Amerikanische Pilgernde zu Besuch

Münster, 20.10.2026. Vom 17. – 20. Oktober 2026 hatten die Mauritzer Franziskanerinnen 27 Pilgernde aus USA zu Gast: Mitarbeitende aus den Krankenhäusern, die im 19. Jahrhundert von ihren amerikanischen Mitschwestern in den Staaten Illinois und Wisconsin gegründet wurden. Die Pilgernden besuchten die Gründungsorte der internationalen Ordensgemeinschaft und das St. Rochus-Hospital in Telgte, lernten das Leben und Wirken der Schwestern in Münster kennen und tauschten sich mit dem Vorstand der St. Franziskus-Stiftung über Fragen des Gesundheitswesens aus.

Der Besuch aus Amerika hat eine lange Tradition: Er findet seit 2001 statt. Insgesamt 321 Mitarbeitende aus Medizin, Pflege und Verwaltung der Krankenhäuser, die zum „Hospital Sisters Health System“ (HSHS) gehören, konnten bereits an dem Programm teilnehmen, bei dem auch die franziskanischen Stätten in Rom und Assisi besucht werden. In den 13 Krankenhäusern des katholischen Krankenhausträgers mit Sitz in Springfield, Illinois, arbeiten 11.000 Mitarbeitende.

„Wir freuen uns sehr, seit nunmehr 25 Jahren einige der wunderbaren Menschen begrüßen dürfen, die das Erbe unserer Schwestern in Amerika fortführen“, sagte Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager. „Gemeinsam auf den Spuren des Hl. Franziskus unterwegs zu sein, verbindet uns Schwestern und unsere Mitarbeitenden auf verschiedenen Kontinenten, und die persönliche Begegnung fördert Freundschaften, berufliche Kontakte und unser interkulturelles Verständnis.“ Im Namen der amerikanischen Pilgernden bedankte sich HSHS-Vorstandsvorsitzender Damond Boatwright für die Gastfreundschaft: „Wir haben bei Ihnen den Geist des Hl. Franziskus gespürt und sind sehr stolz darauf, zu dieser großen internationalen Glaubensgemeinschaft zu gehören.“

Auch Schwester M. Diethilde Bövingloh, Provinzoberin der Deutschen Provinz der Mauritzer Franziskanerinnen, sowie der Vorstand der St. Franziskus-Stiftung Münster, das Direktorium des St. Rochus-Hospitals Telgte und das Direktorium und Ärzteteam des St. Franziskus-Hospitals begrüßten die Pilgergruppe herzlich und freuten sich über die persönliche und fachliche Begegnung.

Im Mutterhaus in Münster lernten die amerikanischen Gäste die deutschen Schwestern der internationalen Ordensgemeinschaft kennen, die über ihren langjährigen Dienst in der Krankenpflege, Medizin und Seelsorge berichteten sowie über ihren Glauben, der ihnen Kraft und Orientierung gibt. Die HSHS-Gruppe erhielt Einblicke in die Zeit des Nazi-Regimes und des 2. Weltkriegs in Münster durch einen Besuch im Geschichtsort Villa ten Hompel; bei einer Stadtführung entlang der „Stolpersteine“ wurde der Opfer von Terror und Verfolgung gedacht.

Der Vorsitzende und die Mitglieder des HSHS-Vorstands, die zur Pilgergruppe gehörten, hatten Gelegenheit zum Austausch mit Dr. Nils Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung, und Vorstandsmitglied Dr. Christian Frank. Dr. med. Ulrike Tessarek, Werte-Beauftragte der St. Franziskus-Stiftung, informierte gemeinsam mit Generalrätin Schwester M. Hiltrud Vacker über die Initiative „Gemeinsam WERTvoll“, durch die allen Mitarbeitenden die franziskanischen Werte nahegebracht werden, die im Leitbild der Stiftung verankert sind. Die amerikanischen Gäste besuchten das Museum im Mutterhaus der Franziskanerinnen und nutzten die Gelegenheit zu einer Führung durch das St. Franziskus-Hospital mit Chefarzt Dr. med. André Hemping-Bovenkerk und Oberärztin Dr. med. Wibke Brenneisen aus der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.

In Telgte standen die Gründungsstätten der franziskanischen Ordensgemeinschaft auf dem Programm – ein Besuch am Grab des Ordensgründers, Pater Christopher Bernsmeyer, und in der Gnadenkapelle, in der die ersten Schwestern ihre Gelübde ablegten. Das Telgter St. Rochus-Hospital, das die Schwestern bereits 1848 gründeten, gehörte zu den ersten Hospitälern, die 2004 in die St. Franziskus-Stiftung Münster übertragen wurden. Hier hießen Geschäftsführer Daniel Freese und der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Matthias Rothermundt die amerikanischen Gäste willkommen. Ein gemeinsames Grillfest am Montagabend und der von Spiritual Pater Prof. Dr. Michael Plattig in der Mutterhauskirche gespendete Reisesegen rundete den Besuch der amerikanischen Pilgernden ab

Fotos: Michael Kestin

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Schwester M. Patricia

Geboren: 22. Januar 1939
Eintritt: 7. Oktober 1964 
Profess: 1. Mai 1967 
Gestorben: 13. Oktober 2026



Der gute und menschenfreundliche Gott rief unsere Mitschwester zu sich: Schwester M. Patricia, geboren Helene Pöttker, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jesus spricht: „Ich war krank und ihr habt mich besucht.“

(Mt. 25,36)

Schwester M. Patricia wurde in Tinnen im Kreis Meppen geboren und wuchs dort mit ihren sechs Geschwistern behütet auf. Ihrem Wunsch, Krankenschwester zu werden, konnte sie durch die Krankenpflege-Ausbildung in Lingen verwirklichen. Dort lernte sie die Mauritzer Franziskanerinnen kennen und trat mit 25 Jahren in die Gemeinschaft ein. Ihr gesamtes Ordensleben hat sie im St. Franziskus-Hospital in Münster verbracht und im Mutterhaus gewohnt. 59 Jahre war sie im Hospital täglich anzutreffen. Schwester Patricia sagte von sich, dass das Hospital ihr zuhause sei. Viele kennen ihr Wort: „Kann ich helfen?“ In den ersten 20 Jahren war sie Stationsschwester der Orthopädischen Station 10 und wechselte danach in die orthopädische Ambulanz. Seit 2011 betreute sie die Krankenhauskapelle, hat zusätzlich seelsorgliche Aufgaben übernommen und an vielen Sterbebetten gewacht und gebetet.

Altersbedingt musste Schwester M. Patricia vor einigen Wochen ihr geliebtes Hospital verlassen und in das Altenheim St. Heriburg-Haus umziehen. Ihr Leben hat sie nach kurzer Krankheit in der Palliativstation an Gott zurückgegeben, für den sie ihr Leben eingesetzt hat.

Durch die vielen Jahre, in denen Schwester M. Patricia im St. Franziskus-Hospital gelebt hatte, hat sie sehr viele Menschen kennengelernt. Offen, mit strahlenden Augen und in ihrer herzlichen Art ging sie auf alle zu und hatte immer ein gutes Wort für sie. Das schätzten die Patienten und deren Angehörige ebenso wie die vielen Mitarbeitenden. Dabei blieb sie immer bescheiden und genügsam. Ihr war es wichtig, dass es den Anderen gut ging. Sie half nicht nur durch ihr pflegerisches Können und ihre wohlwollende Zuwendung, sondern auch dadurch, dass sie ihnen ihr Gebet versprochen und sie gesegnet hat. Das war ihr fester Glaube, dass Gott derjenige ist, dem man sich in jeder Lebenslage anvertrauen kann.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Patricia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 20. Oktober 2026, verabschieden wir uns um 14 Uhr im Auferstehungsamt in der Mutterhauskirche von Schwester M. Patricia und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

 

Schwester M. Margita

Geboren: 28. September 1938 
Eintritt: 21. August 1965 
Profess: 3. Mai 1968 
Gestorben: 12. Oktober 2026



Nach einer kurzen schweren Krankheit gab sie ihr Leben zurück an Christus, der ihre Hoffnung und ihre Zuversicht war. : Schwester M. Margita, geboren Erika Huesmann , Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus meine Zuversicht. Auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht!

(Gotteslob Nr. 365)

 Schwester M. Margita wurde in Grapperhausen bei Neuenkirchen in Oldenburg geboren und wuchs dort mit ihren sechs Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Die Familie musste den frühen Tod des Vaters verkraften. Dabei half ihnen der tiefe Glaube, der das Leben aller Familienmitglieder prägte. Erika bekam nach der Schulzeit eine Lun-gentuberkulose und später eine hartnäckige Hepatitis, so dass sie als junge Frau viel Zeit in Krankenhäusern und Sanatorien verbringen musste. 

Mit 24 Jahren konnte Erika Huesmann die Krankenpflegeausbildung in Damme absolvie-ren. Dort lernte die die Mauritzer Franziskanerinnen kennen und trat ein Jahr später in den Orden ein. 

Schwester M. Margita war eine gewissenhafte und gute Krankenschwester in der ehema-ligen Schwesternstation, im Rochus-Hospital in Telgte und im Vredener Krankenhaus. Danach absolvierte sie 1986 die Altenpflegeausbildung und betreute die alten Menschen in Ramsdorf und im Matthäusflur des Mutterhauses. Während dieser Zeit lebte sie im Noviziatskonvent und war sehr beliebt bei den jungen Schwestern. 2017 durfte sie als Seniorin nach Kroge in ihre Heimat gehen. Auch dort hat sie sich bis zuletzt für die Schwestern eingesetzt. 

Wir haben Schwester M. Margita kennengelernt als eine bescheidene, freundliche und hilfsbereite Schwester, die ihren Weg unaufgeregt ging. Dabei zeichnete sie ein feiner Humor aus. Sie hat sehr viel gelesen und interessierte sich für kirchliche und politische Themen und nahm gerne an allen Veranstaltungen teil, die ihr angeboten wurden. 

Vor einigen Tagen bekam sie plötzlich einen Gefäßverschluss im Gehirn, der in Olden-burg operiert worden ist. Leider hat sie sich davon nicht mehr erholen können und ist dort auf der Palliativstation gestorben, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen und ohne sich verabschieden zu können. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Margita Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. 

 Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Margita am Montag, den 19. Oktober 2026 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ru-hestätte auf dem Kroger Waldfriedhof. 

Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken. 

Schwester M. Odila

Geboren: 30. Juli 1930
Eintritt: 3. August 1951
Profess:  3. Mai 1954
Gestorben: 10. Oktober 2026

An der Hand der Gottesmutter, im Beisein ihrer leiblichen Schwester M. Hildeborg, hat unsere Mitschwester ihr Leben in die Hände Gottes zurückgegeben: Schwester M. Odila, geboren Bernardine Jessing, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jungfrau, Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein eigen sein! Dein für Zeit und Ewigkeit!

(altes Mariengebet)

Schwester M. Odila war die älteste der drei Jessings Schwestern, die bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintraten. Schwester M. Agnellis ist ihr vor drei Jahren vorausgegangen in das ewige Leben und mit Schwester M. Hildeborg hat sie in den letzten Jahren zusammengelebt im St. Franziskus-Haus in Nordwalde. Jessings Geschwister kamen aus Horstmar und wuchsen auf dem elterlichen Bauernhof auf.

Als Franziskanerin wurde Schwester M. Odila Krankenschwester und absolvierte außerdem die Ausbildung zur Diätassistentin. Seit 1961 leitete sie die Diätküchen in Stadtlohn, Haselünne, Ankum und zuletzt im Franziskus-Haus in Nordwalde. Als echte Tochter des hl. Franziskus lebte sie die Gastfreundschaft und hatte immer etwas zu essen für alle, die kamen, Patienten, Mitschwestern, geladene Gäste und auch für die ungeladenen, die an die Tür kamen. Diese armen Menschen bewirtete sie besonders gerne und zuvorkommend. Ihr war dafür kein Weg zu weit, keine Zeit zu spät und keine Arbeit zu viel. Ihren Ausgleich fand sie im Gebet und im Gesang. Wie alle Jessings hatte sie eine hervorragende Gesangsstimme, die sie gerne in das Gebet und beim gemeinsamen Singen einbrachte.

Als Kind pilgerte sie bereits gerne zur Muttergottes nach Eggerode bei Horstmar. Die Marienverehrung hat sie geprägt und durch ihr ganzes Leben begleitet. Unter dem Rosenkranzgebet der Schwestern ist sie im Rosenkranzmonat Oktober zu Gott gegangen, dem sie ihr ganzes Leben geschenkt hatte.Dankbar nehmen wir von Schwester M. Odila Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie beten und singen wir für sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. 

Am Dienstag, den 13. Oktober 2026 verabschieden wir uns um 14.00 Uhr von Schwester M. Odila in der Mutterhauskirche in Münster und begleiten sie danach zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof am Mutterhaus. Beim anschließenden Kaffee im Mutterhaus können wir unsere Erinnerungen austauschen.

Gedenken an den 800. Todestag des Hl. Franziskus

Münster, 5.10.2026. In Gedenken an den 800. Todestag des Hl. Franziskus fand am 3. Oktober 2026 ein festliches Konzert in der Mutterhauskirche statt: Der Chor „canticum novum“ und das Kourin-Orchester Münster führten unter Gesamtleitung von Koon Tung Grant Sung das Oratorium „Il Cantico“ auf, das die Lebensgeschichte des Heiligen und die Entstehung des „Sonnengesangs“ eindrücklich in Musik und Text beschreibt. Auch am Franziskustag, dem 4. Oktober 2026, wurde der Gottesdienst in der Mutterhauskirche besonders festlich gestaltet.

Der Text von „Il Cantico“, einem Oratorium für Chor, Soli und Orchester, stammt von Helmut Schlegel OFM, die Musik von Peter Reulein. Als Solisten überzeugten Scott Robert Shaw als Francesco, Eva Marti als Chiara und Grantas Šileikis als Sultan; die erzählenden Texte wurden von Andrea Lieblang und Moritz Gräper vorgetragen. Mit langanhaltenden „standing ovations“ bedankten sich Zuhörenden, darunter viele Schwestern, für das bewegende Konzert.

Die feierliche Heilige Messe am Franziskustag wurde vom Spiritual der Mauritzer Franziskanerinnen, Prof. Pater Dr. Dr. Michael Plattig zelebriert. Pater Michael wies auf die große Strahlkraft des Hl. Franziskus auch außerhalb der Kirche hin. In seiner Predigt zum 800. Todestag des Hl. Franziskus ging Pater Michael auf einige Texte aus dem Testament des Hl. Franziskus ein, die in der Lesung vorgestellt wurden.

Dabei wies er u.a. darauf hin, dass die Anbetung des Hl. Franziskus den Gekreuzigten ins Zentrum stellt. „Anbetung ist für ihn nicht ein distanziertes Geschehen, sondern bedeutet Mitleiden mit dem Gekreuzigten und mit den Leidenden“, sagte Pater Michael. „Diese Botschaft vom Kreuz war zur Zeit des Urchristentums und zur Zeit des Heiligen keine einfache Botschaft und sie ist es auch heute nicht. Vielen Menschen heute ist ein selig lächelnder, korpulenter Buddha lieber, der allem irdisch entschwunden ist und sich hinein meditiert hat in eine leid- und schmerzfreie Welt.“

Doch gerade diese Botschaft vom Kreuz, das Mitleiden mit dem Gekreuzigten und mit den Leidenden, sei entscheidend für unsere Welt. „Denn die Erlösung vom Leiden geschieht nicht in seiner Verdrängung, geschieht nicht im Wegmeditieren des Grauens in klimatisierten Meditationshallen, sondern sie geschieht im Durchgang durch das Leiden, in der Gewissheit eines Glaubens an die Auferstehung aus Leiden und Tod“, sagte Pater Michael. „Die Botschaft vom Kreuz sorgt dafür, dass die Leidenden nicht vergessen, der Schmerz nicht verharmlost und die Trauernden nicht allein gelassen werden, denn unser Gott selbst ist diesen Weg gegangen, er hat sich eingemischt in die von Leid und Tod geprägte Welt und ist den Weg des Menschen bis zum Ende solidarisch mitgegangen.“

(Fotos, von oben: (1) Michael Kestin, (2) Claudia Berghorn, (3+4) Schwester M. Margarete Ulager)

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Schwester M. Verissima

Geboren: 3. August 1931
Eintritt: 7. April 1953
Profess:  28. Oktober 1955
Gestorben: 11. September 2026

In die guten Hände Gottes, in dessen Dienst sie ihr Leben vor 73 Jahren gestellt hatte, gab unsere Mitschwester, Schwester Verissima, geboren Klara Schwöppe, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus, ihr Leben zurück.

In Deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist.
Du hast mich erlöst, Herr, Du treuer Gott.

(Psalm 31,6)

Wohlbehütet wuchs Klara Schwöppe mit ihren zehn Geschwistern in Laer bei Osnabrück auf. Der Zusammenhalt in der großen Familie hat sie durch ihr ganzes Leben getragen.   

Die Franziskanerinnen lernte sie im damaligen Krankenhaus in Laer kennen. Dort wuchs ihr Wunsch, selbst Krankenschwester und Ordensschwester zu werden. Mit zweiundzwanzig Jahren trat sie bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein und erhielt den Namen Schwester M. Verissima.  

Von 1967 – 1977 leitete sie eine internistische Station im Krankenhaus in Kirchhellen. Danach wurde sie bis 1999 Oberin in Ascheberg, Haltern, Kamp-Lintfort und Oberhausen Osterfeld. Durch ihre ruhige und zuwendende Art prägte sie die Konvente und die Mitarbeitenden in den Einrichtungen. Danach kam sie zurück ins Mutterhaus und übernahm zehn Jahre lang pastorale Dienste im Haus Maria Trost. Dann durfte sie sich zurückziehen und wurde Seniorin zuerst im Mutterhaus und im St. Heriburg-Haus, wo sie sich nun vertrauensvoll aufgemacht hat zu Gott, begleitet durch die Mitschwestern, die an ihrem Bett gewacht und gebetet haben.   

Auch ihre Angehörigen haben sie immer wieder besucht und sie begleitet. Dafür warSchwester M. Verissima ihnen dankbar. Eine besondere Beziehung hatte sie zu ihrem Neffen Theo Paul, dem ehemaligen Generalvikar des Bistums Osnabrück. 

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Verissima Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.  

Schwester M. Leonardine

Geboren: 9. April 1930
Eintritt: 8. September 1945
Profess:  4. Oktober 1948 
Gestorben: 5. September 2026

Nach 96 Jahren treuen Dienstes nahm Gott sanft die Hände von Schwester Leonardine Sconzert, geborene Marcella Rose, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus, und führte sie in den Himmel.

Sie öffnete ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände den Armen.              

(Sprichwörter 31.20)

Nach 96 Jahren treuen Dienstes nahm Gott am 5. September um 20:15 Uhr sanft die Hände von Schwester Leonardine Sconzert, geborene Marcella Rose, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus und führte sie in den Himmel. Ihre Hände, die ein Leben lang im Dienst für andere standen, ihnen Trost spendeten und sich um sie kümmerten, ruhen nun in den liebevollen Händen Gottes. Schwester Emerencia und Mary Kately waren bei ihr, als sie starb.

