
Erfahrungsaustausch zur Archivarbeit
Münster, 16.06.2026. Heute standen fachliche Aspekte der Archivarbeit und der kollegiale Austausch im Mittelpunkt der internationalen Archivkonferenz der Mauritzer Franziskanerinnen. Als externe Referenten waren Dr. Heinz Mestrup, Leiter des Diözesanarchivs Münster, und Vertreter der AUGIAS-Data GmbH eingeladen, deren Archiv-Software im Archiv des Generalats verwendet wird. Die Teilnehmenden der Konferenz erhielten durch einen Besuch in diesem Archiv im Mutterhaus und durch den Vortrag von Archivarin Marie Brandl spannende Einblicke in die Arbeit vor Ort.
Der Sitzungstag begann mit einem Impuls von Schwester M. Marianne Kammlage, Provinzvikarin der Deutschen Provinz. Schwester M. Marianne nahm Bezug auf das Motto des letzten Provinzkapitels, „Pilgerinnen der Hoffnung“, und erinnerte daran, das alle Schwestern der Kongregation Pilgerinnen mit einer langen gemeinsamen Geschichte sind, in der jede einzelne Schwester wichtig ist. „Wie wir heute im Hier und Jetzt denken und handeln, entscheidet darüber, welche neuen Erinnerungen wir für die Zukunft schaffen“, sagte sie.
Welche Bedeutung Ordensarchive für das Diözesanarchiv Münster haben, erläuterte dessen Leiter Dr. Heinz Mestrup. „Das Diözesanarchiv hat bereits einige Ordensarchive übernommen“, erklärte er und wies darauf hin, dass ein regionaler Bezug der Ordensgemeinschaft für eine solche Übernahme wichtig ist. Zu den weiteren Aspekten seines Vortrags gehörten die notwendigen Vorarbeiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen für mögliche Übernahmen.
Dipl.-Phys. Henning Ruppel, einer der Geschäftsführer der AUGIAS-Data GmbH aus Senden, und sein Kollege Jürgen Markert, Beratung und Produktentwicklung, stellten das Archivprogramm „Augias Archiv X“ vor und beschrieben Produkterweiterungen, an denen das Unternehmen aktuell arbeitet. Dazu gehörten sowohl Einsatzgebiete der KI wie auch Cloud-Lösungen, die für Organisationen mit mehreren Standorten interessant sind.
Am Nachmittag erläuterte Marie Brandl, Archivarin im Archiv des Generalats, die archivischen Kernaufgaben und beschrieb zahlreiche hilfreiche Maßnahmen zum Schutz von Archivgut – von der Klimatisierung der Archivräume über Brandschutzmaßnahmen bis zum Schutz vor Schimmel und Insekten.
Abschließend tauschten sich die Teilnehmenden über die vielfältigen Informationen und Impulse aus den Fachvorträgen aus und stellten dar, welche Fragen und Aufgaben sich daraus für ihre zukünftige Arbeit an ihrem jeweiligen Standort ergeben.
Einige Eindrücke des Tages:









©Michael Kestin