Abschließende Vorbereitungen für das 21. Generalkapitel

7. September 2024. Die Organisation eines internationalen Generalkapitels erfordert viel Zeit und Vorbereitung, besonders, wenn es außerhalb des Mutterhauses stattfindet. Heute, am Vorabend der Eröffnung des 21. Generalkapitels, wurden diese Vorbereitungen abgeschlossen.

Der Konferenzraum im Borromaeum ist zum Kapitelsaal umfunktioniert worden. Die Tischordnung wurde nach Ländern und Sprachen organisiert, um die Übersetzung und die Diskussionen unter den Delegierten aus den jeweiligen Provinzen und dem Kanonischen Haus zu erleichtern. Auf den Tischen liegen personalisierte Ordner mit den Unterlagen, die in den nächsten zwei Wochen bearbeitet werden.

Die Schwestern aus der Generalleitung und die Moderierenden sitzen zusammen mit Schwester M. Margarete Ulager, der scheidenden Generaloberin, entlang der linken Seite des Raumes.

Im hinteren Teil des Kapitelsaals werden die Dolmetscherinnen und der Dolmetscher in schalldichten Kabinen arbeiten.

In einer kurzen Sitzung am Nachmittag konnten sich die Delegierten mit dem Raum vertraut machen und erhielten eine Einführung in das Übersetzungssystem. Außerdem wurde die Tagesordnung besprochen und die Geschäftsordnung angenommen.

Möge das 21. Generalkapitel beginnen!

Mit dem folgenden Video möchten wir Sie vor der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung zu einem Besuch im Kapitelsaal im Borromaeum einladen.

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Gebaut auf starken Wurzeln: Besuch in Telgte

6. September 2024. Heute Morgen besuchten die Delegierten und Gäste des 21. Generalkapitels Telgte, den Gründungsort der internationalen Kongregation der Mauritzer Franziskanerinnen.

Telgte, vor rund 1.200 Jahren gegründet, ist einer der ältesten Kirchorte im Münsterland. Der Missionar St. Liudger errichtete hier an der Emsfurt, einem Schnittpunkt verschiedener Handelswege, erstmals um das Jahr 800 eine hölzerne Pfarrkirche. Im Jahr 1238 erhielt Telgte die Stadtrechte und gehörte zur Hanse. Heute leben hier etwa 20.000 Menschen.

Nach einem kurzen Spaziergang vom Busparkplatz aus feierte die Gruppe in der Pfarrkirche St. Clemens im Stadtzentrum die Heilige Messe. Es folgte ein Besuch in der Gnadenkapelle, in der Pater Christoph Bernsmeyer am 2. Juli 1844, also vor 180 Jahren, die Mauritzer Franziskanerinnen gründete.

Diese barocke Kapelle wurde 1654 von Fürstbischof Bernhard von Galen eigens für die Pietà der Schmerzhaften Mutter von Telgte erbaut: Eine Marienstatue, die den Leichnam Jesu hält – eine der ältesten Darstellungen dieser Art in Nordwestdeutschland, geschnitzt um 1370 aus Pappelholz. Über ihre Herkunft ist nichts bekannt, und im Laufe der Zeit haben sich viele Legenden gebildet. Ursprünglich war die Statue farbig gefasst. An den Rändern des Gewandes sind noch Spuren der Farben zu sehen.

Seit dem 14. Jahrhundert zieht die Schmerzhafte Mutter von Telgte Pilger aus nah und fern an. In den Jahren des Vikariats von Pater Christoph Bernsmeyer in Telgte, als er auch für die Pilger zuständig war, betete er oft vor der Pietà, und die ersten Franziskanerinnen feierten in dieser Kapelle ihre Investitur.

Nach dem Gebet vor der Pietà besuchte die Gruppe das Klara-Haus, das ehemaligen Wohnhaus von Pater Christopher, in dem heute Schwester M. Theodora lebt, die in der Pfarrei arbeitet und Besucher und Pilger im Geist franziskanischer Gastfreundschaft empfängt.

Ein Besuch am Grab von Pater Christopher Bernsmeyer bildete den Abschluss der heutigen Fahrt nach Telgte. Pater Christoph, der am 15. Mai 1777 in Verl im Bistum Paderborn geboren wurde und 1811 nach Telgte zog, starb dort am 2. Juni 1858 im Alter von 81 Jahren. Der Schwesternfriedhof wurde am 11. Oktober 1950 zu seiner letzten Ruhestätte.