Sie wurde am 9. April 1930 in Luxemburg, Wisconsin, als Marcella Rose geboren. 1944 schrieb sie sich an der St. Joseph’s Academy in Green Bay, Wisconsin, ein und arbeitete nach der Schule im St. Vincent Hospital. Sie wohnte im Mädchenheim des Krankenhauses und gewann durch das Vorbild der Schwestern und das Gebet zunehmend die Gewissheit, dass Gott sie zum Ordensleben rief. 

Im Alter von nur 15 Jahren folgte sie diesem Ruf, indem sie am 8. September 1945 eintrat. Am 4. Oktober 1948 legte sie ihre ersten Gelübde ab. Ihre Ausbildung setzte sich im Noviziat fort, wo sie die Hochschule abschloss. 1954 schloss sie die Krankenpflegeschule im St. John’s Hospital ab und erwarb 1972 einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College. Sie arbeitete als Krankenschwester in Sheboygan, Effingham, Eau Claire, Chicago und Streator.

Ein wunderschöner roter Faden zieht sich durch das Leben von Schwester Leonardine: ihre Hände. Erstens waren ihre Hände Hände der Heilung. Als Krankenschwester nutzte sie sie, um Kranke zu trösten. Als Fahrerin sorgte sie über die Jahre hinweg für die Beförderung ihrer Mitschwestern.

Zweitens waren ihre Hände Hände, die Schönheit schufen. Sie war mit der Kunst des Kreuzstichs gesegnet und fertigte Geschenke für ihre Familie, Jubilare sowie Weihnachtsschmuck an – kleine Zeichen der Liebe, in die sie mit jedem Stich ihre Liebe steckte. Drittens waren ihre Hände Hände des demütigen Dienstes. In ihren späteren Dienstjahren setzte sie den Heilungsdienst Jesu fort, indem sie sich um die Füße ihrer Mitschwestern kümmerte. Dieser Dienst hat eine tiefe Bedeutung. Jesus kniete vor seinen Jüngern nieder, wusch ihnen die Füße und gab damit ein Beispiel für Demut, Liebe und dienende Führung. Schwester Leonardine folgte diesem Beispiel. Ihre Hände kümmerten sich um die Füße ihrer Mitschwestern – Füße, die das Fundament bildeten, auf dem ihr Dienst ruhte. 

Vielleicht ist dies eine der schönsten Arten, Schwester Leonardine in Erinnerung zu behalten. Ihre Hände drückten aus, was in ihrem Herzen war. Ihr Leben erinnert uns daran, dass eine Berufung nicht an Titeln oder Orten gemessen wird. Sie wird gemessen an der Liebe, die wir schenken, an den Leben, die wir berühren, und an der Treue, mit der wir jeden Tag auf Gottes Ruf antworten.

Möge ihr Beispiel uns inspirieren, in Demut zu dienen, Schönheit zu schaffen und einander mit Zärtlichkeit zu umsorgen. Möge sie in Frieden ruhen. 

Schwester M. Valcaria

Geboren: 16. August 1927
Eintritt: 27. Januar 1950
Profess: 28. Oktober 1952
Gestorben: 29. August 2026

IGott, der guter Hirte, dem sie ihr Leben anvertraut hatte, rief un-sere Mitschwester zu sich in die ewige Heimat Schwester M. Valcaria, geborene Angela Bußmann, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Auch wenn ich durchs finstere Tal gehen muss, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stock und Dein Stab trösten mich.“

(Psalm 23)

Aus dem Hümmling kam Schwester M. Valcaria mit dreiundzwanzig Jahren zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Geboren wurde sie in Gehlenberg, der heutigen Stadt Friesoythe.

Nach der ersten Profess wurde sie Krankenschwester im St. Franziskus-Hospital in Münster und arbeitete von 1958 – 1987 als Stationsschwester in Metelen und Ramsdorf. Danach absolvierte sie die Ausbildung für die Gemeindekrankenpflege auf dem Arenberg bei Koblenz und arbeitete in der Sozialstation in Kluse-Stein-feld. Unermüdlich war sie in der großen Gemeinde unterwegs, um die kranken und sterbenden Menschen zu begleiten. Danach hat sie in Gronau-Epe den Haushalt der Schwesterngemeinschaft geführt und die Kapelle versorgt. 2010 kam Schwes-ter M. Valcaria aus Altersgründen zurück zum Mutterhaus und lebte seit 2013 als Seniorin im St. Heriburg-Haus.

Sie liebte es, in der kleinen Gemeinschaft der Wohngruppe zu sein, konnte sich aber zunehmend weniger verständlich machen. Es war ihr eine große Freude, die Blumen und die Vögel im Garten vor ihrem Fenster zu beobachten. Dann strahlten ihre Augen.

Im Beisein der Mitschwestern durfte Schwester M. Valcaria ihr Leben mit 99 Jahren zurückgeben an den Guten Hirten, der sie auf ihrem Weg begleitet hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Valcaria Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag den 1. September 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Valcaria und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Friedgund

Geboren: 8. September 1935
Eintritt: 2. Oktober 1958
Profess: 3. Mai 1961
Gestorben: 26. August 2026

In dem festen Vertrauen, dass sie durch Christus auferstehen wird, legte unsere Mitschwester ihr Leben in die Hand Gottes: Schwester M. Friedgund, geborene Maria Dopp.

Auferstehen ist unser Glaube, Wiedersehen ist unsere Hoffnung. Gedenken unsere Liebe.

(Hl. Augustinus)

Am Fest der Geburt Mariens wurde Maria Dopp in Ottmarsbocholt geboren. Dort wuchs sie mit ihren zwei Brüdern und zwei Schwestern auf. Sie sagte von sich, dass sie dort eine frohe Jugend hatte. Auf einem Bauernhof lernte die junge Frau nach der Volksschulzeit die Haushaltsführung und kam später zu den Mauritzer Franziskanerinnen ins damalige Krankenhaus in Ottmarsbocholt. Diese Erfahrungen führten zu der Entscheidung, dass sie selbst Franziskanerin wurde. Sie absolvierte die Krankenpflegeausbildung in Münster und arbeitete danach von 1966 bis 1986 in den Krankenhäusern in Freckenhorst und in Billerbeck.

Die prägende Zeit ihres sozialen Einsatzes war von 1986 bis 2024 im St. Josefs-Haus in Ennigerloh. Hier betreute sie nicht nur die Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses, sondern sorgte für die Kapelle und darüber hinaus setzte sie sich für die bedürftigen Menschen in der Gemeinde ein. Dafür ehrte die Stadt sie und Schwester M. Veronis 2016 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Ennigerloh.

Schwester M. Friedgund sagte oft, dass Ennigerloh ihre zweite Heimat geworden sei. Nachdem der Konvent in Ennigerloh immer kleiner geworden war, blieb sie in den letzten Jahren zurück mit Schwester M. Veronis. Die beiden Schwestern traf man oft miteinander an. Gemeinsam haben sie 2004 den Konvent aufgelöst und sind sie zusammen ins Altenheim nach Nordwalde gegangen. Auf ihren Wunsch hin sind sie beide vor drei Monaten noch einmal umgezogen ins St. Heriburg-Haus nach Münster. Nach einigen Krankenhausaufenthalten im St. Franziskus-Hospital hat Schwester M. Friedgund ihr Leben im Beisein ihrer treuen Begleiterin Schwester M. Veronis zurückgegeben in die Hand Gottes.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Friedgund Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Am Montag, den 31. August 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Friedgund und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Baldegund

Geboren: 29. August 1934
Eintritt: 1. Februar 1957
Profess: 28. Oktober 1959
Gestorben: 18. August 2026

Gott, der ihr alles im Leben bedeutete, erhörte ihr Gebet, zu ihm kommen zu dürfen: Schwester M. Baldegund, geborene Paula Freude, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Mein Gott und mein Alles!“

(Hl. Franziskus von Assisi)

Schwester M. Baldegund stammt aus einer tief religiösen Bauernfamilie in Saerbeck-Westladbergen. Drei ihrer Tanten waren Ordensschwestern, zwei bei den Mauritzer Franziskanerinnen und eine Schönstadtschwester. Sie sagte von sich, dass sie von dem Leben der Tanten tief beeindruckt war. Sie freute sich immer auf die Besuchstage im Kloster und wenn die Tanten zum Heimatbesuch kamen.

Mit 23 Jahren trat Paula Freude selbst bei uns Mauritzer Franziskanerinnen ein und wurde Krankenschwester. Sie leitete die Privatstationen in Recklinghausen-Süd und in Kirchhellen. Von 1980 – 1997 betreute sie die Mitschwestern in der ehemaligen internen Schwesternstation, St. 40. Aus dieser Zeit ist sie vielen Mitschwestern als ruhige, besonnene und fachlich hoch qualifizierte Pflegerin bekannt. Von 1997 – 2012 sorgte sie sich um die sterbenden Menschen im Elisabeth-Hospiz in Datteln. Danach kam sie altersbedingt zurück ins Mutterhaus und setzte sich weiter gerne ein. Sie bot den Mitschwestern kleine Dienste an und übernahm anfangs noch Nachtwachen bei den sterbenden Schwestern. Im Februar dieses Jahres wurde sie dann selbst Bewohnerin des St. Heriburg-Hauses und durfte die Zuwendung der Mitarbeiterinnen und der Schwestern erfahren.

Einige Tage vor ihren Tod erlitt sie einen Herzinfarkt, von dem sie sich nicht mehr erholen konnte. Auf dem Sterbebett hat Schwester M. Baldegund sich ganz ausdrücklich für alles bedankt, was sie in der Ordensgemeinschaft an Gutem bekommen habe, dafür, dass sie vielen Kranken helfen konnte und auch dafür, dass sie 69 Jahre im Kloster leben durfte. Der hl. Franziskus hat ihr Leben geprägt und sein Wort „Mein Gott und mein Alles“ war ihr Lebensmotto. So mit Gott verbunden, hat sie sich auf ihre letzte Reise zu ihm gemacht.

Dankbar nehmen wir Abschied von Schwester M. Baldegund. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Am Freitag, den 21. August 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 10 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Baldegund und begleiten sie anschließend zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.
Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Mittagessen austauschen.

Schwester Leonardine Sconzert, OSF

Am 9. April 1930 wurde ich in Luxemburg, Wisconsin, als achtes von elf Kindern von Peter und Caroline (Fennadeal) Sconzert geboren. Mein Vater war Landwirt, und sowohl er als auch meine Mutter waren sich der Bedeutung des Glaubens für unser Familienleben bewusst. Wir hatten zwar kein Geld, aber einen starken Glauben. Wir gingen zur Messe, beteten und hatten eine gute Beziehung zu Gott.

Schon früh wusste ich, dass ich Ordensschwester werden wollte. Während meines ersten Jahres an der St. Joseph’s Academy (Green Bay, Wisconsin) arbeitete ich nach der Schule im St. Vincent Hospital und lernte dort die Mauritzer Franziskanerinnen kennen. Ich wohnte im Mädchenheim des Krankenhauses, und durch mein Gebetsleben wurde mir die Gewissheit gegeben, dass dies Gottes Wille für mich war. Ich spürte wirklich, dass meine Zukunft bei den Schwestern lag, und nach viel Gebet trat ich am 8. September 1945 im Alter von 15 Jahren in die Gemeinschaft ein… und folgte meinem Traum. Am 4. Oktober 1948 legte ich meine ersten Gelübde ab und schloss während des Noviziats meine Highschool-Ausbildung ab. 1954 schloss ich die St. John’s Hospital School of Nursing ab und erwarb 1972 einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College (St. Louis, Missouri).

Als Krankenschwester war ich in unseren Krankenhäusern in Sheboygan und Eau Claire (Wisconsin) sowie in Effingham und Streator (Illinois) tätig, ebenso wie im Alverna Home Nursing Center in Chicago (Illinois). Die Pflege der Patienten war für mich immer eine große Erfüllung. Bei der häuslichen Krankenpflege wurde mir noch deutlicher bewusst, wie viel mehr wir für einen Patienten in dessen Zuhause tun können, und durch diese Beziehungen entstanden viele tiefe Bindungen. Auch habe ich viele Jahre lang in unserem Mutterhaus die Füße meiner Mitschwestern gepflegt, die ihr Leben dem Dienst an den Armen, Kranken und Bedürftigen gewidmet haben. Ich bitte euch herzlich, dass wir uns bemühen, auf den Herrn zu vertrauen und Glauben an Gott zu haben, denn er ist immer bei euch. Loszulassen und die Dinge Gott zu überlassen, kann so bereichernd sein. Glaubt mir.

Schwester M. Christhild

Geboren: 5. Juli 1936
Eintritt: 30. Januar 1960
Profess: 28.10.1962
Gestorben: 9. August 2026

In der letzten Stunde des zu Ende gehenden Sonntags holte der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich: Schwester M. Christhild, geborene Juliane Gevers, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Nun lässt Du Herr, deine Dienerin in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.

(Aus dem Abendgebet der Kirche)

Zwei Monate nachdem ihre leibliche Schwester M. Edelbertis gestorben ist, rief Gott auch Schwester M. Christhild zu sich.

In Vreden-Dömern wurde Juliane geboren und ist hier zur Schule gegangen und erlangte den Mittelschulabschluss. Nach dem Eintritt bei den Mauritzer Franziskanerinnen absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung und wurde Medizinisch-technische Assistentin. In Gladbeck und Datteln arbeitete sie in der Röntgenabteilung. Besser kennen und schätzen wir Schwester M. Christhild durch ihren langjährigen Dienst in der damaligen Mutterhausverwaltung, die sich um die ganze Gemeinschaft kümmerte. Hier hat sie unsere Renten verwaltet und sich mit akribischer Genauigkeit um die Korrespondenz mit der Krankenkasse gekümmert.

2022 durfte sich Schwester M. Christhild zurückziehen in das Altenheim St. Heriburg-Haus und dort als Seniorin ihre eigene Rentenzeit genießen. Seit 2025 war sie Bewohnerin der Station Klara, wo sie sich sehr wohlgefühlt hat. Vor einigen Tagen wurde sie plötzlich schwer krank und kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Am späten Sonntagabend ist sie dann im St. Franziskus-Hospital ruhig hinübergegangen zu Gott, dem sie ihr Leben vor 64 Jahren in der Profess anvertraut hatte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Christhild Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und an ihre Schwester M. Edelbertis und bleiben beiden schwesterlich verbunden.

Am Donnerstag, den 13. August 2026, verabschieden wir uns von Schwester M. Christhild im Auferstehungsamt um 10 Uhr in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen beim Mittagessen im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Liliane

Geboren: 7. März 1937
Eintritt: 12. August 1960
Profess: 3. Mai 1963
Gestorben: 3. August 2026

Nach einem langen Leben, in dem sie immer Gottes Hilfe erfahren hat, rief der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich: Schwester M. Liliane, geborene Maria Landwehr, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Gott führt mich hinaus ins Weite. Er macht meine Finsternis hell.

(Psalm 18, 20)

Als ältestes von zehn Geschwistern wurde Maria Landwehr auf einem Bauernhof in Bergstrup bei Vechta geboren. Nach der Schulzeit arbeitete sie auf einem Hof in Kroge, wo sie die Mauritzer Franziskanerinnen als Nachbarinnen kennenlernte. Mit 23 Jahren trat sie in die Gemeinschaft ein. Später folgte ihr die jüngere Schwester, unsere Schwester M. Leonharda, die leider schon 2002 starb.

Schwester M. Liliane war eine begeisterte Krankenschwester in den Hospitälern in Münster, Meerbusch-Lank und in Freckenhorst. Nach einer Amtszeit als Oberin in Seppenrade absolvierte sie die Ausbildung für die ambulante Krankenpflege auf dem Arenberg bei Koblenz. So gerüstet, pflegte sie die Kranken in den Familien in Ennigerloh und in Marl-Hamm. Nebenher übernahm sie in diesen Orten pastorale Dienste. Von 2005 – 2014 ging sie ins Krankenhaus nach Greven, um dort für die Kapelle zu sorgen und den Patienten seelsorglich beizustehen. Nach Auflösung des Grevener Konvents hat Schwester M. Liliane sich in der Pflege der älteren Mitschwestern im Konvent Maria Hilf in Telgte engagiert, bis sie 2020 als Seniorin in ihre Heimat nach Kroge wechselte. Auch hier hat sie sich noch für die Mitschwestern eingesetzt, bis sie vor einigen Monaten schwer erkrankte und in der Pflegestation des St. Anna-Stiftes gestorben ist. So wie sie immer für die kranken und sterbenden Patienten gesorgt hat, so waren die Mitschwestern und Angehörigen in den letzten Tagen rund um die Uhr für sie da.

Der Psalmspruch: „Gott führt mich hinaus ins Weite. Er macht meine Finsternis hell“ war das Wort, das Schwester M. Liliane über ihr Leben geschrieben hatte, und das sie in guten und weniger guten Zeiten getragen hat. Möge sie die Weite Gottes jetzt in ihrer ganzen Fülle erfahren!

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Liliane Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Liliane am Freitag, den 7. August 2026, um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof.
Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Rainette

Geboren: 11. Februar 1936
Eintritt: 28. Januar 1956
Profess: 28. Oktober 1958
Gestorben: 31. Juli 2026

In den Händen Gottes hat unsere Mitschwester sich immer geborgen und sicher gefühlt. In die Hände Gottes gab sie ihr Leben zurück: Schwester M. Rainette, geborene Helga Schwager, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

(Lied: Gotteslob Nr. 818)

Schwester M. Rainette konnte auf 90 Lebensjahre zurückblicken. Sie berichtet uns in ihrem Nachlass: „Geboren wurde ich in Breslau. Unsere Mutter musste mit uns drei Kindern flüchten. Mein Bruder und ich, wir bekamen im Lager Hage in Ostfriesland Typhus. Später zogen wir nach Oberhausen-Osterfeld, wo ich bei einem Jahrespraktikum die Mauritzer Franziskanerinnen im Krankenhaus kennenlernte. Mit 20 Jahren trat ich ein. Dankbar bin ich meiner Mutter, dass sie die Fluchtsituation mit uns drei Kindern so tapfer durchgestanden hat. Dankbar bin ich auch, dass ich viele Jahre kranke Kinder pflegen durfte und anschließend in der Altenbetreung sein konnte.“

Für Schwester M. Reinette waren die Jahre prägend, in denen sie in Sendenhorst, in Moers und in Osterfeld kranke Kinder pflegen durfte. Danach kam sie in den neu gegründeten Konvent in Werne und übernahm im Altenheim St. Katharina pastorale Dienste. Später zog sie nach Seppenrade, wo sie noch kleine Dienste übernahm und die Orgel im St. Josefs-Haus spielte. Nach Auflösung des Konventes ging sie zurück ins Mutterhaus und erfreute hier und im St. Heriburg-Haus die Schwestern mit ihren vielseitigen Fähigkeiten. Besonders gerne bastelte sie und hat viel Freude mit ihren wunderschönen Weihnachtssternen und anderen selbst gebastelten Dingen verschenkt.

