Gestorben: 31. Juli 2026

In den Händen Gottes hat unsere Mitschwester sich immer geborgen und sicher gefühlt. In die Hände Gottes gab sie ihr Leben zurück: Schwester M. Rainette, geborene Helga Schwager, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

(Lied: Gotteslob Nr. 818)

Schwester M. Rainette konnte auf 90 Lebensjahre zurückblicken. Sie berichtet uns in ihrem Nachlass: „Geboren wurde ich in Breslau. Unsere Mutter musste mit uns drei Kindern flüchten. Mein Bruder und ich, wir bekamen im Lager Hage in Ostfriesland Typhus. Später zogen wir nach Oberhausen-Osterfeld, wo ich bei einem Jahrespraktikum die Mauritzer Franziskanerinnen im Krankenhaus kennenlernte. Mit 20 Jahren trat ich ein. Dankbar bin ich meiner Mutter, dass sie die Fluchtsituation mit uns drei Kindern so tapfer durchgestanden hat. Dankbar bin ich auch, dass ich viele Jahre kranke Kinder pflegen durfte und anschließend in der Altenbetreung sein konnte.“

Für Schwester M. Reinette waren die Jahre prägend, in denen sie in Sendenhorst, in Moers und in Osterfeld kranke Kinder pflegen durfte. Danach kam sie in den neu gegründeten Konvent in Werne und übernahm im Altenheim St. Katharina pastorale Dienste. Später zog sie nach Seppenrade, wo sie noch kleine Dienste übernahm und die Orgel im St. Josefs-Haus spielte. Nach Auflösung des Konventes ging sie zurück ins Mutterhaus und erfreute hier und im St. Heriburg-Haus die Schwestern mit ihren vielseitigen Fähigkeiten. Besonders gerne bastelte sie und hat viel Freude mit ihren wunderschönen Weihnachtssternen und anderen selbst gebastelten Dingen verschenkt.

Krankheitsbedingt musste Schwester M. Rainette vor sechs Wochen selbst Bewohnerin des St Heriburg-Hauses werden, wo sie sich tapfer und gradlinig auf das Kommen Gottes eingestellt hat. Im Beisein der Mitschwestern legte sie ruhig ihre irdische Zeit in die Hände Gottes zurück, so wie es in dem Lied heißt, das sie sich für ihre Beerdigung gewünscht hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Rainette Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 4. August 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Rainette und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.