
Eröffnung der Internationalen Archivkonferenz
15.06.26. Heute begann die erste Internationale Archivkonferenz der Mauritzer Franziskanerinnen mit einer feierlichen Eucharistiefeier – Votivmesse zum Heiligen Geist – in der Mutterhauskirche und dem ersten Sitzungstag im Marienhaus in Münster. Dabei wurde nicht nur die große Bedeutung der Archivarbeit für die internationale Ordensgemeinschaft deutlich, sondern auch die Spannbreite der Themen und Herausforderungen in den Archiven der weltweiten Standorte der Schwestern.
Im Marienhaus wurden die Teilnehmenden und Gäste der Archivkonferenz herzlich durch Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager und Schwester M. Diethilde Bövingloh, Oberin der Deutschen Provinz, begrüßt. Moderiert wird die Konferenz von Dompropst Hans-Bernd Köppen und Prof. Dr. Margaret Nemann.
Schwester M. Margarete erläuterte in ihrem einleitenden Vortrag die große Bedeutung der Archivarbeit für die Internationale Ordensgemeinschaft, die im Motto der Konferenz zum Ausdruck kommt: „Heute das Gestern für morgen bewahren.“ Zu den Zielen der Konferenz gehört es, sich über den Stand der Archivarbeit an den verschiedenen internationalen Standorten zu informieren, über die Herausforderungen vor Ort auszutauschen und gemeinsam zu entscheiden, wie zukünftig mit dem Erbe der Kongregation umgegangen werden soll. „Um diese große Aufgabe zu erfüllen, ist es auch hilfreich und wichtig, dass sich alle Beteiligten persönlich kennen lernen und ein lebendiges Netzwerk aufbauen“, sagte Schwester M. Margarete und danke den internationalen Delegationen dafür, dass sie die teils sehr weiten Wege auf sich genommen haben.
Prof. Pater Dr. Dr. Michael Plattig O.Carm., Spiritual der internationalen Ordensgemeinschaft, erläuterte in seinem Impulsvortrag die geistliche Dimension der Archivarbeit und die Bedeutung einer reflektierten und auch kritischen Erinnerungskultur, zu der Archive einen wichtigen Beitrag leisten.
Schwester M. Beata Kapica, Generalökonomin und Archivarin des Generalats, führte in die inhaltliche Arbeit der Archivkonferenz ein. „Die Archivarbeit ist ein wertvoller Dienst am Gedächtnis der Gemeinschaft“, betonte sie. „Gemeinsam sichern wir das Erbe, das uns anvertraut wurde – und gemeinsam wollen wir unserer Geschichte eine Zukunft geben.“
Am Nachmittag gaben die Delegierten und Archivare aus den internationalen Standorten und dem Generalat Einblicke in ihre Arbeit. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen sind, die sich durch die historische Entwicklung, aber auch durch die kulturellen und klimatischen Bedingungen vor Ort ergeben.
Einige Impressionen des Tages:










Fotos: ©Michael Kestin