Krankheitsbedingt musste Schwester M. Rainette vor sechs Wochen selbst Bewohnerin des St Heriburg-Hauses werden, wo sie sich tapfer und gradlinig auf das Kommen Gottes eingestellt hat. Im Beisein der Mitschwestern legte sie ruhig ihre irdische Zeit in die Hände Gottes zurück, so wie es in dem Lied heißt, das sie sich für ihre Beerdigung gewünscht hat.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Rainette Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 4. August 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Rainette und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Benita

Geboren: 7. September 1960
Eintritt: 10. September 1979
Profess: 4. Mai 1982
Gestorben: 11. Juli 2026

Aus unserer Polnischen Provinz haben wir die Nachricht vom Tod unserer Mitschwester erhalten: Schwester M. Benita, geborene Irena Soll, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Ich habe an guten Wettkämpfen teilgenommen, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Zum Schluss ist für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereitgestellt, den mir der Herr an jenem Tag geben wird.

(2 Tim 4,7–8a)

Schwester M. Benita wurde am 7. September 1960 in Koty, Woiwodschaft Oppeln, geboren. Sie trat am 10. September 1979 in unsere Kongregation ein. Ihre erste Profess legte sie am 4. Mai 1982 in Ołdrzychowice Kłodzkie ab.

Nach ihrer ersten Profess begann Schwester M. Benita eine Ausbildung an der Krankenpflegeschule und arbeitete von 1984 bis 2009 als Krankenschwester in der Klinik für Infektionskrankheiten in Breslau, in Szczytna sowie im Kinderheim in Rengersdorf. Nach einer kurzen Vorbereitung auf die Missionsarbeit reiste sie im Herbst 2009 zusammen mit zwei weiteren Schwestern nach Kasachstan und begann dort ihre Missionsarbeit. Fast acht Jahre lang war sie in der St. Abraham-Pfarrei in Szczucińsk tätig, die folgenden acht Jahre in der Pfarrei der Muttergottes von Tschenstochau in Kamyschenka.

Sowohl in Polen als auch in Kasachstan widmete sich Schwester Benita ganz ihrem Dienst an den Menschen und Kindern, zu denen sie gesandt worden war. Sie war kreativ, gütig, sehr engagiert, stets bereit, noch mehr zu geben, und legte großen Wert auf Sorgfalt in ihrem Dienst und ihrer Arbeit. Treu folgte sie ihrem Berufungsweg und ging auf das ein, was Gott von ihr erwartete. In aller Stille, mit einem Lächeln und bereitwillig diente sie jeden Tag denen, die Hilfe brauchten. Der missionarische Dienst in Kasachstan bereitete ihr viel Freude und Erfüllung. Diese schöne Zeit des aktiven apostolischen Dienstes wurde durch eine Krankheit unterbrochen. Ab Oktober 2024 begann für sie ein Weg des Leidens: Sie musste sich mit einer neuen Realität aus schwierigen körperlichen Beschwerden, Behinderung und Abhängigkeit auseinandersetzen. Schwester M. Benita kommunizierte über einen längeren Zeitraum hinweg mit ihrer Umgebung mithilfe eines Tablets durch kurze Nachrichten. Am Ende ihres Lebens war ihr selbst das nicht mehr möglich. Das war für sie sehr schwer. Die Schwestern der Gemeinschaft von Szczepanowice sowie das medizinische Personal dieses Pflegeheims kümmerten sich sehr um Schwester M. Benita und standen ihr auf ihrem Leidensweg zur Seite.

In den letzten Wochen ihres Lebens verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Schwester erheblich. Dennoch war sie in der Lage, mit einem Lächeln für jede Geste der Güte zu danken. Schwester M. Benita ist am Samstag, 11. Juli 2026, friedlich zum Herrn heimgegangen. Wir vertrauen darauf, dass sie sich nun in vollem Maße an der Nähe und Liebe Gottes erfreut.

Dankbar für jede Güte, jede Hilfe und jeden Dienst, der ihr erwiesen wurde, empfiehlt sie sich heute unseren Gebeten und unterstützt uns sicherlich alle mit ihrem Gebet vor dem Herrn.

Schwester M. Adelgera

Geboren: 18. März 1935
Eintritt: 11. August 1956
Profess: 3. Mai 1959
Gestorben: 8. Juli 2026

Voll Vertrauen legte unsere Mitschwester ihr irdisches Leben in Gottes Hand und folgte ihm auf den Weg in das neue Leben: Schwester M. Adelgera, geborene Maria Herzig, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist. Du hast mich erlöst, Du treuer Gott.

(Psalm 31,6)

Als Maria Herzig wurde unsere Mitschwester in Scheibe in der Grafschaft Glatz als Tochter eines Bauern geboren. 1946 wurde die Familie aus Schlesien vertrieben und kam nach Ostfriesland, wo Maria ihre letzten Schuljahre verbrachte. Sie selbst sagte dazu, dass diese Jahre die schwersten in ihrem Leben waren. Danach kam sie bis zu ihrem Ordenseintritt zu den Mauritzer Franziskanerinnen ins Borromäus-Hospital in Leer, zuerst in die Küche und später in die Pflege.

Ihren Eltern ist sie sehr dankbar dafür, dass sie sie bei der Flucht und beim Einleben in Ostfriesland liebevoll behütet und beschützt haben. Diese Geborgenheit hat Schwester M. Adelgera zeit ihres ganzen Lebens auch bei Gott gefunden, dem sie, seit 1956 siebzig Jahre lang, als Ordensschwester gedient hat.

Die Liebe zu ihrer Heimat ist ihr nicht verlorengegangen. Mit Begeisterung hat sie an den regelmäßigen Treffen der Glatzer Landsmannschaft in Telgte teilgenommen und dort viel Kraft geschöpft für ihren Glauben und ihr Leben. Bis zuletzt hat sie die Verbindung nach Schlesien aufrechterhalten, besonders auch zu den schlesischen Mitschwestern. Einige Tage vor ihrem Tod bekam sich noch Besuch von Schwester M. Maximiliana, der polnischen Provinzoberin, und von Schwester M. Alexandra, die sich zur internationalen Archivkonferenz in Münster aufhielten. Dabei hat sie sich bei ihnen nach allen Schwestern erkundigt und sie besonders grüßen lassen.

Schwester M. Adelgera war lange auf der Intensivstation des St. Bernhard-Hospitals in Kamp-Lintfort tätig, bevor sie 1994 nach Münster ins St. Heriburg-Haus versetzt wurde, um die älteren Mitschwestern zu pflegen und die Kapelle zu betreuen. Jetzt durfte sie ihr Leben in die Hand Gottes zurückgeben.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Adelgera Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 13. Juli 2026, verabschieden wir uns von Schwester M. Adelgera im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Margrith

Geboren: 27. November 1943
Eintritt: 5. Mai 1967
Profess: 28. Oktober 1969
Gestorben: 1. Juli 2026

Nach längerer Krankheit hat Gott unsere Mitschwester an die Hand genommen und zu sich in den Himmel gerufen: Schwester M. Margrith, geborene Gerda van Beeck, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Gott hat uns in seine Hand geschrieben, und Gottes Hände sind gute Hände.

(Kardinal Höffner)

Geboren wurde Schwester M. Margrith in Heessen, heute Hamm, und hat ihre hauswirtschaftliche Ausbildung bei den Vorsehungsschwestern gemacht. Mit 24 Jahren trat sie bei uns Mauritzer Franziskanerinnen ein und absolvierte die Kin-derkrankenpflegeausbildung am St. Franziskus-Hospital in Münster. Danach kam sie nach Lichtenvoorde in Holland, um dort in der Kinderstation zu arbeiten.

Zurückgekehrt nach Deutschland, absolvierte sie die Ausbildung für die Gemeindekrankenpflege auf dem Arenberg bei Koblenz und arbeitete in der ambulanten Krankenpflege in Friesoythe. In Borghorst und Dorsten übernahm sie später hauswirtschaftliche Tätigkeiten und die Betreuung der Wohnheime.

Besonders gut in Erinnerung geblieben ist allen ihr Orgel- und Harmoniumspiel, mit dem sie die Gottesdienste begleitete. Nach Auflösung des Konventes in Dorsten wurde sie Altenheimbewohnerin, zuerst im St. Heriburg-Haus in Münster; später zog sie wegen des Umbaus ins St. Franziskus-Haus nach Nordwalde.

Schwester M. Margrith gab ihr Leben am späten Abend vor dem 182. Gründungstag der Ordensgemeinschaft zurück an Gott. Sie war die 7228. Schwester der deutschen Franziskanerinnen und hat am Ordensgründungstag vor 51 Jahren ihre ewige Profess abgelegt. Im Himmel feiert sie nun dieses Fest mit den Mitschwestern, die ihr vorausgegangen sind.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Margrith Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr geschwisterlich verbunden.

Am Dienstag, den 7. Juli 2026, feiern wir um 10 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Margrith und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Gerburgis

Geboren: 8. März 1940
Eintritt: 12. August 1965
Profess: 3. Mai 1968
Gestorben: 19. Juni 2026

Der gütige und barmherzige Gott rief in den frühen Morgenstun-den unsere Mitschwester zu sich in die ewige Heimat: Schwester M. Gerburgis, geborene Hedwig Ungruh, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Als es Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.

(Joh. 21.4)

Schwester M. Gerburgis wurde in Hörstel-Ostenwalde geboren und wuchs dort mit ihren vier Geschwistern auf.

Mit fünfundzwanzig Jahren trat sie in den Orden ein und wurde Mauritzer Franziskanerin. Hier wurde sie Kinderkrankenschwester und arbeitete auf den Kinderstationen in Ahlen und im St. Franziskus-Hospital in Münster. Nach ihrer Ausbildung zur Pflegedienstleiterin leitete sie die Schulkinderstation. Zu den ehemaligen Kolleginnen hielt sie immer einen guten Kontakt.

1991 wurde sie Konventsoberin in Gladbeck und übernahm zusätzlich seelsorgliche Aufgaben im Krankenhaus, für die sie sich durch eine Ausbildung in München qualifiziert hatte. Später ging sie ins Krankenhaus nach Leer / Ostfriesland und danach nach Ahaus. Nach der Auflösung des Konvents kam sie zurück ins Mutterhaus uns setzte sich dort an der Pforte ein, bis ihre schwere Krankheit das nicht mehr zuließ.

Von 2001 bis 2006 übernahm sie als Provinzrätin die Mitverantwortung für die deutschen Schwestern.

Vor einiger Zeit wurde sie dialysepflichtig. In der Krankheit verglich sie sich mit ihrer Mutter, die ebenfalls nierenkrank war. Sie wusste somit, was auf sie zukam. Ganz bewusst und selbstbestimmt ging sie ihren Weg bis zuletzt. Am letzten Morgen sagte sie, dass sie keine Dialysebehandlung mehr möchte und ab jetzt Palliativpatientin werden möchte. Am Abend bat sie um die Krankensalbung, die sie bewusst mitgefeiert hat. Einige Stunden später ist sie dann ruhig eingeschlafen im Beisein der indischen Schwestern, die im Heriburg-Haus ihren Dienst taten. So friedlich sterben zu dürfen, das war ihr Wunsch, den sie immer geäußert hatte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Gerburgis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie, denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag den 23. Juni 2026 verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Gerburgis und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Amtseinführung von Bischof Dr. Heiner Wilmer

Münster, 22.06.2026. Dr. Heiner Wilmer ist neuer Bischof von Münster. Im vollbesetzten St.-Paulus-Dom in Münster wurde am 21. Juni der Gottesdienst zu seiner Amtseinführung gefeiert. Im Anschluss fand ein Fest der Begegnung auf dem Domplatz statt. Wilmer ist der 77. Bischof von Münster und der 76. Nachfolger des Bistumsgründers, des heiligen Liudger, der 805 erster Bischof von Münster wurde.

Zu Beginn der Amtseinführung stand die Übergabe der päpstlichen Ernennungsurkunde an Dompropst Hans-Bernd Köppen und die Prüfung ihrer Rechtmäßigkeit durch das Domkapitel. Dann wurde die Urkunde allen Anwesenden feierlich präsentiert und in deutscher Übersetzung verlesen. Anschließend sagte der Dompropst, an Bischof Heiner gewandt:

Mit Freude stellen wir fest, dass Sie der rechtmäßige Bischof von Münster sind.

Anschließend wurde der Bischofsstab aus der Figur des hl. Liborius an Bischof em. Dr. Felix Genn überreicht, der ihn an den 76. Nachfolger des hl. Liudger weitergab mit den Worten: „Nimm hin den Stab des heiligen Liudger. Trage Sorge für die Kirche von Münster, trage Sorge für die ganze Herde Christi. Der Heilige Geist, der dich zum Bischof bestellt hat, möge dir helfen, das Volk Gottes zu leiten. „Entsprechend eines seit dem 17. Jahrhundert bestehenden Brauches wurde dieser Stab mit Beginn der Sedisvakanz der Figur entnommen. Im Rahmen des Pontifikalamtes am Hochfest Peter und Paul, am 29. Juni 2026 wird er der Figur wieder beigegeben.

Ausgestattet mit dem Bischofsstab, wurde Bischof Heiner vom Erzbischof und Metropoliten der Kölner Kirchenprovinz, Rainer Maria Kardinal Woelki, zur Kathedra geführt und nahm darauf Platz.

Vertreterinnen und Vertreter des Klerus, der Ordensgemeinschaften und verschiedener Gruppen im Pastoralen Raum erklärten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem neuen Bischof. Für die Ordensgemeinschaften im Bistum Münster gab Schwester M. Margarete Ulager, Generaloberin der internationalen Kongregation der Mauritzer Franziskanerinnen, folgende Erklärung ab:

Wir Ordensleute leben und arbeiten sehr gern im Bistum Münster. Heute bitten wir Sie um Ihr Vertrauen. Wir wünschen uns mit Ihnen eine gute, geschwisterliche Zusammenarbeit im Dienst an den Menschen unseres Bistums.

In seiner Predigt blickte Bischof Dr. Wilmer, der seit Februar auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, auf die Pilgerwege zurück, die er in der Woche vor seiner Amtseinführung mit verschiedenen Gruppen im Bistum Münster gegangen war und verband diese Erfahrung mit dem Tagesevangelium, das berichtet, wie Jesus die Jünger aussendet. Dabei sagt er ihnen: „Wer sich zu mir bekennt, zu dem bekennt sich auch der Vater im Himmel.“ Dazu betonte Bischof Wilmer: „Bekennen heißt, mit Gott übereinstimmen – und es sichtbar werden lassen.“ Gerade in der heutigen unruhigen Zeit stelle sich die Frage, zu wem man gehöre und zu wem man sich bekenne. „Bekennen heißt: sich ausrichten. Sich festmachen. Sich nicht verstecken“, sagte er. „Gelebte Antworten“ hätten unter anderem „prophetische Stimmen“ von Personen gegeben, die aus dem Bistum Münster stammten, wie Annette von Droste-Hülshoff (1797 bis 1848), Maria Droste zu Vischering (1863 bis 1899) und die 2001 selig gesprochene Schwester Maria Euthymia (1914 bis1955). „Schwester Maria Euthymia steht für die laute Stille der prophetischen Stimme und beherztes Handeln“, unterstrich Bischof Wilmer.

Grußworte sprachen der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, der Oberbürgermeister von Münster, Tilman Fuchs, der Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Michael Gerber aus Fulda, sowie Brigitte Lehmann und Ulrich Vollmer für das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster. Musikalisch gestalteten die Chöre der Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Alexander Lauer und Domkantorin Verena Schürmann den Gottesdienst. Domorganist Thomas Schmitz spielte die Orgel, begleitet vom Orchester STRINGent & Freunde.

Mit bewegenden Worten und in vielen verschiedenen Sprachen dankte Bischof Dr. Heiner Wilmer Gott und allen, die ihn bisher auf seinem Weg begleitet und die ihn so freudig in Münster empfangen haben. „Ich freue mich auf Sie!“, rief er abschließend und beendete seinen Dank mit einem westfälischen „Chut chaon!“

Nach dem feierlichen Auszug des neuen Bischofs fand auf dem Domplatz ein großes Begegnungsfest statt.

Fotos: Bistum Münster

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Abschluss der Internationalen Archivkonferenz

Münster, 19.06.2026. Zum Abschluss der ersten Internationalen Archivkonferenz wurden heute die vielfältigen Eindrücke und Ergebnisse der Woche zusammengetragen und die Weichen für die zukünftige Archivarbeit in der Kongregation gestellt – sowohl an den verschiedenen Standorten als auch international.

Der letzte Tag der Internationalen Archivkonferenz begann mit einer von Prof. Pater Dr. Dr. Michael Plattig O.Carm. auf Deutsch und Englisch zelebrierten Eucharistiefeier. In seiner Predigt nahm Pater Michael das Thema des Evangeliums auf und bezeichnete die Dankbarkeit als eine wichtige und höchst aktuelle Haltung, die auch in den Worten des deutschen Theologen Dietrich Bonhoeffers zum Ausdruck kommt: „Dankbarkeit macht das Leben reicher.“ Er betonte, dass der große Schatz der Kongregation im Persönlichen liege – in der Beziehung zu Gott, in den Schwestern und Mitarbeitenden und in den Spuren aller Schwestern, deren Geschichten in den Archiven gesammelt werden.

Der spirituelle Impuls aus der Indischen Provinz bestand aus einer Meditation in Text und Bild zum Thema Wurzeln. So wie Bäume von unsichtbaren Wurzeln gehalten und genährt werden, so können auch wir Menschen durch starke Wurzeln ein erfülltes, freudvolles Leben erfahren. „Wie der heilige Franziskus war auch unser Gründer Pater Christoph Bernsmeyer der Überzeugung, dass die Kraft des geweihten Lebens nicht aus äußerem Erfolg stammt, sondern aus Herzen, die tief in Christus und im Evangelium verwurzelt sind“, führte die Provinzoberin der Indischen Provinz Schwester M. Johncy aus. „Als Mitglieder unserer Kongregation sind wir aufgerufen, uns mit diesen starken Wurzeln zu verbinden.“

Die zentrale inhaltliche Arbeit des Tages bestand in der Auswertung aller Informationen und Impulse aus der Archivkonferenz sowie in der gemeinsamen Entwicklung einer Strategie für die Zukunft der Archivarbeit innerhalb der internationalen Ordensgemeinschaft. Übereinstimmend berichteten die Teilnehmenden, dass sie neue Perspektiven auf die hohe Bedeutung und Komplexität der Archivarbeit gewinnen konnten und wertvolles theoretisches und praktischen Wissen mit in ihre jeweiligen Heimatländer nehmen – und viele Ideen, wie die Archivarbeit vor Ort zukünftig gestaltet werden kann. Ebenfalls kam zum Ausdruck, wie wertvoll die persönliche Zusammenkunft und internationale Vernetzung für die Teilnehmenden war.

Ein wichtiges Ergebnis der Konferenz ist der gemeinsame Beschluss, eine internationale Arbeitsgruppe zu gründen, die sich der zukünftigen Gestaltung der Archivarbeit in der Kongregation widmet. „Ein Ziel wird es sein, verbindliche gemeinsame Kriterien für unsere Archive zu entwickeln“, sagte Generaloberin Schwester M. Margarete. „Gleichzeitig gilt es auch zu fragen: Was ist verschieden an den Standorten und muss es auch bleiben?“

„Mein Herz ist von zwei großen Gefühlen erfüllt“, sagte Generalökonomin und Archivarin Schwester M. Beata Kapica in ihrer Abschlussrede, „von der Dankbarkeit Gott gegenüber und vom mutigen Geist des Aufbruchs, den anstehenden Wandel aktiv zu gestalten. Lasst uns diesen neuen Weg mutig und Hand in Hand weitergehen.“ Sie dankte den Moderatoren, allen Mitwirkenden und Teilnehmenden sowie allen, die auch hinter den Kulissen zum Erfolg der ersten Internationalen Archivkonferenz beigetragen haben: den Dolmetschenden, dem Team im Marienhaus und dem Team der Generalleitung.

