Frohe und gesegnete Weihnachten!

Weihnachtsbrief von Schwester M. Margarete Ulager, Generaloberin der Mauritzer Franziskanerinnen

Liebe Schwestern, liebe Mitarbeitende, liebe Freunde!

An Heiligabend, dem 24. Dezember 1968, erreichten die drei US-Astronauten Frank Borman, William Anders und James Lovell an Bord der Apollo 8 den Mond. Von dort aus schickten die Raumfahrer die damals wohl weitesten Weihnachtsgrüße der Geschichte zur Erde. Die drei Astronauten waren drei Tage zuvor, am 21. Dezember 1968, zur ersten bemannten Mondfahrt aufgebrochen. Die Mission der NASA sollte dazu dienen, die Oberfläche des Mondes zu fotografieren und eine geeignete Landestelle für eine spätere Mondlandung zu finden. Doch bei der vierten von insgesamt zehn geplanten Umrundungen des Mondes geschah am 24. Dezember 1968, Heiligabend, etwas vollkommen Unerwartetes: Die Astronauten sahen plötzlich im weiten Universum die Rückseite des Mondes und die Erde über dem Horizont des Mondes „aufgehen“, in unendlicher Stille, ähnlich wie man den Mond auf der Erde aufgehen sieht.

Erstaunt über diesen grandiosen Anblick und darüber, wie klein unsere Erde in den Weiten des Weltalls schien, wurde sich der Astronaut Frank Borman der Gegenwart Gottes und unserer menschlichen Realität auf der Erde sehr bewusst. Zur Überraschung aller sprach ein Gebet:

„Schenke uns, o Gott, die Fähigkeit, Deine Liebe in dieser Welt zu sehen, trotz unseres menschlichen Versagens.

Schenke uns den Glauben, trotz unserer Unwissenheit und Schwäche, Deiner Güte zu vertrauen. 

Schenke uns Erkenntnis, damit wir nicht aufhören zu beten mit einem verstehenden Herzen.

Und zeige uns, was jeder von uns tun kann, um der Welt den Frieden zu bringen.

Frank Bormann, US-Astronaut, 24. Dezember 1968

Dieser historische Rückblick erinnert daran, dass das Fest der Menschwerdung Gottes kein simples Ereignis auf dem Kalender ist, kein Ereignis im Jahreskreis, keine historisch-geschichtliche Markierung im Laufe der Jahrhunderte. Sondern es ist das ALLMÄCHTIGE WORT (Joh 1,14), hineingeboren in unser tiefstes Sein, als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war (Weish 18, 14), Grund und Quelle allen Lebens.

Von Herzen wünschen wir Ihnen, Euch und allen, die Ihnen und Euch verbunden sind, ein gesegnetes, friedvolles und gnadenreiches Weihnachtsfest, verbunden mit allen guten Wünschen für das Neue Jahr 2026.

Herzlichen Dank für jedes Gebet und alle Unterstützung! Möge der Stern der Weihnacht uns allen im Neuen Jahr 2026 milde leuchten oder glänzend strahlen, so wie wir es gerade brauchen.

Es grüßen Sie und Euch herzlich, Pater Michael Plattig O.Carm., Schwester M. Rita, Schwester M. Lima, Schwester M. Hiltrud, Schwester M. Teresa, Schwester M. Beata, Schwester M. Laetitia, Schwester Christa Maria, unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Ihre/ Eure

Schwester M. Margarete Ulager

Fotos: Michael Kestin

Das könnte Sie auch interessieren:

Visual Portfolio, Posts & Image Gallery for WordPress