
Geburtstagsfeier für die Generaloberin
Münster, 4. Novemer 2026. Am heutigen Mittwoch, 4. November 2026, feierte die internationale Kongregation der Mauritzer Franziskanerinnen den 70. Geburtstag ihrer Generaloberin, Schwester M. Margarete Ulager. Mehr als 150 Gäste kamen in Münster zusammen, um Schwester Margarete persönlich zu gratulieren. Besonders freute sich die Generaloberin über die Glück- und Segenswünsche ihrer Mitschwestern aus Münster und verschiedenen Konventen der Deutschen Provinz sowie über die Videobotschaften, die sie aus den Provinzen der Ordensgemeinschaft in Polen, Indien und Japan und aus dem Kanonischen Haus in USA erhielt.
„Dank und Segen“: Unter diesem Motto stand die Heilige Messe in der Mutterhauskirche in Münster, mit der die Feierlichkeiten begannen – Dank im Rückblick auf 70 erfüllte Lebensjahre und die Bitte um den Segen Gottes für Schwester Margaretes weiteren Lebensweg. Zelebriert wurde die Eucharistiefeier von drei langjährigen Weggefährten der Generaloberin: von Bischof em. Dr. Felix Genn, Dompropst Pfarrer Hans-Bernd Köppen und dem Spiritual der Kongregation, Prof. Dr. Pater Michael Plattig. Nach der Messe waren die Geburtstagsgäste zum Empfang und zum Mittagessen im Refektorium des Mutterhauses eingeladen.

Der 4. November 2026 feiert die katholische Kirche in Deutschland den Tag des Hl. Karl Borromäus (1538 – 1584), der als Bischof von Mailand unter anderem besonders um die Armenfürsorge kümmerte und der die Menschen seiner Zeit durch persönliche Bescheidenheit beeindruckte. In seiner Predigt nahm Bischof Felix Bezug auf das Leben dieses Heiligen und auf das Beispiel des „Guten Hirten“ aus der Tageslesung aus dem Römerbrief. „Ist eine Generaloberin nicht auch in gewisser Weise eine Hirtin im Geist Jesu Christi?“, sagte er. „Oberer oder Oberin einer Gemeinschaft zu sein, heißt auf der einen Seite, sich selbst zurückzunehmen zugunsten der vielen anderen, und zugleich durch das eigene, existenzielle Zeugnis die Gemeinschaft auch zu formen, ihr eine Form und eine Gestalt zu geben.“

Die Geburtstagsfeier der Generaloberin wurde als Überraschung von den Schwestern und dem Team des Generalats und des Mutterhauses geplant. Zu den Gästen zählte neben Schwester Margaretes Familie und ihren Mitschwestern auch Vertreterinnen und Vertreter der St. Franziskus-Stiftung, des St. Franziskus-Hospitals sowie zahlreiche Weggefährtinnen und -gefährten aus den verschiedenen privaten und beruflichen Stationen ihres Lebens. „Das war eine wunderbare Überraschung“, freute sich Schwester Margarete. „Herzlichen Dank für dieses schöne Fest und für alle guten Wünsche!“




Schwester M. Margarete Ulager wurde 1956 geboren und trat am 19. Oktober 1978 in Münster in die Ordensgemeinschaft der Mauritzer Franziskanerinnen ein. Ihre Erste Profess legte sie am 1. Mai 1981 ab und ihre Ewige Profess am 2. Juli 1985, dem Gründungstag der Kongregation.
In ihrer Heimatstadt Bottrop besuchte Schwester Margarete die Grund- und Hauptschule und absolvierte eine Ausbildung zur Apothekenhelferin. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Universitätsklinik Münster machte sie 1974 – 1977 am St. Elisabeth-Hospital in Ibbenbüren die Ausbildung zur Krankenschwester, von 1986 – 1988 die Fachausbildung im Bereich Intensivmedizin und Anästhesie sowie 1994/95 eine Ausbildung zur Pflegedienstleitung. Sie studierte Politik und Wirtschaftswissenschaften und erhielt 2018 ihren Master in „Global Management“ von der University of Salford in Manchester, UK.

Im Bereich der Kranken- und Intensivpflege arbeitete Schwester Margarete zuerst am Universitätsklinikum Münster, nach ihrem Ordenseintritt dann im St. Franziskus-Hospital Münster und im St. Bonifatius-Hospital in Lingen, bevor sie in Telgte, Münster und Ahaus in der Pflegedienstleitung eingesetzt wurde.

Im Dienst der Ordensgemeinschaft war Schwester Margarete von 1997 – 2001 Provinzrätin in der Deutschen Provinz und von 2002 – 2018 Generalökonomin. Am 14. September 2018 wurde sie zur Generaloberin der Internationalen Ordensgemeinschaft gewählt und erhielt auf dem Generalkapitel in Münster im September 2024 das Votum für eine zweite Amtszeit.
Fotos: Michael Kestin