
Schwester Sherrey Murphy, OSF
Geboren: 15. Juni 1942
Eintritt: 5. September 1965
Profess: 22. August 1968
Gestorben: 8. Januar 2026
Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Sherrey Murphy, OSF, Krankenschwester vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus.
Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren! Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.
Ruth 1,16
Am frühen Morgen des 8. Januars 2026, um 8:20 Uhr Ortszeit, wurde unsere liebe Schwester Sherrey Murphy unerwartet zu Gott heimgerufen; mehrere Schwestern und Mitarbeiterinnen waren an ihrer Seite.
Diese Tochter einer zu 100 Prozent irischen Familie war eine Schwester des Glaubens, des Mitgefühls, des Mutes und des Humors. Sie lebte ihr Leben im Zeichen des Dienens, der Demut und der Liebe. Dieses junge Mädchen aus Süd Dakota wurde von 1994 bis 2018 zu einer Weltreisenden im Dienst der Schwestern ihrer internationalen Kongregation. Wo immer sie auch war, verkörperte sie den franziskanischen Geist – sie hörte aufmerksam zu, leitete sanft und setzte sich unermüdlich mit unerschütterlichem Vertrauen in Gottes Vorsehung ein. Das Leben von Schwester Sherrey war ein Zeugnis des Segens einer erfüllt gelebten Berufung. Sie begleitete unzählige Schwestern und stärkte das Apostolat, den Dienst der Schwestern in Deutschland, Polen, den USA, Japan und Indien. Ihre globale Vision überschattete nie ihre Herzensgüte. Sie blieb jeder Schwester gegenüber aufmerksam und glaubte, dass jeder Mensch, dem sie begegnete, ein Geschenk war.
Ob als Krankenschwester, in Leitungspositionen, als Generalrätin oder als 10. Generaloberin der Kongregation: Sie war im Gebet verwurzelt, ließ sich vom Geist der Unterscheidung leiten und zeichnete sich durch Demut aus. In der Leitung suchte sie nicht den eigenen Ruhm, sondern sie leitete die Gemeinschaft im Gehorsam gegenüber dem Ruf der Kirche und zum Wohl der Kongregation. Sie bildete Generationen von Schwestern aus und ermutigte sie, indem sie sie daran erinnerte, dass das religiöse Leben in erster Linie eine Antwort auf die Liebe Gottes ist.
Schwester Sherrey (83) wurde am 15. Juni 1942 in Mitchell, South Dakota, als Tochter von Francis A. und Eileen A. (Dunn) Murphy geboren. Am 5. September 1965 trat sie in den Orden der Krankenschwestern des hl. Franziskus ein und legte am 22. August 1968 ihre ersten Gelübde ab. Das religiöse Leben von Schwester Sherrey umfasste eine Vielzahl von Aufgaben. Vor allem diente sie 24 Jahre lang der internationalen Kongregation und lebte in dieser Zeit in Deutschland, in Münster. Von 2006 bis 2018 war Schwester Sherrey Generaloberin und von 1994 bis 2006 Generalrätin. Zuvor war sie im St. Francis Convent in Springfield für Verwaltung, Berufungen und Ausbildung zuständig und übernahm Aufgaben in der Krankenpflege und der Verwaltung im St. Vincent Hospital (Green Bay, Wisconsin), im St. John’s Hospital (Springfield, Illinois) und im St. Mary’s Hospital (Decatur, Illinois).
Schwester Sherrey schloss 1963 ihr Studium an der St. Joseph Mercy School of Nursing in Sioux City, Iowa, ab. 1970 erwarb sie einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College und 1988 einen Master-Abschluss in Verwaltung an der University of Notre Dame.
Neben ihren Eltern starb auch ihr Bruder James Murphy vor ihr. Sie hinterlässt ihre Schwestern Colleen Moerke und Peggy Fischer, ihre Brüder Patrick, Michael und Daniel sowie mehrere Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen. Die Verabschiedung findet am Sonntag, dem 11. Januar 2026, von 16 bis 19 Uhr im St. Francis Convent in Springfield statt. Die Eucharistiefeier und die christliche Begräbniszeremonie werden am Montag, 12. Januar 2026, von Pater Richard Chiola, SJ, in der St.-Klara-von-Assisi-Anbetungskapelle im St. Francis Convent gehalten; die Beisetzung findet auf dem Crucifixion-Hill-Friedhof statt.
Das Leben von Schwester Sherrey geht weiter in der ewigen Umarmung Gottes, dem sie so treu gedient hat. Möge sie in Frieden ruhen und uns alle, die wir dem franziskanischen Weg des Dienens, des Mitgefühls und der Liebe folgen möchten, mit ihrem Beispiel weiterhin leiten und inspirieren, und mögen ihre irischen Augen uns immer mit einem freundlichen Lächeln begleiten.