Der Besuch am Gründungsort, den Wurzeln der Kongregation, war ein bewegendes Erlebnis, besonders für die Schwestern und Gäste, die zum ersten Mal hierher kamen. Die Spiritualität von Pater Christopher, die die Kongregation auf der ganzen Welt verbindet, bildet auch die gemeinsame Basis, auf der die Teilnehmerinnen des Generalkapitels bald wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Kongregation treffen werden.

Einige Eindrücke des Tages wurden im folgenden Film eingefangen.

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Zweiter Tag in Bremerhaven

5. September 2024. Am Morgen des zweiten Tages in Bremerhaven wurden die Delegierten und Gäste des 21. Generalkapitels von einem wolkenlos blauen Sommerhimmel begrüßt. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnten sie kurz nach neun Uhr ausgechecken und die Koffer bereits wieder in den Bus einladen. Dann spazierten die Teilnehmenden wenige Minuten zu Fuß zum Deutschen Auswandererhaus, das in zwei „Sprachengruppen“ besucht wurde: Die deutsch- und polnischsprachigen Reisenden machten sich mit den Dolmetscherinnen Eva-Maria Steiger und Agata Prochotta Milek auf den Weg, die Englisch und Japanisch Sprechenden wurden von Rolf Lehmann, Reiko Lelli-Tatsumi und Atsuko Matsumoto unterstützt.

Das Auswandererhaus ist den etwa 7,2 Millionen Menschen aus ganz Europa gewidmet, die vom 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert von Bremerhaven aus in die Neue Welt aufbrachen, wo sie auf ein besseres Leben hofften. Viele flohen vor Hunger, Arbeitslosigkeit, Krieg, Verfolgung oder Perspektivlosigkeit. Die Besucher der Ausstellung folgen den Spuren realer Lebensgeschichten von Bremerhaven zur Einwanderungsstation Ellis Island und hinein in die Stadt New York bis zur Ankunft in der großen Bahnhofshalle der ‚Grand Central Station‘.

Die historisch detailgetreu rekonstruierten Ausstellungsräume, die Licht- und Sound-Effekte und persönlichen Erinnerungsstücke stimmten nachdenklich und machten die Lebenswirklichkeit der Auswandernden intensiv spürbar. Sehr eindrücklich war zum Beispiel der Schiffskai nachempfunden, an dem die Reisenden früher Abschied von ihrer Heimat nahmen und in eine ungewisse Zukunft aufbrachen. Sehr deutlich wurde auch, welche Lebensbedingungen die Auswandernden während der langen Überfahrt nach Amerika in Kauf nehmen mussten – besonders vor der Erfindung der Dampfschiffe in den 1880er Jahren, als man noch 12 Wochen segeln musste, um den Atlantik zu überqueren. Dank all dieser Informationen können die Delegierten und Gäste des Generalkapitels nun umso mehr den Mut, das Durchhaltevermögen und die Lebensleistung der Mauritzer Franziskanerinnen verstehen und wertschätzen, die als Missionarinnen in fremde Welten reisten.

Auch das Mittagessen wurde gemeinsam im Auswandererhaus eingenommen: Die Teilnehmenden stärkten sich mit „Großmutters Kartoffelsuppe“, Kaffee, Eis und Kuchen. Vor der Abfahrt um 14 Uhr blieb noch Zeit für einen kurzen Spaziergang bei warmem Sonnenschein und frischem Wind.

Während der Rückfahrt wurde im Reisebus eine Vesper in den Muttersprachen der Teilnehmenden gefeiert, bevor die Gruppe um 18 Uhr im westfälischen Landgasthof Overwaul zum Essen einkehrte. Danke schön und Applaus für Planungsteam und alle Beteiligten, die zum Erfolg dieser Reise beigetragen haben.

Einige Eindrücke des zweiten Tages in Bremerhaven haben wir in einem Video zusammengestellt; die deutsche Übersetzung des Textes finden Sie darunter.

„Seit Jahrhunderten haben Menschen das Schicksal der Menschheit beeinflusst und verändert, insbesondere diejenigen, die wie viele unserer Schwestern in ein anderes Land ausgewandert sind. In diesem Sinne besuchten wir das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven, wo uns die Geschichten zahlloser Menschen berührten – und uns einen Einblick in diese Menschen gaben, deren Hoffnungen und Träume ihnen den Weg durch ihr Leben ebneten. Nach dem Mittagessen fuhren wir zurück nach Münster und kehrten zum Abendessen in einem traditionellen westfälischen Restaurant ein.