Schwester M. Johncy, Provinzoberin der Indischen Provinz, dankte im Namen der internationalen Delegationen, der Teilnehmenden und Gäste von ganzem Herzen Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager, Generalökonomin Schwester M. Beata Kapica und dem Team des Generalats für die Organisation der informativen und zukunftsweisenden Tagung. „Dies war ein wunderbarer Beginn für die weitere gemeinsame Arbeit“, betonte sie. „Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.“

Neben vielfältigen Informationen und Anregungen nahmen die Teilnehmenden auch die neuste Ausgabe des internationalen Magazins der Kongregation, TauNews, mit auf den Heimweg.

Am Ende dieser erfüllten Woche verabschiedeten sich die Schwestern und das Team der Generalleitung herzlich von den internationalen Gästen und wünschten allen eine gute und gesegnete Heimreise, ein erholsames Wochenende – und eine inspirierende Lektüre.

Einige Eindrücke des Tages:

Abschluss-Gottesdienst in der Mutterhauskirche
Dank an Generalökonomin und Archivarin Schwester M. Beata Kapica und Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager
Moderiert wurde die Archivkonferenz von Prof. Dr. Margret Nemann und Dompropst Hans-Bernd Köppen.
Das Team der Dolmetschenden für die Sprachen Deutsch, Englisch, Polnisch und Japanisch
Das Team des Generalats
Schwester M. Vera bei der Lektüre der frisch gedruckten TauNews

Fotos: Michael Kestin

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Digitalisierung und Datenschutz

Münster, 18.06.2026. Was ist in den Bereichen Digitalisierung und Datenschutz bei der Archivarbeit zu beachten? Diese komplexe Thematik stand heute im Mittelpunkt der internationalen Archivkonferenz der Mauritzer Franziskanerinnen.

Der vierte Sitzungstag der Archivkonferenz begann mit einem Impuls aus der Japanischen Provinz. „Die Gnade Gotte hört niemals auf“: Mit dieser zentralen Botschaft bezog sich Provinzoberin Schwester Maria Fidelis Furukawa auf Psalm 136 und präsentierte den Teilnehmenden ein Video mit meditativen Texten, Fotos und Musik, das von den vietnamesischen Schwestern der Provinz erstellt worden war.

Am Vormittag sprach Lennart Metken, stellvertretender Leiter des Diözesanarchivs Münster, über die vielfältigen digitalen Herausforderungen in der Archivarbeit und stellte Möglichkeiten zur Archiv-Strukturierung sowie zur Digitalisierung von Papier- und Fotodokumenten vor. Dabei können schon einfache Maßnahmen wie die standardisierte und inhaltliche Benennung von Fotos und Dokumenten erheblich zur Auffindbarkeit von Archivgut beitragen.

Frank Kunz, Datenschutzbeauftragter des Generalats, erhielt schon zu Beginn seines Vortrags großen Applaus, als er alle internationalen Teilnehmenden in ihrer jeweiligen Landessprache begrüßte – Deutsch, Englisch, Polnisch, Japanisch und Hindi. Umfassend und verständlich erläuterte er die Entstehung, den Sinn und grundsätzliche rechtliche Aspekte des Datenschutzes. „Im Mittelpunkt des Datenschutzes steht der Mensch“, betonte er, und wies darauf hin, dass den Kirchen eine Vorreiterfunktion im Datenschutz haben: „Die Geschichte des Datenschutzes begann mit dem Beichtgeheimnis, das im Jahr 1215 auf dem IV. Laterankonzil festgelegt wurde.“ Grundsätzlich, so Frank Kunz, sei die Weitergabe persönlicher Daten nicht erlaubt; allerdings gebe es Ausnahmen z.B. im beruflichen Kontext und auch in der Archivarbeit. Er empfahl, durch Transparenz in der Datenverarbeitung und durch Datenminimierung Vertrauen zu schaffen.

Eine Vortragspause wurde genutzt, um einige Jubiläen zu würdigen: Die Teilnehmenden gratulierten Schwester M. Maksymiliana Pilarska, Provinzoberin der Polnischen Provinz, zum 25-jährigen Ordensjubiläum, Schwester M. Marianne Kamlage, Provinzvikarin der Deutschen Provinz, zum 40-jährigen Ordensjubiläum und Schwester Maria Fidelis Furukawa, Provinzoberin der Japanischen Provinz, zum Goldenen Professjubiläum. Ebenfalls geehrt wurden Brian Blasco für 30 Jahre im Dienst der Schwestern in USA und Rolf Lehmann, der seit 50 Jahren als Dolmetscher für die internationale Kongregation tätig ist.

Abschließend berichteten Generalrätin Schwester M. Lima Arackal und Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager über die erfolgreich abgeschlossene Überarbeitung der Generalkonstitutionen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren abends alle Teilnehmenden der Archivkonferenz zum Grillabend im Mutterhaus eingeladen. Als besondere Gäste wurden die Vorstandsvorsitzenden der St. Franziskus-Stiftung und Vertreter aus dem St. Franziskus-Hospital und dem Stiftungskuratorium herzlich begrüßt.

Einige Eindrücke des Tages:

Fotos: Michael Kestin

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Besuch in der Abtei Gerleve

Münster, 17.06.2026. Die Teilnehmenden und Gäste der internationalen Archivkonferenz besuchten heute die Benediktinerabtei Gerleve und erhielten vielfältige Eindrücke vom Leben und Wirken der Brüder. In der Zeit zwischen der gemeinsamen Feier der Eucharistie am Morgen und dem Mittagsgebet in der Klosterkirche wurden die Teilnehmenden von den Benediktinern durch die Bibliothek und das Archiv, die Buchbinderei und den Klausurbereich des Klostergartens geführt. Das Mittagessen in der Klostergaststätte rundete den Besuch ab, bevor es mit dem Bus zurück ins Mutterhaus in Münster ging.

Kurz vor neun Uhr begrüßte Abt Andreas Werner OSB die internationalen Gäste aus Münster herzlich und führte sie in die Klosterkirche zur morgendlichen Feier der Eucharistie, die von den Patres zelebriert und mit lateinischen Gesängen gestaltet wurde. Danach wurden die Teilnehmenden in drei Gruppen durch das Kloster und den umgebenden Park geführt.

Pater Bartholomäus Denz OSB öffnete den Besuchern aus Münster das Archiv der 1899 gegründeten Abtei und erläuterte auch seine Tätigkeiten in der Buchbinderei. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Abtei Gerleve trug Pater Bartholomäus selbst eine Chronik der Abtei von 1899 – 1998 zusammen und stellte eine Auflage von zehn Exemplaren her. Auch eine Nekrologie mit den Biografien der verstorbenen Brüder und einem begleitenden Bildband stammen aus seiner Werkstatt.

Pater Daniel Hörnemann OSB gewährte Einblicke in die Klosterbibliothek, die etwa 250 tausend vor allem theologische Bücher und Zeitschriften umfasst. Das älteste Fragment der Bibliothek stammt aus dem 9. Jahrhundert, etwa 3000 Werke aus der Zeit vor 1800. Das kleinste dort gehütete Buch ist kleiner als ein Daumennagel und wird mit der notwendigen Lupe in einer etwa vier mal vier Zentimeter großen gefütterten Schatulle aufbewahrt.

Durch den Klausurgarten – eine 30 Morgen große Parklandschaft – führte Bruder Michael Brun OSB, der 1984 in den Orden eintrat und seit 1988 für die Grünflächen auf dem 64 Hektar großen Gelände der Abtei verantwortlich ist. Der wunderbare Baumbestand geht auf Abt Pater Raphael zurück, der von 1906 – 1948 der erste Abt in Gerleve war. Zu Zeiten seines Eintritts, so berichtete Bruder Michael, habe es auch noch Obst- und Gemüsegärten gegeben, in denen damals 20 Mönche arbeiteten.

Nach all diesen Eindrücken konnten die Teilnehmenden noch Karten, Bücher, Devotionalien und vor Ort produzierte Marmeladen und Gebäck im Klosterladen einkaufen und sich dann in der Klostergaststätte beim Mittagessen, Kaffee und Kuchen zu stärken. Alle waren sich einig: Ein sehr gelungener Ausflug mit vielen wunderbaren Begegnungen und spannenden Einblicken in das Leben und Wirken der Mönche. „Wir danken den Benediktinern von Gerleve und ihrem wunderbaren Team ganz herzlich für ihre große Gastfreundschaft und die vielen inspirierenden Eindrücke“, sagte Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager im Namen aller Teilnehmenden der internationalen Archivkonferenz.

Einige Eindrücke des Tages:

Fotos: Michael Kestin

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Erfahrungsaustausch zur Archivarbeit

Münster, 16.06.2026. Heute standen fachliche Aspekte der Archivarbeit und der kollegiale Austausch im Mittelpunkt der internationalen Archivkonferenz der Mauritzer Franziskanerinnen. Als externe Referenten waren Dr. Heinz Mestrup, Leiter des Diözesanarchivs Münster, und Vertreter der AUGIAS-Data GmbH eingeladen, deren Archiv-Software im Archiv des Generalats verwendet wird. Die Teilnehmenden der Konferenz erhielten durch einen Besuch in diesem Archiv im Mutterhaus und durch den Vortrag von Archivarin Marie Brandl spannende Einblicke in die Arbeit vor Ort.

Der Sitzungstag begann mit einem Impuls von Schwester M. Marianne Kammlage, Provinzvikarin der Deutschen Provinz. Schwester M. Marianne nahm Bezug auf das Motto des letzten Provinzkapitels, „Pilgerinnen der Hoffnung“, und erinnerte daran, das alle Schwestern der Kongregation Pilgerinnen mit einer langen gemeinsamen Geschichte sind, in der jede einzelne Schwester wichtig ist. „Wie wir heute im Hier und Jetzt denken und handeln, entscheidet darüber, welche neuen Erinnerungen wir für die Zukunft schaffen“, sagte sie.

Welche Bedeutung Ordensarchive für das Diözesanarchiv Münster haben, erläuterte dessen Leiter Dr. Heinz Mestrup. „Das Diözesanarchiv hat bereits einige Ordensarchive übernommen“, erklärte er und wies darauf hin, dass ein regionaler Bezug der Ordensgemeinschaft für eine solche Übernahme wichtig ist. Zu den weiteren Aspekten seines Vortrags gehörten die notwendigen Vorarbeiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen für mögliche Übernahmen.

Dipl.-Phys. Henning Ruppel, einer der Geschäftsführer der AUGIAS-Data GmbH aus Senden, und sein Kollege Jürgen Markert, Beratung und Produktentwicklung, stellten das Archivprogramm „Augias Archiv X“ vor und beschrieben Produkterweiterungen, an denen das Unternehmen aktuell arbeitet. Dazu gehörten sowohl Einsatzgebiete der KI wie auch Cloud-Lösungen, die für Organisationen mit mehreren Standorten interessant sind.

Am Nachmittag erläuterte Marie Brandl, Archivarin im Archiv des Generalats, die archivischen Kernaufgaben und beschrieb zahlreiche hilfreiche Maßnahmen zum Schutz von Archivgut – von der Klimatisierung der Archivräume über Brandschutzmaßnahmen bis zum Schutz vor Schimmel und Insekten.

Abschließend tauschten sich die Teilnehmenden über die vielfältigen Informationen und Impulse aus den Fachvorträgen aus und stellten dar, welche Fragen und Aufgaben sich daraus für ihre zukünftige Arbeit an ihrem jeweiligen Standort ergeben.

Einige Eindrücke des Tages:

Impuls von Schwester M. Marianne Kammlage, Provinzvikarin der Deutschen Provinz
Vortrag von Dr. Heinz Mestrup, Leiter des Diözesanarchivs Münster
Dipl.-Phys. Henning Ruppel und Jürgen Markert, AUGIAS GmbH
Besuch im Archiv des Generalats im Mutterhaus in Münster
Das Archiv-Team des Generalats mit den internationalen Delegationen der Archivkonferenz
Die Teilnehmenden, Gäste und Dolmetschenden der Archivkonferenz

©Michael Kestin

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Eröffnung der Internationalen Archivkonferenz

15.06.26. Heute begann die erste Internationale Archivkonferenz der Mauritzer Franziskanerinnen mit einer feierlichen Eucharistiefeier – Votivmesse zum Heiligen Geist – in der Mutterhauskirche und dem ersten Sitzungstag im Marienhaus in Münster. Dabei wurde nicht nur die große Bedeutung der Archivarbeit für die internationale Ordensgemeinschaft deutlich, sondern auch die Spannbreite der Themen und Herausforderungen in den Archiven der weltweiten Standorte der Schwestern.

Im Marienhaus wurden die Teilnehmenden und Gäste der Archivkonferenz herzlich durch Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager und Schwester M. Diethilde Bövingloh, Oberin der Deutschen Provinz, begrüßt. Moderiert wird die Konferenz von Dompropst Hans-Bernd Köppen und Prof. Dr. Margaret Nemann.

Schwester M. Margarete erläuterte in ihrem einleitenden Vortrag die große Bedeutung der Archivarbeit für die Internationale Ordensgemeinschaft, die im Motto der Konferenz zum Ausdruck kommt: „Heute das Gestern für morgen bewahren.“ Zu den Zielen der Konferenz gehört es, sich über den Stand der Archivarbeit an den verschiedenen internationalen Standorten zu informieren, über die Herausforderungen vor Ort auszutauschen und gemeinsam zu entscheiden, wie zukünftig mit dem Erbe der Kongregation umgegangen werden soll. „Um diese große Aufgabe zu erfüllen, ist es auch hilfreich und wichtig, dass sich alle Beteiligten persönlich kennen lernen und ein lebendiges Netzwerk aufbauen“, sagte Schwester M. Margarete und danke den internationalen Delegationen dafür, dass sie die teils sehr weiten Wege auf sich genommen haben.

Prof. Pater Dr. Dr. Michael Plattig O.Carm., Spiritual der internationalen Ordensgemeinschaft, erläuterte in seinem Impulsvortrag die geistliche Dimension der Archivarbeit und die Bedeutung einer reflektierten und auch kritischen Erinnerungskultur, zu der Archive einen wichtigen Beitrag leisten.

Schwester M. Beata Kapica, Generalökonomin und Archivarin des Generalats, führte in die inhaltliche Arbeit der Archivkonferenz ein. „Die Archivarbeit ist ein wertvoller Dienst am Gedächtnis der Gemeinschaft“, betonte sie. „Gemeinsam sichern wir das Erbe, das uns anvertraut wurde – und gemeinsam wollen wir unserer Geschichte eine Zukunft geben.“

Am Nachmittag gaben die Delegierten und Archivare aus den internationalen Standorten und dem Generalat Einblicke in ihre Arbeit. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen sind, die sich durch die historische Entwicklung, aber auch durch die kulturellen und klimatischen Bedingungen vor Ort ergeben.

Einige Impressionen des Tages:

Feierliche Eröffnungsmesse
Moderatoren und Leitung
Begrüßung und Impulse am Vormittag
Bericht aus der Indischen Provinz
Bericht aus der Japanischen Provinz
Blick in die Dolmetscher-Kabinen
Zeit für Begegnung
Die Schwestern aus Polen
Vortragende des Nachmittags
Blick in den Konferenzraum

Fotos: ©Michael Kestin

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Schwester M. Edelbertis

Geboren: 22. Februar 1939
Eintritt: 3. Februar 1962
Profess: 28. Oktober 1964
Gestorben: 13. Juni 2026

In der Zuversicht, dass Jesus lebt und auch sie bei und mit ihm, gab unsere Mitschwester ihr Leben zurück in Gottes Hand: Schwester M. Edelbertis, geborene Ludwine Gevers, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Jesus lebt, mit ihm auch ich!
Das ist meine Zuversicht.

Ludwine Gevers wurde als elftes von dreizehn Kindern in Vreden-Dömern an der holländischen Grenze in einer katholischen Familie geboren. In dem Jahr, als ihre ältere Schwester, unsere Mitschwester M. Nicasia bei den Mauritzer Franziskanerinnen eintrat, kam Ludwine zur Erstkommunion. 1960 trat Schwester M. Christhild ein und Schwester Friedburga ging zu den Clemensschwestern. Als letzte wurde Ludwine Ordensschwester und bekam den Namen Schwester M. Edelbertis.

Schwester M. Edelbertis erkrankte nach der Krankenpflegeausbildung so schwer, dass die Krankheit ihr Leben begleitete und prägte. Sie fand Verständnis bei den Ordensoberen, die sie danach in der Verwaltung, im Pfortenbereich und in der Patientenaufnahme einsetzten.

Sie selbst schrieb: „Durch meine langen Ausfallszeiten und gesundheitlichen Grenzen habe ich lernen dürfen, wie es Menschen in solchen Zeiten der Krankheiten oder mit sonstigen Gebrechen geht, wenn sie gerade im Krankenhaus verständnisvoll und wohlwollend empfangen werden.“

In ihrer freien Zeit malte Schwester M. Edelbertis gerne. Ihre Naturbilder hängen unter anderem im Mutterhaus und erfreuen die Betrachter. Sie sagte dazu: „Auch wenn ich mich nicht als große Künstlerin sehe, so finde ich auch darin meine Erfüllung und Zufriedenheit.“ Ihr Rezept für ein glückliches Leben lautete: „Den Glauben behalten, die Hoffnung nicht verlieren, für gesunde Tage beten und für alles, was ich bisher erlebt habe, danken.“

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Edelbertis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Mittwoch, den 17. Juni 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Edelbertis und begleiten sie zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen

Erste internationale Archivkonferenz

Münster, 12.06.26. „Heute das Gestern für Morgen bewahren“: So lautet das Motto der ersten Internationalen Archivkonferenz der Mauritzer Franziskanerinnen, die auf Einladung der Generalleitung der internationalen Kongregation vom 15. – 19. Juni 2026 in Münster stattfindet.

Zu den rund 50 Teilnehmenden gehören die Oberinnen und Leitungen der Archive im Generalat und in den Standorten in Deutschland, Polen, USA, Japan und Indien. Heute wurden bereits die Delegationen aus Polen und Japan herzlich im Mutterhaus in Münster begrüßt; die Teilnehmenden aus USA und Indien werden morgen erwartet.

„Die Bewahrung unseres historischen Erbes ist weit mehr als eine rein administrative Aufgabe: Sie ist ein Dienst am Gedächtnis unserer Gemeinschaft und der Geschichte des jeweiligen Landes sowie ein Zeugnis unseres Wirkens in der Welt“, erläutert Generalökonomin Schwester M. Beata Kapitza, die für das Generalatsarchiv verantwortlich ist und die Tagung leitet. „Um diesen Auftrag zeitgemäß und fachgerecht zu erfüllen, möchten wir uns im Rahmen der internationalen Konferenz über aktuelle Standards, Herausforderungen und Best-Practice-Beispiele austauschen.“ Neben Berichten aus den verschiedenen Ordensarchiven stehen auch Vorträge von externen Fachleuten auf dem Programm sowie eine Besichtigung des Archivs im Kloster Gerleve.

