
Abschluss der Internationalen Archivkonferenz
Münster, 19.06.2026. Zum Abschluss der ersten Internationalen Archivkonferenz wurden heute die vielfältigen Eindrücke und Ergebnisse der Woche zusammengetragen und die Weichen für die zukünftige Archivarbeit in der Kongregation gestellt – sowohl an den verschiedenen Standorten als auch international.
Der letzte Tag der Internationalen Archivkonferenz begann mit einer von Prof. Pater Dr. Dr. Michael Plattig O.Carm. auf Deutsch und Englisch zelebrierten Eucharistiefeier. In seiner Predigt nahm Pater Michael das Thema des Evangeliums auf und bezeichnete die Dankbarkeit als eine wichtige und höchst aktuelle Haltung, die auch in den Worten des deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffers zum Ausdruck kommt: „Dankbarkeit macht das Leben reicher.“ Er betonte, dass der große Schatz der Kongregation im Persönlichen liege – in der Beziehung zu Gott, in den Schwestern und Mitarbeitenden und in den Spuren aller Schwestern, deren Geschichten in den Archiven gesammelt werden.
Der spirituelle Impuls aus der Indischen Provinz bestand aus einer Meditation in Text und Bild zum Thema Wurzeln. So wie Bäume von unsichtbaren Wurzeln gehalten und genährt werden, so können auch wir Menschen durch starke Wurzeln ein erfülltes, freudvolles Leben erfahren. „Wie der heilige Franziskus war auch unser Gründer Pater Christoph Bernsmeyer der Überzeugung, dass die Kraft des geweihten Lebens nicht aus äußerem Erfolg stammt, sondern aus Herzen, die tief in Christus und im Evangelium verwurzelt sind“, führte die Provinzoberin der Indischen Provinz Schwester M. Johncy aus. „Als Mitglieder unserer Kongregation sind wir aufgerufen, uns mit diesen starken Wurzeln zu verbinden.“
Die zentrale inhaltliche Arbeit des Tages bestand in der Auswertung aller Informationen und Impulse aus der Archivkonferenz sowie in der gemeinsamen Entwicklung einer Strategie für die Zukunft der Archivarbeit innerhalb der internationalen Ordensgemeinschaft. Übereinstimmend berichteten die Teilnehmenden, dass sie neue Perspektiven auf die hohe Bedeutung und Komplexität der Archivarbeit gewinnen konnten und wertvolles theoretisches und praktischen Wissen mit in ihre jeweiligen Heimatländer nehmen – und viele Ideen, wie die Archivarbeit vor Ort zukünftig gestaltet werden kann. Ebenfalls kam zum Ausdruck, wie wertvoll die persönliche Zusammenkunft und internationale Vernetzung für die Teilnehmenden war.
Ein wichtiges Ergebnis der Konferenz ist der gemeinsame Beschluss, eine internationale Arbeitsgruppe zu gründen, die sich der zukünftigen Gestaltung der Archivarbeit in der Kongregation widmet. „Ein Ziel wird es sein, verbindliche gemeinsame Kriterien für unsere Archive zu entwickeln“, sagte Generaloberin Schwester M. Margarete. „Gleichzeitig gilt es auch zu fragen: Was ist verschieden an den Standorten und muss es auch bleiben?“
„Mein Herz ist von zwei großen Gefühlen erfüllt“, sagte Generalökonomin und Archivarin Schwester M. Beata Kapica in ihrer Abschlussrede, „von der Dankbarkeit Gott gegenüber und vom mutigen Geist des Aufbruchs, den anstehenden Wandel aktiv zu gestalten. Lasst uns diesen neuen Weg mutig und Hand in Hand weitergehen.“ Sie dankte den Moderatoren, allen Mitwirkenden und Teilnehmenden sowie allen, die auch hinter den Kulissen zum Erfolg der ersten Internationalen Archivkonferenz beigetragen haben: den Dolmetschenden, dem Team im Marienhaus und dem Team der Generalleitung.
Schwester M. Johncy, Provinzoberin der Indischen Provinz, dankte im Namen der internationalen Delegationen, der Teilnehmenden und Gäste von ganzem Herzen Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager, Generalökonomin Schwester M. Beata Kapica und dem Team des Generalats für die Organisation der informativen und zukunftsweisenden Tagung. „Dies war ein wunderbarer Beginn für die weitere gemeinsame Arbeit“, betonte sie. „Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.“
Neben vielfältigen Informationen und Anregungen nahmen die Teilnehmenden auch die neuste Ausgabe des internationalen Magazins der Kongregation, TauNews, mit auf den Heimweg.
Am Ende dieser erfüllten Woche verabschiedeten sich die Schwestern und das Team der Generalleitung herzlich von den internationalen Gästen und wünschten allen eine gute und gesegnete Heimreise, ein erholsames Wochenende – und eine inspirierende Lektüre.
Einige Eindrücke des Tages:













Fotos: Michael Kestin