Dieser Ausflug war nicht nur sehr informativ, sondern bot den Delegierten und Gästen auch eine wunderbare Gelegenheit, Freundschaften zu erneuern und neue zu schließen. Während dieser zwei Tage kamen wir als internationale Familie in der franziskanischen Tradition der Gastfreundschaft und Freude zusammen – eine gute Vorbereitung auf die baldige Eröffnung des 21. Generalkapitels.“

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Erster Tag in Bremerhaven

4. September 2024. Die Delegierten und Gäste des 21. Generalkapitels sind heute auf eine zweitägige Reise nach Bremerhaven aufgebrochen, die von Schwester M. Cäcilia Musekamp, Deligierte aus der Deutschen Provinz, und einem Team aus dem Generalat gemeinsam geplant und organisiert wurde, bestehend aus Schwester M. Beata Kapica, Schwester M. Rita Edakkoottathil und Finanzdirektor Martin Krawinkel.

Nach dem Reisesegen von Spiritual Professor Pater Dr. Dr. Michael Plattig O.Carm. ging die Busreise von Münster aus mit einer kurzen Pause bis ins kleine Örtchen Wremen am Nordseedeich. Unterwegs erläuterte Brian Blasco, Leiter Kommunikation und Archivar des U.S. Kanonischen Hauses, die Geschichte der Gründungsschwestern, die sich von 1875 bis in die 1930er Jahre von Deutschland aus per Schiff auf den Weg nach Amerika machten. An der Nordseeküste angekommen, kehrte die Gruppe nach einem kurzen Spaziergang auf dem Deich zum Mittagessen in die Wremer Fischerstube ein. Dann ging es mit dem Bus weiter nach Bremerhaven, zuerst durch das Hafengebiet mit Blick auf große Containerschiffe und schließlich zum B&B-Hotel.

Von dort aus gingen die Reisenden zu Fuß zum Klimahaus und wurden unterwegs von starkem Regen überrascht – durchaus eine Einstimmung auf die Ausstellung, die sich mit dem Klimawandel beschäftigt. Nach einem Einführungsvortrag über die Konzeption des Hauses – eine Reise entlang des 8. Längengrades – verbrachten die Delegierten und Gäste fast drei Stunden im Klimahaus, bevor der Abend mit einem gemütlichen Essen im Restaurant Kaiserhafen ausklang.

Die gelungene Auswahl der sehr originellen Restaurants war der Ortskenntnis von Schwester M. Cäcilia zu verdanken, die viele Jahre in Bremerhaven gelebt und gearbeitet hat. Für den wunderbaren, eindrucksvollen gemeinsamen Tag bedankte sich die Reisegruppe mit herzlichem Applaus beim Organisationsteam und beim Busfahrer, der trotz der widrigen Wetterbedingungen alle sicher durch den Tag begleitete.

Einige Eindrücke des ersten Tags in Bremerhaven bietet der folgende Film.

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Ankunft und erstes Arbeitstreffen

3. September 2024. In den letzten Tagen sind die Delegierten und Gäste des 21. Generalkapitels in Münster angekommen. Wir danken Gott, dem Hl. Franziskus von Assisi und Pater Christoph Bernsmeyer dafür, dass die Reisenden aus Indien, Japan, Vietnam, Korea, Polen, Amerika und Deutschland gut angekommen sind.

Heute haben sich die Schwestern aus Vietnam und der Japanischen Provinz mit Schwester Dr. Carol Zinn, SSJ, Geschäftsführerin der LCWR (Leadership Conference of Women Religious), und den Moderatoren des Generalkapitels, Dompropst Pfarrer Hans-Bernd Köppen und Professorin Dr. Margret Nemann sowie Mitgliedern des Generalats getroffen, um Zukunftsfragen zu diskutieren und Perspektiven zu entwickeln.

Viele andere haben die Zeit genutzt, um ihre Koffer auszupacken und sich mit dem Priesterseminar Borromaeum und der Stadt Münster vertraut zu machen.

Einige Eindrücke dieses Tages finden Sie im folgenden Film.