„Die Dokumentation unserer internationalen Kongregation und die Aufarbeitung unserer Geschichte zeigen eindrucksvoll, wie Archivarbeit Brücken bauen kann“, erläutert Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager. „Wir freuen uns sehr darauf, uns mit unseren Gästen aus aller Welt zu diesem wichtigen Thema auszutauschen.“

Die internationale Konferenz wurde bereits seit mehreren Monaten von den Schwestern und dem Team des Generalats vorbereitet. Inzwischen ist auch der Konferenzsaal für die Tagung ausgestattet – inklusive der Dolmetscherkabinen. Alle Redebeiträge werden in Deutsch, Englisch, Polnisch und Japanisch zu hören sein.

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Schwester M. Damaris Dorobisz OSF

Wenn ich auf den Weg meiner Berufung zurückblicke, sehe ich, dass es ein Prozess war. Als ich ein Teenager war, starb mein Großvater, den ich sehr liebte und der mir sehr nahestand. Damals verstand ich die Bedeutung dieses Verlusts nicht; ich rebellierte und ging nicht mehr in die Kirche. Das dauerte zwei Jahre. Auf meinem Lebensweg tauchte ein Junge auf. Ich war begeistert von seiner Familie, ihrer Authentizität und ihrer gegenseitigen Liebe, die aus der lebendigen Teilnahme am Leben der Kirche entsprang. Eines Tages schlug er mir vor, mit ihm zu einem Bildungstreffen der Weltleben-Bewegung (Oasis) zu gehen. Ich wehrte mich innerlich dagegen, willigte aber nach einiger Zeit ein. Ich erinnere mich bis heute an die strahlenden Gesichter dieser Menschen und die unglaubliche Freude, die sie ausstrahlten. Da dachte ich: „Das möchte ich auch machen…“. Ich ging in meine Pfarrei und sagte vor dem Bild des Barmherzigen Jesus: „Wenn du existierst – beweise es mir.“ Ich wurde von der Oasis zu fünftägigen Exerzitien eingeladen, wo ich die unermessliche Gnade erlebte, Jesus im Sakrament der Buße und Versöhnung mit Liebe zu umarmen.

Ich begann eine Ausbildung bei Oasis, die die Entwicklung meines spirituellen Lebens prägte. Ich fing an, täglich an der Eucharistie teilzunehmen, das Wort Gottes zu studieren und tiefer in eine freundschaftliche Beziehung zu Jesus einzutreten. Bei einer der Oasis-Exerzitien gab es eine Passage aus dem Markus-Evangelium zur Betrachtung, in der mich die Worte „Folge mir nach…“ tief innehalten ließen und mich sehr bewegten; diese Worte wirkten sehr stark auf mich, und es kam der Gedanke auf, einer Ordensgemeinschaft beizutreten.

Doch wieder ich wies diese Gedanken von mir und erklärte Jesus, dass ich schließlich einen Freund habe. Ein weiteres Jahr verging, in dem sich der Wunsch verstärkte, ausschließlich für Jesus da zu sein. Bei einer weiteren Exerzitienwoche hörte ich bei der Anbetung des Allerheiligsten Sakraments in meinem Herzen: „Ich bin es, der dich liebt…“, und Tränen liefen mir aus den Augen. Doch ich redete mir weiterhin ein, dass ich mir diese Berufung nur einbilde.

Im Laufe des nächsten Jahres ermahnte mich Jesus sanft auf verschiedene Weise. Ich spürte in meinem Herzen, dass ich unendlich gerne ganz für Ihn da sein wollte, aber ich wusste nicht sicher, ob dies von Ihm kam. Und so beschloss ich, mich von meinem Freund zu trennen, um die Berufung noch ein weiteres Jahr lang zu prüfen. Während dieser Zeit fand ich unsere Kongregation im Internet. Ich fuhr nach Oldrzychowice Klodzkie, und als ich dort war, spürte ich, dass es genau das Richtige war…

Nach vielen inneren Kämpfen verließ ich eine Welt, in der ich enge Freunde, Familie und die Oasis hatte, mit denen ich stark verbunden war. Ich vertraute sie alle dem Herrn an und trat am 4. Oktober 2017 in das Vor-Noviziat ein. Es war schwer, meine Lieben zu verlassen und sie weinen und verzweifeln zu sehen, aber der Herr gab mir die Kraft und die Gnade, das durchzustehen. Seit dem Tag meines Eintritts ist mein Herz von Frieden und Glück erfüllt, weil ich eine lebendige Beziehung zum Herrn Jesus und zu seinem liebenden Herzen erlebe. Ich bin Gott dankbar, dass er mich berufen und mir die Kraft gegeben hat, seinem Ruf zu folgen.

Schwester M. Norbertis

Geboren: 16. Juli 1931
Eintritt: 9. August 1952
Profess: 3. Mai 1955
Gestorben: 12. Mai 2026

Den großen Festplatz im Himmel durfte unsere Mitschwester nun betreten, um Gott zu preisen und ihm für seine Taten zu danken: Schwester M. Norbertis, geborene Katharina Eggenwirth, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Geht durch die Tempeltore mit einem Danklied, betretet den Festplatz mit Lobgesang. Preist ihn, dankt ihm für seine Taten!

(Psalm 100,4)

Schwester M. Norbertis kam von Neuenkirchen bei Wiedenbrück zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Nach der Krankenflegeausbildung im St. Franziskus-Hospital in Münster bekam sie ihren Einsatz im St. Bonifatius-Hospital in Leeuwarden in Holland. Dort wurde sie OP- und Anästhesieschwester. Die Fachausbildung absolvierte sie dort in der holländischen Sprache. Diese Sprache und ihre Liebe zu Holland prägten sie bis in ihr hohes Alter.

1975 kam sie zurück nach Deutschland, absolvierte auf dem Arenberg die Ausbildung zur ambulanten Pflege und setzte sich in den Sozialstationen in Dortmund-Aplerbeck und Bösensell ein. Seit 2000 wohnte sie im Schwesternkonvent im Stift Tilbeck, fuhr aber weiter nach Bösensell und übernahm Aufgaben in der Pfarrgemeinde und in der Seniorenbetreuung. 2015 wurde sie dann selbst Seniorin im St. Franziskus-Haus in Nordwalde, wo sie, liebevoll betreut durch die Mitschwestern und die Mitarbeitenden, ihr langes und intensives Leben vollenden durfte.

In Erinnerung bleiben werden uns Schwester M. Norbertis strahlende Augen, ihre große Offenheit für alles, was in der Gemeinschaft, in der Kirche und in der Politik geschah, und ihre Zufriedenheit und besonders der Dank, den sie immer wieder ausdrückte.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Norbertis Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Am Dienstag, den 19. Mai 2026, feiern wir um 10 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Norbertis und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Casildis

Geboren: 3. Februar 1933
Eintritt: 4. März 1967
Profess: 28. Oktober 1969
Gestorben: 21. April 2026

Am 21. April 2026, in 93 Lebensjahr, ist im Herrn entschlafen unsere liebe Schwester M. Casildis, geborene Marta Kokot, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Kommt mit Dank durch seine Tore, mit Lobgesang in seine Höfe!
Dankt ihm, preist seinen Namen.

(Psalm 100, 4)

Schwester M. Casildis wurde am 3. Februar 1933 in Chróścice bei Oppeln geboren. Sie trat am 4. März 1967 in unserer Kongregation ein. Ihre erste Profess legte sie am 28. Oktober 1969 ab.

Schwester M. Casildis begann ihren Dienst in unserer Kongregation bereits während ihres Postulats im Kinderheim in Rückers (Grafschaft Glatz). Nach der ersten Profess war sie meistens als Köchin engagiert, und gleichzeitig besuchte sie Kochschule in Breslau, wo sie im Jahre 1975 das Diplom einer Meisterköchin erwarb. Seitdem wurde das Kochen zu ihrer Leidenschaft und zu einem Mittel, um denen Liebe zu bringen, zu denen sie gesandt wurde. Das Schwesternkonvent In Glatz-Scheibe war ihr letzter Einsatzort. Hier kochte sie und bereitete den Schwestern Mahlzeiten zu, solange es ihr Gesundheitszustand dies zuließ.

Aus diesen Jahren ihres treuen Dienstes für Gott erinnern wir uns an Schwester M. Casildis als eine fürsorgliche und den Menschen, denen sie diente, sehr zugewandte Person. Sie scherzte gern und erzählte verschiedene Geschichten aus ihrem Leben, die unsere Schwesternversammlungen oft verschönerten. Oft erzählte sie auch von ihrer Familie, zu der sie einen guten Kontakt hatte und die sie mit ihrer Liebe, ihrer Anwesenheit und ihren Gebeten unterstützte.

Schwester M. Casildis war eine große Verehrerin des heiligen Antonius und der heiligen Marta, ihrer Namenspatronin, deren Haltung des Dienens sie als Köchin umsetzte. So verband sie in ihrem Leben die Haltung der Marta und Maria aus dem Evangelium, indem sie ihre Arbeit und ihre Gebete Gott darbrachte.

Im Jahr 2024 zog sie in das Kloster der Schwestern in Groß Döbern, wo die Schwestern der Gemeinschaft sie liebevoll umsorgten. Sie trennte sich nie von ihrem Rosenkranz, denn wie sie selbst sagte, „er sei er meine Waffe“. Nach den Mühen des irdischen Lebens wurde sie bei ihrem Namen gerufen und ging, um dem Herrn zu begegnen. Wir vertrauen darauf, dass sie sich an seiner Nähe erfreut.

Die Trauerfeier für Schwester M. Casildis findet am Montag, dem 27. April 2026, um 11 Uhr in der St.-Rochus-Kirche in Dobrzeń Wielki statt. Der Rosenkranz wird um 10.30 Uhr gebetet.

„Hab Mut, steh auf!“

Auf dem Katholikentag in Würzburg vom 14. – 17. Mai 2026 ist die internationale Ordensgemeinschaft der Mauritzer Franziskanerinnen mit einem Stand auf der „Kirchenmeile“ vertreten. Das Team der Schwestern aus den Provinzen in Deutschland, Polen, Japan und Indien und dem internationalen Generalat wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Münster unterstützt.

„Unser Ziel auf dem Katholikentag ist es, unsere internationale Ordensgemeinschaft vorzustellen und mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen“, erläutern Generalrätin Schwester M. Hiltrud Vacker (hinten, 2.v.l.) und Schwester M. Irmgardis Taphorn aus der Deutschen Provinz (3.v.l.), die auf Instagram über den Katholikentag berichten wird [@franziskanerinnenmuenster].

Wer die Franziskanerinnen in Würzburg besuchen möchte, findet sie ab dem 14. Mai 2026 am Stand FB-G-07. Das Motto des diesjährigen Katholikentag lautet „Hab Mut, steh auf!“ Bereits heute erhielt die erste Gruppe vor dem Mutterhaus in Münster den Reisesegen und machte sich in Richtung Würzburg auf den Weg.

„All unsere Schwestern in Münster und weltweit, die nicht mit nach Würzburg reisen können, sind im Herzen dabei“, betont das Team, „und einige auch visuell, auf den beiden Roll-ups, die auf unserem Stand zu sehen sein werden.“ So zum Beispiel die vietnamesische Schwester M. Nichola Truong Thi Hoang Oanh, seit Oktober letzten Jahres Provinzvikarin der Japanischen Provinz (links), sowie Schwester M. Vincentia Hülskamp (mit Blumen), die 1963 der franziskanischen Ordensgemeinschaft beitrat, und Schwester M. Beatinis Thünemann, die im Mutterhaus in Münster gerade ihr 65. Ordensjubiläum feierte.

Schwester M. Beatinis (li.) und Schwester M. Vincentia freuen sich, dass sie durch ihr Foto auf dem Katholikentag in Münster präsent sein werden.

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Schwester M. Josefa

Geboren: 13. März 1938
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 25. April 2026

Der hl. Josef, ihr Namenspatron und der Patron der Sterbenden, begleitete unsere Mitschwester auf ihrem Weg in die ewige Heimat: Schwester M. Josefa, geborene Josefa von Wulfen, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, wir preisen dich, denn Gott hat dich erwählt zum Pflegevater seines Sohnes.

(Gebet aus der Klostertradition)

Schwester M. Josefa kam aus Hollenstede im Kreis Bersenbrück zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Mit ihren Geschwistern wuchs sie dort auf einem Bauernhof auf. Zwei Geschwister starben bereits im Kindesalter und ihre Mutter vor dem Eintritt ganz plötzlich an Herzversagen. Josefa musste vorübergehend den Haushalt übernehmen. Mit 23 Jahren konnte sie in den Orden eintreten und erhielt bei der Einkleidung den Schwesternnamen Schwester M. Ascelina, den sie später eintauschte gegen ihren Taufnamen Josefa.

Schwester M. Josefa wurde Krankenschwester und Wirtschafterin und hat so in mehreren Krankenhäusern und ordenseigenen Einrichtungen gearbeitet. 1998 absolvierte sie einen Pastoralkurs für die Seelsorge an kranken und alten Menschen. Damit konnte sie ihren Krankendienst erweitern um die seelsorgliche Komponente.

Wie sie selbst erzählte, waren ihre schönsten Jahre ab 2007 in Lingen-Biene in einem kleinen Konvent, in dem sie die hauswirtschaftlichen Aufgaben übernahm. Die Schwestern waren zusammengewachsen wie eine kleine Familie. Als der Konvent 2022 aufgelöst werden musste, kamen sie gemeinsam zurück nach Münster und gingen ins St. Heriburg-Haus. Auch zu ihrer eigenen Familie hatte Schwester M. Josefa immer eine gute Beziehung und freute sich über jede Begegnung.

Die Musik war Schwester M. Josefas große Leidenschaft. Sie spielte Trompete, sang im Chor und gestaltete das Breviergebet mit ihrer guten Singstimme.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Josefa Abschied. Wie damals ihre Mutter ist auch sie plötzlich an ihrer Herzerkrankung gestorben. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Unser besonderes Mitgefühl gilt ihrer Familie und den noch lebenden Schwestern des ehemaligen Konventes in Lingen-Biene, Schwester Angela Maria und Schwester M. Emilianis. Schwester M. Ancilla wird sie im Himmel erwarten.

Am Mittwoch, den 29. April 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester M. Josefa und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester M. Josefa

Geboren: 1. März 1943
Eintritt: 10. August 1966
Profess: 1. Mai 1969
Gestorben: 13. April 2026

Ihr Namenpatron, der hl. Josef, begleitete unsere Schwester im St. Franziskus-Hospital im Beisein der Mitschwestern und der Angehörigen auf ihren Weg ins himmlische Paradies: Schwester M. Josefa, geborene Josepha Maria Thelink, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, du Patron der arbeitenden Menschen und der Sterbenden, bitte für uns.

Josepha Theling wurde im Kreis von neun Geschwistern in Schapen im Emsland geboren. Hier wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof auf. Eine ihrer Schwestern wurde Dominikanerin. Josefa zog es mit 23 Jahren zu den Mauritzer Franziskanerinnen. Ihr Ordensname war zuerst Schwester M. Thekleta. Später nahm sie ihren Taufnamen Josefa wieder an.

Der heilige Josef war ihr treuer Begleiter. Er war ihr nahe in der Pflegeausbildung in Stadtlohn und danach in Ramsdorf und Lohne. Seit 1977 setzte Schwester M. Josefa sich als Hausmütterchen ein für die Schwestern in Seppenrade und im Mutterhaus. Sie war eine stille Arbeiterin, wie wir das vom heiligen Josef auch überliefert bekommen haben. Gerne sammelte sie unterschiedliche Texte, die wir an den Feiertagen zur Freude aller vortragen konnten. Leider konnte sie wegen ihrer zunehmenden Schwerhörigkeit oft nicht mehr am Gemeinschaftsleben teilnehmen. Das fiel ihr nicht leicht.

Der gute Kontakt zu ihrer Familie war ihr sehr wichtig. Sie zeigte an deren Leben viel Interesse und begleitete alle mit ihrem Gebet.

Schwester M. Josefa freute sich, dass der neue Bischof von Münster, Heiner Wilmer, aus ihrer Heimat kam, aus Schapen. Seinen Werdegang verfolgte sie mit großem Stolz vom Ordenseintritt bis zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Leider kann sie nicht mehr an seiner Amtseinführung in Münster teilnehmen. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Josefa Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Montag, den 20. April 2026 verabschieden wir uns von Schwester M. Josefa im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Gedanken zum Osterfest

Von Gründonnerstag bis zur Osternacht zelebrierte Prof. Dr. Pater Michael Plattig O.Carm. die Heiligen Messen in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen in Münster und hat einige Gedanken aus seinen Predigten für uns zusammengefasst.

„In diesem Jahr feiern wir am 4. Oktober den 800. Todestag des Hl. Franziskus. Ich möchte deshalb in den Gottesdiensten der Hl. Woche verschiedene Texte aus dem Testament des Heiligen oder der Lebensbeschreibung des Thomas von Celano aufgreifen.

Thomas von Celano schreibt im 163. Kapitel der Lebensbeschreibung im Hinblick auf das Sterben des Hl. Franziskus: „Als deshalb die Brüder bitterlichst weinten und untröstlich klagten, ließ sich der heilige Vater Brot bringen. Er segnete es, brach es und reichte jedem ein Stücklein zum Essen. Er ließ auch das Evangelienbuch bringen und bat, man möge ihm das Evangelium nach Johannes vorlesen von der Stelle an, wo es heißt: “Vor dem Osterfeste usw.“ Er erinnerte sich jenes allerheiligsten Abendmahles, das der Herr mit seinen Jüngern zuletzt feierte. Denn zum ehrenden Andenken daran und zum Erweis, welch innige Liebe er zu seinen Brüdern hatte, tat er dies alles.“

Als Trost für seine Brüder feiert Franziskus ein symbolisches letztes Abendmahl, in dem er das Brot bricht und das Evangelium vom Gründonnerstag verlesen lässt, dass wir eben gehört haben. Damit tritt er  in den Leidensweg Christi ein, der mit dem letzten Abendmahl beginnt. Dies hatte nach Celanos Auskunft zwei Gründe, das ehrende Andenken an das Abendmahl Christi und das Zeugnis von der Liebe, die Franziskus zu seinen Brüdern hatte.“

Thomas von Celano macht deutlich, dass Franziskus die Eucharistie als Mahl versteht, aus dem ein Auftrag erwächst, nämlich die Liebe, die sich darin zeigt, weiterzutragen und nach dem Beispiel Christi zu handeln.

Im Testament des Hl. Franziskus findet sich ein Gebet, das zum täglichen Gebet der franziskanischen Tradition wurde: „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, – auch in allen deinen Kirchen, die in der ganzen Welt sind, – und preisen dich, weil du durch dein heiliges Kreuz die Welt erlöst hast.“

Mitleiden mit dem Gekreuzigten und den Leidenden wird zu einem Grundthema seines Lebens, bis er schließlich die Wundmale Christi als erster an seinem eigenen Leib trägt.

Die Botschaft vom Kreuz ist nicht einfach, aber gerade in unserer Zeit notwendig, damit die Leidenden nicht vertröstet und die Opfer nicht vergessen werden und unsere Welt nicht jede Menschlichkeit verliert.