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Spannende Orte: Ankunft im ‚Borromaeum‘

2. September 2024. Der heutige Montag ist ein weiterer großer Anreisetag für das Generalkapitel 2024: Im Laufe des Tages werden die Delegierten und Gäste aus Amerika, Indien und Polen erwartet. Die Gruppen aus Amerika und Indien werden persönlich am Flughafen abgeholt und ins Mutterhaus gebracht, wo sie vom Team des Generalats und den Schwestern aus der Deutschen Provinz begrüßt werden. Anschließend werden sie zum ‚Borromaeum‘ gefahren, um ihre Zimmer im beziehen: Das Priesterseminar am Domplatz dient für die Zeit des Generalkapitels sowohl als Tagungsort als auch als Unterkunft für alle Teilnehmenden. Die Gruppe aus Polen, die mit dem Auto anreist, wird heute Abend direkt im Borromaeum einchecken. Auch die ersten der sechs Simultan-Übersetzer reisen heute an.

Einige Eindrücke vom Borromaeum gibt der folgende englischsprachige Film. Die deutsche Übersetzung finden Sie darunter.

Da es im Mutterhaus keinen Kapitelsaal mehr gibt, wird unser Generalkapitel 2024 im Stadtzentrum stattfinden, in einem katholischen Priesterseminar am Domplatz, das nach einem italienischen Heiligen „Borromaeum“ genannt wird. Seit 1854 nutzt die Diözese Münster dieses historische Gebäude für die Priesterausbildung und als Wohnheim für Theologiestudenten. Heute bietet der Ostflügel Zimmer für Studentinnen und Studenten aller Fakultäten. Bevor die Deutsche Bischofskonferenz hier 2018 zu Gast war, wurde das Gebäude komplett saniert. Die Besucherinnen und Besucher genießen nun die stilvolle Kombination aus sorgfältig erhaltenen Design-Elementen aus den 50er Jahren und moderner Architektur. Dank des großen Konferenzsaals, zwei schönen Kapellen, komfortablen Zimmern und Vollverpflegung ist das Borromaeum der perfekte Ort für unser Generalkapitel 2024.

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Spannende Orte: Der St. Paulus-Dom in Münster

1. September 2024. In genau einer Woche, am Sonntag, 8. September, wird das 21. Internationale Generalkapitel der Mauritzer Franziskanerinnen um 10 Uhr im Rahmen der Heiligen Messe im St. Paulus-Dom eröffnet. Der Gottesdienst wird von Dompropst Hans-Bernd Köppen zelebriert, mit dem Spriritual der Mauritzer Franziskanerinnen, Professor Pater Dr. Dr. Michael Plattig O.Carm. als Konzelebrant. Diese Heilige Messe wird auf der Internetseite des Bistums Münster, www.bistum-muenster.de, sowie auf dem Youtube- und Facebook-Kanal des Bistums gestreamt.

Im folgenden englischsprachigen Film geben wir Ihnen einige Einblicke in die Geschichte des Doms und des Bistums Münster. Darunter finden Sie die Informationen auf Deutsch.

Am Eröffnungssonntag unseres Generalkapitels feiern wir die Heilige Messe im St. Pauls Dom in Münster. Die Ursprünge der Stadt Münster und ihres Doms reichen bis ans Ende des achten Jahrhunderts zurück. Liudger, ein Missionar, begann mit dem Bau eines Missionszentrums, zu dem ein Kloster, eine Schule und eine kleine Kirche gehörten. Im Jahr 805 wurde Liudger der erste Bischof von Münster und machte diese Kirche zum Zentrum seiner neuen Diözese. Der St. Paulus-Dom, wie wir ihn heute sehen, besteht seit 1956. Frühere Gebäude wurden durch Feuer und die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört. Als Bischofssitz ist diese Kirche das Herzstück des katholischen Münsters. Im Dom sind wunderschöne Kunstschätze zu bewundern. Viele Besucher sind auch von der astronomischen Uhr fasziniert, die seit 1540 tickt.

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Spannende Orte: Die Mutterhauskirche der Franziskanerinnen

31. August 2024. Im Rahmen des anstehenden Generalkapitels wird in genau zwei Wochen, am Samstag, 14. September, die neue internationale Generaloberin der Mauritzer Franziskanerinnen von den Delegierten aus aller Welt gewählt. Diese geheime Wahl unter Vorsitz von Dr. Felix Genn, Bischof von Münster, findet am zentralen Veranstaltungsort statt, im Priesterseminar Borromaeum am Domplatz. Anschließend versammeln sich alle Schwestern und Gäste in die Mutterhauskirche der Franziskanerinnen, wo die neue Generaloberin von Bischof Dr. Felix Genn in ihr Amt eingeführt wird.

Im folgenden englischsprachigen Film stellen wir Ihnen die wechselvolle Geschichte der Mutterhauskirche vor. Darunter finden Sie die Informationen auf Deutsch.

Die neue Generaloberin wird nach ihrer Wahl in unserer Mutterhauskirche in Münster von Bischof Dr. Felix Genn in ihrem Amt eingeführt. Der Grundstein für die ursprüngliche Mutterhauskirche wurde 1854 gelegt. Leider wurde sie während des Zweiten Weltkriegs bei den Bombenangriffen im Oktober 1944 zerstört. Nach dem Krieg wurde mit finanzieller Unterstützung unserer amerikanischen Schwestern eine neue Kirche gebaut. Die Kirche, wie wir sie heute sehen, wurde 1951 geweiht und in den 1970er Jahren renoviert. Sie bietet Platz für bis zu 800 Personen und ist bekannt für ihre hervorragende Akustik. Das Mosaik im Altarraum wurde als Logo des Generalkapitels 2024 gewählt. Es wurde von Paul von der Forst geschaffen und zeigt den Heiligen Geist über Maria, der Königin, und Christus, dem König.

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Count-Down für’s Generalkapitel: Erste Gäste im Mutterhaus

30. August 2024. Während die Vorbereitungen auf das 21. Generalkapitel im Generalat und im Borromaeum auf Hochtouren laufen, kommen bereits heute Abend die ersten Delegierten und Gäste aus Japan in Münster an. Am Flughafen Münster-Osnabrück werden sie von Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager, Generalvikarin Schwester M. Rita Edakkoottathil, Schwester M. Laetitia Matsunaga aus der Japanischen Provinz und Vorstandsmitglied Prof. Dr. Michael Möllmann abgeholt und ins Mutterhaus der Franziskanerinnen gebracht.

Um auch die Mitschwestern und Interessierten in aller Welt, die nicht persönlich in Münster sein können, das Generalkapitel möglichst nah erleben zu lassen, werden wir in den folgenden Tagen einige wichtige Orte in kurzen Filmbeiträgen in englischer Sprache vorstellen – zuerst das Mutterhaus, dessen Grundstein die Franziskanerinnen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts legten.

Im Jahr 1853 zogen die ersten Schwestern von Telgte nach Münster. Das Mutterhaus, das sie errichteten, umfasste einen Konvent, eine Kirche und die Anfänge des St. Franziskus-Hospitals – ein Gebäude, das sich gut für ihr erfülltes Leben in Arbeit und Gebet eignete. Seither wurden Größe, Nutzung und die baulichen Gegebenheiten des Mutterhauses immer wieder den wechselnden Anforderungen der Zeit angepasst. In einer der Umbauphasen wurde der ehemalige Kapitelsaal an das St. Franziskus-Hospital übergeben. Die jüngste Erweiterung des Mutterhauses besteht aus einer moderne Kapelle und einigen Wohnräumen. In den 1960er Jahren lebten etwa 200 Schwestern im Mutterhaus; bei Exerzitien wurden hier bis zu 500 Schwestern untergebracht. Heute leben hier 60 Mauritzer Franziskanerinnen und 24 Brüder und Schwestern anderer Kongregationen. Es ist auch der Sitz der Leitung der Deutschen Provinz und der internationalen Generalleitung, die häufig Besucher aus aller Welt empfängt.

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21. Internationales Generalkapitel der Mauritzer Franziskanerinnen in Münster: Ordensschwestern aus aller Welt tagen vom 8. – 22. September 2024 am Domplatz

Münster, 28. August 2024. Vom 8. – 22. September 2024 findet in Münster das 21. Internationale Generalkapitel der Mauritzer Franziskanerinnen statt. Die 1844 in Telgte gegründete Ordensgemeinschaft mit Standorten in Deutschland, Polen, Amerika, Japan und Indien wird im Bischöflichen Priesterseminar Borromaeum am Domplatz in Münster tagen, um eine neue internationale Generalleitung zu wählen und vielfältige Themen rund um Glauben, Leben und Wirken aller Schwestern weltweit zu diskutieren. Die Wahl der neuen Generaloberin für eine Amtszeit von sechs Jahren findet am 14. September 2024 unter Vorsitz von Bischof Dr. Felix Genn statt, ebenso wie ihre anschließende Amtseinführung in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen. Auch die internationalen Generalrätinnen der Ordensgemeinschaft werden neu gewählt. Vorab haben die weltweit 524 Schwestern der Kongregation dafür 33 wahlberechtigte Delegierte bestimmt, die zum Generalkapitel nach Münster reisen.