Wie im Sonnengesang heißt Franziskus den Tod, der allen schrecklich und verhasst ist, als seine Sorrella Morte, die Schwester Tod willkommen. Er sieht ihn als Teil der Schöpfung und gleichzeitig als seine Begleiterin in die neue Wirklichkeit des neuen Himmels und der neuen Erde, in die vollendete Schöpfung Gottes, durch den Tod und die Auferstehung hindurch.

Auch die Liturgie der Osternacht verknüpft die Schöpfung mit der Auferstehungsbotschaft.

Die Schöpfung Gottes ist bei allem lobenswerten und wunderbaren nicht die endgültige Wirklichkeit. Gerade angesichts des gegenwärtigen Zustandes der Welt empfinde ich dies als eine tröstliche Botschaft. Diese Wirklichkeit, geprägt vom egoistischen Machtwillen einiger Nationen und ihrer Führer, deshalb verstrickt in Krieg und Leiden ist nicht das letzte Wort, der Mensch hat nicht das letzte Wort, wir haben es gehört GOTT schuf Himmel und Erde und GOTT behält sich die endgültige Erlösung der Schöpfung vor.

Durch Christi Auferstehung, in die wir durch die Taufe hineingenommen sind, haben wir der Schöpfung etwas voraus. Wenn sie einmal aus Sünde und Tod aufersteht, werden wir Auferstandenen mit ihr Gott verherrlichen.

Auf diesen Zusammenhang deutet das Sterben des heiligen Franziskus hin, dass auf die kosmische, die gesamte Schöpfung umfassende Bedeutung der Auferstehung verweist. Das Lob des Schöpfers im Sonnengesang mündet im Sterben des Heiligen ins Lob des Auferstandenen, ins Lob des ewigen Gottes, wohin ihm die Schöpfung folgen wird.

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Neuer Bischof für das Bistum Münster

Personalentscheidung wurde feierlich im Dom verkündet

26. März 2026. Papst Leo XIV. hat den derzeitigen Bischof von Hildesheim, Dr. Heiner Wilmer SCJ, zum neuen Bischof von Münster ernannt. Er wird Nachfolger von Bischof em. Dr. Felix Genn, der am 9. März 2025 in den Ruhestand getreten ist. Die Bekanntgabe im St. Paulus-Dom durch Dompropst Hans-Bernd Köppen erfolgte heute am Hochfest des heiligen Ludgerus, der seit 805 erster Bischof von Münster war. Die Amtseinführung von Bischof Wilmer als 77. Bischof von Münster wird am Sonntag, 21. Juni, am Nachmittag sein.

Wir gratulieren dem neuen Bischof von Münster herzlich zu seiner Wahl und wünschen ihm für seinen Dienst alles Gute und Gottes Segen.

Dr. Heiner Wilmer SCJ ©Bistum Münster

Laut einer Pressemeldung des Bistums Münster wurde Heiner Wilmer am 9. April 1961 in Schapen im Emsland geboren. 1980 trat er in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein und legte 1985 die Ewige Profess ab. 1987 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht. Im Anschluss studierte er von 1987 bis 1993 im Rom und Freiburg. 1991 wurde er in Freiburg in Fundamentaltheologie promoviert.

Von 1993 bis 2007 war er im Schuldienst tätig, zunächst als Referendar in Meppen und nach dem zweiten Staatsexamen von 1995 bis 1997 als Lehrer für Religion, Geschichte und Politik sowie als Schulseelsorger an der Liebfrauenschule in Vechta. 1997 und 1998 war er Lehrer für Deutsch und Geschichte an der Fordham Preparatory School (Jesuit High School) in New York (Bronx).

1998 wurde Wilmer Schulleiter des Gymnasiums Leoninum in Handrup. Diese Aufgabe nahm er bis 2007 wahr, ehe er Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester in Bonn wurde. 2015 wurde er Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom. Am 6. April 2018 er-nannte ihn Papst Franziskus zum Bischof von Hildesheim. In der Deutschen Bischofskonferenz ist er seit September 2021 Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Er war von 2019 bis 2024 Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Im Februar dieses Jahres wurde Bischof Wilmer zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.

Bei der Vorstellung des neuen Bischofs von Münster im voll besetzten Dom wurde das Generalat der Franziskanerinnen in Abwesenheit von Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager von Generalrätin Schwester M. Lima Arackal und Schwester M. Laetitia Matsunaga, Mitglied der Japanischen Provinz, vertreten.

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Schwester Mary Peter

Mein Name ist Schwester Mary Peter Hiroko Kizawa. Ich wurde am 24. September 1940 in Tokio geboren. Meine Familie ist seit der Generation meiner Großeltern katholisch. Meine Mutter ist vom Protestantismus konvertiert. Ich habe sechs Geschwister. Der Älteste ist mein älterer Bruder, gefolgt von vier Mädchen, und der Jüngste ist mein jüngerer Bruder. Ich bin die älteste Tochter, geboren nach meinem älteren Bruder. Die Kirche, die wir besuchten, war die katholische Kirche Kita-Urawa, die von Franziskanerpriestern betreut wurde.


Mein Großvater und mein Vater waren beide Ärzte. Durch die Pfarrer wurde mein Vater von Dr. Akizuki ins St. Francis Hospital in Nagasaki eingeladen, wo er Operationen an den Opfern des Atombombenabwurfs sowie an Patienten durchführte, die an Tuberkulose und anderen Lungenerkrankungen litten. Obwohl damals viele Menschen starben, verstarb dank der Operationsmethoden meines Vaters keiner seiner Patienten. Unter den Patienten, die er in Nagasaki behandelte, befanden sich auch Priester. Auch in Tokio gehörten Priester aus der Diözese zu denen, die sich einer Lungenoperation durch meinen Vater unterzogen. Mein Vater hatte zudem eine Verbindung zum St. Francis Hospital.

Nachdem ich die Oberschule abgeschlossen und drei Jahre lang gearbeitet hatte, stellte mich mein Vater dem St. Mary’s Hospital in Himeji vor, und so kam ich nach Himeji. Im Gebet versuchte ich zu erkennen, ob Gott mich zum Eheleben oder zum geweihten Leben berief, und ich spürte, dass Seine Gnade mich sanft zur religiösen Berufung führte. Ab April arbeitete ich im Maria-Krankenhaus als Teil meiner Vorbereitung auf das Ordensleben, und im September wurde ich in die Gemeinschaft aufgenommen. 1967 legte ich meine ersten Gelübde ab.

Nach meiner ersten Profess lebte ich in der Oblatenresidenz in Shikoku, während ich an einer Schule für Physiotherapie studierte. Nach Erhalt meiner staatlichen Qualifikation war ich als Physiotherapeutin im St. Maria-Krankenhaus in Himeji tätig. Ab 1983 wurde ich zur Direktorin des St. Francis-Krankenhauses in Nagasaki ernannt. Später, im Jahr 1992, wurde ich zur Direktorin des St. Maria-Krankenhauses in Himeji ernannt, eine Position, die ich fünf Jahre lang innehatte.

Im dritten Jahr meiner Tätigkeit als Krankenhausdirektorin, am Morgen des 17. Januar 1995, als wir gerade unser Morgengebet beginnen wollten, spürten wir plötzlich ein heftiges Beben. In Kobe, nur eine Autostunde von Himeji entfernt, verursachte das große Hanshin-Awaji-Erdbeben katastrophale Zerstörungen, vernichtete Gebäude und löste in der ganzen Stadt massive Brände aus. Glücklicherweise erlitt das St. Mary’s Hospital keine größeren Schäden. Wir entsandten daher Ärzte, Krankenschwestern und anderes Personal und widmeten uns als gesamte Einrichtung dem Katastrophengebiet, um den Betroffenen nahe zu sein und so viele Leben wie möglich zu retten. Mehr als 6.000 Menschen kamen damals durch das Erdbeben ums Leben.

Unter den Patientinnen und Patienten im St. Mary’s Hospital gab es nicht viele katholische Gläubige, und nur wenige glaubten an das ewige Leben, anstatt den Tod als das Ende zu betrachten. Also begann ich, mich mit Seelsorge zu beschäftigen und Patienten zu besuchen. Durch meine Gespräche mit Patientinnen und Patienten an ihrem Krankenbett, darunter auch solche, die dem Tod gegenüberstanden, wurde ich Zeugin, wie Menschen einen neuen Sinn fanden, und mir wurde bewusst, wie bedeutungsvoll diese Arbeit wirklich ist.

Während ich meine Arbeit in der Seelsorge weiter vertiefte, eröffnete ich 1996 eine Palliativstation (Hospiz). In diesem Jahr feiert sie ihr 30-jähriges Jubiläum. Ich wollte den Patienten helfen zu erkennen, dass Jesus jeden Menschen wertschätzt und dass ihr eigenes Leben zutiefst kostbar ist. Im Vertrauen auf Gott und im Gebet, dem Weg zu folgen, den Jesus uns zeigt, führte ich meine Besuche am Krankenbett durch. Ich begann, meine Patientenbesuche und Gespräche aufzuzeichnen, damit sie mir für meine zukünftige Arbeit als Grundlage dienen konnten. Anschließend arbeitete ich in einem Ausbildungszentrum, das zur Entwicklung und Verbesserung der klinischen Seelsorge beiträgt.

Im Jahr 2022 zog ich vom Kloster in Tokio in das Kloster in Himeji. In der Gemeinschaft unterstütze ich Schwestern mit körperlichen Behinderungen, indem ich ihnen mit ihren Rollstühlen helfe und neben denen gehe, die Schwierigkeiten beim Gehen haben, wobei ich sie manchmal stütze, während wir uns gemeinsam fortbewegen. Ich widme mich auch dem Apostolat des Gebets, insbesondere indem ich auf diejenigen eingehe, die besonders auf Gebete angewiesen sind.

Schwester M. Hildburg

Geboren: 13. Juni 1934
Eintritt: 13. April 1957
Profess: 28. Oktober 1959
Gestorben: 6. März 2026

Nach längerer Krankheit, aber doch unerwartet, rief der Gott des Lebens unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Hildburg, geborene Gertrud Landwehr, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Singt dem Herrn alle Völker der Erde,
Tag für Tag verkündet sein Heil.“

(Gotteslob Nr. 809)

Gertrud Landwehr kam von Herzebrock im Bistum Paderborn zu den Mauritzer Franziskanerinnen nach Münster. Die Verbindung zu ihrem Heimatbistum und zur Bischofsstadt Paderborn mit dem jährlichen Liborifest ist zeitlebens bei ihr lebendig geblieben. Den DOM, die Paderborner Kirchenzeitung, las sie regelmäßig.

Bei der Einkleidung erhielt die junge Frau den Namen Schwester M. Hildburg. Wie alle Schwestern absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung und arbeitete in diesem Beruf bis 1993 in Neuenkirchen bei Rheine, in Löningen und Bremen. Schwester M. Hildburg hatte darüber hinaus viele Fähigkeiten, die sie einbrachte in Telgte und im Mutterhaus in Münster.

Sie war eine sehr gute und exakte Näherin und hat mit viel Ideenreichtum und Präzision für die Schwestern genäht. Die ersten Mundschutztücher wurden zu Beginn der Coronazeit von ihr für das Mutterhaus hergestellt, bevor wir die genormten Masken bekamen. Mit ihrer schönen und klaren Stimme hat Schwester M. Hildburg über viel Jahre in den Konventen die Liturgie, besonders das Stundengebet, gestaltet und so „Tag für Tag das Heil Gottes verkündet“, wie es im Lied besungen wird. Als Malerin von Naturbildern war sie eine echte Künstlerin. Ihre Bilder wurden gerne gerahmt und aufgehängt. Schwester M. Hildburg hatte in der Schule noch die altdeutsche Sütterlinschrift gelernt. Deshalb war sie immer sehr gefragt, wenn es galt, alte Brief zu entziffern und ins Hochdeutsche zu übertragen. Auch für unser Archiv hat sie viele alte Dokumente bearbeitet, so dass sie uns heute zugängig sind. Dadurch wird Schwester M. Hildburg weiter unter uns lebendig bleiben.

Seit 2023 war sie Bewohnerin des St. Franziskus-Hauses in Nordwalde, wo sie, liebevoll umsorgt, ihr langes Leben an Gott zurückgab. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Hildburg Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr geschwisterlich verbunden.

Am Dienstag, den 10. März 2026 feiern wir um 10.00 Uhr im St. Franziskus-Haus in Nordwalde das Auferstehungsamt für Schwester M. Hildburg und verabschieden uns anschließend von ihr auf dem Gemeindefriedhof, wo sie ihre letzte Ruhestätte finden wird. Beim Kaffee im St. Franziskus-Haus können wir danach unsere Erinnerungen austauschen.

Schwester M. Doloris

Geboren: 31. August 1930
Eintritt: 28. Januar 1955
Profess: 28. Oktober 1957
Gestorben: 5. März 2026

95 Jahre lang hat sie Gott den Herrn gelobt und ihm in großer Freude gedient. Dann rief der Herr des Himmels unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Doloris, geborene Maria Jaske, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Lobet und preiset meinen Herrn und dienet ihm in großer Freude!“

(Sonnengesang des hl. Franziskus)

Maria Jaske kam aus Brögbern bei Lingen ins Mutterhaus nach Münster. Sie folgte ihrer älteren Schwester, unserer Schwester M. Angelista, ins Kloster und wurde Schwester M. Doloris.

Nach dem Krankenpflegeexamen 1958 war sie einige Jahre im damaligen Krankenhaus in Waldniel eingesetzt. Die meisten von uns kennen sie als Stationsschwester der ehemaligen chirurgischen Schwesternstation oder der Schwesternpflege unten. Hier hat sie von 1973 – 1997 viele Mitschwestern gepflegt und liebevoll betreut und die Novizinnen und junge Schwestern in den schönen Beruf der Krankenpflege eingeführt. Danach kam sie ins St. Anna-Stift nach Kroge, um die älteren Mitschwestern zu pflegen und viele bis in die Sterbestunde zu begleiten. Fast ihr ganzes Ordensleben diente sie den kranken und pflegebedürftigen Mitschwestern. Dafür gebührt ihr unser großer Dank und unsere Hochachtung.

Schwester M. Doloris war eine handfeste und pragmatische Schwester, der keine Arbeit zu viel und kein Weg zu lang war, wenn es darum ging, für die Mitschwestern zu sorgen.

In den letzten Jahren, als ihre Kräfte weniger wurden, haben die Schwestern und die Mitarbeitenden in Kroge sie genauso liebevoll umsorgt, wie sie es früher mit den Mitschwestern getan hat. So durfte sie nun im Beisein der Mitschwestern dort ihr langes Leben zurückgeben an Gott. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie wollen wir Schwester M. Doloris unseren Dank erweisen und für sie beten. So bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Doloris am Montag, den 9. März 2026 um 14.30 Uhr in der Klosterkirche in Kroge. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Kroger Waldfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Schwester M. Isfrieda

Geboren: 19. Juni 1930
Eintritt: 27. Januar 1951
Profess: 28. Oktober 1953
Gestorben: 20. Februar 2026

Nach einem langen und erfüllten Leben rief der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Isfrieda, geborene Frieda Keuter, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Nun lässt Du Herr, deine Dienerin in Frieden scheiden, denn meine Augen haben das Heil gesehen.“

(Aus dem Abendgebet der Kirche)

Das Johannesevangelium berichtet: „Als es Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.“ Da hat er auch unsere Mitschwester im St. Franziskus-Haus empfangen und mit zu sich in den Himmel genommen. Seit 2014 lebte sie als Seniorin in Nordwalde. Still ging sie ihren Weg, auch wenn das Atmen zunehmend schwerer und der Weg beschwerlicher wurde. Bis vor einer Woche konnte sie noch in die Kapelle gehen und an den Mahlzeiten im Refektorium teilnehmen.

Schwester M. Isfrieda kam aus Lingen in die Ordensgemeinschaft, wurde Krankenschwester und hat sich in Friesoythe, Bottrop und Hückeswagen in der Pflege eingesetzt. Danach sah man sie an der Pforte in Gelsenkirchen-Horst, in Damme und Vreden, wo sie die Gäste und Besucher empfing. In Wilhelmshaven versorgte sie die Bücherei und übernahm den Dienst in der Klausur, bis der Konvent aufgelöst werden musste.

Wir haben Schwester M. Isfrieda als bescheidene, liebenswerte und unaufgeregte Mitschwester erlebt, die treu ihren Weg als große Beterin ging. Bis zuletzt hatte sie eine gute Verbindung zu ihrer Familie, die in ihren Gedanken immer präsent war. Dankbar nehmen wir von Schwester M. Isfrieda Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie bleiben wir ihr schwesterlich verbunden.

Schwester M. Seraphinis

Geboren: 24. August 1940
Eintritt: 4. Februar 1961
Profess: 28. Oktober 1963
Gestorben: 19. Februar 2026

Für uns alle plötzlich und unerwartet rief Gott der Herr, in dessen Dienst sie ihr Leben vor 63 Jahren gestellt hatte, unsere Mitschwester zu sich, Schwester M. Seraphinis, geborene Anna Hoffterheide, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Mein Gott und mein Alles.“

(Franz von Assisi)

Schwester M. Seraphinis wurde in Kirchhellen geboren, wo sie auch die Mauritzer Franziskanerinnen kennenlernte. Nach der allgemeinbildenden Schule und der Haushaltungsschule arbeitete die junge Frau bei den Schwestern im dortigen Krankenhaus bis zu ihrem Eintritt ins Kloster in Münster. 

Wie alle Ordensschwestern absolvierte Schwester M. Seraphinis die Krankenpflegeausbildung und später ein Jahresseminar für leitende Schwestern in Köln-Hohenlind. Von 1966 – 1977 arbeitete sie als Krankenschwester im St. Franziskus-Hospital in Münster, in Cloppenburg und in Lingen. Danach wurde Schwester M. Seraphinis Pflegedienstleiterin im St. Joseph-Stift in Bremen und später zusätzlich die Konventsoberin. Ihre große fachliche Expertise und ihre berufliche Erfahrung konnte sie zusätzlich von 1998 – 2004 in den damaligen Aufsichtsrat der Hospitalgesellschaften der Mauritzer Franziskanerinnen einbringen. Ihre Offenheit, ihre positive Art, auf alle Menschen zuzugehen, und ihre gradlinige Haltung, die aus ihrem christlichen Glauben erwachsen sind, prägten ihren Dienst als Franziskanerin.

2008 erhielt Schwester M. Seraphinis noch einmal eine große Aufgabe innerhalb des Ordens. Sie wurde die Oberin im St. Anna-Stift in Lohne Kroge. Das Amt hat sie bis zu ihrem Tod ausgefüllt und sich liebevoll um die älteren und pflegebedürftigen Mitschwestern gekümmert. In diese Zeit fiel auch die Übergabe des Ordensaltenheimes in die Trägerschaft der Familien Zerhusen, Blömer und Bertels. Diese große Umstrukturierung hat sie aktiv mitgestaltet und immer positiv mitgetragen.

Schwester M. Seraphinis Wahlspruch lautete: „Gib dem Haus eine Seele und der Seele ein Haus.“ Das haben viele Menschen positiv erfahren und so wird sie uns in guter Erinnerung bleiben. Dankbar nehmen wir von ihr Abschied.

Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Wir feiern das Auferstehungsamt für Schwester M. Seraphinis am Donnerstag, 26. Februar 2026, um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche in Münster. Anschließend begleiten wir sie zu ihrer letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen austauschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken.