Die feierliche Eröffnung des Generalkapitels findet am Sonntag, 8. September 2024, um 10 Uhr im Rahmen einer Eucharistiefeier mit Dompropst Hans-Bernd Köppen im St. Paulus Dom in Münster statt, mit dem Spiritual der Ordensgemeinschaft, Professor Pater Dr. Dr. Michael Plattig als Konzelebrant. Diese Heilige Messe wird auf der Internetseite des Bistums Münster, www.bistum-muenster.de, sowie auf dem Youtube- und Facebook-Kanal des Bistums gestreamt. Über den Verlauf des Generalkapitels wird ab Anfang September auf der Internetseite des Generalats, www.generalat-hsosf.de, fortlaufend berichtet.

Das Generalkapitel ist die höchste beschlussfassende Versammlung der Kongregation und gliedert sich in ein Wahlkapitel zur Neubesetzung der Leitungsämter und ein Sachkapitel mit einer großen Bandbreite von Themen, von der gemeinsamen Spiritualität der internationalen Gemeinschaft über die verschiedenen Dienste der Schwestern bis zur konkreten Lebensgestaltung an den weltweiten Standorten. „Die perspektivische Arbeit wird auf diesem Generalkapitel einen hohen Stellenwert haben“, erläutert die scheidende Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager, die gemeinsam mit ihren Rätinnen am 10. September offiziell aus ihrem Amt verabschiedet wird. „Wir stehen vor der großen Aufgabe, die Zukunft unserer internationalen Gemeinschaft im aktuellen Kontext der weltweit angespannten Situation in Kirche, Gesellschaft und Politik gemeinsam zu planen und zu gestalten – im Vertrauen auf die Führung des Heiligen Geistes.“ Das Motto des Generalkapitels lautet: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh. 14, 6).

Zum anstehenden 21. Generalkapitel sind neben den wahlberechtigten Schwestern erstmals auch Juniorats-Schwestern aus Polen, Japan und Indien eingeladen, um diese perspektivische Arbeit mit zu gestalten und die weltweite Vernetzung zu fördern. Ebenfalls zum ersten Mal sind auch zivile Mitarbeitende der internationalen Gemeinschaft als Gäste dabei. Eine Internationalität, die sich auch in der Sprachenvielfalt zeigt: Englisch ist die gemeinsame Konferenzsprache, aber alle offiziellen Dokumente werden in Deutsch, Polnisch, Englisch und Japanisch erstellt, und die gesamte Veranstaltung wird von sechs Simultan-Übersetzerinnen und -Übersetzern begleitet.

Mit Blick auf ihre zu Ende gehende Amtszeit bedankt sich Schwester M. Margarete sehr herzlich bei den Schwestern ihres Generalrates, allen Mitschwestern weltweit sowie den zivilen Mitarbeitenden und Partnern an den internationalen Standorten der Ordensgemeinschaft für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. „Es war eine Amtszeit mit einigen Besonderheiten“, sagt die Generaloberin. Als Mitglied der Deutschen Ordensprovinz wurde sie 2018 in den USA gewählt – beim ersten Generalkapitel der internationalen Kongregation, das nicht in Münster stattfand, sondern im Mutterhaus der amerikanischen Mitschwestern in Springfield, Illinois. Außerdem brachte die Corona-Pandemie erhebliche Einschränkungen für ihre internationalen Leitungsaufgaben, zu denen auch die Visitation gehört, also das persönliche Gespräch mit jeder einzelnen Schwester weltweit. Da von Januar 2020 bis Mitte 2022 das Reisen nicht möglich war, konzentrierten sich die Besuche bei den Schwestern in Konventen in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Kasachstan, USA, Japan, Vietnam und Indien auf die vergangenen beiden Jahre. Parallel wurde die Ordensgemeinschaft weltweit mit modernster Technik ausgestattet, um viele Arbeitstreffen per Videokonferenz durchführen zu können.

In den vergangenen sechs Jahren arbeitete Schwester M. Margarete im international besetzten Team der Generalleitung mit einer weiteren deutschen Schwester, zwei Schwestern aus der Indischen Provinz sowie je einer Schwester aus Polen und Japan zusammen. Die dienstälteste Schwester in diesem Team, Generalsekretärin Schwester Christa Maria Frie, die 1964 in die Kongregation eintrat und kürzlich ihren 80. Geburtstag feierte, arbeitet seit 32 Jahren in verschieden Positionen im Generalat und erlebt ihr sechstes Generalkapitel. Als jüngste Delegierte des Generalkapitels reist die vietnamesische Schwester Nichola Truong, Mitglied der Japanischen Provinz, mit einigen Mitschwestern aus den USA an, bei denen sie zurzeit Englisch lernt. Diese Gruppe legt eine Entfernung von etwa 7000 km Luftlinie zurück, um aus Illinois nach Münster zu reisen; so weit ist es auch für die Schwestern aus dem Mutterhaus der Indischen Provinz in Pithora. Die Entfernung vom Mutterhaus der Japanischen Provinz in Himeji beträgt 9000 km Luftlinie; eine vergleichsweise kurze Anreise von etwa 750 Kilometern haben die Schwestern aus dem polnischen Mutterhaus in Ołdrzychowice-Kłodzkie, während die Mitschwestern aus der Deutschen Provinz nur drei Kilometer entfernt wohnen.

Im Rahmen des 21. Internationalen Generalkapitels der Mauritzer Franziskanerinnen in Münster wird Schwester M. Margarete Ulager (vordere Reihe, 3.v.l., hier mit dem internationalen Team der Generalleitung) am 10. September 2024 aus dem Amt der Generaloberin verabschiedet.

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Neue Website des Generalats nun online

22. August 2024. Das gesamte Team der internationalen Generalleitung der Franziskanerinnen in Münster freut sich sehr, dass heute die neue Website des Generalats online gegangen ist. „Der Online-Gang ist der erfolgreiche Abschluss eines langen und intensiven internen Prozesses“, erläutern Generaloberin Schwester M. Margarete Ulager und die Schwestern des multikulturellen Generalrates. „Unsere Website soll ja durch Struktur, Inhalt und Gestaltung bestmöglich zum Ausdruck bringen, was uns ausmacht – und ein Relaunch ist ein perfekter Zeitpunkt dafür, einige Fragen nochmal ganz grundsätzlich zu diskutieren und sich neu zu vergewissern.“

Ganz zentral dabei: Wie können das wertvolle weltweite Erbe, die Geschichte und die lebendige Gegenwart und Zukunft der internationalen Kongregation im gesellschaftlichen Kontext der heutigen Zeit vermittelt werden? Welche internen und externen Zielgruppen möchten wir mit unserer Webseite ansprechen? Mit welchen Botschaften? Und wie können diese Botschaften nicht nur sprachlich vermittelt werden, sondern auch durch die Struktur und die visuelle Gestaltung? Außerdem im Fokus: Die Aufgabe der Generalats-Webseite als zentraler Anlaufpunkt für die Information und Vernetzung aller internationalen Standorte – eine Aufgabe mit besonderer Aktualität hinsichtlich des kommenden Generalkapitels.

Als Antworten auf all diese Fragen und Anforderungen wurde nicht nur die Navigation der Webseite neugestaltet, sondern auch das Logo des Generalats behutsam aktualisiert und als neue Grundfarbe ein frisches, lebensfrohes Grün gewählt. Außerdem wird bei den zentralen Fotos mit einer individuellen Rundung gearbeitet, die aus der Form des Tau entwickelt wurde. Diese neuen Gestaltungselemente werden nun nach und nach in die Gesamtkommunikation des Generalats übertragen und bereits im Generalkapitel sichtbar werden.