Neue Provinzleitung der Indischen Provinz

Schwester M. Johncy Kurisunkal für zweite Amtszeit gewählt

Am Samstag, 31. Januar 2026, wurde im vierten Provinzkapitel der Indischen Provinz die neue Provinzleitung für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Provinzoberin Schwester M. Johncy Kurisunkal wurde in ihrem Amt bestätigt. Wir gratulieren Schwester M. Johncy herzlich und danken ihr, dass sie das Amt der Provinzoberin und die Verantwortung für die Provinz für die kommenden vier Jahre erneut übernommen hat.

Die neue Provinzleitung der Indischen Provinz, v.l.n.r.: Provinzoberin Schwester M. Johncy, Provinzvikarin Schwester M. Riji und die Provinzrätinnen Schwester M. Stella und Schwester M. Renita

Die Schwestern des Provinzrats der neu gewählten Leitung sind Provinzvikarin Schwester M. Riji Kannampuzha und die Provinzrätinnen Schwester M. Stella Madathil und Schwester M. Renita Thenakarayil. Schwester M. Riji und Schwester M. Stella wurden für eine erste Amtszeit gewählt. Schwester M. Renita wurde für eine zweite Amtszeit gewählt und war bereits in der vergangenen Amtszeit Provinzvikarin. Die festgelegte Anzahl der Mitglieder der Provinzleitung beim Provinzkapitel der indischen Provinz beträgt vier Schwestern.

Im Namen aller Schwestern der Kongregation gratuliert Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager dem neue gewählten Leitungsteam der Indischen Provinz

Wir danken insbesondere den neu gewählten Schwestern dafür, dass sie in dieser außergewöhnlichen Zeit in der Kirche und unserer Welt „Ja“ gesagt und den Dienst in der Provinzleitung angenommen haben. Schwester M. Tessy und Schwester M. Mercy, den ehemaligen Provinzrätinnen, sprechen wir unseren aufrichtigen Dank für ihren treuen und hingebungsvollen Dienst in der Provinzleitung der Indischen Provinz während der vergangenen vier Jahre aus. Möge Gott sie reichlich für ihren engagierten Dienst belohnen.

Das „Ordentliche Provinzsach- und Wahlkapitel“ der Indischen Provinz unserer internationalen Kongregation mit dem Thema „Eph‘ phatha – Öffne dich“ wurde am 23. Januar 2026 feierlich in Raipur eröffnet. Historisch gesehen ist es das achte Kapitel und das vierte Provinzkapitel der Indischen Provinz, seit die indische Region 2013 den Status einer Provinz erhielt.

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Schwester M. Jolanda Marianna Bzdok

Ich wurde 1944 in Pokój bei Oppeln geboren. Ehrlich gesagt verdanke ich meine religiöse Berufung zum Teil meinen geliebten Eltern. Bei ihrer Hochzeit versprachen sie einander, so viele Kinder anzunehmen, wie Gott ihnen schenken würde, und dass eines von ihnen Priester werden könne (falls es ein Sohn würde) oder Ordensschwester (falls es eine Tochter würde). Gott hat wirklich Sinn für Humor! Wir entschieden uns beide für das Ordensleben!

Ich trat der Kongregation der Krankenschwestern vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus bei, und meine jüngere Schwester Elżbieta schloss sich der Kongregation der Töchter des Erlösers in Deutschland an. Wir sind beide Krankenschwestern.

Bei meiner Ersten Heiligen Kommunion versprach ich dem Herrn Jesus, täglich an der Eucharistie teilzunehmen und Ihn in mein Herz aufzunehmen. Es war ein Versprechen eines kleinen Mädchens, aber ich habe es wirklich gehalten.

Als ich 16 Jahre alt war, sagte ich meinen Eltern, dass ich in ein Kloster eintreten möchte. Ich wollte eine Schwester sein wie unsere Franziskanerinnen hier aus meinem Heimatort, die im Krankenhaus arbeiten. Mein Vater meinte, es wäre gut, wenn ich eine Zeit lang mit ihnen arbeiten und dieses Leben kennenlernen würde, da ich noch zu jung sei, um eine so wichtige Entscheidung zu treffen.

Ich hörte auf ihn und ging mit Schwester Camiliana (der Leiterin des Konvents in Pokój) nach Ołdrzychowice. Dort konnte ich frei mit der Provinzoberin, Mutter Ludwiga, sprechen. Ich arbeitete weniger als ein Jahr mit den Schwestern in Ołdrzychowice, beobachtete ihr Leben, und mein Wunsch, eine von ihnen zu werden, wuchs immer mehr.

Am 6. Januar 1961 wurde ich mit der Erlaubnis der Generaloberin in die Kongregation aufgenommen, da ich erst 17 Jahre alt war. So begann mein Ordensleben – und es dauert bis heute an.

In der Zwischenzeit absolvierte ich eine zweijährige medizinische Ausbildung, und ein weiterer Traum von mir ging in Erfüllung: die Arbeit mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen.

Heute begehe ich das 60-jährige Jubiläum meiner Ordensgelübde, und ich bin genauso glücklich wie an dem Tag, an dem ich in den Orden eingetreten bin. Ich habe nur einen Wunsch: dass eines Tages bei meiner Begräbnismesse das Lied gesungen wird:
„Meine Mutter, mein Orden …“

Schwester Pacis Bao, OSF 

Geboren: 8. April 1921
Eintritt: 8. September 1944
Profess: 24. September 1947
Gestorben:21. Januar 2026

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Pacis Bao, OSF, Krankenschwester vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus.

Denn ich, ich kenne die Gedanken, die ich für euch denke.

Jer 29, 11

Unsere Schwester Pacis Bao, OSF (104), die letzte der 35 chinesischen Schwestern und 26 amerikanischen Missionarinnen, die in China tätig waren, verstarb am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, um 6:25 Uhr im HSHS St. John’s Hospital.

Obwohl ihre frühen Jahre von Verlusten geprägt waren, entschied sie sich, auf Gott zu vertrauen, auch wenn die Welt ihr allen Grund gegeben hatte, sich abzuwenden. Auch als sie mit weiteren Enttäuschungen konfrontiert wurde, blieb sie standfest. Gott wurde ihre Zuflucht und ihre Stärke. Passenderweise war ihr Name lateinisch für „Frieden“ und wurde ihr am 17. Oktober 1945 gegeben, zu der Zeit, als in China das Doppelzehnten-Abkommen unterzeichnet wurde. Frieden war mehr als nur ihr Name. Ihr Frieden wurde in ihrer Trauer geschmiedet und durch den Glauben aufrechterhalten. Mit ihren pflegenden Händen heilte sie viele Körper, und mit ihrem Da-Sein viele Herzen.

Ihr außergewöhnlichstes Glaubenszeugnis zeigte sich in ihrer Fähigkeit zu vergeben. Im Jahr 2000 vergab sie durch Gnade und Gebet denen, die ihrer Familie Unverzeihliches angetan hatten. Ihre Vergebung war ein Beweis dafür, dass die Liebe den Hass überwinden kann. Sie zeigte uns, dass Heiligkeit still lebt und sich in Ausdauer ausdrückt. Sie war eine Zeugin, die durch ihre Verehrung der Heiligen Jungfrau Maria Wunder vollbrachte.

Schwester Pacis, geborene Catherine (Bao Yuan Ying), wurde am 8. April 1921 in Fei Cheng Bao-kiatang-tze, Shan-Tung, China, als Tochter von Bao Tsing Ben und Bao Chang Shih geboren. In den folgenden Jahren zogen ihre Eltern mit ihr weiter weg von ihrem Zuhause, um sie zu schützen. 1932 wurde sie in eine Schule in Jinan, China, eingeschrieben, und Schwester Clementia Dasenbrock, Oberin des St. Joseph’s Hospital in Jinan, besuchte sie, um mit ihr über das religiöse Leben und das Krankenhaus zu sprechen. Sechs Jahre später nahm Peter, einer der Brüder von Schwester Pacis, sie mit zu seinen Freunden im St. Joseph’s Hospital, wo sie von Schwester Clementia und Schwester Elise Waletzko willkommen geheißen wurde. Schwester Pacis setzte ihre Ausbildung fort, während sie im St. Joseph’s Hospital lebte und arbeitete, und der Heilige Geist führte sie zu ihrer Berufung. Am 8. September 1944 trat sie in die Ordensgemeinschaft ein und legte am 24. September 1947 ihre ersten Gelübde ab. Am 12. Mai 1948 reiste sie mit mehreren anderen Mauritzer Franziskanerinnen, die in Jinan tätig waren, mit der „SS General Meigs“ nach San Francisco, Kalifornien, und kam am 5. Juni 1948 in Springfield an. Sie setzte ihre Ausbildung fort, schloss 1963 die St. John’s Hospital Krankenpflegeschule ab und arbeitete dann im St. John’s Hospital und im St. Vincent Hospital tätig war. Am 8. August 1968 begann sie zusammen mit vier anderen chinesischen Schwestern in der Star of the Sea Clinic in Kaohsiung, Taiwan, Kranke zu pflegen. Schwester Pacis war dort bis August 2002 tätig, dann kehrte sie nach Springfield zurück.

Außer ihren Eltern starben vor ihr auch ihre beiden Schwestern und vier Brüder sowie deren Familien. Sie hinterlässt zwei Großneffen und deren Familien in China.

Die Totenwache findet am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, von 16 bis 19 Uhr im St. Francis Convent statt, mit einer Trauerfeier um 18 Uhr.

Das Requiem wird am Freitag, dem 23. Januar 2026, um 11 Uhr in der St. Clare of Assisi Adoration Chapel von Pater Joseph Jiang zelebriert, einem Verwandten von Schwester Peter Damian Chiang, OSF. Die Beisetzung findet auf dem Crucifixion Hill Cemetery beim St. Francis Convent statt.

Mögen wir ihr Andenken ehren, indem wir den Glauben über die Angst, das Mitgefühl über den Groll und den Frieden über den Hass stellen. Möge ihr Beispiel uns daran erinnern, dass eine in Gott verankerte Seele selbst in den dunkelsten Tagen gedeihen kann.

Schwester Sherrey Murphy, OSF 

Geboren: 15. Juni 1942
Eintritt: 5. September 1965
Profess: 22. August 1968
Gestorben: 8. Januar 2026

Im Kanonischen Haus in Springfield/ USA verstarb unsere Mitschwester Schwester Sherrey Murphy, OSF, Krankenschwester vom Regulierten dritten Orden des hl. Franziskus.

Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren! Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.

Ruth 1,16

Am frühen Morgen des 8. Januars 2026, um 8:20 Uhr Ortszeit, wurde unsere liebe Schwester Sherrey Murphy unerwartet zu Gott heimgerufen; mehrere Schwestern und Mitarbeiterinnen waren an ihrer Seite.

Diese Tochter einer zu 100 Prozent irischen Familie war eine Schwester des Glaubens, des Mitgefühls, des Mutes und des Humors. Sie lebte ihr Leben im Zeichen des Dienens, der Demut und der Liebe. Dieses junge Mädchen aus Süd Dakota wurde von 1994 bis 2018 zu einer Weltreisenden im Dienst der Schwestern ihrer internationalen Kongregation. Wo immer sie auch war, verkörperte sie den franziskanischen Geist – sie hörte aufmerksam zu, leitete sanft und setzte sich unermüdlich mit unerschütterlichem Vertrauen in Gottes Vorsehung ein. Das Leben von Schwester Sherrey war ein Zeugnis des Segens einer erfüllt gelebten Berufung. Sie begleitete unzählige Schwestern und stärkte das Apostolat, den Dienst der Schwestern in Deutschland, Polen, den USA, Japan und Indien. Ihre globale Vision überschattete nie ihre Herzensgüte. Sie blieb jeder Schwester gegenüber aufmerksam und glaubte, dass jeder Mensch, dem sie begegnete, ein Geschenk war.

Ob als Krankenschwester, in Leitungspositionen, als Generalrätin oder als 10. Generaloberin der Kongregation: Sie war im Gebet verwurzelt, ließ sich vom Geist der Unterscheidung leiten und zeichnete sich durch Demut aus. In der Leitung suchte sie nicht den eigenen Ruhm, sondern sie leitete die Gemeinschaft im Gehorsam gegenüber dem Ruf der Kirche und zum Wohl der Kongregation. Sie bildete Generationen von Schwestern aus und ermutigte sie, indem sie sie daran erinnerte, dass das religiöse Leben in erster Linie eine Antwort auf die Liebe Gottes ist.

Schwester Sherrey (83) wurde am 15. Juni 1942 in Mitchell, South Dakota, als Tochter von Francis A. und Eileen A. (Dunn) Murphy geboren. Am 5. September 1965 trat sie in den Orden der Krankenschwestern des hl. Franziskus ein und legte am 22. August 1968 ihre ersten Gelübde ab. Das religiöse Leben von Schwester Sherrey umfasste eine Vielzahl von Aufgaben. Vor allem diente sie 24 Jahre lang der internationalen Kongregation und lebte in dieser Zeit in Deutschland, in Münster. Von 2006 bis 2018 war Schwester Sherrey Generaloberin und von 1994 bis 2006 Generalrätin. Zuvor war sie im St. Francis Convent in Springfield für Verwaltung, Berufungen und Ausbildung zuständig und übernahm Aufgaben in der Krankenpflege und der Verwaltung im St. Vincent Hospital (Green Bay, Wisconsin), im St. John’s Hospital (Springfield, Illinois) und im St. Mary’s Hospital (Decatur, Illinois).

Schwester Sherrey schloss 1963 ihr Studium an der St. Joseph Mercy School of Nursing in Sioux City, Iowa, ab. 1970 erwarb sie einen Bachelor-Abschluss in Krankenpflege am Marillac College und 1988 einen Master-Abschluss in Verwaltung an der University of Notre Dame.

Neben ihren Eltern starb auch ihr Bruder James Murphy vor ihr. Sie hinterlässt ihre Schwestern Colleen Moerke und Peggy Fischer, ihre Brüder Patrick, Michael und Daniel sowie mehrere Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen. Die Verabschiedung findet am Sonntag, dem 11. Januar 2026, von 16 bis 19 Uhr im St. Francis Convent in Springfield statt. Die Eucharistiefeier und die christliche Begräbniszeremonie werden am Montag, 12. Januar 2026, von Pater Richard Chiola, SJ, in der St.-Klara-von-Assisi-Anbetungskapelle im St. Francis Convent gehalten; die Beisetzung findet auf dem Crucifixion-Hill-Friedhof statt.

Das Leben von Schwester Sherrey geht weiter in der ewigen Umarmung Gottes, dem sie so treu gedient hat. Möge sie in Frieden ruhen und uns alle, die wir dem franziskanischen Weg des Dienens, des Mitgefühls und der Liebe folgen möchten, mit ihrem Beispiel weiterhin leiten und inspirieren, und mögen ihre irischen Augen uns immer mit einem freundlichen Lächeln begleiten.

Warme Herzlichkeit im kalten Kasachstan 

Generalrätin Schwester M. Teresa Wawrowicz, Mitglied der Polnischen Provinz, verbrachte Weihnachten und Silvester bei Schwester M. Weronika Jerzewska in Kamyschenka. Ein Bericht aus der polnischen Mission unserer Ordensgemeinschaft in Kasachstan.

Die Mission in Kasachstan wurde im Jahr 2009 eröffnet und nahm ihre Arbeit in Schtschutschinsk auf. Eine Zeit lang wirkten dort vier unserer Schwestern: Sr. M. Benita, Sr. M. Weronika, Sr. M. Rufina und Sr. M. Arturis. Ihre Präsenz war ein wahres Geschenk für die Menschen in Kasachstan. Mit hohem Engagement und großer Herzensgüte teilten sie den Alltag der Menschen und brachten ihnen Hilfe und das Zeugnis des Glaubens. Ihr Dienst war geprägt von vielen Mühen, Opfern und Herausforderungen, die sie in Liebe und Treue zu ihrer Berufung annahmen. Dafür sind wir von Herzen dankbar.

Im Jahr 2017 errichtete die Polnische Provinz eine zweite Mission in Kamyschenka; die Mission in Schtschutschinsk wurde 2020 geschlossen. Sr. M. Arturis kehrte als Erste nach Polen zurück, gefolgt von Sr. M. Rufina. Leider musste auch Sr. M. Benita krankheitsbedingt nach Polen zurückkehren. Nur Sr. M. Weronika blieb in Kasachstan und verharrt bis heute treu in der ihr anvertrauten Mission.

Damit sie nicht ganz allein ist, sorgten sich die Schwestern der Polnischen Provinz um sie und schickten konkrete Unterstützung. Einige von ihnen erklärten sich bereit, sie zu besuchen und einige Zeit bei ihr zu verbringen, ihren Alltag zu teilen und sie durch ihr Dasein zu stärken. Auch die Schwestern des Generalats begleiten Sr. M. Weronika kontinuierlich durch ihre Nähe, ihr Interesse und verantwortungsvolle Sorge für die Mission. Unsere Aufgabe ist es, für unsere Schwestern da zu sein; deshalb fragte mich Sr. M. Margarete, ob ich bereit sei, nach Kasachstan zu gehen.

 Es hätte kaum eine bessere Zeit geben können, um gemeinsam unterwegs zu sein, als die Weihnachtszeit. So machte ich mich am 15. Dezember 2025 über Warschau auf den Weg nach Kasachstan und kam am Morgen des 16. Dezember in Astana an. Am Flughafen warteten bereits Sr. M. Weronika und Pater Tomasz auf mich. Nicht nur ihre Umarmungen waren herzlich – sie hatten auch eine Thermoskanne mit heißem Kaffee und leckere Sandwiches mitgebracht. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie schwierig die Wetterbedingungen aufgrund starken Schneefalls und heftiger Winde waren und dass viele Straßen bereits gesperrt waren. Bis zu unserem Ziel lagen noch etwa zwei Stunden Fahrt vor uns. So erlebte ich zum ersten Mal die Straßen in Kasachstan. Zunächst war die Sicht vergleichbar mit einem Flug durch Wolken. Ich dachte, schlimmer könne es kaum noch werden. Doch am Ende führte die Fahrt über ein zugefrorenes Flussbett, durch die Steppe und über festgefahrenen Schnee voller Spurrillen und Schneeverwehungen. Ich fühlte mich ein wenig wie bei einer Offroad-Rallye.

Generalrätin Schwester M. Teresa Wawrovicz besuchte zum Jahreswechsel das frostige Kasachstan

Als wir im Konvent ankamen, feierten wir die Hl. Messe. Anschließend lud Sr. M. Weronika zum Mittagessen ein. Die folgenden Tage wurden immer intensiver. Die Vorbereitungen auf Weihnachten waren in vollem Gange: Die Kirche wurde geschmückt, Altartücher für alle Kapellen gebügelt, das Krippenspiel mit den Kindern geprobt und der Konvent vorbereitet. Außerdem besuchten wir alle Kranken. Das nahm viel Zeit in Anspruch, da zur Pfarrei auch sechs Dörfer gehören, die viele Kilometer voneinander entfernt liegen. Wir besuchen diese Orte regelmäßig, weil die Menschen sich danach sehnen, an der Eucharistie teilzunehmen.