Nutzer der bisherigen Webseite werden die bekannten Inhalte auch auf der neuen Seite finden, aber in einer anderen Struktur. „Die technischen Voraussetzungen haben sich in den letzten Jahren radikal verändert, genauso wie das Informationsverhalten und die Sehgewohnheiten der Menschen sowie die Themen, die gesellschaftlich diskutiert werden“, erläutert Claudia Berghorn, Leitung Kommunikation im Generalat. „Deshalb bietet unsere neue Webseite schnelle Orientierung für diejenigen, die nur eine kurze Information benötigen, und umfassendere Informationen für alle, die tiefer in die Inhalte einsteigen möchten.“

Inhaltlich war es Frau Berghorn besonders wichtig, die großen Leistungen der Ordensschwestern zu würdigen und die internationale Bedeutung der Kongregation zu verdeutlichen. „Als ich vor zwei Jahren anfing, im Generalat zu arbeiten, wusste ich noch gar nicht, wie viele starke Frauen in der Ordensgemeinschaft leben, was diese Frauen alles aufgebaut haben und was sie auch heute weltweit leisten“, erläutert sie. „Inzwischen hatte ich das Glück, viele dieser Frauen näher kennenzulernen, auch Schwestern aus den internationalen Standorten, und bin beeindruckt von dem Mut, dem großen Engagement und dem starken Gottvertrauen, das mir in den persönlichen und beruflichen Entscheidungen und im Lebenswerk der Schwestern begegnet.“ Ein weiteres zentrales Anliegen war es, die Struktur und die Aufgaben der internationalen Kongregation und des Generalats auch externen Zielgruppen verständlich zu machen, die bisher keinen Kontakt mit der Ordenswelt hatten. Daher ist die Sprache einfach gehalten, und kirchliche Fachbegriffe werden erklärt.

Die inhaltliche und grafische Entwicklung der Webseite erfolgte in mehreren Abstimmungsphasen mit dem gesamten Team der Generalleitung. Bei der Umsetzung der Website unter Leitung von Claudia Berghorn arbeitete das Generalat mit einem Netzwerk von Spezialisten zusammen:

Das Team der Website-Umsetzung mit Mitarbeitenden aus dem Generalat und externen Spezialisten.

Die Gestaltung wurde von Christian Lück entwickelt. Der diplomierte Grafikdesigner hat in Münster, Paderborn und Nürnberg studiert und lange in Süddeutschland gelebt; aus dieser Zeit stammt seine Zusammenarbeit mit den Nürnberger Innenstadt-Kirchen, deren Magazin „Mittendrin“ er entwickelt hat und bis heute gestaltet. Aktuell lebt Herr Lück in Siegen und arbeitet u.a. freiberuflich für die Deutsche Welle in Bonn. Die Fotografien stammen von Michael Kestin aus Münster, der vielen Schwestern bereits durch verschiedene Projekte bekannt ist, u.a. die „Zeitzeuginnen-Filme“ und die mediale Begleitung zahlreicher Veranstaltungen, von Ordensjubiläen bis zum Besuch der HSHS-Pilger aus Amerika. Die fachkundige Programmierung erfolgte durch Marko Kuzman in Erlangen, der Herrn Lück und Frau Berghorn durch frühere gemeinsame Projekte bekannt ist. Eng begleitet und unterstützt wurde der Entwicklungsprozess vom IT-Spezialisten im Team des Generalats. Bemerkenswert ist, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligter wunderbar geklappt hat, ohne dass sich das Umsetzungsteam je vollständig persönlich getroffen hat – nur bei einem Zoom-Termin waren alle einmal gleichzeitig dabei.

Dipl.-Designer Christian Lück mit Claudia Berghorn im Refektorium des Mutterhauses

Sehr dankbar ist Claudia Berghorn auch für die Unterstützung von Brian Blasco, Direktor Kommunikation und Archivist im U.S. Kanonischen Haus, bei der Übersetzung ins Englische, und all der Schwestern im Mutterhaus in Münster, die Antworten auf historische Fragen hatten und Fotos beisteuern konnten, besonders Schwester M. Dietmara und Schwester M. Manuela.

„An der Entwicklung einer Webseite sind viele Menschen über einen langen Zeitraum beteiligt“, fasst Schwester M. Margarete zusammen. „Ihnen und Euch allen, intern und extern, nah und fern, danken wir ganz herzlich!“ Nun freut sich das Team des Generalats über die neue Internetpräsenz und ist gespannt auf die Resonanz der Schwestern aus aller Welt. Prinzipiell ist eine Webseite aber nie wirklich ‚fertig‘, sondern bleibt dynamisch, da es immer Aktualisierungen und Ergänzungen gibt. Im Generalat wird sich Claudia Berghorn nach Abschluss des Generalkapitels auch noch gemeinsam mit dem Kommunikationsteam der großen Aufgabe widmen, die bewegenden Berufungsgeschichten der internationalen Schwestern, die auf der alten Website gesammelt wurden, auf die neue Seite zu übertragen.

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