Die Menschen hier sind sehr gläubig und wirklich bemerkenswert. Ihre Gastfreundschaft, Offenheit und Großzügigkeit haben mich tief berührt. Manche brachten selbstgemachte Vorräte oder Gebäck mit, und eine Frau schenkte uns sogar eine gebratene Ente. Außerdem zeichnen sich die Menschen, die hier leben, durch ihre außergewöhnliche Widerstandskraft angesichts der Härten des Lebens aus. Die Lebensbedingungen sind sehr schwierig. Allein die extremen Temperaturen stellen eine große Herausforderung dar: Im Winter herrscht strenger Frost, im Sommer kann es unglaublich heiß werden. Die Menschen haben gelernt, diese Bedingungen zu ertragen, und ich konnte sehen, wie die Bauern bei -25 °C auf den Feldern arbeiteten.

Auch die missionarische Arbeit hier erfordert außergewöhnliche Ausdauer. Ich bin voller Bewunderung für den Dienst von Pater Tomasz und Sr. M. Weronika, die oft den ganzen Tag brauchen, um die entfernt wohnenden Menschen zu erreichen und ihnen die Begegnung mit Christus in der Eucharistie zu ermöglichen. Für mich persönlich ist die hier verbrachte Zeit ein wunderbares Geschenk. Sie erlaubt mir, intensiv auf den Sinn unseres Charismas zu schauen, die heilende Gegenwart Christi zu den Menschen zu bringen. Ich habe hier einen Moment innegehalten, um zu schauen, zu hören, nachzudenken und tiefer in das Geheimnis unserer franziskanischen Lebensweise einzutauchen.

Schwester M. Teresa

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Abschied von Schwester Sherrey Murphy

Brief von Schwester M. Margarete Ulager, Generaloberin der Kongregation der Krankenschwestern vom Regulierten dritten Orden des Hl. Franziskus

Münster, 8. Januar 2026.

Liebe Schwestern,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde!

Heute, am 8. Januar 2026, erhielten wir die traurige Nachricht von Schwester Maureen O’Connor, Oberin des U.S. Kanonischen Hauses, dass unsere liebe Schwester Sherrey Murphy, OSF, um 8:20 Uhr amerikanischer Zeit plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Erst vor zwei Monaten, Anfang November, trafen wir Schwester Sherrey bei guter Gesundheit während der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Präsenz unserer Schwestern in den USA, wie oben auf dem Foto aller Oberinnen unserer internationalen Kongregation zu sehen ist.

Mit schwerem Herzen und tiefer Trauer nehmen wir heute Abschied von Schwester Sherrey Murphy, OSF, unserer ehemaligen Generaloberin.

Schwester Sherrey verbrachte 24 Jahre in Deutschland, davon 12 Jahre als Generalrätin und 12 Jahre als Generaloberin. Wir sind zutiefst dankbar für die Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben, und für alles, was sie in ihrem Leben und als Generaloberin unserer Kongregation geleistet hat – für jede einzelne Schwester, für unsere internationale Kongregation und weit darüber hinaus. Möge Gott sie für all ihre Güte belohnen. Jetzt, verborgen im Geheimnis der Ewigkeit und nahe bei Gott, ist sie sicherlich eine große Fürsprecherin für uns.

Wir sprechen Schwester Sherreys Familie, Schwester Maureen O’Connor, der Oberin, allen Schwestern und Mitarbeitenden des U.S. Kanonischen Hauses unser herzliches und tiefes Beileid aus. Wir sind sicher, dass Christus, unser Herr, am Ufer ihres Lebens stand, als Schwester Sherrey sich auf ihre letzte Reise begab. Dort hat er sie sicherlich mit weit geöffneten Armen empfangen. Möge Schwester M. Sherrey in Frieden ruhen!

In Liebe und tiefster Dankbarkeit

Schwester M. Rita, Schwester M. Lima, Schwester M. Hiltrud, Schwester M. Teresa, Schwester M. Beata, Schwester Christa Maria, Schwester M. Laetitia, Pater Michael Plattig, alle Mitarbeitenden des Generalats, Hildegard Benölken (Schwester Sherreys langjährige Sekretärin) und

Schwester M. Margarete Ulager
Generaloberin der Kongregation der Krankenschwestern
vom Regulierten dritten Orden des Hl. Franziskus

In Erinnerung an Schwester Sherrey Murphy, OSF (1942 – 2026), Generaloberin der Kongregation der Krankenschwestern vom Regulierten dritten Orden des Hl. Franziskus von 2006 – 2018.

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Erfolgreicher Weihnachtsbasar 2025

Mauritzer Franziskanerinnen und „Wolltäterinnen“ übergeben Spende

Münster, 07.01.2026. Vom 21. bis 23. November 2025 fand wieder der beliebte Benefiz-Weihnachtsbasar im Foyer des St. Franziskus-Hospitals statt – ein gemeinsames Projekt der Mauritzer Franziskanerinnen und der Mitarbeitenden-Kreativgruppe des St. Franziskus-Hospitals, die „Wolltäterinnen“. Mit Klassikern wie handgestrickten Socken, wärmenden Mützen und Schals und weihnachtlicher Deko nahmen die Handarbeiterinnen eine Summe von 7600 Euro ein. Im Dezember übergaben sie das Geld als Spende an das im St. Franziskus-Hospital angesiedelte Programm „Babylotsen“ und die Kinderklinik des Hauses.

Babylotsin Hjördis Bayer und die Chefärztin der Kinderklinik, Dr. Meike Franssen, (v.r.) bedankten sich gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor des Hospitals, Dr. David Lewers (hinten), bei Vertreterinnen der Kreativgruppe „Wolltäterinnen“ und der Mauritzer Franziskanerinnen für die wertvolle Spende. ©St. Franziskus-Hospital

Neben der Babylotsin Hjördis Bayer bedankten sich auch Dr. Meike Franssen, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und der Kaufmännische Direktor des Hospitals Dr. David Lewers bei den Organisatorinnen des Basars. „Wir freuen uns sehr über diese tolle Spende, die uns dabei hilft, Kinder und ihre Mütter und Familien in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen und ihren Weg auch nach dem Krankenhausaufenthalt positiv beeinflussen zu können,“ sagte Dr. Lewers.
(Presse-Information des St. Franziskus-Hospitals)

Weitere Informationen zu unseren Schwestern, die jedes Jahr zu diesem Basar beitragen, finden Sie hier.

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Schwester Josefa Maria

Geboren: 8. Juni 1934
Eintritt: 30. Januar 1959
Profess: 28. Oktober 1961
Gestorben: 4. Januar 2026

Der hl. Josef, ihr Namenspatron und der Patron der Sterbenden, begleitete auf ihrem Weg in die ewige Heimat im Himmel Schwester unsere Mitschwester Josefa Maria, geborene Josefa Meyer, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

Heiliger Josef, wir preisen dich, denn Gott hat dich erwählt zum Pflegevater seines Sohnes.

(Gebet aus der Klostertradition)

Schwester Josefa Maria, die bei der Einkleidung den Namen Schwester Dalmatia erhalten hatte, wechselte ihn später und nahm ihren Taufnamen wieder an. Der hl. Josef hat ihr Leben begleitet. Ihm vertraute sie sich gerne an und betete zu ihm.

Schwester Josefa Maria wurde in Emstek geboren und trat bei den Mauritzer Franziskanerinnen ein, die sie im Cloppenburger Krankenhaus kennengelernt hatte. Bei Schwester M. Landeline lernte sie „das Kochen und alles, was sie für ihr Leben brauchte“. So steht es in ihrem Zeugnis.

Nach dem Noviziat absolvierte sie die Krankenpflegeausbildung im St. Franziskus-Hospital in Münster und arbeitete danach auf der Frauenstation in Harsewinkel und Horstmar. Später trafen wir sie in dem „Kaffeestübchen auf dem Exerzitienflur des Mutterhauses an und von 2003 – 2013 in der Mutterhausbibliothek. Danach übernahm sie noch kleine Dienste im St. Heriburg-Haus, blieb aber im Mutterhaus wohnen. 2021 wechselte sie als Bewohnerin ins St. Heriburg-Haus und lebte in der letzten Zeit in der Klara-Station für demenziell erkrankte Schwestern. Dort hat sie sich am vierten Abend des neuen Jahres 2026 auf den Weg zu Gott gemacht, liebevoll umsorgt von den Mitschwestern und den Mitarbeiterinnen.

Dankbar nehmen wir von Schwester Josefa Maria Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie denken wir an sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden. Unser Mitgefühl gilt Schwester M. Ursula, die sie noch am Tag vor ihrem Tod besuchen konnte.

Am Donnerstag, den 8. Januar 2026, verabschieden wir uns im Auferstehungsamt um 14 Uhr in der Mutterhauskirche von Schwester Josefa Maria und begleiten sie anschließend zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof. Danach können wir unsere Erinnerungen an sie beim Kaffee im Mutterhaus austauschen.

Schwester Marianna Shiraki

Mein Name ist Schwester Marianna Shiraki. Ich wurde 1941 in eine strenggläubige buddhistische Familie hineingeboren. Die ersten Begegnungen mit Christen, an die ich mich erinnere, hatte ich im Alter von etwa acht oder neun Jahren, vielleicht etwas früher. Damals beobachtete ich im Bahnhof in Tatebayashi, etwa 80 Kilometer nördlich von Tokyo, wie sich ein Mann und eine Frau auf der anderen Seite des Bahnsteigs unterhielten. Diese Frau trug ein großes silbernes Kreuz an einer Kette um den Hals. Als ich das sah, verspürte ich ein unbeschreibliches Gefühl, das mich zum Weinen brachte, aber auch mein Herz vor Freude höher schlagen ließ.

Als ich in den höheren Klassen der Grundschule war, sah ich auch einmal zwei Ordensschwestern und einige Kinder, die an einem heißen Tag einen Ausflug machten. Die Schwestern waren verschwitzt, ihre Wangen waren heiß und rosa, sie trugen schwarze Ordenstrachten und große schwarze Schleier. Die beiden unterhielten sich ernsthaft, und ihr Lächeln machte einen sehr sanften Eindruck.

Als ich 13 Jahre alt war, fand ich hinter einem Spiegel ein altes Foto der Heiligen Mutter mit dem Kind. Auf dem Foto küsste die Heilige Mutter die Hand des schlafenden Jesus, und Tränen liefen ihr über die Wangen. Dieses heilige Bild wurde mein größter Schatz. Ich wusste nicht, warum es mich so anzog. Ich fragte mich, wonach ich suchte.

In Fernkursen studierte ich die christliche Religion – allerdings den Protestantismus. In Sano gab es zwei Kirchen, eine katholische und eine protestantische. In der katholischen Kirche waren fröhliche Menschen, und es schien ein lustiger Ort zu sein. Die protestantische Kirche war ein solides schwarzes Gebäude, immer still, ohne Anzeichen von Menschen.

Als ich neunzehn war, fragte ich meine Pflegeeltern, ob ich Nonne werden könnte. Was würden meine beiden jüngeren Brüder tun? Man sagte mir, dass ich meine Meinung in Zukunft vielleicht ändern würde, also beschloss ich, noch einmal darüber nachzudenken. Mein nächstjüngerer Bruder heiratete, und mein jüngster Bruder war 24 Jahre alt. Ich entschied mich von ganzem Herzen für Christus.

Als ich fünfundzwanzig war, wurde immer öfter davon gesprochen, dass ich heiraten solle. Ich dachte intensiv darüber nach, wie ich mein Leben wirklich leben wollte. In der Weihnachtsnacht dieses Jahres hätte ich heiraten müssen, wie es mir empfohlen wurde, wenn die Kirchentüren geschlossen gewesen wären und ich nicht hätte eintreten können. Aber die Türen waren offen.

Als ich sechsundzwanzig war, wurde ich in der katholischen Sano-Kirche getauft. Mein Taufname ist Anna. Ich las in der Kirche ein Buch über Nagasaki und wollte Nagasaki besuchen. Der Priester, der mich getauft hatte, war ein Franziskaner, und er schlug mir vor, mich zunächst in Himeji an das Klima zu gewöhnen, anstatt direkt nach Nagasaki zu fahren. Der Priester stellte mich dieser Kongregation vor, und ich wurde im St. Mary’s Hospital in Himeji aufgenommen. Ich wollte an einem Ort arbeiten, an dem ich Kontakt zu Patienten haben konnte, deshalb wollte ich im Haushalt arbeiten. Nachdem ich zwei Jahre lang im Wohnheim des St. Mary’s Hospital gearbeitet hatte, beschloss ich, nach Nagasaki zu gehen, da ich immer noch Nonne werden wollte. Ich wohnte im Wohnheim unserer Kongregation in Nagasaki, arbeitete halbtags im Krankenhaus, besuchte den anderen halben Tag die Krankenpflegeschule und konnte so eine Krankenpflege-Lizenz erwerben.

In der Zwischenzeit ging mein Wunsch, der Ordensgemeinschaft beizutreten, in Erfüllung, und ich zog nach Himeji, um mein religiöses Leben zu beginnen. Ich trat zusammen mit Sr. De Deo ein und legte 1976 zusammen mit Sr. Zita Sugita und Sr. Maria Fidelis Furukawa meine ersten Gelübde ab. Nach meinen Ewigen Gelübden erfuhr ich, dass die meisten unserer Schwestern zwar als Krankenschwestern arbeiteten, dass aktuell aber Ernährungsberaterinnen für die Schwestern benötigt wurden. Also ging ich wieder zur Schule und erwarb eine weitere Qualifikation als zertifizierte Ernährungsberaterin.

Als Apostolat arbeitete ich als Krankenschwester in der chirurgischen Abteilung des St. Mary’s Hospitals in Himeji und des St. Francis-Hospitals in Nagasaki. Als Ernährungsberaterin arbeitete ich im Francisco Villa, East Village, und im Maria Villa, wo ich 13 Jahre lang für die Mahlzeiten zuständig war.

Als ich mit der apostolischen Arbeit begann, wusste ich nichts, aber meine Kolleginnen und Kollegen brachten mir alles ausführlich bei. Ich war glücklich, eine schöne Zeit im Team zu verbringen.

Jeder Tag ist ein Segen, und nächstes Jahr werde ich mein 50-jähriges Ordensjubiläum feiern. Meine aktuelle Aufgabe ist der Gebetsdienst: Alles vertraue ich Gott im Gebet an.

Schwester M. Pankratia

Geboren: 14. Februar 1939
Eintritt: 3. Februar 1962
Profess: 28. Oktober 1964
Gestorben: 31. Dezember 2025

Am Silvesterabend 2025 nahm der gute und barmherzige Gott unsere Mitschwester an die Hand und vollendete die irdische Zeit von Schwester M. Pankratia, geborene Maria Strüwe, Krankenschwester vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus.

„Meine Zeit steht in Deinen Händen.“

(Psalm 31, 17)

Aus dem niedersächsischen Bawinkel kam Maria Strüwe zu den Mauritzer Franziskanerinnen nach Münster. Wie alle Schwestern legte sie das Krankenpflegeexamen ab; von 1967 bis 1974 war sie in der Infektionsabteilung des neu gegründeten St. Bernhard-Hospitals in Kamp-Lintfort tätig. Danach kam sie zurück ins Mutterhaus und fand ihre berufliche Erfüllung als Schneiderin. 51 Jahre lang arbeitete sie in der Mutterhausschneiderei. Dort hat sie mehrere Veränderungen mitgemacht, die Wechsel unserer Ordenstracht, den Wechsel vom alten Nähzimmer in die heutige Schneiderei und auch mehrere Wechsel der Mitschwestern und Mitarbeiterinnen. Schwester M. Pankratia war dabei in ihrer ruhigen und korrekten Art eine konstante Größe und immer für alle erreichbar. Bis zu ihrem plötzlichen Tod hat sie für die Schleier der Schwestern gesorgt. Ihre letzten Aufträge konnte sie nicht mehr zu Ende bringen, und sie hatte auch keine Gelegenheit mehr, ihren Arbeitsplatz zu übergeben und sich zu verabschieden. Für alles, was sie für uns Mitschwestern getan hat, sind wir ihr sehr dankbar.

Schwester M. Pankratia war auch eine beständige und ausdauernde Beterin. Sie fehlte nie beim gemeinsamen Gebet und hat der Gemeinschaft viele Jahre als Vorbeterin gedient. Auch davon machte sie kein Aufsehen, sie war einfach da.

Am Sonntag nach Weihnachten ist sie nachmittags in ihrem Zimmer so unglücklich gestürzt, dass sie eine Hirnblutung bekam, von der sie sich nicht mehr erholte. Drei Tage später ist sie im Clemenshospital in Münster gestorben.

Die letzten Jahre wurden für Schwester M. Pankratia immer schwerer durch ihre zunehmende Hörschwäche. Das machte sie einsam. Gesehnt hat sie sich auch nach Schwester M. Gerharda, mit der sie über die Arbeit in der Schneiderei auch mitschwesterlich eng verbunden war. Wir wünschen beiden Schwestern, dass sie sich jetzt im Himmel wieder begegnen.

Dankbar nehmen wir von Schwester M. Pankratia Abschied. Im Gebet und in der Feier der Eucharistie beten und singen wir für sie und bleiben ihr schwesterlich verbunden.

Am Mittwoch, den 7. Januar 2026, verabschieden wir uns um 14 Uhr von Schwester M. Pankratia in der Mutterhauskirche und begleiten sie danach zur letzten Ruhestätte auf dem Schwesternfriedhof.

Beim anschließenden Kaffee im Mutterhaus können wir unsere Erinnerungen austauschen.

Heiliges Jahr 2025: Ein Rückblick

Im Heiligen Jahr 2025 waren viele Schwestern und Mitarbeitende unserer internationalen Ordensgemeinschaft als „Pilgernde der Hoffnung“ unterwegs. In Rom erlebten sie Papst-Audienzen (manche mit Papst Franziskus, andere mit Papst Leo XIV.) und durchschritten die Heiligen Pforten; sie pilgerten zu verschiedensten spirituellen Orten u.a. in Rom, Subiaco und Assisi, aber auch auf Malta, in China und in ihren jeweiligen Heimatländern.

Einige der im Generalat vorliegenden Eindrücke und bewegende Momente dieser internationalen Pilgerreisen haben wir exemplarisch ausgewählt und in einem Video zusammengestellt, das wir zum Abschluss des Heiligen Jahres mit Euch und Ihnen teilen möchten. Alle Pilgernden, die hier gezeigt werden, hatten im Herzen auch immer all jene Schwestern unserer internationalen Ordensgemeinschaft dabei, die sich nicht selbst auf den Weg machen konnten.

Durch den Film führen Generalrätin Schwester M. Hiltrud Vacker, Claudia Berghorn (Internationale Kommunikation im Generalat) und Dr. Ulrike Teßarek (Wertemanagement in der St. Franziskus-Stiftung), die Ende Juni 2025 gemeinsam nach Rom reisten.

Alle Schwestern und Mitarbeitende des Generalats wünschen Euch und Ihnen ein friedliches und gesegnetes Neues Jahr! Möge Gott Euch/ Sie und alle, die Euch und Ihnen am Herzen liegen, segnen und beschützen.

PACE E BENE!

Übrigens: Diesen Film und weitere spannende Videos finden Sie auch in unserer Mediathek.

Fotografie, Videografie, Musik und Produktion: Michael Kestin. Redaktion: Claudia Berghorn und Michael Kestin. ©Generalat 2025

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